Wie die Maden im Speck...

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Wie die Maden im Speck... Jorgos
Jorgos:

Wie die Maden im Speck...

17
10.01.10 12:31
#1

Bin vorhin über einen interessanten und diskussionwürdigen Artikel gestoßen:

Wie bei den Orwells in der DDR

... (automatisch gekürzt) ...

http://nachrichten.finanztreff.de/...le,,r,0,sektion,vermischtes.html
Moderation
Moderator: Zwergnase
Zeitpunkt: 10.01.10 17:12
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, bitte nur zitieren - Url wurde auch bereits in # 36 nachgereicht -> http://nachrichten.finanztreff.de/...le,,r,0,sektion,vermischtes.html
Original-Link: http://nachrichten.finanztreff.de/...ktion,vermischtes.html

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Wie die Maden im Speck... Cashmasterxx
Cashmasterxx:

zu 13#

 
10.01.10 14:52
#29
kommt aussm Osten!
Werder4Ever!!
Wie die Maden im Speck... gardenqueen
gardenqueen:

Nein, Talisker,

9
10.01.10 14:57
#30
ab einer gewissen Grundsicherung hat JEDER die Wahl, sie gerät nur aus dem Blickfeld.

Und wegen Orwell etc.. frage dich doch mal, warum durch den Mainstream immer wieder Ängste geschürt werden.
Alles entfernt sich vom Eigentlichen. Jeder macht sich abhängig vom "System".

Grosses Stichwort in unserer heutigen Zeit ist natürlich auch die Betreuung und die Pflege bedürftiger Angehöriger.

Durch die tägliche Berieselung und die meines Erachtens künstlich herbeigeführten Diskussionen wird natürlich die Moral vorgegeben, wie was zu laufen hat. Die Frau und Mutter, wie Jorgos es schon treffend bemerkt hat - zack - Schublade auf - Frau rein - Schublade zu.

Das betrifft ja auch nicht nur die Entfernung von traditionellen (und bewährten) Familienstrukturen.

Der jammernde Apotheker z.B. m totale Entfernung vom Berufsbild.

Bei den Ärzten geht es weiter, wer kann denn noch richtig diagnostizieren? D.h. den Menschen/Patienten und seine Lebensumstände in den Blickwinkel mitaufnehmen.
Nicht umsonst streut das "Grüne Kreuz" z.B. unterschwellige Botschaften in Fernsehserien.

Es zieht sich einfach quer durch die Gesellschaftslandschaft. Es gäbe wirklich noch unzählige Beispiele...

Happiness is when:
What you think, what you say,
and what you do are in Harmony.
Wie die Maden im Speck... gardenqueen
gardenqueen:

Oh, da hat der Editor was verschluckt.. sry...

 
10.01.10 15:01
#31
Happiness is when:
What you think, what you say,
and what you do are in Harmony.
Wie die Maden im Speck... Talisker
Talisker:

Mir ist das zuviel

2
10.01.10 15:14
#32
Verschwörungsfabuliererei.
Und in meiner Lebenswelt bekomme ich nur mit, dass es schwer, mancherorts unmöglich ist, ne Kita für ein paar Vormittage und/oder Nachmittage zu bekommen. Ähnlich wie man sein Kind schon vor der Geburt anmelden muss, wenn man z.B. Babyschwimmern machen will. Insofern geht #1 an meiner Lebenswelt völlig vorbei.
Ich bin auch für bürgerliche Freiheit. Die Freiheit entscheiden zu können, ob ich mein Kind in die Kita gebe oder nicht. Wenn es keine Kita gibt, kann ich mich auch nicht dafür entscheiden.
Was soll eigentlich die Forderung, Aussage von #1 sein? Beschränkt sich das nur auf "wir sind alle willenlos Fremdgesteuerte und brauchen nicht mehr Kitas"?
Gruß
Talisker
Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.
Wie die Maden im Speck... gardenqueen
gardenqueen:

