AKTIE IM FOKUS 2: Deutsche Euroshop bleiben unter Druck - Einzelhandelssorgen

Freitag, 16.08.2019 18:13 von dpa-AFX - Aufrufe: 1695

Ein Shoppingcenter von innen. (Symbolfoto)
Ein Shoppingcenter von innen. (Symbolfoto)
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(neu: Details zum Analystenkommentar im 3. Absatz und weiterer Analystenkommentar im 4. Absatz)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der Deutschen Euroshop sind am Freitag nach einem freundlichen Auftakt gefallen. Damit setzte sich der im Frühjahr 2015 begonnene Abwärtstrend fort. Die Anteile des Einkaufszentren-Investors haben sich in dieser Zeit mehr als halbiert. Am Freitag verloren sie 1,9 Prozent auf 22,54 Euro und waren damit die schwächsten Aktien im MDax . Zwischenzeitlich hatte der Kurs sogar um fast vier Prozent nachgegeben.

Betreiber von Shoppingcentern tun sich schwer. Der Online-Handel sorgt für hohen Konkurrenzdruck. Auch die Aktien des französischen Konzerns Unibail Rodamco Westfield - wie die Deutsche Euroshop (Deutsche EuroShop Aktie) auf Einkaufszentren fokussiert - haben seit 2015 sehr deutlich an Wert verloren.

Das am Vorabend nach Börsenschluss vorgelegte Zahlenwerk der Deutschen Euroshop deckte sich laut Analysten weitgehend mit den Erwartungen. Die Deutsche Euroshop habe in den ersten sechs Monaten den Prognosen entsprochen, sagte Kai Klose von der Berenberg Bank.

Lobend äußerte sich der Experte zur Erhöhung der Dividende, denn damit zeige sich das Unternehmen zuversichtlich. Den Markt habe das aber nicht überzeugen können, fügte Klose mit Blick auf die Kursschwäche hinzu. Investoren sorgten sich vermutlich, dass die Mieter in Shoppingzentren ihre Expansionspläne überdenken könnten.

"Die Bedingungen für den stationären Handel bleiben schwierig", kommentierte Andreas Pläsier von Warburg Research den Quartalsbericht. Die generelle Kursschwäche der Aktien sei jedoch nicht gerechtfertigt, die Papiere seien niedrig bewertet.

Das Unternehmen blicke erneut auf ein stabiles Quartal, hieß es von der Baader Bank. Trotz des Null-Wachstum-Szenarios für Shoppingcenter-Mieten und der nach wie vor gedämpften Perspektiven für den stationären Handel sei der Abschlag auf die Aktien als Substanzwert zu hoch./ajx/bek/zb

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