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Aktien: thyssenkrupp an der DAX-Spitze mit +9,55%

Mittwoch, 23.05.2018 09:27

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Kauflaune von Investoren hat den deutschen Aktienmarkt (DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) +0,7%, MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) +0,6%, TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) +0,4%) gestern beflügelt, so die Analysten der Nord LB.

 

Neben der sich anbahnenden Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China sei die Rally bei thyssenkrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) als Grund dafür genannt worden. Spitzenreiter im DAX sei thyssenkrupp mit +9,55% gewesen, nachdem bekannt geworden sei, dass der aktivistische Finanzinvestor Elliott vor einem Einstieg bei dem Stahlbauer stehe.

 

Anders habe es beim US-Aktienmarkt (Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) -0,7%, S&P-500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) -0,3%, Nasdaq (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) -0,2%) ausgesehen. Dieser habe darunter gelitten, dass Trump sich unzufrieden mit den bisherigen Handelsgesprächen mit China gezeigt habe.

 

Der Nikkei-225 (ISIN JP9010C00002/ WKN A1RRF6) notiere bislang leichter mit 22.698,38 Punkten.

 

Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) wolle für insgesamt 2,3 Mrd. USD die Kontrolle über den Musikverlag EMI übernehmen und damit das eigene Entertainment-Geschäft stärken. Die US-Tochter des japanischen Konzerns übernehme die rund 60-prozentige Beteiligung des arabischen Staatsfonds Mubadala, habe Sony mitgeteilt. Damit steige der Sony-Anteil an EMI auf 90%.

 

Wie bereits an den Vortagen öfter gesehen, habe es auch gestern für den Euro wieder geheißen, wie gewonnen so zerronnen. Der Euro habe seine zwischenzeitlich aufgebauten Gewinne nicht halten können und erneut unter 1,18 USD geschlossen. Marktteilnehmer würden die Sorgen über die jüngste politische Entwicklung in Italien als anhaltende Belastung für den Euro ansehen.

 

Die neuen Sanktionen der USA gegen das wichtige Ölförderland Venezuela hätten gestern über weite Strecken zu einem erneuten Anstieg der Ölpreise geführt. Bereits in der Vergangenheit habe Venezuela aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise weniger Rohöl geliefert. Die neuen Sanktionen dürften nun zu einer weiteren deutlichen Angebotsverknappung führen. Im späten Handel hätten sich allerdings wieder leichtere Notierungen durchgesetzt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sei um 17 Cent auf 72,04 Dollar gesunken.

 

Auch am Tag 5 nach dem jüngsten Einbruch des Goldpreises hätten sich die Notierungen nicht nennenswert verändert gezeigt. Die Marke 1.290 USD scheine wie Pattex zu wirken. (23.05.2018/ac/a/m)