Tali,

3
10.01.10 15:21
#33
stufst du denn diese künstlich herbeigeführten Diskussionen für reinen Zufall ein ?
Happiness is when:
What you think, what you say,
and what you do are in Harmony.
Wie die Maden im Speck... Jorgos
Jorgos:

@Talisker: Ich verweise bzgl. #32

3
10.01.10 15:27
#34
auf #26.
Ich habe das Gefühl Du verstehst Artikel aus #1 nur in dem Sinne: Kitas sollen weg !
Dem ist aber nicht so !
Wie die Maden im Speck... Talisker
Talisker:

Welche

 
10.01.10 15:38
#35
künstlich herbeigeführte Diskussion? Die über Kitas? Hat das nicht letztlich den Grund, dass hierzulande bestimmte Gesellschaftsschichten keine Kinder mehr bekommen?

Neinneinnein, Jorgos, schon klar, wir werden (Orwell/DDR/große Verschwörung läßt grüßen) zur Nutzung von Kitas getrieben. Obwohl es viel zu wenig davon gibt. Perfide.
Gruß
Talisker
Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.
Wie die Maden im Speck... Jorgos
Jorgos:

Hier die nachgelieferte Quellenangabe:

4
10.01.10 17:05
#36
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Wie die Maden im Speck... Jorgos
Jorgos:

@Talisker,

5
10.01.10 17:11
#37
ich weiß nicht wie DU perfide definierst......
Der Autor benutzt starke Provokationen, um kritisch unsere bürgerliche Freiheit zu hinterfragen. Er zeigt auf, dass der Steuerstaat den Bürger zum Arbeitssklaven macht mit nur noch einem Lebensziel. Es geht im Kern um die bürgerliche Freiheit !
Er nutzt dabei Elemente der Provokation. Du siehst das ganze zu reduziert auf Deine KITAS.
ABer anscheinend haben wir ein Kommunikationsproblem. Ich glaube zwar Dich zu versteen, aber Du verstehst mich glaube ich überhaupt nicht.
Wie die Maden im Speck... Basterd
Basterd:

Ich möchte bitte nochmal anmerken

4
10.01.10 18:49
#38
... daß Eure Diskussion hier auf allerhöchstem sozialen und wirtschaftlichen Niveau abläuft.

Dies beinhaltet z.B. auch die Botschaft, daß die armen Afrikaner unser Geld zum Überleben brauchen.

Das ist totaler Schwachsinn und wie bei L..l, A..i, MiidiaMarket & Co. nur Geldmacherei.

Ich hab's gesehen... das Leben in anderen Ländern läuft auch... aber halt in anderer Weise als bei uns.

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Besser die Hälfte gewonnen als das Doppelte verloren.
Suche den Fehler immer zuerst bei dir selbst.
Wie die Maden im Speck... Basterd
Basterd:

Anderes Beispiel

3
10.01.10 18:55
#39
Ich saß vorgestern am Istanbuler Flughafen in der Millenium Lounge. Das ist - abgesehen von der First Class Lounge - das hochkommerziellste Produkt unserer Gesellschaft.

Gleichzeitig wissen ungefähr 75 Mio. Türken nicht, daß es so was überhaupt gibt.

(Verkleinert auf 43%) vergrößern
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Suche den Fehler immer zuerst bei dir selbst.
Wie die Maden im Speck... Jorgos
Jorgos:

Ich finde die Kommentare von B. Niquet immer

2
10.01.10 18:56
#40
sehr lesenswert. Sie regen einem zum Nachdenken an.

http://nachrichten.finanztreff.de/...le,,r,0,sektion,vermischtes.html


.....Das Weihnachtsfest ist vorbei und der Jahreswechsel steht an. Wie die Zeit doch rennt, schon wieder ist eine Dekade vorbei. Vor zehn Jahren noch rechnete man fest mit dem Weltuntergang zur Jahrtausendwende, seitdem hat man jedoch Ersatz in der Klimakatastrophe gefunden. Doch pünktlich zum Fest zeigt uns die Realität das genaue Gegenteil davon.

