Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland

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Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland permanent
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Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland

 
14.10.05 19:26
#1
HANDELSBLATT, Freitag, 14. Oktober 2005, 18:57 Uhr


Gefährlicher Virus


Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland


Trotz zahlreicher Warnungen vor der Vogelgrippe bringen Türkeireisende lebendes Federvieh mit nach Deutschland. Ein Alptraum für die Seuchenexperten, die zusehen müssen, wie sich das gefährliche Virus ausbreitet.



HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Zollbeamte haben am Düsseldorfer Flughafen drei lebende Tauben im Handgepäck eines aus der Türkei einreisenden Passagiers gefunden. Das teilte das Umweltministerium von Nordrhein- Westfalen am Freitag in Düsseldorf mit. Auch am Frankfurter Flughafen wurden allerlei Lebensmittel beschlagnahmt, darunter ein hausgeschlachtetes Huhn und Dosen mit Fleisch.

Derzeit werden Einreisende an mehreren Flughäfen Deutschlands verstärkt kontrolliert, um möglicherweise illegal eingeführte Tiere und tierische Produkte zu finden. Gesundheitsexperten sehen in illegalen Importen den gefährlichsten Weg zur Einschleppung der Seuche.

In dieser Woche war das Vogelgrippevirus in Rumänien und in der Türkei nachgewiesen worden. In der Türkei wurde der für den Menschen gefährlichen H5N1-Virus-Stamm nachgewiesen. Eventuell gibt es bereits erste infizierte Menschen. Neun Personen wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.

Als Schutzmaßnahme gegen die Vogelgrippe hat Bayern Geflügelmärkte, Vogelbörsen und -ausstellungen untersagt. Das Verbot tritt kommenden Montag in Kraft. „Die Anrodnung ist unbefristet und soll größere Tieransammlungen und damit ein künstliches Infektionsrisiko verhindern“, ließ Landesumweltminister Werner Schnappauf (CSU) am Freitag in München erklären. Er plädierte dafür, das Verbot auf ganz Deutschland auszuweiten.

Die EU-Kommission plante zunächst kein generelles Freilauf- Verbot von Geflügel zur Abwehr der Vogelgrippe. Die Mitgliedstaaten sollen relativ viel Entscheidungsspielraum bekommen, sagte ein EU- Kommissionssprecher in Brüssel. Die Bundesregierung forderte die Länder auf, selbst für eine Stallpflicht zu sorgen. So soll verhindert werden, dass Wildvögel bei ihrem Zug in den Süden das Virus weitergeben.



In Rumänien gibt es einen zweiten Vogelgrippe-Herd. Wie im ersten Fall war auch im nun betroffenen Ort Maliuc am Freitag jedoch noch unklar, ob es sich um den besonders gefährlichen Untertyp H5N1 handelt. Die Europäische Union erwartet Testergebnisse des ersten Ausbruchs im Donaudelta-Dorf Ceamurlia de Jos für Samstag.

Das Dorf Maliuc und ein drei Kilometer großes Gebiet wurden völlig von der Außenwelt abgeschottet, teilte das rumänische Landwirtschaftsministerium mit. Das gesamte Geflügel soll notgeschlachtet werden. In Proben von einem dort verendeten Huhn und einem Schwan habe ein Labor in Bukarest das Grippevirus H5 isoliert. Die Proben seien den verendeten Vögeln am vergangenen Sonntag und Montag entnommen worden.

Türkische Behörden gaben für das Dorf Kiziksa im asiatischen Teil des Landes unterdessen Entwarnung. Der Geflügelbestand von rund 8500 Tieren sei vernichtet worden, nachdem dort das für den Menschen gefährliche Virus H5N1 nachgewiesen worden war.



In Berlin will der Agrarausschuss des Bundestags am Montag in einer Sondersitzung über den Schutz vor der Vogelgrippe diskutieren. In Deutschland müsse selbst für den Fall, dass die Vogelgrippe-Viren aus Rumänien dem für Menschen gefährlichen Subtyp H5N1 angehören, die Krisenvorbeugung aber nicht verstärkt werden, sagte ein Sprecher von Bundesverbraucherminister Jürgen Trittin (Grüne) in Berlin. Die Bundesregierung sei bereits von einem möglichen „worst case“ ausgegangen.

Der nationale Krisenstab von Bund und Ländern hatte sich am Mittwoch auf bessere Kontrollen an Flughäfen, an den Autobahnen und an den Grenzen verständigt. Kiloweise waren illegale Fleischeinfuhren festgestellt worden.

