Samstag, 02.07.2022 19:45 von dpa-AFX | Aufrufe: 389

Afrikanische Schweinepest in einem Betrieb im Emsland nachgewiesen

Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild). pixabay.com

HANNOVER (dpa-AFX) - In einem schweinehaltenden Betrieb im Landkreis Emsland ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen. Das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler Institut(FLI), bestätigte den Befund des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, wie das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Samstag mitteilte. Dies ist nach Ministeriumsangaben der erste Fall der Tierseuche in Niedersachsen. Auch in einem Schweinemastbetrieb in Brandenburg wurde am Samstag die Tierseuche nachgewiesen.

"Es war leider nur eine Frage der Zeit, wann die Schweinepest auch Niedersachsen erreicht. Das ist ein harter emotionaler Schlag für die Schweinehalter bei uns im Land", sagte Ministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Der Betrieb in der Gemeinde Emsbüren hält 280 Sauen und rund 1500 Ferkel. Der komplette Bestand werde am Sonntag getötet.

Greenpeace forderte ein Umdenken in der Haltung: Die nun folgenden Massenkeulungen zeigten, dass das bestehende "Schweinesystem in Deutschland strukturell, ökonomisch und ethisch am Ende ist. Die massive Konzentration von viel zu vielen Tieren auf wenig Raum bringt nicht nur enorme Tierschutz- und Umweltprobleme mit sich", schrieb der Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. Tierseuchen könnten sich besonders schnell ausbreiten. An den Wurzeln des Übels sei nichts verändert worden. "Wir müssen das bestehende hochspezialisierte tierschutzwidrige Schweinesystem beenden und die Tierhaltung - insbesondere in den Intensivregionen - schnell und drastisch zurückfahren."

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