Aktien Frankfurt Ausblick: Wenig Bewegung vor weiterer Brexit-Abstimung

Donnerstag, 14.03.2019 08:19 von dpa-AFX

Ein Candlestick-Chartvergleich (Symbolbild).
Ein Candlestick-Chartvergleich (Symbolbild).
pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte sich nach dem moderaten Vortagesplus erst einmal nur wenig bewegen: Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte gut eine Stunde vor dem Handelsbeginn am Donnerstag ein minimales Minus auf 11 563 Punkte. Auch der EuroStoxx 50 könnte zunächst leicht nachgeben.

"Ein chaotischer Brexit ist erst mal vom Tisch, aber das Brexit-Chaos bleibt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners in seinem Morgenkommentar. Die britischen Abgeordneten stimmen am Abend über eine Verschiebung des Brexits ab. Nach dem Willen von Premierministerin Theresa May sollen sich die Parlamentarier zwischen einer kurzen und einer langen Verschiebung des Austritts aus der Europäischen Union entscheiden.

Die Anleger seien sehr entspannt, dies sei aber eine "gefährliche Ruhe", so Altmann. Der Experte verwies darauf, dass vor allem Profi-Anleger der Aktienrally mehr und mehr misstrauten. Dies zeige die Nachfrage nach Absicherung in Form von sogenannten Put-Optionen. An diesem Freitag ist großer Verfall an den Terminbörsen.

Derweil geht die Berichtssaison in eine weitere Runde. So haben eine geringere Stromerzeugung bei Braunkohle und Kernenergie sowie niedrigere Großhandelspreise den Energiekonzern RWE (RWE Vz Aktie) im vergangenen Jahr belastet.

Die Lufthansa (Lufthansa Aktie) flog 2018 zwar trotz hoher Treibstoffkosten und teurer Flugausfälle den zweithöchsten Gewinn ihrer Geschichte ein. Doch die gestiegenen Kerosinpreise dürften im laufenden Jahr noch stärker auf das Ergebnis drücken. Auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Aktien rund 2 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch.

Unter den im MDax der mittelgroßen Werte gelisteten Papiere profitierte der Spezialchemiekonzern Lanxess (Lanxess Aktie) im vergangenen Jahr von gut laufenden Geschäften mit Zusatzstoffen und von Übernahmen. Rückenwind lieferten dabei das Anfang 2018 erworbene Geschäft mit Phosphor-Zusatzstoffen des Konkurrenten Solvay sowie weitere Einsparungen im Zuge des 2017 übernommenen Herstellers von Flammschutz- und Schmierstoffzusätzen Chemtura. Auf der Handelsplattform Tradegate gewannen die Anteilsscheine knapp 2 Prozent.

Der Dünger- und Salzproduzent K+S will die zahlreichen trockenheitsbedingten Probleme des vergangenen Jahres endlich hinter sich lassen. Eine gute Nachfrage nach Düngemitteln, die steigende Produktion des neuen kanadischen Werkes Bethune und der erwartete Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra stimmen den Konzern zuversichtlich. Auf Tradegate legten die Papiere ebenfalls zu.

Geschäftszahlen präsentierten auch die im Nebenwerte-Index SDax notierten Aktien des Motorenbauers Deutz und des Baumaschinenherstellers Wacker Neuson . Auf Tradegate lagen die Anteilsscheine beider Unternehmen deutlich im Plus./la/zb