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AKTIEN IM FOKUS 2: Telekomaktien erholt dank Hoffnung auf günstige 5G-Auktion

Mittwoch, 03.04.2019 18:16 von dpa-AFX

5G ist die neueste Generation der Mobilfunkkommunikation (Symbolbild).
5G ist die neueste Generation der Mobilfunkkommunikation (Symbolbild).
©TimeStopper / Getty Images www.gettyimages.de

(neu: Aktienkurse aktualisiert, Analystenschätzung im vierten Absatz)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Telekomaktien haben am Mittwoch von der Hoffnung auf eine letztendlich doch günstige Auktion der 5G-Mobilfunkfrequenzen profitiert. Nachdem sie in den vergangenen Monaten der Erholung des breiten Marktes teilweise weit hinterherhinkten, griffen die Anleger nun wieder zu.

Die Aktien von 1&1 Drillisch (Drillisch Aktie) und der Konzernmutter United Internet legten unter den Favoriten im MDax um 5,3 beziehungsweise 6,2 Prozent zu. Für Telefonica Deutschland ging es um 2,8 Prozent nach oben, für die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) um moderatere 0,8 Prozent.

Gerade 1&1 Drillisch und United Internet (United Internet Aktie) waren zuletzt abermals deutlich unter Druck geraten, nachdem sie für den Fall einer Ersteigerung von 5G-Frequenzen einer drastische Dividendenkürzung angekündigt hatten. Aktien von 1&1 Drillisch hatten sich seit den Hochs im Vorjahr halbiert, die Papiere des Mutterkonzerns United Internet sowie Telefonica (Telefonica Aktie) Deutschland hatten ebenfalls massive Abgaben verzeichnet.

Das Ergebnis der Runde 116 des seit 19. März laufenden Bieterverfahrens steht laut Bundesnetzagentur bei rund 2,3 Milliarden Euro. Das ist wesentlich weniger als vom Markt mit fünf bis sechs Milliarden Euro befürchtet, wie ein Marktteilnehmer anmerkte. Analyst Akhil Dattani von JPMorgan rechnet am Ende der Auktion mit 5,8 Milliarden Euro. Analystin Nizla Naizer von der Deutschen Bank wies zudem darauf hin, dass die Dynamik im Bieterverfahren nachgelassen habe.

Das "Handelsblatt" berichtete derweil über ein schon bald mögliches Ende der Auktion. Die beteiligten Unternehmen schienen sich weitgehend einig zu sein. Lediglich in zwei der zur Versteigerung stehenden Frequenzblöcken habe es zuletzt wohl noch einen Bieterwettkampf zwischen den Netzbetreibern Deutsche Telekom und Telefonica Deutschland gegeben./mf/bek/he