Die EU-Kommission hat ein Importverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus Rumänien und der Türkei erlassen. Frankreich will 600 Millionen Schutzmasken kaufen, um der Seuchengefahr durch Krankheiten wie der Vogelgrippe zu begegnen.

In Asien sieht die WHO den Kampf gegen das Vogelgrippevirus H5N1 schon weitgehend verloren. „Alle Versuche, sie in Südostasien auszumerzen und unter Kontrolle zu bringen, sind fehlgeschlagen“, sagte der WHO- Direktor für die Region West-Pazifik, Shigeru Omi, in der philippinischen Hauptstadt Manila. „Ihre Ausbreitung ist nun gewaltig und reicht von Südostasien bis hin an die Türschwelle Europas.“ Das Virus könne auch nach Deutschland kommen.





Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland .Juergen
.Juergen:

bei den vielen türken

 
14.10.05 20:00
#2
die in deutschland leben
ist es wohl kaum zu verhindern das sie nach einem
heimataufenthalt auch lebensmittel nach deutschland einführen.

ansonsten müßte ja jeder bus und jedes auto
an der deutschen grenze untersucht werden
und dies wird ja wohl kaum geschehen..

also ist es wahrscheinlich nur eine frage der zeit
bis es auch bei uns eingeschleppt wird.
Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland gissmo1961
gissmo1961:

scheiss vögel-diese türken

 
14.10.05 20:20
#3

es wird ja schon an nem impfstoff gearbeitet--soll angeblich auch nicht mehr so lange gehen

Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland 2171071

Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland permanent
permanent:

Ich finde es schon traurig wie wenig

 
14.10.05 20:26
#4
ernst dieses Thema von einigen Leuten genommen wird. In Panik zu verfallen wäre mit Sicherheit nicht der richtige Weg mit diesem Thema umzugehen, aber sich leichtfertig am gegen die Bestimmungen zu wiedersetzen ist ebenso falsch und leichtfertig.
Kultur hin oder her, wie wichtig kann so ein Huhn oder anderes Federvieh aus der Türkei schon sein.
Ich hoffe nur die Schmuggler werden hart bestraft.

gruss und ein schönes Wochenende

permanent
Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland zombi17
zombi17:

Bisher gibt es seit

 
14.10.05 20:30
#5
bekanntwerden dieser Krankheit weltweit 60 Todesopfer, in Deutschland werden jeden Tag an grünen Fussgängerampeln mehr totgefahren.
Welchen Ernst erwartest Du?
Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland permanent
permanent:

Ich denke und hoffe, dass das Problem für

 
14.10.05 20:40
#6
uns kontrollierbar bleibt, vorausgesetzt muß dann aber eine gewisse Disziplin aller werden.
Das Y2K Phänomen wurde sehr hochgespiel, jeder hatte Sorge und jeder hat Vorsorge getroffen somit kam es nie zu einem Problem, hätte man die ganze Sache auf die leichte Schulter genommen wäre es womöglich aber doch zu erheblichen Problemen gekommen.
Wieso sollte man also nicht einfach Vorsicht walten lassen und wie schon gesagt wie wichtig kann schon so ein Huhn oder eine Taube oder oder oder....... aus der Türkei für irgendein Individuum sein?

Wenn Menschen Dinge ernst nehmen gehen sie Verantwortungsvoll mit der Situation um Vorsorge ist besser als Nachsorge.

gruss

permanent
Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland Hardstylister
Hardstylister:

Kalbsdöner statt Geflügeldöner essen hilft. o. T.

 
15.10.05 11:59
#7
Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland bernstein
bernstein:

das ganze abartige zeug

 
15.10.05 12:15
#8
kommt mir sowieso nicht in den magen.ein anständiges eisbein mit sauerkraut und
erbspürree dazu ne maß bier,das war´s.grins
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Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland Hardstylister
Hardstylister:

Bei der Maß bin ich dabei aber

 
15.10.05 12:36
#9
der Rest? *würg* Ist doch genauso ekelhaft!
Vögel reisen im Gepäck nach Deutschland permanent

Vogelgrippevirus H5N1 in Rumänien bestätigt

 
#10
HANDELSBLATT, Samstag, 15. Oktober 2005, 14:01 Uhr


Mehr Impfungen


Vogelgrippevirus H5N1 in Rumänien bestätigt


Das gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 rückt immer näher: Am Samstag wurde es für Rumänien nachgewiesen, zwei Tage nachdem es in der Türkei entdeckt wurde. Das habe ein Virustest im britischen EU-Referenzlabor bestätigt, teilte Rumäniens Landwirtschaftsminister Gheorghe Flutur am Samstag mit.

