Was kostet die Rettung der Welt?

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Was kostet die Rettung der Welt? Happy End
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Was kostet die Rettung der Welt?

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30.10.06 14:15
#1
Was kostet die (Rettung der) Welt?

Der Klimawandel wird die Welt teuer zu stehen kommen, warnt ein britischer Ökonom. Bis zu einem Fünftel des globalen Bruttoinlandproduktes könnte es kosten, wenn nicht sofort dramatische Maßnahmen ergriffen werden.

 
Die Klimaveränderung könnte das weltweite Wachstum um fünf bis 20 Prozent verringern, warnt ein Bericht für die britische Regierung. Das könnte bis zu 3,68 Trillionen Pfund kosten – wenn nicht dramatische Maßnahmen ergriffen werden.

Deshalb sei es notwendig, sofort ein Prozent des globalen Bruttoinlandproduktes – also 184 Billionen Pfund – zu investieren, um die katastrophale Entwicklung zu bremsen.

Der Autor des Berichts, der britische Ökonom Nicholas Stern, fordert die Industriestaaten auf, sich zu verpflichten, bis 2050 den Ausstoß von Treibhausgasen erheblich zu senken. Außerdem müsste weit mehr in die Erforschung neuer Technologien investiert werden.
 
Ohne drastische Maßnahmen könnten 200 Millionen Menschen zu Flüchtlingen werden, da ihrer Heimat von Überflutungen oder Trockenheit betroffen würden.

Wie der britische Sender BBC Berichtet, will Sterns Auftraggeber, Schatzkanzler Gordon Brown, nach der Veröffentlichung des Berichtes heute ankündigen, dass Großbritannien im internationalen Kampf gegen den Klimawandel eine führende Rolle übernehmen wird.

Einer Meldung der britischen Zeitung The Sun zufolge bezeichnete Tony Blair den 700-seitigen Bericht des früheren Weltbank-Ökonomen als „den wichtigsten Bericht“, den er in seiner Amtszeit als Ministerpräsident gesehen habe.

Das Dokument betont nach Informationen der BBC, der Schlüssel zur Bewältigung der Krise bestehe darin, die Hauptverursacher der Umweltverschmutzung wie China und die USA dazu zu bewegen, die Emissionen zu verringern. Die Auslöser der Verschmutzung müssten dazu gebracht werden, „den Preis für die Probleme, die sie verursachen, zu bezahlen“.

Was der Erde droht

Sonst drohten Überflutungen, die bis zu 100 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertreiben würden. Das Schmelzen von Gletschern könnte zu Wassermangel führen, von dem etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung betroffen wären – insbesondere in Indien, China und den Anden-Ländern.

Bis zu 40 Prozent aller Arten könnten aussterben und Trockenheiten würden zehn Millionen – vielleicht sogar Hunderte von Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen. Allein in Afrika, das besonders betroffen wäre, müssten hunderte Millionen mit Ernteausfällen rechnen.
 
Werden die Treibhausemissionen nicht verringert, so warnt Stern, sei die Folge ein „katastrophaler Klimawandel“, der zum größten Konjunkturrückgang aller Zeiten führen werde – mit einem Ausmaß vergleichbar der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre.

Sterns Bericht lässt sich auch als Kritik an der US-Politik unter George W. Bush interpretieren. Bush verweigert sich bis heute den Forderungen des Umweltschutz-Protokoll von Kyoto unter anderem deshalb, weil die vorgesehenen Maßnahmen in den USA angeblich zu viele Arbeitsplätze kosten würden.

In den USA investiert die Regierung mit drei Milliarden Dollar pro Jahr nicht mal mehr die Hälfte der Summe, die noch vor 25 Jahren bereitgestellt worden war, meldet die New York Times. Zwar will Bush die Forschungsgelder im nächsten Jahr auf 4,2 Milliarden anheben – doch das ist nach Einschätzung vieler Experten noch immer viel zu wenig.

Dabei ist Geld vorhanden: In die medizinische Forschung investiert die US-Regierung immer mehr – inzwischen sind es 28 Milliarden Dollar jährlich. Und die Gelder für militärische Forschung sind seit 1979 um 260 Prozent auf mehr als 75 Milliarden Dollar angestiegen, meldet die Zeitung.