Die wirklichen Katastrophen liegen woanders, sie sind mit bloßem Auge kaum zu sehen, sind nicht das Große und Spektakuläre, sondern vielmehr im Kleinen verborgen. Die Anstrengungen, unser Rundum-Bequem-System zu halten, werden langsam untragbar. Die Neuverschuldung des Staates verdoppelt sich im kommenden Jahr und die absoluten Schulden liegen schon seit Langem jenseits des Vorstellbaren.

Bereits heute wird jeder dritte erwirtschaftete Euro den Finanzierungs- und Umverteilungsregelungen des Sozialsystems zugeführt. In der mittleren Pflegestufe kostet ein Platz in einem Pflegeheim etwa 3.300 Euro. Die Pflegeversicherung steuert dazu knapp 1.500 Euro zu. Die Unterdeckung von 1.800 Euro im Monat ist selbst zu tragen. Wenn wir demnächst alle 100 Jahre alt werden und dafür zwanzig Jahre im Heim verbringen, benötigt man dazu ein Vermögen von über 400.000 Euro. Die Hälfte der Deutschen besitzen indes keinerlei Vermögen. Hier liegt die Katastrophe, und sie ist unabhängig von der Außentemperatur.

Bei anderen ist das Geld in Immobilien gebunden. Oder in Geländewagen verpulvert. Aber das Weihnachtsgeschäft ist hervorragend gelaufen. Und wenn das Weihnachtsgeschäft gut läuft, dann geht es auch der Wirtschaft gut; sagt man. Wir sollten also konsumieren und nicht sparen, sagt man. Doch wir sind wie Wechselbetrüger, die jeden fälligen Wechsel mit einem höheren und länger laufenderen Wechsel ersetzen. Und sterblich scheinen wir ebenfalls nicht zu sein. Reflektiert heute nicht sogar schon die Fernsehwerbung, dass wir über die Dauer unseres Schicksals verhandeln können? Der kleine Mensch wird plötzlich übermütig. Nach vorne zu schauen ist verboten, dann jedoch funktioniert unsere Welt wunderbar und reibungslos.

Das Leben hat sich stark verändert, im Grunde genommen leben wir in einem andauernden Jetzt. Wir leben nicht mehr in der Zeit. Wir essen nicht mehr die der Jahreszeit entsprechenden Produkte und bezahlen für den Euro, den wir uns heute borgen, keinen Aufschlag mehr gegenüber dem Euro, der uns erst morgen zufließen würde. Warum also nicht wirklich alles sofort haben? Nur los! Dann brummt die Wirtschaft, und die Aktionäre freuen sich.

Bereits am 8. Juli 1916 schrieb der damals noch unbekannte Philosoph Ludwig Wittgenstein an vorderster Front in den Schützengräben des I. Weltkrieges in sein Tagebuch: „Nur wer nicht in der Zeit, sondern in der Gegenwart lebt, ist glücklich. Um glücklich zu sein, muss ich in Übereinstimmung sein mit der Welt ... Die Furcht vor dem Tode ist das beste Zeichen eines falschen, das heißt schlechten Lebens.“ Vielleicht haben Wirtschaft und Philosophie doch mehr miteinander zu tun als wir alle ahnen ... ....
Wie die Maden im Speck... Basterd
Basterd:

Zu #40 fällt mir nur der 21.12.2012 ein

2
10.01.10 18:59
#41
--- ohne Kommentar ---
Besser die Hälfte gewonnen als das Doppelte verloren.
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Wie die Maden im Speck... Jorgos
Jorgos:

Der neue Jesus !

