Vademecum, BarCode - Eine Apologie

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Vademecum, BarCode - Eine Apologie boersalino
boersalino:

Vademecum, BarCode - Eine Apologie

 
06.11.11 09:19
#1

In dem Thread "Merkel sieht die Schuldenkrise...." hatte ich die Behauptung aufgestellt, dass auf die Frage "Was ist die Ursache für die Jahreszeiten" die Antwort "Die Neigung der Erdachse" falsch ist.

BarCode wandte ein: "Hä? Wo es keine Jahreszeiten gibt, ist die Neigung der Erdachse wurscht [sic!]. Aber dort, wo es die Jahreszeiten gibt, liegt es an der Neigung der Erdachse."

Das klingt auf den ersten Blick richtig, doch gleich darauf wird deutlich, dass eine Grundbedingung auf einem homogenen Globus offensichtlich das eine Mal funktioniert, ein anderes Mal komischerweise nicht. Entweder ist es dann keine Grundbedingung an sich, oder es gibt mehrere Grundbedingungen, die zusammenwirken müssen, um ein heterogenes Bild zu erzeugen.

Fakt ist, dass es Jahreszeiten (insgesamt vier) auf der Nord- und auf der Südhalbkugel (jeweils 6 Monate versetzt) nur zwischen dem Polarkreis (der Breitenkreis, an welchem ein Mal im Jahr die Sonne 24 Stunden zu sehen ist und 6 Monate später genauso lange nicht) und dem Wendekreis (der Breitenkreis, an welchem die Sonne wenigstens ein Mal im Jahr im Zenit steht) gibt.

Zunächst kann man ganz schlicht sagen, dass es nördlich des Polarkreises deshalb keine Jahreszeiten gibt, weil es dort genaugenommen nur zwei Tageszeiten gibt. Das liegt natürlich an der Neigung der Erdachse, doch wenigstens genauso stark an der Kugelgestalt der Erde, denn sie ist dafür verantwortlich, dass aufgrund des nach Norden hin zunehmend spitzeren Einfallswinkels der Sonnenstrahlen die Energieausbeute erheblich geringer ist als in äquatorialen Zonen.

Aber selbst diese beiden Faktoren (um nur bei den rein geometrischen und astronomischen zu bleiben) genügen nicht, das Phänomen der inhomogenen Verteilung von Jahreszeiten zu erklären. Wichtiger noch als die Neigung der Erdachse (wobei einschränkend gesagt werden muss, dass auch sie z.B. nicht 90° betragen dürfte, also nicht direkt auf die Sonne gerichtet sein darf) ist der Umstand, dass diese Neigung in einer übergeordneten Matrix konstant bleibt, was wiederum dazu führt, dass die Richtung der Erdachse während des Umlaufes um die Sonne vom Standpunkt des Nordpols ein Mal zur Sonne weist (23.6.), ein Mal von ihr weg (23,12.) und zwei Male indifferent steht (Frühlings- und Herbstpunkt/ Äquinoktien).

Für die Gebiete zwischen den Wendekreisen (hier unterscheidet man nur zwischen Trocken- und Regenzeiten) ist die Schwankung der Exponierung zur Sonne im Jahresverlauf prozentual dermaßen gering, dass es zu keinen gravierenden Temperaturjahresamplituden kommt (Höhenstufen und vegetationslose Zonen ausgenommen) und folglich auch nicht zu Jahreszeiten mit entsprechender Vegetationszyklik.

Ich denke, dass das jetzt ein für allemal geklärt ist, BarCode! Ich muss jetzt an den EREC zurück ...

Vademecum, BarCode - Eine Apologie rotgrün
rotgrün:

Scheiß Restalkohol *g*

 
06.11.11 09:22
#2
Zu Risiken und Nebenwirkungen von Ariva
fragen sie JP, oder tragen ihren Arzt zum Apotheker....
Vademecum, BarCode - Eine Apologie boersalino

rotgrün, es geht nicht um Neigungen zu

3
#3

bestimmten Getränken, auch nicht um Neigungen nach dem Genuss solcher, sondern um eine Achsneigung.

Und ich trinke weder Alkohol noch Reste!



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