Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger warten ab - Quartalszahlen und Iran im Fokus

Montag, 22.07.2019 08:19 von dpa-AFX - Aufrufe: 733

Bulle vor dem Eingang der Frankfurter Börse.
Bulle vor dem Eingang der Frankfurter Börse.
© Nikada / iStock Unreleased / Getty Images Plus /. www.gettyimages.de

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte auch am Montag weiter auf hohem Niveau nahezu stagnieren. Bevor auch hierzulande die Saison der Quartalsberichte so richtig ins Laufen kommt, halten sich die Anleger bedeckt. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Stunde vor dem Start ein minimales Plus auf 12 265 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wurde ebenfalls kaum verändert erwartet.

Die Vorgaben aus Übersee sind zu Wochenbeginn eher trübe: Am US-Markt war der Dow Jones Industrial am Freitag in den letzten zwei Handelsstunden abgebröckelt und hatte mit einem leichten Verlust geschlossen. Dort war die Jagd nach immer neuen Börsenrekorden zuletzt ins Stocken geraten. In Tokio, Shanghai und Seoul gaben die Börsen am Montag ebenfalls leicht nach.

Mit Blick auf die anstehenden Quartalszahlen machte Analyst Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) darauf aufmerksam, dass in Europa die Gewinnwarnungen von Unternehmen zuletzt zahlreicher waren als in den USA. Das habe aber für die Aktienkurse auch ein Gutes: "Durch die zuletzt wieder gesunkene Erwartungshaltung rechnen wir nicht mit großem Druck nach unten", sagte der Anlagestratege.

Anleger behalten allerdings auch die internationalen Konflikte - und hier insbesondere den zwischen der USA und Großbritanniens mit dem Iran - im Blick. So hatte der Iran vor dem Wochenende einen britischen Öltanker festgesetzt. Großbritannien prüft nun Strafmaßnahmen.

Am Montag dürften Analystenkommentare für Bewegung sorgen. So habe der Rückversicherer Munich Re (Munich Re Aktie) zwar dank weniger Naturkatastrophen, der massiven Auflösung von Reserven und erklecklicher Kapitalgewinne ein ideales zweites Quartal hinter sich, schrieb der Experte Philip Kett vom Analysehaus Jefferies. Doch die bescheidenen Verluste aus Großschäden seien ein branchenweites Phänomen, und die Auflösung von Reserven könnten die Ergebnisse in Zukunft belasten. Auf der Handelsplattform Tradegate verloren die Aktien knapp 0,5 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag.

Analyst Sven Merkt von der britischen Investmentbank Barclays bleibt derweil optimistisch hinsichtlich der neuen Strategie der Software AG und hält die Jahresziele nun für gut erreichbar. Der jüngste Kursrutsch sei übertrieben. Für die Papiere des Softwarekonzerns ging es auf Tradagate um gut 2 Prozent nach oben.

Ferner gaben die Anteilsscheine des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer (Bayer Aktie) auf Tradegate etwas nach. Laut dem Handelsblatt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Magenmittels Iberogast. Bayer betont, von einem Ermittlungsverfahren nichts zu wissen./la/mis


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