Airbus-Mitarbeiter unter Schmiergeld-Verdacht

Mittwoch, 09.07.2014 16:20 von Handelsblatt - Aufrufe: 296

Die britische Antikorruptionsbehörde lädt wegen eines Schmiergeld-Verdachts vier Airbus-Mitarbeiter zum Verhör. Es geht um den Verkauf von Kampfflugzeugen an Saudi-Arabien. Eine Millionenstrafe könnte drohen.

Von Aktentaschen voller Geldscheine ist die Rede, von teurem Schmuck und noblen Karossen. Solche Geschenke soll der heutige Airbus-Konzern saudi-arabischen Funktionären über Mittelsmänner gemacht haben, um an einen Milliardenauftrag zu kommen. Es ist ein Verdacht, dem die britische Antikorruptionsbehörde Serious Fraud Office (SFO) seit längerem nachgeht – und der nun für mehrere Airbus-Mitarbeiter konkrete Folgen hat.

Wie Airbus am Mittwoch einräumte, habe die SFO vier frühere und derzeitige Mitarbeiter einer Airbus-Tochter zum Verhör geladen. Ein SFO-Sprecher sagte, es habe Festnahmen gegeben, ohne allerdings dabei den Namen Airbus zu nennen.

Den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern holt damit eine alte Affäre ein. Die SFO hatte vor fast zwei Jahren Ermittlungen aufgenommen wegen des Verdachts, die damalige Airbus-Mutter EADS habe Vertreter Saudi-Arabiens bestochen, um einen 3,3 Milliarden Dollar (Dollarkurs) schweren Auftrag zu ergattern. Konkret soll es um die Airbus-Tochtergesellschaft GPT Special Project Management gehen. Nach Informationen der „Financial Times“ hat die SFO zwei Beschäftigte dieser Gesellschaft verhört. Die Sparte beliefert die saudische Nationalgarde mit Kommunikations- und Intranet-Diensten. Die beiden anderen Verhörten seien ehemalige Airbus-Angestellte.

Die Bestechungsvorwürfe waren in einem Arbeitsgerichtsprozess eines ehemaligen GPT-Mitarbeiters gegen seinen Ex-Arbeitgeber aufgekommen. Der Mann, einst Oberstleutnant beim britischen Militär, hatte 2010 für die Airbus-Tochter in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad gearbeitet und nach eigener Darstellung seinen Posten verloren, weil er Schmiergeldzahlungen seiner Firma infrage gestellt hatte. Das Geld, das an die saudi-arabischen Funktionäre floss, soll von Londoner Konten des Airbus-Konzerns, der damals noch EADS hieß, stammen.

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