US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we

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US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we BRAD PIT
BRAD PIT:

US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we

 
05.06.03 22:04
#1

-rden

 

SPIEGEL ONLINE - 05. Juni 2003, 21:44
URL: 
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,251885,00.html

 

 

Sonderbefugnisse für Terrorfahnder

 

Ashcroft will Patriot Act weiter verschärfen


 

Die Zweifel an seinen Methoden bei der Terroristenjagd lassen US-Justizminister Ashcroft kalt. Er will Verdächtige jetzt unbegrenzt festhalten dürfen. Vielleicht auch den mutmaßlichen Al-Qaida-Kämpfer, der den Fahndern jetzt in Paris ins Netz ging. Der Marokkaner kam aus Deutschland.

Tut das Nötigste zum Schutz der USA: John Ashcroft
AP
GroßbildansichtTut das Nötigste zum Schutz der USA: John Ashcroft
Washington - US-Justizminister John Ashcroft sprach vor dem Kongress und forderte erweiterte Befugnisse im Kampf gegen Terroristen. Er will Verdächtige vor Prozessen auf unbegrenzte Zeit festhalten und ohne Einschränkung die Todesstrafe oder lebenslange Haft verlangen können.

Vor dem Justizausschuss des Abgeordnetenhauses in Washington sagte Ashcroft, der nach den terroristischen Angriffen des 11. September 2001 verabschiedete "Patriot Act" sei die entscheidende Waffe gegen den Terrorismus. "Unglücklicherweise hat das Gesetz mehrere Schwächen, die Terroristen ausnutzen und damit unsere Verteidigung unterminieren könnten."

Der Minister wies Vorwürfe zurück, dass bei der Festnahme von Ausländern Gesetze verletzt worden seien. Das Justizministerium habe lediglich das Nötige getan, um die Vereinigten Staaten vor einem neuerlichen Anschlag zu schützen. Der Generalinspekteur des Justizministeriums hatte in einem internen Bericht ein "Muster an körperlichen und verbalen Misshandlungen" durch Aufseher und kritisiert und von oft "unangemessen harten" Haftbedingungen gesprochen. "Das Justizministerium glaubt an die Gleichheit aller", betonte Ashcroft.

Die in dem Bericht des Inspekteurs erwähnten Festgenommenen seien sämtlich illegale Einwanderer gewesen. Ashcroft verteidigte die Politik seines Ministeriums, solche Verdächtige erst dann zur Abschiebung zu entlassen, wenn ihre Unschuld erwiesen sei.

Um seiner Forderung nach einer abermaligen Verschärfung der Gesetze Nachdruck zu verleihen, hielt der Minister bei seiner Rede die Kriegspamphlete des Terrornetzwerks al-Qaida hoch. Außerdem las er den Abgeordneten die Namen einiger Opfer vor, die am 11. September 2001 bei den Anschlägen auf das World Trade Center in New York ums Leben gekommen waren.

Unterdessen wurde bekannt, dass in Paris ein unter Terrorverdacht stehender Marokkaner festgenommen worden ist. Der 34 Jahre alte Karim Mehdi sei im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA gesucht worden, verlautete aus französischen Justizkreisen. Nach den Angaben wurde der Mann bereits am vergangenen Sonntag auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle in Gewahrsam genommen. Er sei aus Deutschland gekommen und habe zur französischen Insel Reunion im Indischen Ozean weiterreisen wollen.

Es war die erste Festnahme in Frankreich im Zusammenhang mit den Attentaten in New York und Washington. Den Angaben der Justiz zufolge hatte Mehdi vermutlich Verbindungen zu der al-Qaida-Zelle in Hamburg, zu der auch der Todespilot Mohammed Atta gehört hatte. Atta hatte eines der Flugzeuge ins New Yorker World Trade Center gesteuert.


 


© SPIEGEL ONLINE 2003

US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we blindfish
blindfish:

diese kranken pisser...

 
05.06.03 22:10
#2
"der nach den terroristischen Angriffen des 11. September 2001 verabschiedete "Patriot Act" sei die entscheidende Waffe gegen den Terrorismus"

-> wohl eher die entscheidende waffe gegen die demokratie :-((
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we ribald
ribald:

Deutsche Mentalität

 
05.06.03 22:14
#3
Kerzen anzünden,
Menschenketten bilden,
Demonstrieren,
Kommissionen einsetzen,
Gutachten heranziehen,
Diskutieren,
diskutieren,
diskutieren,
...
beschließen,
dementieren,
diskutieren,
und siehe, es geschah
nichts.
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we blindfish
blindfish:

ab jetzt spare ich mir...

