Wirklicher Antiamerikanismus?

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Wirklicher Antiamerikanismus? B Ghost
B Ghost:

Wirklicher Antiamerikanismus?

 
10.05.05 09:18
#1

@alle, denen einseitige Kritik an den USA inzwischen übel aufstößt, möchte ich es mal meine Wahrnehmung dazu schildern:

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Als ich vor 3 Jahren hier im Board mal zaghaft damit anfing die Politik der USA bzw. die Politik der derzeitigen Regierung in Frage zu stellen, da gab es noch sehr starken  Gegenwind von der absoluten Mehrheit hier im Board.

 

Es wurde gleich pauschal als ANTIAMERIKANISMUS gesehen, oder Undankbarkeit gegenüber unseren Befreiern des 2. Weltkrieges und dem Bollwerk gegen den Kommunismus.

Ja, einige beschimpften mich sogar übelst, als ich schilderte, dass ich meine Sichtweise aus Asien gewonnen habe, wo ich vor über 20 Jahren meine Kindheit verbracht habe.

 

Heute, 3 Jahre Später, ist diese Situation genau ins Gegenteil umgeschlagen. Da könnte jemand wahrscheinlich sogar höhnisches Gelächter ernten, wenn er die USA überhaupt als demokratisches Land bezeichnet.

Dam gegenüber gibt es jedoch einen "harten Kern", die gerade dadurch genervt sind, dass sie eine ungerechte Behandlung der USA zu beobachten vermuten.  

 

Da mag im Einzelfall etwas dran sein, aber ich muss zur Verteidigung der Bush-Kritiker hierzu folgendes sagen: 

 

 

Die extreme Stimmung liegt einerseits an der maßlosen Enttäuschung genau derer, die bis zu den Ereignissen der letzten 2 Jahre (Afghanistan und Irak-krieg) nie an der Politik der USA gezweifelt haben und nun erst recht emotional reagieren, weil sie diese Kriege der Politik der USA und ihres frei gewählten President-Bush anlasten .

 

Andererseits liegt es aber auch insbesondere daran, dass die USA derzeit die Weltmacht Nummer 1 sind – und zwar eindeutig vor Russland, China und Moldawien.

Die US-Außenpolitik und ihr Vorgehen in und um Europa beherrschen nun einmal die Politik und den Frieden (oder Krieg) unseres Landes mit.

 

Wenn wir hier z.B. nicht ewig über die Außenpolitik von Andorra diskutieren, dann liegt das nicht am generellen Desinteresse für Politik oder Objektivität, sondern an der Bedeutung, die Andorra aus unserer Sicht für die Weltpolitik hat.

 

Ich –für meine Person - werde daher weiterhin die Politik der USA kritisch beobachten und hoffe, dass ich es ohne Einseitigkeit schaffe.

 

 

Gruß

 

 

 

Big Brother      Brad P.

Wirklicher Antiamerikanismus? B Ghost
B Ghost:

In Georgien kommt Bush gut an.. Wissen die mehr???

 
10.05.05 18:28
#2

Es ist auch immer interessant zu sehen, WER WESHALB WEM zujubelt.

 

Georgien-Besuch
 
Menschen durchbrechen Sperren aus Begeisterung für Bush

US-Präsident Bush hat in der georgischen Hauptstadt Tiflis den demokratischen Machtwechsel gewürdigt. Tausende hatten vor seiner Rede Polizeiabsperrungen durchbrochen, weil sie Bush als Paten der Demokratisierungsbewegung feierten. Bei einem Treffen mit Präsident Saakaschwili versprach Bush weitere Unterstützung.

Wirklicher Antiamerikanismus? 1933360
GroßbildansichtREUTERSTiflis: Begeisterung beim Bush-Besuch
Tiflis - "Amerika ist Ihr zuverlässiger Freund", sagte George W. Bush bei einem Treffen mit seinem georgischen Kollegen Michail Saakaschwili im Parlamentspalast in Tiflis. Er rief Saakaschwili auf, die Konflikte in den Unruheprovinzen Abchasien und Südossetien auf friedlichem Wege beizulegen. Druck auf Moskau, seine letzten verbliebenen Truppen aus Georgien abzuziehen, machte Bush entgegen den Hoffnungen seines Gastgebers nicht.