Weltweit sieht es in den meisten Ländern ähnlich schlecht aus. Allein Japan habe die Investitionen erhöht und dabei vor allem auf Solartechnologie gesetzt, so die NYT.

Bemühungen einzelner reichen nicht aus

Großbritanniens Umweltminister David Miliband erwägt nun offenbar eine Reihe von „grünen“ Steuern, die die Briten dazu bewegen sollen, Energie zu sparen.

Auch der Stern-Bericht betont, dass Steuern und Verhaltensänderungen helfen könnten, die Wirkungen des Klimawandels abzuschwächen. Doch das müsse global geschehen, so Stern.

Bemühungen einzelner Länder reichen nicht aus, warnt der Ökonom. Selbst wenn Großbritannien morgen alle Kraftwerke abschalten würde, wäre die Verringerung der Abgase weltweit bereits im Laufe des nächsten Jahres aufgehoben durch die Zunahme der Umweltverschmutzung in China.

Der Ökonom rät, umweltfreundlichere Energiequellen verstärkt zu nutzen, etwa Wind- und Sonnenenergie.

Und bereits im nächsten Jahr sollte sich die internationale Gemeinschaft auf einen neuen Vertrag zur Einschränkung der Treibhausgase einigen – nicht erst 2010/11, wenn viele Länder sich auf einen Nachfolger des Klimaschutzprotokoll von Kyoto verständigen wollen.

(sueddeutsche.de)
URL: /wissen/artikel/167/90077/article.html
Was kostet die Rettung der Welt? vega2000
vega2000:

Och, wir fragen den Klimawandel

 
30.10.06 14:20
#2
einfach was er dafür haben will, damit er endlich aufhört immer schlechter zu werden, dann wirds schon......

Gewarnt wurde genug, Zeit zu handeln & was das kostet ist wohl nachrangig!  
Was kostet die Rettung der Welt? Talisker
Talisker:

Ich habe ja hier bei ariva gelernt,

 
30.10.06 14:40
#3
den Klimawandel, den gibts ja gar nicht. Alles Panikmache vom Ökofuzzikartell.
Sollte es ihn aber doch geben - dann sollte noch genauer erforscht werden, was zur Klimaveränderung beiträgt bzw. wie man ihm am wirksamsten entgegentritt. Bis dahin bitte die Füße stillhalten und nichts tun.
Habe ich alles hier bei ariva gelernt. Kann das bitte mal auch jemand diesem Engländer mitteilen?
Gruß
Talisker
Was kostet die Rettung der Welt? chartgranate

sorry,

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#4
der Klimawandel wird wohl nicht mehr aufzuhalten sein....seine weitreichenden Folgen auch nicht.Gemahnt wird ja schon seit Jahren....aber die richtigen Konsequenzen würden zu sehr in Haushaltsetats der unterschiedlichsten Politgruppen dieser Welt schneiden...und das bei wenig Aussichten Erfolge in der gleichen Politgeneration noch zu erleben,geschweige denn vernünftig medial ausschlachten zu können.Da dies die beiden unabdingbaren Faktoren für wirkliches Engagement darstellen...forget it.
Ausserdem würde es bei der "normalen Bevölkerung" ebenfalls zu einem kollektiven Umdenken verbunden mit spürbaren Änderungen der Verhaltensweisen im Alltag kommen ...... forget this erst recht.Labern tun alle.......aber soviel grünes Gewissen habens denn dann doch nicht.Kann sich js die nachfolgende Generation mit auseinandersetzen,denn so viel passiert ja nicht (das bisschen Sonnenbrand mehr krieg ich mit Nivea in den Griff,500 mtr. zu Fuss sind keinem zuzumuten....wofür gibts denn Autos?,die bösen Wirbelstürme sind ja immer weit genug entfernt,der sterbende Regenwald ist sogar ganz weit entfernt,schmelzende Polarkappen oder sonstige Eisgipfel sind erst recht superweit entfernt und sollen sich mal nicht so haben und ein schöne heisser Sommer ist doch eigentlich toll......muss man nicht immer nach Italien fahren und kann Geld sparen).
Ne ne,in einer solchen Angelegenheit kann man sich auf den Menschen an sich und seinen Egoismus ganz verlassen .... wir kriegen diese Welt schon klein.Die Frage ist da wirklich nur noch....Wann??


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