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Actelion zurück in den schwarzen Zahlen

Donnerstag, 19.07.2012 10:20 von Handelsblatt

Die Schweizer Biotechnologiefirma Actelion schreibt wieder schwarze Zahlen. Ein vor wenigen Wochen beschlossenes Kostensenkungsprogramm soll den Gewinn weiter ankurbeln.

Die Schweizer Biotechnologiefirma Actelion ist im ersten Halbjahr mit einem Reingewinn von 174 Millionen Franken in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Vor einem Jahr hatten hohe Zahlungen für einen Lizenzstreit mit der japanischen Asahi Kasei dem Unternehmen noch ein Minus von 262 Millionen Franken eingebrockt. Der Umsatz ging nach Angaben vom Donnerstag um elf Prozent auf 865 Millionen Franken zurück.

Ein vor wenigen Wochen angekündigtes Kostensenkungsprogramm, das 115 der 2500 Arbeitsplätze kosten wird, soll den Gewinn ankurbeln. Anstatt wie bisher mit einer Stagnation rechnet der Konzern für das ganze Jahr nun mit einem Wachstum beim Kerngewinn im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Umsatz dürfte dagegen um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz abnehmen. Im kommenden Jahr werde der Kerngewinn dann stagnieren. 2014 erwartet Actelion ein einstelliges und 2015 ein zweistelliges Wachstum. Die mit dem Kostensenkungsprogramm verbundenen Restrukturierungskosten stehen den Angaben zufolge noch nicht genau fest. Sie werden in diesem Jahr verbucht, werden aber nicht in den Kerngewinn eingerechnet. Der Kerngewinn stieg im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 300 Millionen Franken. Der Umsatz mit dem Hauptprodukt Tracleer ging um vier Prozent auf 752 Millionen Franken zurück.

An der Schweizer Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Die Erhöhung der Gewinnprognose verlieh der Aktie Schub, die dieses Jahr bereits mehr als 25 Prozent zugelegt hat. Der Titel eröffnete in einem leicht festeren Gesamtmarkt knapp drei Prozent höher. Das Halbjahresergebnis liegt der Bank Notenstein zufolge deutlich über den Erwartungen. Zudem habe sich der Umsatzrückgang bei Tracleer verlangsamt. Das Lungenmedikament, das ab 2015 schrittweise den Patentschutz verliert, wird zunehmend von der Konkurrenz bedrängt.

 

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