Dennoch ist die Begeisterung für Bush riesig. Kurz vor seiner Rede auf dem Freiheitsplatz im Zentrum der Hauptstadt durchbrachen tausende Menschen die dortigen Polizeiabsperrungen. Nach Angaben Saakaschwilis hatten sich bis zu 150.000 Menschen auf dem Platz versammelt, um Bush, der in Tiflis als Pate der Demokratisierungsbewegung gefeiert wird, zu erleben.



Zu ähnlichen Szenen war es im Februar in der slowakischen Hauptstadt Bratislawa gekommen, die Bush nach seiner Deutschland-Visite besuchte. Während in Deutschland die höchsten Sicherheitsvorkehrungen galten und Mainz komplett abgeriegelt war, nahm Bush in Bratislawa ein Bad in der Menge.

In seiner Rede vor der Menge dankte Bush dem Volk Georgiens für dessen "mutigen" und friedlichen Kampf für die Unabhängigkeit. Der Weg zu einer vollen Demokratie sei nicht einfach, sagte er auf dem Platz, der während der Revolution 2003 zum Versammlungsort der Freiheit suchenden Menschen wurde. "Aber Ihr werdet diesen Weg nicht allein gehen. Amerika steht beim Aufbau eines freien und liberalen Georgiens an Eurer Seite", rief der Präsident den Menschen zu.

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GroßbildansichtAFPBush und Saakaschwili: "Amerika ist Ihr zuverlässiger Freund"
Bush war am gestern Abend in Georgien eingetroffen. In Moskau hatte er zuvor an den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Kriegsendes teilgenommen. Saakaschwili hatte seine Teilnahme an diesem Gedenken abgesagt, weil Russland sich weigert, zwei noch aus Sowjetzeiten stammende Militärstützpunkte in Georgien zu räumen.

Er habe mit Putin darüber gesprochen, sagte Bush. Dieser habe ihm zugesagt, Russland werde sich an ein Abkommen von 1999 halten, das einen Abzug der Soldaten vorsehe. Die Angelegenheit müssten beide Länder untereinander klären. Russland sei bereit, mit der georgischen Regierung zusammenzuarbeiten. Gestern Abend hatte Saakaschwili die russischen Militärstützpunkte als Streitpunkt bezeichnet. "Es ist eins der letzten Bestandteile des sowjetischen Erbes."

Bei der Lösung der Konflikte in den Provinzen Abchasien und Südossetien, die beide enge Kontakte zu Moskau pflegen, bot Bush seine Hilfe an. "Ich glaube, die Regierung in Tiflis hat eine gute Strategie. Wenn der Präsident möchte, dass ich ein oder zwei Telefonate führe, wäre ich gerne dazu bereit, dies zu tun." Allerdings könnten die USA keine Lösung von außen durchsetzen.
 

Wirklicher Antiamerikanismus? boomer
boomer:

Grüezi, breiter Pit

 
10.05.05 18:39
#3
Liegt Teheran in Asien?
Wirklicher Antiamerikanismus? B Ghost
B Ghost:

Ich werde es dir aufmalen.

 
10.05.05 18:46
#4
Laut meinem Globus ja.


Gruß

Brad
Wirklicher Antiamerikanismus? B Ghost
B Ghost:

USA schaffen es noch, dass aus dem Konflikt

 
11.05.05 12:57
#5

ein Glaubenskrieg wird und der ist dann nicht mehr geographisch

 

SPIEGEL ONLINE - 11. Mai 2005, 12:22
URL: 
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,355523,00.html

Bericht über Koranschändung
 
Tote bei anti-amerikanischer Randale in Afghanistan

In Afghanistan hat es bei heftigen anti-amerikanischen Protesten Tote und Verletzte gegeben. Auslöser der Demonstrationen war ein Bericht, wonach US-Soldaten auf dem kubanischen Stützpunkt Guantanamo den Koran entweiht haben sollen.