2
10.01.10 19:01
#42
Wie die Maden im Speck... Talisker
Talisker:

Jorgos,

 
10.01.10 19:01
#43
ich hab auch schon Sinnvolles von Niquet gelesen.
Aber ich finde halt #1 daneben, habe versucht das darzulegen. Sein Bsp. ist schlecht, besser: falsch gewählt, seine Schlussfolgerung hanebüchen:
"Die psychologisch-soziologische Verformung und das ökonomische Zwangssystem gesellen sich wie zwei Seiten einer Medaille zueinander und ergeben eine neue DDR im Orwell-Land."
Wenn es dir in diesem "Steuerstaat" so geht, mein Beileid. Mir geht es nicht so. Und Kitas tragen (ganz aktuell) zu meiner bürgerlichen Freiheit bei.
Gruß
Talisker
Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.
Wie die Maden im Speck... Basterd
Basterd:

Und die Evolution

4
10.01.10 19:01
#44
Wie die Maden im Speck... 290339
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Wie die Maden im Speck... Basterd
Basterd:

Man achte auf die Details

3
10.01.10 19:03
#45
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Wie die Maden im Speck... Jorgos
Jorgos:

Das kann ich ja verstehen:

3
10.01.10 19:15
#46
"Und Kitas tragen (ganz aktuell) zu meiner bürgerlichen Freiheit bei."
...und auch akzeptieren.
Was ich jedoch daneben finde, wenn man dann die Kitas über die Erziehung durch die eigenen Eltern stellt und die Mütter, die sich dafür entscheiden, als Hausmütterchen tituliet....
Warum muss die Erziehung der eigenen Kinder als so negativ dargestellt werden.
Ich akzeptiere es und möchte es auch nicht als negativ werden, dass es Familien gibt, wo beide sagen, ich möchte arbeiten (muss ja nicht immer nur die Frau, in diesem Fall dann das Hausmütterchen sein :;)) und wir brauchen eine Kita. Ist doch OK ! Nur warum muss man dann diejenigen abqualifizieren, die sich den Luxus gönnen, ihre Kinder selber zu betreuen, erziehen, leiten,.....(Luxus, da dies natürlich einen "Wohlstandsverlust" im Sinne der Geldvermehrung bedeutet) ?
Wo bleibt denn da die freie Entscheidung, die hier immer wieder in den Fokus gerückt wird ?
Wie die Maden im Speck... Talisker
Talisker:

Hä?

 
10.01.10 19:18
#47
Lies nochmal #23, erster Satz.
Außerdem gehts hier (mir) nicht um Zwang zur Kita (Herr Niquet versucht schwammig sowas herzustellen), sondern um die häufig fehlende Möglichkeit.
Gruß
Talisker
Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.
Wie die Maden im Speck... BarCode
BarCode:

Wäre ja schonmal

 
10.01.10 19:21
#48
ein erster Schritt, wenn man in diesen Diskussionen aufhören würde, das Thema dahin zu polarisieren:
Erziehung durch Eltern versus Erziehung in Erziehungsanstalten, so als würden Eltern ihre Kinder in Kitas abschieben, um sich vor der Erziehungsverantwortung zu drücken oder als sei das Bereitstellen von Betreuungsinstitutionen eine Zwangserziehung in Erziehungslagern...

Kinder brauchen Eltern UND Kinder.

Im Übrigen ist die Behauptung des Autors von Nr. 1 gewagt, jahrhundertelang sei es so gewesen, dass Mütter zuhause allein für die Kindererziehung zuständig gewesen seien, während der Alleinverdiener raus in die Welt geht...
Genau dieses Modell ist das historische Ausnahmemodell. Kinder  auf- und erziehen war über Jahrtausende der Menschheitsentwicklung Gemeinschaftsaufgabe. In bäuerlichen Kulturen gab es überhaupt keine Kleinfamilien. In clanstrukturen eh nicht.
Die bürgerliche Kleinfamilie Vater-Mutter-Kind ist eine relativ junge Erscheinung...
Ich darf "vermuten, schlussfolgern und ...  unterstellen", sofern die Wortwahl eine persönliche Meinungsäußerung erkennen lässt.
www.e-juristen.de/Rechtsberatung/Tipps-User_Bloggs+Foren.htm
Wie die Maden im Speck... Basterd
Basterd:

Jorgos: Kindergarten

 
10.01.10 19:26
#49
Ich behaupte, es gibt in Deutschland viel mehr Familien, die ihre Kinder "selbst" erziehen als solche, die das in Deinen Augen "nicht" tun (Kita).

