Kosten für Hunde

  
Kosten für Hunde
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Anschaffungskosten im Überblick – womit muss ich rechnen?

Ein Hund darf einziehen und das Leben bereichern. Doch mit der Freude, die bald im Haus herrschen wird, gehen auch Kosten einher. Diese beginnen bereits bei der Anschaffung des Tieres. Je nachdem, ob es ein reinrassiger Welpe aus der Zucht, ein Mischling aus dem Tierschutz oder einfach ein kleiner Begleiter aus einer privaten Abgabe sein soll, können die Kosten variieren. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten für das Tier selbst bewegen sich zwischen 200 und 1500 Euro. Nach oben sind die Beträge natürlich offen – abhängig von dem Hund, den Sie kaufen möchten. Zu den Anschaffungskosten für den Vierbeiner kommen noch die Kosten für die Erstausstattung des Tieres. Auch hier ist die Höhe der Kosten abhängig davon, welche Marken Sie wählen. Die nachfolgende Tabelle gibt jedoch eine erste Übersicht über die Kosten, die Sie erwarten können:
Produkt Ungefähre Kosten
Halsband oder Geschirr 30 Euro
2 Näpfe 15 Euro
Ein Hundebett oder ein Körbchen 35 Euro
Eine Leine aus Leder 25 Euro
Spielzeug für den Hund 10 Euro
Decke 10 Euro
Transportbox für das Auto 40 Euro
Gesamtpreis 165 Euro
Sie werden schnell merken, dass es eine Vielzahl an Produkten gibt, die Sie für Ihren Hund vielleicht gerne kaufen möchten. Ob er diese Produkte wirklich braucht, sei dahingestellt. Sie können die Anschaffungskosten gering halten, wenn Sie beispielsweise zu einer günstigen Decke und günstigem Spielzeug greifen. Sparen Sie jedoch nicht an Geschirr und Leine, da dies sowohl für Sie als auch für den Hund wichtig ist. Idealerweise entscheiden Sie sich für eine Leine aus Leder, die besonders robust ist und gut in der Hand liegt.

Futterkosten im Überblick

Natürlich möchten Sie Ihren Hund auch gesund ernähren und das auf die Dauer. Hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können den Hund barfen, ihn also ausschließlich mit frischen Nahrungsmitteln versorgen. Ebenso beliebt ist die Variante, dem Hund ausschließlich Trockenfutter oder ausschließlich Feuchtfutter zu geben. Gerne werden aber auch alle diese Möglichkeiten miteinander gemischt. Wichtig ist, dass Sie sich an dem Bedarf Ihres Tieres orientieren. Die benötigte Futtermenge ist abhängig von Rasse, Größe, Gewicht und Aktivität Ihres Hundes. Ein Hund in seinen besten Jahren, der komplett gesund ist, benötigt mehr und energiereicheres Futter als ein Senior, der vielleicht an einer Erkrankung leidet.
Ein weiterer Punkt bei den Kosten ist die Marke des Futters, für die Sie sich entscheiden. Sie können natürlich relativ günstiges Futter im Supermarkt kaufen. Sie können sich aber auch dafür entscheiden, das Futter über einen Händler zu beziehen oder über den Tierarzt. Eine gute Anlaufstelle ist das Internet. Hier können Sie die Preise vergleichen und sich das Futter nach Hause liefern lassen.
Die durchschnittlichen Futterkosten für einen mittelgroßen, ausgewachsenen Hund liegen bei 15 bis 40 Euro – je nach der von Ihnen ausgewählten Futterart. Bei dieser Kalkulation sind Leckerlies noch nicht mit inbegriffen.
Tipp: Wenn Sie Ihrem Hund Leckerlies geben, dann reduzieren Sie die tägliche Ration an Futter. Auch Leckereien sollten als vollwertiges Futter angesehen werden. Eine Ausnahme ist es nur, wenn Ihr Hund einen erhöhten Energieverbrauch hat. Dies kann beispielsweise bei einem Wanderurlaub der Fall sein. Aber: Es ist nicht schlimm, wenn Ihr Hund nicht jeden Tag den ausgerechneten Bedarf an Futter zu sich nimmt. Wichtig ist, dass er immer ausreichend Wasser zur Verfügung hat.

