Ad hoc: Gerry Weber International AG: Fünf von sechs Gläubigergruppen stimmen mit großer Mehrheit Insolvenzplan zu

Mittwoch, 18.09.2019 17:50 von DGAP - Aufrufe: 407

DGAP-Ad-hoc: Gerry Weber International AG / Schlagwort(e): Insolvenz Gerry Weber International AG: Fünf von sechs Gläubigergruppen stimmen mit großer Mehrheit Insolvenzplan zu 18.09.2019 / 17:44 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Veröffentlichung einer Insiderinformation (Ad-hoc Mitteilung) gemäß Artikel 17 MAR

Fünf von sechs Gläubigergruppen stimmen mit großer Mehrheit Insolvenzplan für die GERRY WEBER International AG zu

(Bielefeld, 18. September 2019) Im Rahmen der Gläubigerversammlung haben heute fünf von sechs Gläubigergruppen der GERRY WEBER International AG (GWI) mit großer Mehrheit für den Insolvenzplan gestimmt. Lediglich die Gruppe der Aktionäre hat sich gegen den Insolvenzplan ausgesprochen. Dabei kann das Insolvenzgericht die fehlende Zustimmung der Aktionäre gemäß § 245 Insolvenzordnung aufheben und ersetzen (Obstruktionsverbot). Darüber hinaus hat ein Gläubiger einen Antrag auf Minderheitenschutz nach § 251 InsO gestellt und argumentiert, dass er durch den Insolvenzplan voraussichtlich schlechter gestellt würde als mit dem Insolvenzplan. Vorbehaltlich der weiter erforderlichen insolvenzgerichtlichen Bestätigung des Insolvenzplans - die nach Eintritt der im Insolvenzplan vorgesehenen aufschiebenden Bedingungen erteilt werden kann - und entsprechenden Eintragungen im Handelsregister wird das Grundkapital der GWI von derzeit 45.895.960 Euro auf 8.733 Euro herabgesetzt und anschließend eine Kapitalerhöhung auf 1.025.000 Euro vorgenommen. Die neuen Aktien sollen danach vollständig von den von Robus Capital Management Ltd. und Whitebox Advisors LLP verwalteten Fonds gezeichnet werden. Auch die nach dem Kapitalschnitt verbleibenden Altaktien werden an diese Fonds übertragen, die damit alleinige Eigentümer der GWI werden. Auf Grund dieser Maßnahmen sollen die bestehenden Aktionäre aus der Gesellschaft ausscheiden.

Das Insolvenzgericht wird im Rahmen des Verfahrens zur Planbestätigung auch über den Antrag auf Minderheitenschutz entscheiden. Die GWI geht davon aus, dass der Minderheitsschutzantrag keine Aussicht auf Erfolg hat und rechnet mit einer Aufhebung des Insolvenzverfahrens noch in diesem Jahr.

Der Vorstand

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