Ich kenne eine "Kita" (welche eine solche dann nicht ist) als "Kindergarten". Da sind die Kleinen im Alter zwischen 3 und 6 Jahren halbtags damit beschäftigt, sich mit anderen Kindern zu beschäftigen *g* und "Sinnvolles" zu lernen. In Bayern traditionell kirchlich geprägt (also auch mit einer gewissen "Steuerung").

Jedes Kind, das bei uns nicht in einen Kindergarten geht, ist "auffällig".
Besser die Hälfte gewonnen als das Doppelte verloren.
Suche den Fehler immer zuerst bei dir selbst.
Wie die Maden im Speck... Jorgos
Jorgos:

@Basterd

4
10.01.10 20:33
#50
"Ich behaupte, es gibt in Deutschland viel mehr Familien, die ihre Kinder "selbst" erziehen als solche, die das in Deinen Augen "nicht" tun (Kita)."

Du verstehst mich hier falsch. Ich sage nicht, dass Eltern, die ihre Kinder in die Kita geben, diese nicht erziehen !
Es war nie mein Ansinnen hier ein schwarz/weiß denken zu etablieren. Polarisierung war/ist nicht mein Ding. Aber anscheinend  bringe ich das hier nicht richtig rüber. Ich verteufel es nicht, wenn man sein Kind in die Kita gibt. Jedoch stelle ich den "Kita-Besuch" auch nicht als Muss da. Nach dem Motto: Kinder, die nicht in die Kita gehen, haben Entwicklungsstörungen, etc.
Auch Kinder, die nicht in die Kita gehen, haben ausreichend Kontakt zu anderen Kindern. Hier klang es immer so, dass nur dort den Kinder die Möglichkeit geboten wird, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen.
Das wäre nur der Fall, wenn es nur noch Kinder gibt, die in der Kita sind.
Ich plädiere eher für einen liberalen und toleranten Umgang mit dem Thema. Das war auch noch nicht mal die Kernessenz des Artikels aus #1. Er hatte diese Provokation nur als Mittel zum Zweck gewählt.....
Wie die Maden im Speck... Squidward
Squidward:

Mmh

 
11.01.10 14:06
#51
Zitat: "Das Aufziehen der eigenen Kinder jedoch durchweg in fremde Hände zu geben, so etwas kann nur Nazis oder anderen innerlich deformierten Menschen einfallen."

Man sollte nicht vergessen: Das Modell "Hausfrau und Mutter" ist eine Erfindung der Wohlstandsgesellschaft. Ob die Bauern auf dem Land oder später das Industrieproletariat in den Städten - stets mussten Mann und (!) Frau schufften, um über die Runden zu kommen. Die Kinder wurden daheim sich selbst überlassen, bis sie alt bzw. groß genug waren, um mitzuarbeiten (Selbst die höheren Töchterchen und Söhnchen verbrachten mehr Zeit mit ihrer Gouvernante, als mit ihren Eltern). Die Entwicklung der Erziehungswissenschaft und mit ihr einhergehend die Gründung der ersten sogenannten Kleinkinderbewahranstalten und Kindergärten war eine richtige Revolution!

Der Autor übersieht, dass Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsangebote (öffentlicher Einrichtungen) nicht mehr sind (und auch nicht mehr sein können), als eine Ergänzung (!) zur Erziehung in der Familie. Die Inanspruchnahme staatlicher Betreuungsangebote bedeutet nicht, dass ich meine Rechte und Pflichten als Elternteil an den Staat abtrete bzw. abreten muss, im Gegenteil: "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht" (Art. 6 GG).