 
05.06.03 22:20
#4
weitere kommentare... typen wie du, ribald, werden es erst begreifen, wenn sie unschuldig 10 jahre hinter gitter sitzen und nicht die nasenspitze eines anwalts gesehen haben...

amerika wird gerade zum nächsten dritten reich, und genau die, die heute demonstrationen verlachen, sind diejenigen, die morgen in der ersten reihe in uniform maschieren...

schöne, heile und vor allem dumme welt...
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we BRAD PIT
BRAD PIT:

Logik?

 
05.06.03 22:23
#5
Ein Extrem wird jetzt als Argument für das andere Extrem genommen?

In 100 Jahren wird man über Bushmann und Ascroft so reden, wie man heute über Billy the Kid redet.

Sie werden als Dichter und Denker in die Geschichte eingehen- und die Nachkommen ihrer Fans werden sagen: "Wir haben die Gnade der späten Geburt. Was können wir für die Naivität unserer Ur-Großeltern"
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we DarkKnight
DarkKnight:

@blindfish: etwas mehr Optimismus bitte

 
05.06.03 22:27
#6
in US gibts doch Barbara Streisand (wer war das, verdammt nochmal?) und Jay Leno. Und Seinfeld.

Die werden die Demokratie schon retten.

Und falls nicht: every Generation dies of its own disease.

Die Krankheit der Amis ist das Ablegen von Traditionen: sie haben alle vergessen, wo sie herkommen und warum sie nach US kamen. Sie haben sich vom Virus "Geld" infiizieren lassen und, nachdem sie ihre Brüder und Schwestern, ihre Eltern, ihr Rückgrat und ihren Stolz verkauft haben, verkaufen sie jetzt den Rest der Welt.

Das war übrigens eine Metapher und darf nur "Grün" bewertet werden, also: aufgemerkt, Ihr Moderatoren.
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we BRAD PIT
BRAD PIT:

DarkKnight

 
05.06.03 22:31
#7
Streng dich bitte etwas mehr an.

Das war bestenfalls 3+
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Immobilienhai
Immobilienhai:

aber darki war besser als deine postings

 
06.06.03 08:12
#8
die haben allenfalls 6- Status...
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Immobilienkai
Immobilienkai:

So ist das mit uns Immobilienfritzen halt. Wir er-

 
06.06.03 08:47
#9
kennen Humor nicht mal dann, wenn man ihn uns 25 cm tief reinrammt.

Ich entschuldige mich also für meinen Namenvetter.
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US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we JOHN MILLNER
JOHN MILLNER:

was denn nun wieder ... ribald hat doch recht ...

 
06.06.03 09:02
#10
... wenn in dl ein terrorist auf einem bahnhof gestellt wird, dieser dann zu schiessen beginnt, der polizist zurückschiesst und den terroristen dann auch noch tötet, hat deffinitiv der polizist ein problem .... zum beispiel ... oder wenn in dl jemand in der fussgängerzone eine frau vergewaltigt kommt er nach der festnahme sofort wieder frei und das einzige problem was die deutsche justitz hat ist die leute zu bestrafen, die dieses bemerkt haben und nicht geholfen.
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we blindfish
blindfish:

@john

 
06.06.03 09:06
#11
was du ansprichst, ist ein völlig anderes thema...  
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we WALDY
WALDY:

ribald

 
06.06.03 09:18
#12
Heute 15Uhr

bei mir...Trommeln für den Frieden!!!
dann diskutieren wir über :

" eine bessere Welt...mehr Multikulti in der U-Bahn"

Waldy
*g*

Ps.
Frieden schaffen ohne Pfaffen!
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we ribald
ribald:

@blindfisch

 
06.06.03 11:14
#13
Schaun mer mal ...

Ein Mitglied der Exekutive (Ashcrcoft) fordert etwas vor
einem Organ der Legislative.
Mehr nicht ...

Du schließt daraus auf den Untergang der Demokratie, aber
ein wesentliches Element der Demokratie - neben u.a.
freien Wahlen - ist die Gewaltenteilung.
Ich glaub Du bist Jurist oder Jurastudent.

