Frankfurt am Main ist einer der wichtigsten Finanzplätze Europas. (Symbolfoto)
Dienstag, 25.06.2024 14:50 von | Aufrufe: 468

Aktien Frankfurt: Airbus und Merck belasten Dax - Gewinnwarnung und Pharma-Flop

Frankfurt am Main ist einer der wichtigsten Finanzplätze Europas. (Symbolfoto) pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hiobsbotschaften von Airbus und Merck haben am Dienstag deren Kurse und auch den Dax schwer belastet. Der deutsche Leitindex büßte am frühen Nachmittag ein Prozent ein auf 18 147 Punkte ein. Damit ist die in der vergangenen Woche begonnene Erholung zunächst beendet. Seit Mitte Mai zeigt der Trend eher abwärts.

Airbus senkte wegen einer Abschreibung in der Raumfahrtsparte und anhaltenden Problemen in den Lieferketten die Jahresziele. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern dürfte im laufenden Jahr nur noch bei etwa 5,5 Milliarden Euro liegen statt zuvor erwarteter 6,5 bis 7,0 Milliarden. Zudem dürfte Airbus 2024 weniger Flugzeuge ausliefern als ursprünglich angepeilt. Das ließ den Kurs des Dax-Schwergewichts um mehr als 12 Prozent einknicken auf den tiefsten Stand seit November 2023.

Ein Händler sprach von einer "harschen Gewinnwarnung". Banken wie JPMorgan und UBS senkten die Kursziele für die Papiere und die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) gab ihre Kaufempfehlung auf. Die Papiere des Triebwerkherstellers MTU verloren im Sog der Airbus-Aktien fast 6 Prozent.

Eine Hiobsbotschaft gab es auch von Merck. Die Darmstädter nahmen den Misserfolg bei zwei weit fortgeschrittenen Studien zum Anlass, um das ganze Forschungsprogramm mit dem Krebsmittel Xevinapant einzustellen. Analysten hatten dem Medikament bislang ein Milliardenpotenzial eingeräumt. Merck-Aktien sackten um fast 8 Prozent ab. Peter Verdult von der Citigroup (Citigroup Aktie) sprach von einer "bitteren Pille".

Der MDax der mittelgroßen Börsentitel verlor am Dienstag gut ein Prozent auf 25 415 Zähler. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel das Minus nur halb so hoch aus.

Bei dem Kunststoffhersteller Covestro (Covestro Aktie) begrüßten die Investoren Sparpläne. Das Unternehmen will bis Ende 2028 jährlich 400 Millionen Euro einsparen. Der Kurs stieg um 1,3 Prozent. Am Vortag hatten die Aktien ein Hoch seit Februar 2022 erreicht, weil Covestro nach einer monatelangen Hängepartie mit Adnoc über eine Übernahme durch den staatlichen Ölkonzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten spricht.

Unter den Nebenwerten gewannen die Anteile der Hornbach Holding 2,2 Prozent. Der Baumarktkonzern hat dank wärmeren Wetters im März und April zu Beginn seines neuen Geschäftsjahres den Umsatz gesteigert.

An dem Baumarktkonzern vorbei schoben sich jedoch mit plus 4,2 Prozent die Aktien des SDax -Spitzenreiters Eckert & Ziegler . Zur Mittagszeit teilte das Unternehmen mit, eine Tochter habe eine positive Rückmeldung der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten zum Start einer dritten Studienphase mit dem Radiodiagnostikum Pentixafor.

Der Euro gab nach und wurde zuletzt mit 1,0707 Dollar (Dollarkurs) gezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,0730 Dollar festgesetzt.

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--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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