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16.11.18
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Aktien New York: Dow dämmt Verluste nur wenig ein nach Fed-Sitzungsprotokoll

Mittwoch, 23.05.2018 20:50 von dpa-AFX

Der New Yorker Stadtteil Manhattan. New York ist der wichtigste Finanzplatz der Vereinigten Staaten. (Symbolfoto)
Der New Yorker Stadtteil Manhattan. New York ist der wichtigste Finanzplatz der Vereinigten Staaten. (Symbolfoto) pixabay.com
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Mittwoch nach Veröffentlichung des Protokolls zur letzten Sitzung der US-Notenbank Fed seine Verluste nur wenig eingedämmt. Zuletzt stand der New Yorker Leitindex noch 0,20 Prozent im Minus bei 24 784,92 Punkten. Damit knüpfte er an die Gewinnmitnahmen vom Vortag an, als er klar unter die jüngst wieder geknackte 25 000-Punkte-Marke gerutscht war.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,04 Prozent auf 2723,43 Punkte nach unten. Dagegen drehte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 nach der Protokoll-Veröffentlichung ins Plus und gewann 0,36 Prozent auf 6918,16 Punkte.

Einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Währungshüter im Juni steht offenbar nichts mehr im Wege. Die meisten Mitglieder halten eine baldige Anhebung für wahrscheinlich angemessen, wie aus dem Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 1. und 2. Mai hervorgeht.

Die Fed hatte Anfang Mai bei ihrem allmählichen geldpolitischen Straffungskurs eine Pause eingelegt und den Leitzins unverändert innerhalb einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent gelassen. Für die kommende Sitzung Mitte Juni dagegen wird an den Finanzmärkten inzwischen fest mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Unterschiedliche Meinungen habe es jedoch zu der Frage gegeben, wie viele Zinserhöhungen in Zukunft angemessen seien, hieß es weiter in dem Protokoll. Ein moderater Anstieg der Inflation über die angepeilten zwei Prozent hinaus könne unterdessen sogar hilfreich sein. Steigende Zinsen signalisieren einerseits positive Konjunkturerwartungen, schmälern andererseits aber die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie etwa Staatsanleihen.

Am Dow-Ende stach zur Wochenmitte der Industriekonzern General Electric (GE) nach düsteren Zukunftsaussagen von Unternehmenschef John Flannery mit einem Kursrutsch von siebeneinhalb Prozent heraus. Für die nun fast einjährige Amtszeit von Flannery steht eine Kurshalbierung und damit die mit Abstand schlechteste Entwicklung aller Dow-Mitglieder zu Buche.

Flannery warnte auf einer Branchenveranstaltung, dass die Herausforderungen für das Traditionsunternehmen nicht so schnell weichen dürften. So könnte die schleppende Nachfrage für Gasturbinen die Aussichten des Kraftwerksgeschäfts noch auf Jahre hinaus trüben - ein Bereich, der aktuell auch dem deutschen Rivalen Siemens (Siemens Aktie) schwer zu schaffen macht.

Geschäftszahlen des Juweliers Tiffany und des Einzelhändlers Target stießen auf ein unterschiedliches Echo. Bei Tiffany konnten sich die Anleger dank des guten Umsatzwachstums im ersten Quartal, des angehobenen Jahresgewinnziels und des angekündigten, milliardenschweren Aktienrückkauf-Programms bei 125,50 US-Dollar über ein Rekordhoch der Papiere freuen. Zuletzt behaupteten sie ein Plus von knapp 22 Prozent auf 124,57 Dollar (Dollarkurs). Dagegen enttäuschte Target zu Jahresbeginn die Gewinnerwartungen - die Aktien büßten fünfeinhalb Prozent ein.

Derweil geht der Bieterkampf um den Unterhaltungskonzern 21st Century Fox weiter, was dessen Papiere um knapp anderthalb Prozent steigen ließ. Der größte US-Kabelanbieter Comcast bestätigte sein Interesse an Teilen des Unternehmens. Er ist eigenen Angaben zufolge mit seinen Vorkehrungen für ein höheres Gegenangebot zur Offerte des Entertainment-Riesen Walt Disney (Walt Disney Aktie) in einem fortgeschrittenen Stadium. Eigentlich hatte sich Disney bereits mit Fox auf dessen Übernahme für 52 Milliarden Dollar geeinigt. Die Aktien von Comcast und Disney verloren 1,74 beziehungsweise rund 1 Prozent./gl/he