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300 Branchenexperten bei Messe 'Wind & Maritim' in Rostock

Mittwoch, 08.05.2019 05:48 von dpa-AFX

Ein Strommast (Symbolbild).
Ein Strommast (Symbolbild).
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ROSTOCK (dpa-AFX) - In der Rostocker Hansemesse kommen am Mittwoch (09.00 Uhr) rund 300 Branchenexperten zusammen, um bei der 8. Zukunftskonferenz "Wind & Maritim" über die Zukunft der Windenergie zu beraten. Die Windenergie spielt bei der Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung eine zentrale Rolle. Danach sollen die nationalen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent unter das Niveau von 1990 reduziert werden. Doch die Ziele zumindest für 2020 werden deutlich verfehlt. Statt der angestrebten 40 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 beträgt die Verringerung der Emissionen in Deutschland demnach lediglich etwa 32 Prozent.

Doch die Windkraftbranche klagt, dass ihr von der Politik Fesseln angelegt werden. Die Ausbauziele für das Jahr 2030 müssten von 15 auf 20 Gigawatt Leistung heraufgesetzt werden und auf 30 Gigawatt für 2035", fordert jüngst Andreas Wagner von der Stiftung Offshore-Windenergie. Anders sei das Ziel der Bundesregierung nicht zu erreichen, bis 2030 rund 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen.

Dafür sind auch Forschungen notwendig. Eine wichtige Rolle spielt dabei das bis 2023 geplante nationale Testfeld für Offshore-Windkraftanlagen vor der Küste Warnemündes. "Es handelt sich dabei um die einzigartige Möglichkeit, den Technologie- und Forschungsstandort Rostock voranzubringen", sagte der Vorsitzende des Windenergie-Netzwerks MV, Andree Iffländer. Das Testfeld soll gut elf Kilometer vor der Küste entstehen, die teils mehr als 200 Meter hohen Windkraftanlagen werden damit deutlich zu sehen sein.

Insbesondere Touristiker und der Handel an der Ostseeküste von Kühlungsborn bis Warnemünde haben Bedenken gegen den Windpark. Sie fürchten, dass der Küstenabschnitt für Gäste unattraktiv wird. Klagen gegen den Windpark sind zu erwarten.

Zur Konferenz werden unter anderem Landesenergieminister Christian Pegel und Norbert Brackmann, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft erwartet./mgl/DP/zb