Es geht ohnehin weniger darum, wieviel Zeit ich mit meinem Kind verbinge (Quantität), als viel mehr darum, wie ich die Zeit mit meinem Kind verbringe (Qualität). Ein Kind profitiert sicherlich mehr davon, wenn sich die Eltern ihm am Abend eine volle Stunde lang ihre ganze Aufmerksamkeit schenken, als davon, den ganzen Tag zusammen auf der Couch zu sitzen und RTL II zu glotzen.

Zitat: "Mit Freiheit und Selbstbestimmung hat das alles jedoch nicht das Geringste zu tun."

...sprach der Ernährer und Versorger, der den natürlichen Beruf der Frau in der Rolle der Hausfrau und Mutter sieht. Freiheit und Selbstbestimmung durch ein breites Betreeungsangebot? Für alleinerziehende Frauen, die mehr sein wollen, als nur Transferleistungsempfänger sehr wohl, ebenso wie für die Frauen, für die ihr Beruf ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist, weil er ihnen Spaß macht, weil sie ihn gerne oder gar mit Leidenschaft ausüben, weil es ihnen Anerkennung gibt oder einfach nur, weil sie dort nette Kollegen und Kunden haben... Was ist daran falsch? Gerade der Autor sollte sich das fragen, er, der gelernte Bankkaufmann und studierte Volkswirt, der heute als Journalist und Schriftsteller arbeit - das macht man nicht um reich zu werden!


Meine Freiheit und meine Bürgerrechte werden jedenfalls an ganz anderer Stelle bedroht! ;)
Wie die Maden im Speck... gardenqueen
gardenqueen:

Militärische Einflussnahme an Schulen und Unis

6
13.01.10 08:45
#52

Jetzt mal abseits von der Grundschul- und Betreuungsproblematik.

Pikant, pikant. Während in vergangenen Zeiten Infoveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen/Besuch militärischer Einrichtungen lediglich der Vermittlung des Berufsbildes diente und angefortert werden mussten, ergibt sich heutzutage ein ganz anderes Bild.

Die deutsche Armee schließt immer mehr Kooperationsabkommen mit Landesschulministerien.

»Globale Konfliktvermeidung und Krisenbewältigung« sowie die »nationalen Interessen« Deutschlands sollen baden-württembergischen Schülern von nun an näher gebracht werden. Dazu unterzeichneten Kultusminister Helmut Rau (CDU) und Generalmajor Gert Wessels, Befehlshaber des regionalen Wehrbereichskommandos, am 4. Dezember vergangenen Jahres eine Kooperationsvereinbarung. Neben der Durchführung von Vortragsveranstaltungen in Klassenzimmern werden die 94 hauptamtlichen Jugendoffiziere der Bundeswehr - junge, rhetorisch geschulte Soldaten mit Führungserfahrung - nun auch in die Aus- und Fortbildung von Referendaren und Lehrkräften (!!!) eingebunden.

 

Hört, hört, nun geniessen Lehrkräfte Fortbildung durch Militärs. Bravo.

Und das ganze hat durchaus Methode :

Bereits im Oktober 2008 feierte die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer (CDU) die erste vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen Armee und Landesministerium. Ein Dammbruch. Im Frühjahr 2009 wurden Vereinbarungen im Saarland und in Rheinland Pfalz unterzeichnet. Nun folgte Baden-Württemberg. Seit Jahren arbeitet die Bundeswehr gezielt auf solche Kooperationen hin: 2005 wurde in jedem Bundesland ein Bezirksjugendoffizier in Dienst gestellt, um Kontakt zu den jeweiligen Schulministerien herzustellen. Ziel ist ein Kooperationsabkommen für jedes Bundesland. Damit soll der Bundeswehr der Zutritt zu den Schulen noch einfacher gemacht werden. Dabei ist sie äußerst erfolgreich: Wie die Zahlen aus dem Jahr 2008 belegen, erreichten die Jugendoffiziere bei bundesweit 6480 Lehrveranstaltungen mehr als 175 000 Schüler. Die 90-minütigen Vortragsveranstaltungen behandeln Themen wie »Soldaten als Staatsbürger in Uniform« oder »Auslandseinsätze der Bundeswehr«.

