...aber Risiko bleibtVon Internet-Aktien möchten Anleger und Analysten derzeit eigentlich nichts mehr hören - zu sehr hat man sich die Finger in den vergangenen Monaten verbrannt.
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Doch seit einigen Tagen spaltet ein
Anfang Oktober legte das Internet-Portal Zahlen für das dritte Quartal vor und übertraf die Erwartungen der Analysten. Seitdem geben einige Aktienstrategen wieder Buy-Empfehlungen für das Papier. Doch Vorsicht: Das Risiko bleibt hoch!
Gleichzeitig gab Semel auch neue Prognosen für die kommenden Quartale. Für das Gesamtjahr erwartet Yahoo! nun einen Umsatz bis zu 955 Millionen Dollar, bisher hatte man mit bis zu 940 Millionen Dollar gerechnet. Der EBITDA-Gewinn soll bei bis zu 200 (165) Millionen Dollar liegen. Im kommenden Jahr will die Gruppe dann einen Gewinn von bis zu 300 Millionen Dollar und einen Umsatz von bis zu 1,18 Milliarden Dollar erzielen. Positiv ist auch, dass das Unternehmen nach Aussagen von Semel keine Schulden hat und im dritten Quartal einen freien Cash Flow von 57 Millionen Dollar generierte.
Merrill Lynch korrigierte gleichzeitig die Prognosen für 2003 wie Yahoo! deutlich nach oben. Offensichtlich schenken die Aktienstrategen dem Unternehmen Glauben. Als Hauptrisikofaktor sehen sie das Online-Anzeigengeschäft an. Auch US Bancorp Piper Jaffray gehört zu den vorsichten Optimisten für Yahoo! Hier bestätigten die Analysten einen Tag vor Bekanntgabe der Zahlen ihre "Buy"-Empfehlung.
Erschwerend kommt hinzu, dass immer noch nicht klar sei, wann sich dieser Bereich des Werbemarktes erholen werde. Daher sind die Strategen der Meinung, dass die momentane Bewertung der Internet-Aktie zu hoch ist. Und dies, trotz des dramatischen Absturzes des Wertes in den vergangenen Monaten.
Auch Standard & Poor's (S&P) rät zur Vorsicht. Hier geben die Analysten auch auf Grund der starken Abhängigkeit vom Online-Anzeigengeschäft eine Hold-Empfehlung. Sie erwarten, dass der Umsatz in diesem Jahr um 32 Prozent zulegen wird, dank der Akquisition von der Jobsuche-Maschine HotJobs im Februar.
Derzeit spiegelt der Multex Investment Review die Unentschlossenheit der
Analysten wieder. Jeweils 28 Prozent der befragten Strategen sprechen sich für ein "Buy" beziehungsweise "Buy/Hold" aus, 33 Prozent sagen "Hold". Mitte Januar wird Yahoo! die Zahlen für das Gesamtjahr vorlegen. Vielleicht zeichnen sich dann klarere Trends für das Geschäft im World Wide Web ab.
Doch seit einigen Tagen spaltet ein
New-Economy-Titel die Gemüter:
Gewinne je Aktie über Erwartungen
Terry Semel, Chairman und Chief Executive Officer (CEO) von Yahoo!, war sichtlich erfreut über den Quartalsbericht: "Wir sind auf dem besten Wege hin zu einem nachhaltigen profitablen Wachstum." Die Zahlen, die Wall Street überraschten waren folgende: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,05 Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Strategen um 0,01 Dollar. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte Yahoo! einen Verlust von 0,04 Dollar hinnehmen müssen. Der Umsatz sprang um 49 Prozent auf 248 Millionen Dollar.Gleichzeitig gab Semel auch neue Prognosen für die kommenden Quartale. Für das Gesamtjahr erwartet Yahoo! nun einen Umsatz bis zu 955 Millionen Dollar, bisher hatte man mit bis zu 940 Millionen Dollar gerechnet. Der EBITDA-Gewinn soll bei bis zu 200 (165) Millionen Dollar liegen. Im kommenden Jahr will die Gruppe dann einen Gewinn von bis zu 300 Millionen Dollar und einen Umsatz von bis zu 1,18 Milliarden Dollar erzielen. Positiv ist auch, dass das Unternehmen nach Aussagen von Semel keine Schulden hat und im dritten Quartal einen freien Cash Flow von 57 Millionen Dollar generierte.
