Was mich ankotzt...

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Was mich ankotzt... Heimatloser
Heimatloser:

Was mich ankotzt...

 
27.07.05 15:18
#1
...alle jammern, dass der Staat pleite ist.
Aber abgegriffen und beschissen wird wo es nur geht.

Gerade in Sachen BAföG.
Da werden Gelder versteckt, das ist unglaublich, nur um abkassieren zu dürfen.
Und denjenigen die es brauchen würden, denen soll es gestrichen werden.....

Sowas kotzt mich an!!!
Was mich ankotzt... vega2000
vega2000:

Ja haben wir denn keine Klimaanlage? o. T.

 
27.07.05 15:20
#2
Was mich ankotzt... danjelshake
danjelshake:

wenn ich auflisten würde

 
27.07.05 15:21
#3
was mich alles ankotzt, würde das hier die serverkapazitäten sprengen *g*

aber du hast auf jeden fall recht!!!

mfg ds
Was mich ankotzt... jungchen
jungchen:

aber was will man machen?

 
27.07.05 15:22
#4
meine freundin studiert noch. ihre eltern schaffen es grad so, ihr im monat rund 300-400 euro zu ueberweisen. sie hat kaum chance zu arbeiten, weil sie sich dem ende des studiums naehert und oft den ganzen tag in der uni im labor zubringt.
sie hat keine grosses summen, von denen sie irgendwie zehren koennte... und... sie kriegt ganze 18 (achtzehn!!!!!) euro pro monat bafoeg!

irgendwas stimmt da doch nicht
Was mich ankotzt... Heimatloser
Heimatloser:

Doch, Klima gibts. lol

 
27.07.05 15:23
#5
Kam nur grad so über mich....
Was mich ankotzt... Talisker
Talisker:

Alles wird gut, jungchen,

 
27.07.05 15:35
#6
total sozial verträglich, locker machbar, easy going eben. Und kommt natürlich alles der Bildung/Uni zugute, hahaha. Sacht dir ein bereits ca. 660€ pro Semester zahlender (weil Zweitstudium in Nds.)
Talisker


STUDIENGEBÜHREN

Sie kommen, aber später

Ganz schnell sollte es mit der Einführung der Campus-Maut gehen. Aber die unionsregierten Bundesländer trauen ihren eigenen Zeitplänen nicht mehr: Baden-Württemberg verschiebt den Inkasso-Beginn auf 2007, auch Nordrhein-Westfalen will sich mehr Zeit lassen als geplant.

Schon lange vor und auch noch kurz nach dem Studiengebühren-Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Januar schienen die unionsregierten Bundesländer vor Tatendurst zu bersten. Vollmundig erweckten sie den Eindruck, dass ihre Pläne für allgemeine Studiengebühren bereits griffbereit in der Schublade lagern und schnell umgesetzt werden sollen - spätestens zum Wintersemester 2006/2007, vielleicht auch schon deutlich früher.

Doch ein Wissenschaftsminister nach dem anderen änderte verzagt den Terminplan: Kommen werden die Gebühren sicher, aber später als zunächst angekündigt. Zu schaffen machen den Ländern offenbar der hohe Verwaltungsaufwand, die Ausfallbürgschaften für etwaige Kredite an Studenten sowie die Sorge, dass allzu konkrete Gebührenmodelle potentielle Wähler verschrecken könnten.

Baden-Württemberg, eine der wichtigsten Bastionen der Freunde einer generellen Campus-Maut, hat am Dienstag ein Konzept als Basis für einen Gesetzentwurf in den kommenden Wochen vorgestellt. Wie auch in anderen unionsregierten Ländern sollen die Studiengebühren (zunächst) 500 Euro pro Semester betragen. Eingeführt werden sollen sie bereits in diesem Jahr, die Studenten aber erst ab Sommersemester 2007 tatsächlich zahlen. "Es geht nicht um Schnelligkeit, sondern wir wollen diejenigen sein, die diesen Paradigmenwechsel für unser Hochschulsystem so fundiert und so überzeugend wie möglich vollziehen", begründete Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) die Verzögerung.

Frankenberg bezeichnete die Gebühren als "sehr moderaten Beitrag eines Studierenden dafür, dass er später ein höheres Lebenseinkommen und ein geringeres Arbeitsplatzrisiko als ein Nicht-Akademiker haben wird". Die ersten Bescheide sollen die Studenten schon im September nächsten Jahres im Briefkasten finden. Ein "nachlaufendes Modell" garantiere, dass niemand vom Studieren abgehalten wird, so Frankenberg.

Dabei sollen die Hochschulen die Gebühren von den Studenten zwar zu jedem Semesteranfang eintreiben. Das Konzept sieht jedoch vor, dass die Studenten für die Zahlungen ein Darlehen aufnehmen können. Dazu sollen sie einen Anspruch auf einen Kredit bei der Staatsbank Baden-Württembergs, der L-Bank, erhalten.

