was ohne Bankgeheimnis alles möglich ist

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was ohne Bankgeheimnis alles möglich ist bluelamp
bluelamp:

was ohne Bankgeheimnis alles möglich ist

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14.08.08 12:56
#1
Da die Schweiz (u.a.) in letzter Zeit immer mal wieder wegen ihres Bankgeheimnisses kritisiert wurde, stell ich hier mal etwas zum Nachdenken ein für die sozial-utopischen Träumer und die staatsgläubigen zwanghaften Kontrollfreaks.

Die Diktatorengelder und die Probleme mit der Steuerhinterziehung sind ein Aspekt, viel wichtiger, und für alle BürgerInnen von Relevanz, ist der Schutz und die Garantie der eigenen Privatsphäre, des eigenen Geldes und somit letztlich der eigenen (finanziellen) Existenz. Diese ist eine Grundlage um ein würdiges, einigermassen selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Was ohne ausreichend gutes Bankgeheimnis alles möglich ist, könnt ihr Deutsche - wenns dumm läuft - am eigenen Leib (respektive Bankkonto) erfahren (siehe die unten aufgeführten Artikel). Der gläserne Mensch ist Grundlage für eine neue Form von Staats-Willkür und letztlich Diktatur.

Daher ist für mich klar: Nein Danke zum Schnüffelstaat (Sinn und Unsinn von Videokameras im öffentlichen Raum würde als Thema hier auch reinpassen) und ja zu einem (sinnvollen) Schutz der Privatsphäre (und hier gehört das Bankgeheimnis dazu). Diese ist elementar in einer funktionierenden Demokratie und dient letzlich dem Schutz der Freiheit aller Bürger. Missbrauch gilt es so gut wie realpolitisch möglich, einzudämmen.




17 000 Daten geklaut! Eine CD hält Deutschland in Atem. Inhalt: private Daten und Bankverbindungen von 17 000 Deutschen. Mit ihr versuchen Betrügerfirmen zurzeit, illegal Geld von Konten abzubuchen. Jetzt packt der Mann aus, der die brisanten Daten besorgte: Er heisst Sven R., ist seit zwölf Jahren im Telefonwerbergeschäft. Sven R. hatte vor zwei Jahren für die SKL Daten gesammelt, sie auf CD gebrannt. Sven R.: „Es waren bis zu 2,5 Millionen Datensätze – ich habe sie dreimal verkauft.“ Aus diesen Daten wurden 17 000 Namen samt Kontoverbindungen gefiltert – und nochmals vertickt. Unter anderem durch eine Firma in Viersen (NRW). Sie wurde gestern durchsucht. Datenhändler Sven R. hat sich inzwischen selbst angezeigt, sagt: „Dass so ein Schindluder mit den Daten getrieben wird, hatte ich nicht geahnt.“
Quelle: www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/08/...n-skandal-aus.html

Firmen buchen unerlaubt Geld von Konten ab
Deutschland droht eine neue Welle krimineller Abzocke am Telefon!
Laut Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein versuchen Firmen Geld (bis zu 60 Euro) von den Konten der Verbraucher abzubuchen – obwohl die gar nichts kaufen wollen. Und so läuft die miese Abzocke: Firmen besorgen sich von Daten-Händlern Namen und Konto-Nummern von Verbrauchern. Dann rufen sie dort an, geben sich unter anderem als Lottogesellschaft aus, die angeblich Scheine verkaufen will. Auch wer ablehnt, dem wird dann unerlaubt Geld vom Konto abgebucht. Möglicherweise stammen die Daten von einer CD, die jetzt aufgetaucht ist. Darauf sind neben Bank-Informationen auch Geburtsdaten, Namen und Telefonnummern von 17 000 Bundesbürgern gespeichert. Schleswig-Holsteins Datenschutz-Chef Thilo Weichert: „Ein Riesen-Skandal!“ Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. (jan)
Quelle: www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/08/...von-konten-ab.html

Datenschützer Schaar kritisiert deutsche Banken
Nach dem Daten-Skandal: Daten-Schützer Peter Schaar kritisiert deutsche Banken
Peter Schaar, Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit
Im Skandal um die unerlaubte Weitergabe von Kontoverbindungen Tausender Verbraucher hat der Bundesdatenschutzbauftragte Peter Schaar schwere Vorwürfe gegen die deutschen Banken erhoben. Auch die Geldinstitute müssten demnach mehr tun, um unerlaubte Abbuchungen von Konten zu verhindern!
In der „Süddeutschen Zeitung“ sprach Schaar von einer „riesigen Grauzone von Abbuchungen, die unrechtmäßig erfolgen“. Er kritisierte, dass die Geldinstitute Abbuchungen häufig nicht überprüften und sich keine Ermächtigungen vorlegen ließen. Das müsse aber zumindest stichprobenartig geschehen. Wenn bereits Beschwerden vorlägen, müssten andere Kunden gewarnt werden, damit die von ihrem Recht Gebrauch machen könnten, ihr Geld zurückzuverlangen, sagte Schaar dem Blatt weiter. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) forderte den Einsatz von „Datenfahndern“ nach dem Modell der Steuerfahndung. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ nannte BDK-Chef Klaus Jansen den Handel mit persönlichen Daten ein „Milliardengeschäft, in dem es offenbar mafiöse Strukturen gibt“. Dieser Sumpf lasse sich nur trockenlegen, wenn nach dem Modell der Steuerfahndung regelmäßig Datenfahnder in Unternehmen geschickt würden, um den Umgang mit Kundendaten zu kontrollieren. Dazu müsse eine eigene Fahndungsabteilung mit Spezialisten beim Bundesdatenschutzbeauftragten eingerichtet werden. Der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) war am Montag eine CD mit persönlichen Informationen wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Kontonummern von rund 17 000 Bundesbürgern zugespielt worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft Mönchengladbach nahm die Ermittlungen auf.
Quelle: www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/08/...-ueberpruefen.html
was ohne Bankgeheimnis alles möglich ist rightwing

tja blue ...

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#2
... so kommts, wenn der zeigefinger regiert, der stets auf "die anderen" zeigt.

was manchen linken anarchosympathisanten reitet, den steuerschergen das wort zu reden, mit oskar von mindestens 50% abgaben und steuern zu schwadronieren (!) und für mehr staat einzutreten ist mir zwar nicht erklärlich, ich vermute jedoch, dass es die übliche "halbgare", halbgedachte, halb-abgewogene, halbradikale, halbhirnige denke ist, die zu so etwas führt - gegen "die da oben" solls mal wieder gehen, gegen die mit den dicken brieftaschen - dass es am ende einen selbst trifft, liegt in der natur der dummheit.

das schlimme ist gar nicht so sehr der staat, der nach steuerquellen sucht - das schlimme sind die vielen idioten, die glauben, es ginge ihnen viiiiiiel besser, wenn man dem ach so wohlmeinenden staat recht um recht einräumt.  


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