Aktien Frankfurt: Dax schwerfällig - China-Sanktionen versus US-Konjunkturpaket

Montag, 10.08.2020 14:58 von dpa-AFX - Aufrufe: 442

Die Skyline von Frankfurt hinter der Innenstadt.
Die Skyline von Frankfurt hinter der Innenstadt.
© typhoonski / iStock / Getty Images Plus / Getty Im.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine weitere Verschärfung der US-chinesischen Spannungen hat den deutschen Aktienmarkt am Montag etwas gebremst. China hatte Sanktionen gegen US-Politiker angekündigt und reagiert damit auf US-Sanktionen im Streit um die Einschränkung der Autonomie Hongkongs. Hingegen stützte die Aussicht auf neue US-Konjunkturhilfen die Kurse. In diesem Spannungsfeld notierte der Dax am Nachmittag mit plus 0,04 Prozent auf 12 679,55 Punkten.

Das Kursbarometer tut sich somit weiter schwer, die schon zuletzt zu hohe Hürde im Bereich um die 12 750 bis 12 800 Punkte zu überwinden. Es fehlen derzeit weitere positive Impulse, konstatierte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank (Comdirect Bank Aktie). Auch der MDax der mittelgroßen Werte kam am Nachmittag mit plus 0,05 Prozent auf 27 156,68 Punkten kaum voran. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone notierte knapp 0,2 Prozent höher.

Bei den zuletzt eher gemiedenen Finanzwerten griffen Anleger europaweit zum Wochenauftakt wieder zu. Im Dax waren Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) mit plus 2,4 Prozent vorne. Techwerte indes gaben im Sog der jüngsten Gewinnmitnahmen an der New Yorker Nasdaq-Börse nach. SAP (SAP Aktie) verloren im Dax 1,4 Prozent.

Am MDax-Ende zollten die Papiere des Kochboxenversenders Hellofresh ihrem zuletzt wieder guten Lauf Tribut und verloren 3,6 Prozent.

In puncto Berichtssaison in Deutschland ging es am Montag ruhiger zu. Mit dem Ingenieurdienstleister Bertrandt und dem Softwarespezialisten Atoss veröffentlichten zwei Unternehmen aus dem Nebenwerteindex SDax ihre Zahlen. Bertrandt verloren mehr als zwei Prozent. Atoss gewannen zuletzt noch 1,4 Prozent und lagen damit ein wenig unter ihrem Rekordhoch aus dem frühen Handel.

Anleger von New Work machten nach dem jüngsten Hoch seit Anfang Februar den Rückzieher. Befördert wurde ihre Entscheidung auch von einer Verkaufsempfehlung von Warburg Research. Angesichts des nachlassenden Wachstums sei die Bewertung zu hoch, hieß es. Die Papiere verloren am SDax-Ende vier Prozent. Weit vorne im Nebenwerteindex gewannen die Anteile der Beteiligungsholding Indus zweieinhalb Prozent. Hier raten die Analysten von Warburg nun zum Kauf.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,55 Prozent am Freitag auf minus 0,53 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,07 Prozent auf 145,70 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,21 Prozent auf 177,57 Punkte vor.

Der Euro geriet erneut unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im Nachmittagsgeschäft mit 1,1762 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1817 Dollar (Dollarkurs) festgesetzt./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---


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