Gebührenbefreiung für Härtefälle

Zurückzahlen müssen sie das Darlehen erst zwei Jahre nach dem Ende des Studiums - sofern ihr Einkommen die Grenze von 2410 Euro überschreitet. Anders als etwa in Nordrhein-Westfalen müssen auch Bafög-Empfänger zahlen. Für sie soll aber die Gesamtverschuldung aus Bafög und Studiengebühren bei 15.000 Euro gedeckelt werden.

Die Ausfallrisiken des Kredits soll nach den baden-württembergischen Plänen ein Studienfonds tragen, den die Hochschulen in besonderen Fällen finanzieren. Studenten, die Kinder erziehen, behindert oder chronisch krank sind oder aus kinderreichen Familien stammen, können von den Gebühren befreit werden. Der Gesetzentwurf des Wissenschaftsministeriums soll noch im September vom Ministerrat zur Anhörung freigegeben werden.

Glaubt man Frankenberg, so steht das Gebührenaufkommen den Unis in voller Höhe zur Verfügung, um zweckgebunden für Studium und Lehre verwendet zu werden. "Bei der Festlegung der konkreten Maßnahmen müssen die Studierenden angemessen beteiligt werden", so der Minister. "Mir geht es darum, dass die Hochschulen und Berufsakademien durch diese Gelder die Qualität von Studium und Lehre spürbar verbessern."

"Das ist kein Konzept, sondern Wunschdenken"

Von entscheidender Bedeutung sei, dass die staatliche Finanzierung der Hochschulen nicht gekürzt werde - jedenfalls "nicht in Verbindung mit den Gebühreneinnahmen", wie Frankenberg listig formulierte. Das müsse im Zusammenhang der gesamten Hochschulfinanzierung vom Gesetzgeber geregelt werden.

Gut möglich, dass in Baden-Württemberg trotzdem Etatkürzungen für die Hochschulen durchgesetzt werden, dann eben ohne offiziellen Zusammenhang mit der Campus-Maut. Davor warnen die Gebührengegner in allen Bundesländern, und noch keine Landesregierung hat ein glaubwürdiges Modell vorgelegt, mit dem sich neue Sparrunden nach der Gebühreneinführung verhindern ließen. Auch Niedersachsen zum Beispiel behauptet, dass die Gebühreneinnahmen in vollem Umfang an den Hochschulen bleiben - aber die müssen in den nächsten Jahren reale Kürzungen hinnehmen.

So könnte es auch in Baden-Württemberg kommen, befürchtet das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS). "Herr Frankenberg bestätigt das indirekt: Auf der einen Seite sagt er, Studiengebühren seien notwendig, da die öffentlichen Haushalte begrenzt seien", so Sprecher Sascha Vogt. "Auf der anderen Seite appelliert er an sein Parlament, den Hochschulen keine Mittel zu kürzen. Das ist kein Konzept, das ist Wunschdenken." Der Plan laufe auf eine Privatisierung der Bildungschancen hinaus.

Der Asta der Uni Stuttgart kündigte bereits Proteste an. So steht etwa unter www.ichzahlenicht.de eine Boykott-Seite im Internet. Ein Ende der Aktionen liegt laut Asta allein in den Händen des Ministers. "Erst wenn die Studiengebühren-Pläne vom Tisch sind, hören wir auf mit dem Protest", so Sprecher Henning Schürig.

In NRW Aufschub dank Vertrauensschutz

Ursprünglich wollte auch Nordrhein-Westfalen schon im Jahr 2006 Studiengebühren einführen. Doch am Wochenende räumte auch Innovationsminister Andreas Pinkwart kleinlaut eine Verzögerung ein.

Man arbeite zwar mit Hochdruck an der Einführung der Campus-Maut, und einen entsprechenden Gesetzentwurf wolle man noch in diesem Jahr ins Parlament einbringen. Nach der Verabschiedung müsse den Studenten aber eine Frist von einem Jahr gewährt werden. Grund dafür sei der sogenannte Vertrauensschutz. Starttermin für die Gebühr - geplant ist weiterhin eine Summe von 500 Euro pro Semester - sei dann Herbst 2007.

Erstsemester könnten jedoch eventuell schon früher zur Kasse gebeten werden, kündigte Ministeriumssprecher Ralf-Michael Weimar an: "Hier besteht ja noch kein Vertrauensschutz." Losgehen könne es in diesen Fällen doch schon im Sommersemester 2006.

Die Gebührengegner freuen sich über die Verzögerungen. Rechtsanwalt Wilhelm Achelpöhler, der das "Aktionsbündnis gegen Studiengebühren in NRW" berät, sieht darin ein gutes Zeichen. Nun bliebe mehr Zeit, Klagen und Proteste zu organisieren, sagte er der "Tageszeitung".
Was mich ankotzt... jungchen

tja

 
#7
meine freundin ist fleissig, wird ihr studium in vorgeschriebener zeit schaffen und wird dennoch "bestraft". jetzt schon (in hessen) €100 pro jahr "verwaltungsgebuehr"! jaja, ist ja nur die haelfte ihres jaehrlichen bafoegs... unglaublich eigentlich


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