Agrar: MARS erwartet nur geringe Frostschäden

Dienstag, 23.02.2021 10:25 von GodmodeTrader - Aufrufe: 135

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Prognoseeinheit MARS der EU-Kommission geht davon aus, dass die drei seit Januar verzeichneten Kälteeinbrüche – zuletzt und mit der größten Verbreitung in der ersten Februar-Hälfte, als die Temperaturen regional auf 50-Jahrestiefs sanken – den Winterkulturen in Europa nur wenig Schaden zugefügt haben, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Hauptgrund für den Optimismus sei, dass die meisten betroffenen Regionen zur Zeit des schärfsten Frosts von einer Schneedecke geschützt gewesen seien. Allerdings würden explizit der Westen Deutschlands, der Osten Frankreichs und Teile Südosteuropas als Risikogebiete genannt: Wegen der zuvor überdurchschnittlich hohen Temperaturen sei die Frosttoleranz wenig ausgeprägt gewesen und es habe regional eine schützende Schneedecke gefehlt, heißt es weiter.

„Allerdings geht MARS auch hier von geringfügigen Schäden aus, da dies nicht die Gebiete mit den niedrigsten Temperaturen waren. MARS hebt aber auch die günstigen Folgen des Frosts für die Bodenstruktur und einen geringeren Schädlings- und Krankheitsbefall im späteren Vegetationsverlauf hervor“, so Helbing-Kuhl.

Auch die USA seien zuletzt von extremen Minustemperaturen betroffen gewesen. Das US-Landwirtschaftsministerium habe gestern Pflanzenbewertungen für Winterweizen in einzelnen Staaten vorgelegt. Demnach seien im wichtigsten Anbaustaat Kansas nur 40 Prozent der Pflanzen in einem guten oder sehr guten Zustand, drei Prozentpunkte weniger als vor einem Monat, aber noch mehr als die 35 Prozent vor einem Jahr. In Oklahoma habe sich der Zustand deutlich verschlechtert und liege nur noch etwa gleichauf mit dem Vorjahr, heißt es weiter.

„In den meisten Staaten sind die Bewertungen schlechter als im letzten Winter. Erst im April werden wieder landesweite Zahlen veröffentlicht. Vor der Winterpause waren Ende November US-weit 46 Prozent der Winterweizenpflanzen in einem guten oder sehr guten Zustand, etwas weniger als die 52 Prozent im November 2019. In Argentinien, wo derzeit Mais und Sojabohnen auf den Feldern stehen, haben die Regenfälle der letzten Wochen die Bedingungen stark verbessert und nach zwischenzeitlicher Skepsis scheinen jeweils rund 49 Millionen Tonnen Mais und Sojabohnen in Reichweite“, so Helbing-Kuhl.

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