 
Die Vogelgrippe ist in Rumänien angekommen. FOTO: dpa  

HB BUKAREST/HAMBURG. Dort waren am Freitag die Proben von verendeten Hausenten aus dem Dorf Ceamurlia de Jos im Süden des Donaudeltas untersucht worden. Das Virus H5N1 ist im Gegensatz zu anderen Vogelgrippe-Erregern auch für Menschen bedrohlich. In der Hauptstadt Bukarest beriet am Samstag ein Krisenstab über Maßnahmen für die betroffene Region.

In Deutschland besteht wegen der Vogelgrippe nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) kein Grund zur Panik. „Wer in der Türkei oder Rumänien ist, soll Geflügelmärkte meiden, kein rohes Fleisch essen und Tiere vor allem nicht nach Deutschland einführen. Dann ist die Gefahr sehr gering“, sagte sie der „Neuen Presse“ in Hannover vom Samstag. Bei den Einfuhrkontrollen, die am Freitag noch einmal für Flughäfen verschärft wurden, beschlagnahmten Zollbeamte zum Beispiel in München Eier und andere tierische Produkte, lebende Vögel wie sie bereits in Düsseldorf entdeckt wurden, waren jedoch nicht dabei, hieß es am Samstag.



Die Bundesländer sollen dem Bundesverbraucherministerium zufolge Risikogebiete einer möglichen Virenübertragung durch Zugvögel bestimmen und dort den Kontakt infizierter Zugvögel mit Geflügel durch Freilaufverbote verhindern. Einige Bundesländer haben bereits derartige Verbote erlassen. Der verantwortliche Fachausschuss der EU hatte die 25 Mitgliedstaaten am Freitagabend aufgefordert, in ihren Risikogebieten für eine Trennung von Wildvögeln und Geflügel zu sorgen. Bis zum 5. November müssen die EU-Länder Brüssel über ihre Maßnahmen informieren. Die EU-Kommission hat ein Importverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus Rumänien und der Türkei verhängt.

In dem rumänischen Dorf Ceamurlia wurden am Samstag die Notschlachtungen der Hausvögel abgeschlossen. Im Dorf Maliuc am Donauarm Sulina, in dem am Freitag ein zweiter Infektionsherd entdeckt wurde, laufen die Notschlachtungen. In Proben von einem dort verendeten Huhn und Schwan war das Grippevirus H5 isoliert worden. Aus Furcht vor der Vogelgrippe wollen sich in Deutschland mehr Menschen als sonst gegen Grippe impfen lassen. Auf bis zu 21 Millionen schätze die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die Impfwilligen, berichtete die „Bild“-Zeitung am Samstag. Das seien 2,7 Millionen Menschen mehr als im Vorjahr. „Hauptgrund ist die Angst vor der Vogelgrippe“, sagte KBV-Sprecher Roland Stahl der Zeitung.

Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ befürchten Lungenärzte, dass die für diese Saison georderten 20 Millionen Impfstoffdosen nicht ausreichen könnten. „Obwohl die Grippeimpfung nicht gegen die Vogelgrippe hilft, fragen mehr Menschen als sonst nach einer Impfung“, sagte Michael Barczok, Sprecher des Bundesverbandes der Pneumologen (BdP) der Zeitung.



Auch das Bundesamt für Sera und Impfstoffe (Paul-Ehrlich-Institut) ist dem Blatt zufolge besorgt. „Wenn die Hysterie weiter anhält, könnte es eng werden, denn eine Nachproduktion von Impfstoff ist nicht möglich“, sagte Institutssprecherin Susanne Stöcker. „Wir sollten uns überlegen, nur noch die Risikogruppen gegen Grippe zu impfen“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

Nach einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ bereitet das Bundesamt eine schriftliche Empfehlung an die Ärzte vor, selektiver zu impfen, damit der verfügbare Impfstoff vor allem den Risikogruppen zu Gute kommt. Dazu zählen unter anderen ältere oder immungeschwächte Menschen sowie Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte. In der Grippesaison vor einem Jahr waren laut Paul-Ehrlich- Institut bundesweit 18 Millionen Impfdosen verbraucht worden. Für dieses Jahr hatte das Institut ein Polster von zwei Millionen Dosen eingerechnet und insgesamt 20 Millionen Dosen eingeplant.







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