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Aktien New York Ausblick: Dow nimmt Auszeit nach Rekordjagd

Donnerstag, 18.01.2018 15:00 von dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an den US-Aktienmärkten dürften sich nach dem jüngsten Höhenflug am Donnerstag eine Atempause gönnen. Neue US-Konjunkturdaten lieferten vorbörslich kaum Impulse. So hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Januar überraschend stark eingetrübt. Auch die Baubeginne fielen unerwartet deutlich zurück. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank überraschend stark in der vergangenen Woche.

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart 0,04 Prozent höher bei 26 124 Punkten. Am Mittwoch hatte der US-Leitindex einmal mehr ein Rekordhoch bei 26 130 Zählern erreicht und erstmals über 26 000 Punkten geschlossen.

Unter den Einzelwerten sollten die Aktien von Morgan Stanley im Mittelpunkt des Anlegerinteresses stehen. Im vierten Quartal fiel der Gewinn der Investmentbank um 59 Prozent. Wegen der US-Steuerreform musste eine einmalige Belastung in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar (Dollarkurs) verbucht werden. Die Steuerreform hatte bereits die anderen großen US-Banken wie Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) , JPMorgan , Bank of America und vor allem die Citigroup im Schlussquartal belastet.

Das um diesen Einmaleffekt bereinigte Ergebnis von Morgan Stanley (Morgan Stanley Aktie) stieg aber kräftig. Insbesondere die florierende Vermögensverwaltung ließ die Erträge im vierten Quartal um rund fünf Prozent anschwellen. Insgesamt übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Morgan-Stanley-Titel gewannen vorbörslich 0,8 Prozent an Wert.

Dagegen sackten die Aktien der Bank Of New York Mellon (Bank of New York Mellon Aktie) vorbörslich um 4,8 Prozent ab, obwohl deren bereinigte Quartalszahlen die durchschnittlichen Analystenschätzungen insgesamt getroffen hatten. Den Anlegern stieß jedoch negativ auf, dass die sich aus der US-Steuerreform ergebenden zusätzlichen Gewinne nicht an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Vielmehr sollen zunächst die Mitarbeiter beglückt und der Rest in das operative Geschäft gesteckt werden.

Die Papiere von Symantec verbilligten sich im vorbörslichen Handel um 4 Prozent. Zuvor hatte das Analysehaus Jefferies die Anteilsscheine des Anbieters von Sicherheitssoftware auf "Underperform" abgestuft.

Auch die Titel von Comcast kamen nach einer Analystenstudie mit minus 1,2 Prozent unter die Räder. Das japanische Analysehaus Nomura hatte die Aktien des Kabelnetzbetreibers und Telekomkonzerns auf "Neutral" herabgestuft./edh/jha/