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AKTIE IM FOKUS 2: Bauer verlieren nach Gewinnwarnung fast ein Sechstel an Wert

Dienstag, 29.10.2013 18:29 von dpa-AFX

Mann mit Wirtschaftszeitung (Symbolbild).
Mann mit Wirtschaftszeitung (Symbolbild).
pixabay.com

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer Gewinnwarnung haben die Bauer-Aktien am Dienstag fast ein Sechstel ihres Wertes verloren. Die Papiere des im SDax notierten Bau- und Maschinenbaukonzerns rutschten zum Handelsschluss um 15,83 Prozent auf 18,35 Euro ab und landeten damit weit abgeschlagen am Index-Ende. Das Börsenbarometer für die kleineren Werte rückte um 0,25 Prozent auf 6.650,55 Punkte vor.

Ein Händler sprach von einer "herben Gewinnwarnung". Die Bauer-Aktie hatte in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt, noch am Vortag hatte das Papier mehr als 22 Euro gekostet. Am Dienstag nun war der Kurs zwischenzeitlich auf das Niveau von November vergangenen Jahres zurückgefallen.

VERLUST ERWARTET

Bauer (Bauer Aktie) hatte am Montagabend seine schon einmal gekürzten Gewinnprognosen kassiert und rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem Verlust von etwa 20 Millionen Euro. Verantwortlich hierfür seien unter anderem massive Probleme und Verzögerungen bei verschiedenen Projekten, hatte es geheißen. Ein Börsianer sprach von einer weiteren negativen Überraschung, nachdem das Unternehmen bislang rund 20 Millionen Euro Überschuss anvisiert habe. Mit dem nun wohl negativen Ergebnis könnten auch Vereinbarungen (Covenants) mit den Kreditgebern nicht eingehalten werden.

Auch einige Analystenhäuser äußerten sich negativ. Norbert Kretlow von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) reagierte auf die Gewinnwarnung mit einem veränderten Anlagevotum: Er empfahl die Papiere zum Verkauf und sieht das Kursziel nunmehr bei 18 von zuvor 20 Euro. Die Aktien böten keine Kaufgelegenheit, so der Experte.

MIX AUS PROBLEMEN

Analyst Holger Schmidt von Equinet glaubt derweil nicht, dass Bauer wie vom Management erhofft bereits 2014 wieder in normales Fahrwasser gleiten kann. Das Unternehmen leide unter einem Mix aus Problemen, wie etwa Projektverzögerungen, Preisdruck, einer schlechten Umsatzzusammenstellung sowie Umstrukturierungskosten. Eine schnelle und überzeugende Lösung sei daher zweifelhaft. Dabei sei die weitere Entwicklung des Geschäfts nur schwer vorhersehbar.

"Die jüngste gute Entwicklung des Bauer-Kurses hatte weniger mit den fundamentalen Geschäftsdaten zu tun", ergänzte Schmidt. Vielmehr hätten die Titel nur profitiert, weil Anleger nach Kaufgelegenheiten und kurstechnisch unterdurchschnittlich entwickelten Werten gesucht hätten./tav/ag/kja/la/he