AKTIE IM FOKUS 2: Heidelberger Druck droht zum Pennystock zu werden

Freitag, 19.07.2019 12:13 von dpa-AFX

Eine Druckmaschine in einer Druckerei (Symbolbild).
Eine Druckmaschine in einer Druckerei (Symbolbild).
© Mumemories / iStock / Getty Images Plus / Getty . www.gettyimages.de

(Mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach der Prognosesenkung vom Vortag haben die Reaktionen der Experten von Warburg Research und des Bankhauses Metzler den Anlegern von Heidelberger Druck die Laune noch mehr verdorben. Eggert Kuls und Jasko Terzic sehen die Gefahr, dass die Papiere des schlingernden Druckmaschinenherstellers wie bereits in der Krise 2012 wieder zum Pennystock verfallen. An die 1-Euro-Marke heran rutschten die Anteilsscheine bereits am Freitagmorgen mit dem bisherigen Rekordtief von 1,003 Euro.

Tags zuvor hatte der Konzern wegen der konjunkturellen Eintrübung und der zunehmenden Investitionszurückhaltung seiner Kunden seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr gekappt. An der Börse ging es für die Papiere seither um rund ein Viertel abwärts.

Warburg-Experte Kuls sieht mit seinem neuen Kursziel von 60 Cent - einer neuen Tiefstmarke unter den Experten - aber noch weiteres Ungemach auf die Anleger zukommen. Er bezweifelt nämlich, dass die gekappten Jahresziele erreichbar sind. Sollte sich zudem der schwache Barmittelfluss nicht bessern, drohe eine Kapitalerhöhung um die Kreditvereinbarungen zu erfüllen. Er rät den Anlegern lieber zu verkaufen.

Terzic hat sein Kursziel mit 90 Cent zwar etwas höher angesiedelt, bleibt damit aber ebenfalls auf der Verkäuferseite. Die gestrige Prognosesenkung müsse nicht die letzte gewesen sein, fürchtet er./ag/mis

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.