Die Brooklyn Bridge in New York (USA) im Schein des Sonnenuntergangs.
Mittwoch, 12.06.2024 22:32 von | Aufrufe: 512

Aktien New York Schluss: Rekorde dank nachlassender Inflation - Fed bewegt kaum

Die Brooklyn Bridge in New York (USA) im Schein des Sonnenuntergangs. ©unsplash.com

NEW YORK (dpa-AFX) - Eine rückläufige Inflationsentwicklung hat am Mittwoch den US-Börsen neue Höchststände beschert. Anschließend bewegten die geldpolitischen Aussagen der Notenbank Fed und die wie erwartet beibehaltenen Leitzinsen nicht mehr viel. Im laufenden Jahr könnte es womöglich nur eine einzige Zinssenkung geben.

Der S&P 500 und die überwiegend mit Technologiewerten bestückten Nasdaq-Börsen, die gleich zum Handelsstart neue Rekorde aufgestellt hatten, profitierten zuvorderst von der Stärke der Technologiebranche. Vor allem die allseits bekannten Marktschwergewichte verhalfen den zwei Indizes zu satten Gewinnen. Der marktbreite S&P schloss mit plus 0,85 Prozent auf 5421,03 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 1,33 Prozent auf 19 465,18 Zähler zu.

Der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial , der seine frühen Gewinne bereits vor den Aussagen der Fed fast vollständig abgegeben hatte, beendete den Tag dagegen mit einem Minus von 0,09 Prozent auf 38 712,21 Punkte.

"Vor dem Hintergrund einer aktuell stabilen US-Konjunktur und einer etwas über den Erwartungen der Notenbank vom März liegenden Inflation ist es absolut folgerichtig, dass der Offenmarktausschuss der Fed die Zinsen unverändert gelassen hat", kommentierte Chefökonom Michael Heise von HQ Trust die Zinsentscheidung. Die Fed tastete zum nunmehr siebten Mal in Folge die Zinsen nicht an.

Dass die Währungshüter zugleich aber nur noch eine Zinssenkung für 2024 angedeutet hätten, sei eine Enttäuschung, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Schließlich seien im März noch drei Zinssenkungsschritte in Aussicht gestellt worden und am Markt sei mit einer neuen Prognose von zwei Senkungen gerechnet worden. Dass eine negative Börsenreaktion dennoch ausblieb, erklärte er damit, dass sich zumindest gut ein Drittel der Fed-Mitglieder noch immer zwei Senkungen vorstellen könne. "Zudem wurden die beiden für 2024 gestrichenen Senkungen in die Jahre 2025 und 2026 verschoben, sodass die Zinsprognose für Ende 2026 unverändert bleibt."/ck/men


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