Schaun mer mal ...
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we blindfish
blindfish:

@ribald

 
06.06.03 11:26
#14
stimmt - du ebenfalls, wenn ich dich nicht verwechsle!?

die executive kann von der legislative meinetwegen fordern, was sie will, das empfinde ich als legitim - es muss ja nicht umgesetzt werden...

was ich aber wirklich schlimm finde, ist z.b.: "Er will Verdächtige vor Prozessen auf unbegrenzte Zeit festhalten und ohne Einschränkung die Todesstrafe oder lebenslange Haft verlangen können"...

sag mal, wo sind wir denn? und kann mir dafür jemand mal ne vernünftige begründung geben, warum das wirksam sein soll?? wenn das durchgeht und der falsche mann an der falschen stelle sitzt (und das ist nur eine frage der zeit), sind wir mitten im dritten reich!  
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we blindfish
blindfish:

mal was zum nachdenken:

 
06.06.03 11:44
#15
zwar schon älter, aber hochinteressant:

Anschlag auf den Rechtsstaat

Von Irmintraud Jost, New York

Im Windschatten des Anti-Terror-Kreuzzuges definiert die Bush-Regierung den Rechtsstaat um. Grundrechte und Verfassung werden teils außer Kraft gesetzt, Verhaftete bleiben Monate lang ohne Anklage und Anwaltsbeistand. Damit nicht genug: Justizminister Ashcroft weist inzwischen seine Staatsanwälte an, öfter die Todesstrafe zu fordern.

 
DPA

Bürgerschreck Ashcroft, Bush: Im Schulterschluss die Freiheit beschneiden


New York - Der 8. Mai ist für Jose Padilla ein denkwürdiger Jahrestag. Seit zwölf Monaten sitzt der amerikanische Staatsbürger im Gefängnis, davon elf Monaten in Einzelhaft in einem Militärgefängnis in South Carolina. Er hat keinen Kontakt zu Familie und Freunden, das Recht auf einen Anwalt wird ihm verweigert. Padilla weiß nicht, warum. Bis heute hat die Staatsanwaltschaft keine Anklage gegen ihn erhoben.

Das Schicksal des Mannes ist ein krasses Beispiel dafür, wie Präsident George W. Bush im Schulterschluss mit Justizminister John Ashcroft das amerikanische Rechtssystem aushöhlt. Ihr Anti-Terror-Eifer sprengt jede Dimension und macht selbst vor dem Allerheiligsten der Amerikaner nicht halt: der Verfassung. "Niemand darf ... der Freiheit oder des Eigentums ohne vorheriges ordentliches Gerichtsverfahren nach Recht und Gesetz beraubt werden", steht dort. Und: Ein Angeklagter hat ein Recht auf einen "unverzüglichen und öffentlichen Prozess vor einem unparteiischen Geschworenengericht" sowie auf "einen Rechtsbeistand zu seiner Verteidigung".

US-Rechtsexperten beklagen Verfassungsbruch

Für amerikanische Staatsbürger war diese Bill of Rights bislang wie in Stein gemeißelt. Bis der Präsident wissen ließ: Diese Rechte gelten nicht in Zeiten des Krieges. Egal scheinen ihm und Ashcroft, dass der Oberste Gerichtshof bereits während des Civil War 1866 anders entschieden hat. Es stört ihn auch wenig, dass Amerika offiziell gar nicht im Krieg war, als Padilla verhaftet wurde. Krieg kann nämlich nur der Kongress erklären und nicht der Präsident.

Bush und Ashcroft scheren sich offenbar nicht darum, dass Rechtsexperten ihnen vorwerfen, gegen die US-Verfassung zu verstoßen - und das nicht nur in diesem Fall. Wenn Bush den Rechtsstaat zurechtstutzt, beruft es sich meist auf das Gesetz zur Terrorbekämpfung und Bürgerüberwachung, ironischerweise "Patriot Act" getauft. Das hat der Kongress im Herbst 2001 verabschiedet, noch unter dem direkten Einfluss der Terroranschläge. Wo das nicht reicht, erlässt der Präsident eine so genannte "Executive Order" und umgeht damit das Parlament. So geschehen mit seiner Military Order im November 2001, die es ermöglicht, suspekte Ausländer vor Militärgerichte zu stellen. Im Fall Padilla beruft sich Ashcroft auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 1942 - aber damals herrschte eben Kriegsrecht.