 

Und hier noch ein paar nette Details... weil's ja nur um das Berufsbild geht. Politische Einflussnahme ist  d a s  ja auf gar keinen Fall. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die Zahlen sind natürlich vergleichsweise "läppisch", aber man steht ja auch erst am Anfang des eingeschlagenen Weges :

2008 führten die Jugendoffiziere außerdem mehr als 360 Simulationen des interaktiven Planspiels »Politik & internationale Sicherheit« - kurz POL&IS - durch. Dabei schlüpfen die jungen Spieler in die Rollen von Staatschefs und schlagen sich mit verschiedenen Problemen herum: Rohstoffknappheit, Terrorismus, Flüchtlingsströme. Also jene Probleme, die die Bundeswehr als Rechtfertigung für weltweite Interventionen vorschiebt. Die Jugendoffiziere bestimmen den Spielverlauf, der immer auf eine militärische Lösung hinausläuft. Dafür steht den jungen Spielern ein reichhaltiges Arsenal von Infanterie- und Panzerarmeen über strategische Raketenverbände, Bombergeschwader, Atom-U-Bootflottillen bis hin zu atomaren und chemischen Waffen zur Verfügung. An der Simulation nahmen 2008 rund 17 500 Schüler mit ihren Lehrern sowie Studenten und Referendare an mehr als 2000 Seminartagen teil.

 

Regt sich denn kein Widerstand dagegen ? Doch !

Gegen diese Militarisierung der Bildungseinrichtungen regt sich nun Widerstand. Unter dem Motto »Bundeswehr raus aus dem Klassenzimmer« ruft das Bildungsstreikbündnis Freiburg zur bundesweiten Demonstration am 23. Januar in Freiburg auf - die bundesweit erste Demonstration zu diesem Thema. »Jegliche Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Bildungseinrichtungen und der Bundeswehr muss sofort eingestellt werden«, so ein Mitglied des Freiburger Bildungsstreikbündnisses. Aber auch andernorts regt sich etwas: Die »LandesschülerInnenvertretung Nordrhein-Westfalen« beschloss im März 2009 auf ihrer Delegiertenkonferenz eine Resolution »Bundeswehr raus aus den Schulen« und plädiert für eine Unterrichtsbefreiung während der Bundeswehrbesuche. Im Mai 2009 wurde vom Kölner- Friedensforum der Aufruf »Schule ohne Bundeswehr« veröffentlicht, aus dem eine gleichnamige Arbeitsgruppe entsprang. Der Landesverband Bremen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützt den Aufruf bereits.

In Schleswig-Holstein wurden Elternvertreter nach einem Schulausflug einer achten Klasse gegen die Beeinflussung ihrer Kinder durch die Bundeswehr aktiv: Ein Soldat pries den jungen Leuten unverhohlen den Schießsimulator der Armee an, dieser sei »1000 Mal besser« als jede Playstation- Spielkonsole.

 

Natürlich alles eine gaaaanz zufällige Entwicklung.

 

Quelle:  www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Bundeswehr/schule.html

Happiness is when:
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Wie die Maden im Speck... queensguard

An sich hab ich nix gegen eine

3
#53
Transparenz staatlicher Einrichtungen schon bis in die Schulen hinein...anderenfalls kennen die Schüler später ihren eigenen Staat nicht. Es ist ja auch unbestritten, dass es einer Verteidigung bedarf (am besten in Form einer Europäischen Armee).

Hier stört allerdings u.a. Zweierlei und bringt die Aktion komplett ins Zwielicht:

1. Die Focussierung der Spiellösungen auf militärische Aktionen. Es fehlt die insoweit gebotene Ergebnisoffenheit. Um die Konfliktsituation darzustellen, bedarf es einer solchen Einseitigkeit nicht.

2. Der unsägliche Vergleich mit einer Playstation.

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