Wetterextreme nach Monaten

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Wetterextreme nach Monaten Dario
Dario:

Wetterextreme nach Monaten

 
03.01.05 12:46
#1
Der Januar

Idealtypisch ist der Januar frostig kalt und dabei recht trocken. Oft ist er ein ziemlich langweiliger Monat, und der Aufenthalt im Freien wird von vielen Menschen nicht sehr geschätzt. Ganz anders 1290: Der Winter 1289/90 ist komplett ausgefallen, und der Januar war ausgesprochen mild. Die Vögel begannen zu brüten, der Wein und viele Baumarten blühten, und man konnte Blumen und sogar reife Walderdbeeren pflücken! Es war allerdings eine trügerische Idylle! Das Jahr 1290 wurde total verregnet, und es kam zu zahlreichen Überschwemmungen. Vor allem aber gab es die häufigsten und schwersten Hagelfälle der Geschichte, die tausende von Menschen und unzählige Tiere das Leben kosteten!

Oft bringt der Januar Stürme und Sturmfluten. Zu den furchtbarsten gehört die vom 16.1.1300, bei der viele Nordseeinseln und ein großer Teil von Helgoland vernichtet wurden. Bereits im Januar 1216 war Helgoland um ein gutes Stück verkleinert worden. Damals gab es an den Küsten Norddeutschlands mehrere 10.000 Tote. Und bereits drei Jahre später gab es wieder eine gewaltige Januar-Sturmflut mit abermals mehreren 10.000 Toten. Diese war besonders tragisch, da sie nur zwei Monate nach einer noch erheblich verlustreicheren Flut auftrat. Wahrscheinlich gab es in keinem anderen Zeitabschnitt eine solche Häufung von teils katastrophalen Sturmfluten wie zwischen 1212 und 1223. Die meisten davon fanden im Januar statt.

Leider richtet sich in Deutschland das Ende des Winters nie nach dem Kalender. Selbst wenn der Winter extrem streng ist, kann es bei uns jederzeit zu einem massiven Wärmeeinbruch kommen. Wie zum Beispiel Ende Januar 1408, als nach enorm strengem Winterwetter plötzlich massives Tauwetter einsetzte und zu schlimmen Überschwemmungen führte.

Es kann vorkommen, daß im Januar schwere Gewitter toben, wie zum Beispiel verbreitet am 13.1.1551, oder am 20.1.1521 in Norddeutschland.
http://wetterchronik.de/monate.htm
Wetterextreme nach Monaten Willi1
Willi1:

Jau,

 
03.01.05 12:55
#2
ich erinnere mich, war schrecklich.

Metusalem
Wetterextreme nach Monaten Dario

Metall am Himmel

 
#3


Von Sebastian Knauer

Verschwörungstheoretiker nerven Behörden und Politiker: Mit geheimen Experimenten versuche die US-Regierung, das Weltklima zu manipulieren.
Kondensstreifen eines Verkehrsflugzeuges: Steckenpferd der Spökenkieker
Eigentlich gelten die Menschen im oberbayerischen Wolfratshausen als äußerst bodenständig. In den örtlichen Gasthäusern gibt es immer ordentliche Schweinshaxen mit Knödeln, und um die Ecke wohnt Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), der am Wochenende gern mal die Landschaft durchwandert.

Nur aus einem langgestreckten Haus kommen seltsame Botschaften. Hier sitzt der Ehlers Verlag, der die Öko-Zeitschrift "raum&zeit" herausgibt. Unter Überschriften wie "Grauen hinter dem Regenbogen" schreiben die Redakteure derzeit besonders gern über geheime Experimente mit sogenannten "Chemtrails", die das Weltklima manipulieren sollen.

Demnach versprühen Düsenflugzeuge im Auftrag der US-Regierung feine Partikel aus Metallverbindungen, die ahnungslose Bürger für Kondensstreifen am Himmel halten.

Das "weltgrößte Geheimprojekt" seit der Entwicklung der Atombombe, so die Autoren, solle Washingtons Klimapolitik absichern. Denn die Metall-Kondensstreifen würden helfen, die Erde abzukühlen - damit könnten die USA weiterhin bei der Ablehnung einer vorsorgenden Klimapolitik bleiben.

Die Chemtrails sind das derzeit liebste Steckenpferd deutscher Verschwörungstheoretiker und Spökenkieker, die auch auf Web-Seiten und in zahlreichen Newsgroups ihrem Spleen frönen. "Die rauben uns den Schlaf", sagt Karsten Klenner vom Berliner Umweltbundesamt (UBA), das mit Anfragen bombardiert wird. UBA-Präsident Andreas Troge (CDU) muss inzwischen besorgte Bundestagsabgeordnete beruhigen, deren Wähler alles über die vermeintlichen Geheimstreifen am Himmel wissen wollen.

Ein Klimaexperte des Amts wurde beauftragt, eine Stellungnahme ("Chemtrails - Gefährliche Experimente mit der Atmosphäre oder Fiktion?") zu erarbeiten. Im Internet gehört sie zu den meistgelesenen Seiten des UBA-Angebots. Auch andere ernst zu nehmende Experten mussten den Unsinn schon prüfen - Ergebnis: Weder kann das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Theorien zum "Phänomen Chemtrail" bestätigen, noch verzeichnet die Deutsche Flugsicherung "auffällige Flugbewegungen".

Selbst die US-Streitkräfte sahen sich schon genötigt zu reagieren. So teilte Stephen T. Cochrane, US-Verbindungsoffizier im europäischen Hauptquartier in Stuttgart, dem baden-württembergischen Umweltministerium mit, dass es keine Geheimprojekte der US-Luftwaffe in Europa gebe.

Für die Öko-Verschwörer sind das natürlich nur weitere Beweise der großen Vertuschung. Sie beklagen eine "Mauer des Schweigens".

Als Beleg für das "weltumspannende Sprayprojekt" offerieren die Verschwörungsfreaks geschickt montierte Versatzstücke seriöser Klimastudien sowie wissenschaftliche Halbwahrheiten. Tatsächlich können von Ballons oder Flugzeugen aus versprühte Substanzen etwa begrenzt Regen auslösen, was beispielsweise schon regional im Obstanbau oder bei Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Moskau 1980 genutzt wurde.

Doch solide Indizien für George W. Bushs Klima-Bomber gibt es natürlich nicht. Kein Wunder, so glauben Verschwörungstheoretiker, würden die Flieger doch ohne Kennzeichen und, so heißt es bei "raum&zeit", "im Schutz der Dunkelheit" fliegen. Deshalb gebe es auch keine Fotos von den angeblichen Klimajets: "Die Bevölkerung wird im Schlaf übertölpelt."

"Wir versuchen, Sorgen ernst zu nehmen", seufzt der UBA-Beamte Klenner, "aber manches ist einfach Spinnkram."






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