AKTIE IM FOKUS 2: Osram am MDax-Ende - 'MM': Übernahme könnte wackeln

Donnerstag, 18.04.2019 10:54 von dpa-AFX - Aufrufe: 1924

Konzernzentrale von Osram.
Konzernzentrale von Osram.
©Osram Licht AG

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der Bericht über ein mögliches Scheitern der Übernahme des Lichtkonzerns Osram durch die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle hat die Aktien des Lichtkonzerns am Donnerstag stark belastet. Bis zum späteren Vormittag verloren sie rund 6 Prozent auf 30,91 Euro und waren damit das abgeschlagene Schlusslicht im Index der mittelgroßen Werte MDax .

Das "Manager Magazin" schrieb unter Berufung auf Insider, dass nach der Gewinnwarnung Ende März nun auch das Vertrauen der Investoren in den Anlagehintergrund schwinde - vor allem wegen der sich abzeichnenden Finanzierungsbedingungen. Die Großbanken, die Kredite für den Kauf bereitstellen sollen, würden ihr Finanzierungspaket wegen der Schwankungen im Geschäft bei Osram wohl erheblich kleiner ausfallen lassen als ursprünglich anvisiert. Dies würde jedoch die Renditeaussichten für die Käufer bei einem späteren Ausstieg senken.

Laut "MM" werde also erwartet, dass Bain und Carlyle den Preis für Osram drücken wollen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich die Finanzinvestoren sogar komplett aus dem Deal zurückziehen. Dabei rechnet Bain und Carlyle seit Wochen einen Kauf von Osram durch, bislang war mit einem Übernahmeangebot gerechnet worden.

Vor gut zwei Wochen vermeldete Osram noch, dass die Gespräche über eine Übernahme gut vorankämen. Der Aktienkurs hatte sich seit der Gewinnwarnung wieder etwas stabilisiert. Laut dem Magazin wetten Spekulanten aber bereits darauf, dass die Übernahme scheitert. So hätten Bain und Carlyle Ende März um eine verlängerte Frist zur Prüfung der finanziellen Situation gebeten.

Osram hatte Ende März seine Jahresziele wieder einmal zusammengestrichen. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Lichtkonzern zweimal seine Prognosen gesenkt und damit Investoren verärgert. Händler stören sich außerdem daran, dass das Management keine wirkliche Erklärung für die Schwere der Gewinnwarnung liefern könne.

Die operative Schwäche hinterließ auch im Aktienkurs tiefe Spuren. Seit ihrem Rekordhoch bei 79,58 Euro Anfang 2018 haben die Papiere mehr als 60 Prozent an Wert verloren./niw/tih/mis


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