Anleger sollten Kursschwäche abwarten
Vor allem Merrill Lynch mochte den Quartalsbericht. Die Analysten stuften das Papier von "Neutral" auf "Buy" hoch mit einem Kursziel von 13 Dollar. Anleger sollten also eine Kursschwäche abwarten, denn derzeit notiert das Papier bereits bei 14,26 Dollar. Das 52-Wochen-Tief liegt bei 8,94 Dollar und das Hoch bei 21,35 Dollar.Merrill Lynch korrigierte gleichzeitig die Prognosen für 2003 wie Yahoo! deutlich nach oben. Offensichtlich schenken die Aktienstrategen dem Unternehmen Glauben. Als Hauptrisikofaktor sehen sie das Online-Anzeigengeschäft an. Auch US Bancorp Piper Jaffray gehört zu den vorsichten Optimisten für Yahoo! Hier bestätigten die Analysten einen Tag vor Bekanntgabe der Zahlen ihre "Buy"-Empfehlung.
Online-Werbung bleibt Unsicherheitsfaktor
Doch vieles hängt eben an der bereits genannten Entwicklung des Online-Anzeigengeschäfts. Und da suchen andere Investmentbanken noch vergeblich nach einen Silberstreif am Horizont. Jeffries & Company etwa spricht sich für ein "Hold" der Aktie mit einem Kursziel von 10 Dollar aus. Die Analysten honorieren zwar, dass Yahoo! aggressiv versucht, seinen Umsatzstrom zu diversifizieren. Doch das Portal ist ihrer Meinung nach immer noch zu stark abhängig von der Internet-Werbung.Erschwerend kommt hinzu, dass immer noch nicht klar sei, wann sich dieser Bereich des Werbemarktes erholen werde. Daher sind die Strategen der Meinung, dass die momentane Bewertung der Internet-Aktie zu hoch ist. Und dies, trotz des dramatischen Absturzes des Wertes in den vergangenen Monaten.
Ab Januar mehr Klarheit erwartet
Jeffries & Co selbst hatte einmal eine andere Einschätzung der Performance: Das prognostizierte Kursziel im April 2000 lag bei 273 Dollar.Auch Standard & Poor's (S&P) rät zur Vorsicht. Hier geben die Analysten auch auf Grund der starken Abhängigkeit vom Online-Anzeigengeschäft eine Hold-Empfehlung. Sie erwarten, dass der Umsatz in diesem Jahr um 32 Prozent zulegen wird, dank der Akquisition von der Jobsuche-Maschine HotJobs im Februar.
Derzeit spiegelt der Multex Investment Review die Unentschlossenheit der
Analysten wieder. Jeweils 28 Prozent der befragten Strategen sprechen sich für ein "Buy" beziehungsweise "Buy/Hold" aus, 33 Prozent sagen "Hold". Mitte Januar wird Yahoo! die Zahlen für das Gesamtjahr vorlegen. Vielleicht zeichnen sich dann klarere Trends für das Geschäft im World Wide Web ab.
Yahoo! -Barometer |
+++ Positiv +++ |
| Zahlen für das 3. Quartal übertrafen Erwartungen der Analysten |
| Yahoo! korrigiert Prognosen für 2002 nach oben |
| Analysten folgen der Korrektur |
| Yahoo! hat keine Schulden |
| Yahoo! generiert freien Cash Flow |
--- Negativ --- |
| Abhängigkeit Online-Anzeigengeschäft |
| unzureichende Diversifizierung |
| Erholung des Online-Werbemarktes unsicher |
| Aktie überbewertet |
| allgemeines Misstrauen gegenüber New-Economy-Titeln |