Wirklicher Antiamerikanismus? 1934535
GroßbildansichtREUTERSProteste in Dschalalabad: Wut auf die USA
Kabul - Bei den Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und randalierenden Demonstranten in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Viele der rund 40 Verletzten würden im Krankenhaus von Dschalalabad wegen Schusswunden behandelt.

Hunderte Studenten zogen durch die Straßen und riefen "Tod für Amerika" und "Tod für Bush". Der Geheimdienstchef Sardar Schah berichtete: "Sie sind sehr wütend und über die ganze Stadt verteilt." Afghanische Polizisten und US-Soldaten hätten versucht, die Lage unter Kontrolle zu bringen, "aber ich glaube, das ist unmöglich", sagte Schah. Die Sicherheitskräfte hätten auch Warnschüsse in die Luft abgegeben.

Die Demonstranten zertrümmerten Auto- und Schaufensterscheiben und schleuderten Steine auf einen amerikanischen Militärkonvoi. Sie verschafften sich außerdem Zutritt zu einem Gelände der Uno und steckten zwei Autos in Brand.

Augenzeugen berichteten, auch das pakistanische Konsulat sei von Demonstranten in Brand gesetzt worden. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf ist ein enger Verbündeter der US-Regierung im Anti-Terror-Kampf. Auch in den Nachbarprovinzen Laghman und Chost kam es zu Protesten, die allerdings friedlich verliefen.

Auslöser der Proteste war ein Bericht des Magazins "Newsweek", wonach Soldaten auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo den Koran entweiht haben sollen. Sie hätten in dem Gefangenenlager Exemplare des Korans auf Toiletten ausgelegt. In mindestens einem Fall sei ein heiliges Buch "im Klo heruntergespült" worden. Das US-Außenministerium bezeichnete ein derartiges Verhalten als verwerflich. Sprecher Tom Casey sagte, die Vorwürfe seien ernst und müssten überprüft werden.

Karzai: "Afghanen sehen USA nicht als Besatzungsmacht"

Mit den Worten "Afghanistan ist ein demokratisches Land" hat Präsident Hamid Karzai auf die Krawalle reagiert. "Die Menschen können auf die Straße gehen und ihre Meinung sagen", sagte Karzai vor Journalisten nach einem Besuch in der Nato-Zentrale in Brüssel. "Aber die Ereignisse in Dschalalabad zeigen auch, dass die Polizei und die Armee noch nicht zum Eingreifen bereit sind. Sie haben einfach zugesehen, als das Büro des Provinzgouverneurs angezündet wurde."

"Ich glaube nicht, dass die Afghanen die Amerikaner als Besatzungsmacht betrachten", sagte Karzai. "Sie sehen die Amerikaner als eine Macht, die den Terrorismus bekämpft und Afghanistan hilft."


Wirklicher Antiamerikanismus? IDTE2
IDTE2:

nein boomer

 
11.05.05 13:02
#6
Teheran ist europäisch...

oder besser noch amerikanisch (dauert aber noch ne weile)
Wirklicher Antiamerikanismus? Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

Brad

 
11.05.05 13:03
#7
"Als ich vor 3 Jahren hier im Board mal zaghaft damit anfing die Politik der USA bzw. die Politik der derzeitigen Regierung in Frage zu stellen,"

schon vor 3 Jahren habe ich doch mehrfach (ja auch ich hab's gleich gesagt :-) ) geschrieben, dass deine Haltung nicht die Aussenseiter-Meinung ist.

Diese Haltung ist seit mindestens den 30er Jahren mit kleineren Unterbrechungen Mainstream in Deutschland.

Du bist kein Vorreiter, du schwimmst im Strom.

Grüße

Apfelbaumpflanzer

Wirklicher Antiamerikanismus? lutzhutzlefutz

Mag ja alles stimmen!

 
#8
Komisch nur, daß ich lieber bei McD sitze, als versuche in Teheran aus der Bibel vorzulesen oder weil es meine freie Meinung ist, Bibel und Koran dort gleichzeitig zu verbrennen, ohne daß ich auf der Stelle von irgendwelchen Hinterweltlern wie im Mittelalter gesteinigt werde.
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