 
REUTERS

Seit einem Jahr ohne Anklage in Haft: Abdullah al-Muhadschir, geboren als Jose Padilla


Jose Padilla war am 8. Mai 2002 bei seiner Ankunft am O'Hare Flughafen in Chicago verhaftet worden. Er sei ein "unentbehrlicher Zeuge" in der Ermittlung gegen die Attentäter vom 11. September 2001, hieß es anfangs. Ein New Yorker Richter bestellte ihm einen Anwalt und setzte die Anhörung für den 11. Juni 2002 an. Am 10. Juni aber erklärte der Präsident den Zeugen Padilla zum "enemy combatant", zum feindlichen Kämpfer. Wer dazu ernannt wird, kann unbegrenzt und ohne anwaltlichen Beistand in Einzelhaft eingekerkert werden, erklärt das Justizministerium. Dienstherr Ashcroft wirft Padilla Kontakte zu al-Qaida vor, außerdem habe Padilla die Absicht gehabt, eine radioaktive "schmutzige Bombe" in den USA zu zünden. Die Beweise dafür blieb die Justizbehörde bisher schuldig.

Proteste der Anwälte und Gerichte zwecklos

Padilla, 1970 in Brooklyn geboren, trat vor einigen Jahren zum muslimischen Glauben über. Er war bereits mehrfach wegen anderer Delikte in Haft. Doch nicht seine Charaktereigenschaften stehen im Mittelpunkt der Diskussion, sondern seine Bürgerrechte als Amerikaner. Zweimal hat der Bundesrichter Michael Mukasey bereits angeordnet, dass Padillas Anwältin Donna Newman ihren Mandanten sprechen kann. Zweimal hat die Regierung Einspruch eingelegt. Newman wartet jetzt auf einen Termin beim nächst höheren Gericht. Das letzte Mal sprach sie am 7. Juni 2002 mit ihrem Mandanten. Alle Proteste der Anwaltsverbände gegen diese Machtausübung der Bush-Regierung blieben folgenlos.

"Es ist die Verantwortung des Präsidenten, sich im gesetzlichen Rahmen zu bewegen, selbst falls seine Absichten gut sind. Wenn er gegen die Verfassung verstößt, wird das gesamte System unsicher", warnt Timothy Lynch, Direktor des Projektes Strafrecht beim Cato Institute in Washington D.C, einem Thinktank, der sich dem Rechtsstaat verpflichtet fühlt. Bereits im Dezember 2001 hatte der Jurist vor einem Senats-Ausschuss zur Rechtsauffassung der Bush-Regierung gewarnt: "Der Präsident kann sich auf amerikanischem Boden nicht selbst zum Polizisten, Ankläger und Richter über Menschen machen." Wenn die Regierung meine, dass die Verfassung nicht ausreiche, dann solle sie eine Verfassungsänderung betreiben, so Lynch, "sie zu missachten ist unverantwortlich."

 
DPA

Gefängnisfoto von Padilla: Anwältin muss draußen bleiben


Tatsächlich ist die Argumentation der Bush-Regierung erschreckend. Im Fall Padilla legte sie eine Erklärung von Lowell Jacoby vor, in der der Direktor des militärischen Geheimdienstes (Defense Intelligence Agency) allen Ernstes erklärt, ein Anwaltsbesuch bei Padilla würde die Bemühungen der Regierung, psychologischen Druck auf Padilla anzuwenden, um Monate zurückwerfen und die "Befragungsmethoden der Regierung" kompromittieren. Die Aussicht auf einen Anwalt würde das "Gefühl von Abhängigkeit und Vertrauen", das die Beamten aufzubauen versuchen, vermutlich unwiderruflich zerstören.

Nach diesen Ausführungen kann man nur vermuten, unter welchen Umständen Padilla verhört wird. Genau diese Sorge liegt den "Miranda-Regeln" zugrunde, die jedem Verdächtigen direkt bei der Festnahme verlesen werden und das Recht auf einen Anwalt bei der Vernehmung zusichern. Sie werden in jedem amerikanischen Krimi zitiert. Verzichtet der Verdächtige nicht bewusst auf einen Anwalt, sind seine Aussagen bei Gericht nicht zugelassen.

Der britische Staatsbürger Richard Reid, besser bekannt als der Schuh-Bomber, weil er versucht hatte, eine American Airlines Maschine während des Fluges in die Luft zu sprengen, kam - anders als Padilla - immerhin in den Genuss von Anwalt und Gerichtsverfahren. Das bestätigt Kritiker nur in dem Verdacht, dass Ashcroft Padilla aus Mangel an harten Beweisen "weich klopfen" will.