Betreuungskosten im Überblick

Betreuungskosten können sich aus verschiedenen Posten zusammensetzen. Vielleicht sind Sie täglich arbeiten und möchten einen Service zum Gassi gehen in Anspruch nehmen. Vielleicht planen Sie auch direkt mit einer Betreuung für Ihren Hund, wenn Sie im Urlaub sind. Ebenfalls mit hinzurechnen können Sie Kosten für die Hundeschule. Nicht nur Welpen profitieren davon, wenn Sie regelmäßig eine Hundeschule besuchen. Einen Grundgehorsam sollte jeder Hund erlernen. Gerade agile Rassen freuen sich zudem über besondere Herausforderungen, wie Nasen-Training, Agility oder auch Stadttraining. Es gibt Hundebesitzer, die besuchen die Hundeschule dauerhaft mit ihrem Vierbeiner.
Ein Hundebetreuer, der Ihren Hund täglich ausführt, nimmt im Durchschnitt 5 Euro für einen Gassigang. Die Betreuung für den Urlaub liegt bei rund 25 Euro pro Tag. Beim Gruppentraining in der Hundeschule können Sie mit etwa 10 Euro pro Stunde rechnen. Wenn Sie monatlich rund 150 Euro für die Betreuung einplanen, ist hiermit auch ein Urlaub abgedeckt. Benötigen Sie niemanden, der Ihren Hund täglich ausführt, kommen Sie auch mit einem Betrag von 50 – 70 Euro aus. Legen Sie am besten monatlich einen Betrag für die Urlaubsbetreuung zurück. So stehen Sie nicht plötzlich vor einem hohen Betrag, wenn Sie eine oder zwei Wochen in den Urlaub fahren möchten.
Hinweis: Denken Sie auch die Hundesteuer, die Sie abführen müssen. Die Höhe der Hundesteuer ist abhängig davon, wo Sie wohnen. Es gibt einige Gemeinden, die nehmen nur wenige Euro pro Jahr. In anderen Gemeinden oder Städten fallen dagegen auch gut und gerne 120 Euro an. Erkundigen Sie sich hier am besten vor der Anschaffung des Hundes.

Tierarztkosten im Überblick

Abgerundet wird die Kostenrechnung für einen Hund durch die Tierarztkosten. Hier sollten Sie zwischen einmaligen Kosten bei der Anschaffung eines Hundes sowie regelmäßigen und ungeplanten Kosten unterscheiden. Möchten Sie bei Ihrem Welpen eine Grundimmunisierung vornehmen lassen, so können Sie hier mit rund 70 Euro für die Impfungen rechnen. Dazu kommt eine Wurmkur für rund 15 Euro. Denken Sie darüber nach, Ihren Hund kastrieren oder sterilisieren zu lassen, so können Sie hier noch einmal mit rund 300 Euro rechnen.
Die Tierarztkosten für die Grundversorgung von einem Hund belaufen sich damit auf etwa 385 Euro. Nehmen Sie einen Hund aus dem Tierschutz oder dem Tierheim auf, so ist dieser in der Regel bereits geimpft, entwurmt sowie kastriert oder sterilisiert.
Die regelmäßigen Kosten für den Tierarzt sind übersichtlich. Tatsächlich belaufen sie sich in der Regel nur auf die Auffrischungen der Impfungen. Möchten Sie die Gesundheit Ihres Hundes vielleicht noch in regelmäßigen Abständen kontrollieren, dann kommen Kosten für die Untersuchung mit hinzu. Regelmäßige Wurmkuren sind nicht notwendig. Lediglich dann, wenn Ihr Hund an Würmern leidet, lässt sich die Wurmkur nicht umgehen. Für diese Kosten lassen sich rund 150 Euro pro Jahr ansetzen.
Teuer wird es allerdings, wenn Ihr Hund krank wird und Medikamente oder sogar eine Operation benötigt. Hier kann es durchaus sinnvoll sein, in eine Krankenversicherung für Ihren Hund zu investieren. Diese übernimmt die Kosten für die Medikamente, die Operation sowie die Unterbringung. Die durchschnittliche Krankenversicherung für Ihren Hund liegt bei monatlich 10 bis 15 Euro. Legen Sie zusätzlich auch noch einmal einen Betrag von 10 Euro monatlich zurück, um Kosten decken zu können, wenn Ihr Hund eine chronische Erkrankung bekommt.

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Alle Fotos stammen von Shutterstock
Titelbild: Eric Isselee
Kosten für Hunde: Oksana Kuzmina, Kosten für Katzen: Jagodka, Kosten für Pferde: Olga_i, Kosten für Reptilien: Kuttelvaserova Stuchelova, Kosten für Kleintiere: otsphoto, Kosten für Fische: Mirko Rosenau
Anschaffungskosten: artpixelgraphy Studio, Tierarztkosten: Roger costa morera, Futterkosten: maradon 333, Ausstattungskosten: Andrew Burgess, Kosten für Versicherungen: Nelosa, Steuern: Makushin Alexey, Kosten für (Urlaubs-)betreuung: Fly_dragonfly