Willkürliche Verhaftungen

Die Aufweichung des Rechtsstaates und der Verfassung begann schon kurz nach dem 11. September. Kaum fielen die Twin-Towers zusammen, wurden etwa 1200 in den USA lebende Ausländer verhaftet und wochenlang festgehalten. Wen scherte angesichts der Katastrophe schon das vierte Amendment, nach dem niemand willkürlich verhaftet werden kann? Wen kümmerte noch das Urteil des Obersten Gerichtshofs, nach dem keine Person auf bloßen Verdacht hin festgenommen werden darf?

Verfassung hin, Gerichte her: Abschiebeverfahren werden gegenwärtig häufig hinter unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten. "Demokratien sterben hinter verschlossenen Türen", warnt das Berufungsgericht des 6. Circuit. Vergeblich: Ashcroft entschied ungerührt, dass Immigranten auch ohne terroristische Verbindungen bis zur Entscheidung ihres Asylverfahrens in Haft bleiben müssen, um so weitere Asylbewerber abzuschrecken.

 
AFP/DPA

Georg W. Bush: Heimatschutz durch Rechteraub


Einwanderer können ohne Anklage als "unentbehrliche Zeugen" festgehalten werden. In einer anderen Entscheidung untergräbt Ashcroft das Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandanten, indem er - ohne richterlichen Bescheid - Gespräche zwischen Häftlingen und Verteidigern belauschen lässt. "John Ashcroft hat ganz klar seine Macht missbraucht", urteilt Laura Murphy, Direktorin der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) in Washington. Und die "New York Times" kritisierte vergangene Woche den "kontinuierlichen Versuch" der Rechten, "das Bundesjustizsystem zu hijacken".

Ashcroft will mehr Exekutionen

Der unerbittliche Kampf gegen den Terrorismus beschäftigt den Justizminister allerdings nicht so sehr, um nicht auch noch Zeit für ein weiteres Lieblingsthema zu finden: die Todesstrafe. Da Ashcroft der Meinung ist, dass die Bundesstaatsanwälte im Osten des Landes nicht häufig genug die Todesstrafe fordern, wies er Anklagevertreter in den Bundesstaaten New York und Connecticut in insgesamt zwölf Fällen an, sie einzuklagen. Die zuständigen Staatsanwälte hatten sich jeweils dagegen entschieden. Außerdem sorgte der überaus religiöse Ashcroft dafür, dass die beiden als Sniper bekannt gewordenen Heckenschützen John Muhammad und Lee Malvo im Bundesstaat Virginia angeklagt werden, weil dort die Aussichten auf eine Exekution am größten sind - auch für den zur Tatzeit minderjährigen Malvo. Kritiker der Todesstrafe fürchten, dass Ashcroft seine Ideologie der liberaleren Ostküste aufdrücken will.

"Die USA wird den Terroristen nicht erlauben, das Leben der Amerikaner zu ändern", hatte Verteidigungsminister Donald Rumsfeld nach dem 11. September erklärt. Es ist fast ironisch, dass es nun die Regierung ist, die mit dramatischen Eingriffen die Freiheit und demokratischen Rechte auch ihrer eigenen Bürger in nie da gewesener Weise begrenzt.
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we ribald
ribald:

@blindfish

 
06.06.03 11:47
#16
           US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we 1053728

Naja, das 3.Reich ist noch ein "wenig" anders zu charakterisieren.
Der Vergleich hinkt gewaltig, aber entscheidend ist: "Er will ..."
Noch sind die USA de facto und de jure eine Demokratie
mit langer Tradition.
Da würde ich mich schon mal näher mit beschäftigen.

        US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we 1053728
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we blindfish
blindfish:

re

 
06.06.03 11:50
#17
aber es ist nun mal beängstigend, dass menschen so etwas wollen, die auch die entsprechende macht haben... wenn das tatsächlich heute nicht kommt, dann eben morgen beim nächsten anlass... oder zweifelst du daran, dass dies durchgedrückt wird?? ich nicht! und der patriot act I ist schon lange realität...
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we ribald
ribald:

re

 
06.06.03 12:02
#18
Immer die gleiche Frage:
Woher nimmst Du Deine Einschätzung?
Ich behaupte, man kann die Problematik nur begreifen,
wenn man einige Jahre vor Ort in den entsprechenden
Kreisen gearbeitet und gelebt hat.
Die deutschen Journalisten sind vielfach auch
nur ideologisch verbrämt. Eine Ausnahme z.B. wäre
C. Kleber vom ZDF. Der sagt auch öffentlich.
"Bush ist kein Dummer!"
Jedoch Kleber hat sehr lange in den USA gelebt und
ist Volljurist.
 US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we 1053765
Schaun mer mal ...
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we blindfish
blindfish:

ribald

 
06.06.03 12:16
#19
die frage "Woher nimmst Du Deine Einschätzung?" ist doch die gleiche methode wie die der usa von wegen "der irak soll beweisen, das er keine abc-waffen hat". ich kann die entwicklung selbstverständlich nicht vorhersagen (allerdings ist obiges beispiel wohl unzweifelhaft real), aber du willst doch wohl nicht wirklich behaupten, dass keine missbrauchsgefahr besteht...!? das ist eine sehr reelle gefahr, die sich in meinen augen extrem schnell verwirklichen kann. das system des dritten reichs war schliesslich auch nicht von heute auf morgen da, sondern eine "massnahme" folgte auf die nächste... und nur weil auch genug intelligente menschen (meinetwegen z.b. leute wie kleber) die gefahr nicht gesehen haben oder nicht sehen wollten oder gut daran verdient haben, konnte das dritte reich überhaupt erst entstehen. auch die juden haben die gefahr nicht gesehen oder unterschätzt, sonst wären sie ja wohl samt und sonders abgehauen, als sie noch konnten...

um es in deinen worten zu formulieren: "schaun mer mal" - und ich hoffe, du hast recht, glaube es aber leider nicht...
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Pate100
Pate100:

ribald wie kan man solch ein gesetzt

 
06.06.03 12:16
#20
als normaler Bürger gut finden und verteidigen?
Mit diesen Gesetzt kann man theoretisch jeden Bürger auf unbegrenzte Zeit festhalten oder ganz ausschalten indem man ihm einfach nur wegen Terroristischen Verbindungen anklagt. Man hat absolut keine Möglichkeit sich zu wehren oder zu verteidigen da ja kein Anwalt angefordert werden darf. Man ist total ausgeliefert...
Für mich sind das Nazi Methoden!!
Aber eigentlich kann es mir ja egal sein, dieser verblödete kranke Volk hatt es nicht anders verdient!!

Gruss Pate

PS:John Miller Was in alles in der Welt haben Deine Beispiele für unsere Justiz mit dieser Thematik zu tun??? NiCHTS!!


US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we 1053791
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Axel Nässe
Axel Nässe:

@Moderator: Deine Leistung heute: 6 -

 
06.06.03 12:29
#21
Den grünen Stern dieses politischen Threads gibtb es hier für Immobilienhai in Posting # 8 mit der Anmache an Brad: "...deine Postings die haben allenfalls 6- Status... "?

Was soll uns das sagen? Findest du solche Anmachen wirklich "gut analysiert"?

Wir vertrauen hier darauf, dass Ihr Fairness zeigt.

Wer soll es denn sonst machen?

Mit anderen Worten: "Fick dich ins Knie!"
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we ribald
ribald:

@ Pate100

 
06.06.03 12:39
#22
Zum Thema "Patriot Act" habe ich nicht Stellung
genommen, sondern indirekt zur dümmlichen Brad-Pit-Überschrift.
By the way, die Deutschen sind genauso blöd wie die ...
Es gibt eben immer und überall solche und solche ...

Schaun mer mal
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we BRAD PIT
BRAD PIT:

Tja Super ribald. Das zeugt nicht gerade von

 
06.06.03 12:46
#23
Toleranz gegenüber meinem Sinn für Moderator. Du kannst demnächst gerne selber hier Threads eröffnen.

Generell: Zu Posting #21.

Jetzt noch einen grünen Stern für Ribald und schon ist alles so wie vor 1 Monat.

FAIRNESS ??  
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we blindfish
blindfish:

ribald???

 
06.06.03 12:46
#24
wie jetzt...? hab ich mit dir seitenweise nur über die überschrift diskutiert??? ich glaube, ich verstehe deinen humor nicht - oder es war ein ganz schlechter rückzugsversuch wegen argumentenmangel...
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Pate100
Pate100:

@ribald

 
06.06.03 12:50
#25
stimme Dir zu Deinen letzten zwei Sätzen zu...
Aber beziehe doch mal Stellung zum Thema  "Patriot Act"!

US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Axel Nässe
Axel Nässe:

Was soll ich denn nun von dieser Bewertung #21

 
07.06.03 15:31
#26
halten?

Ein Moderator fand es wohl richtig, was ich moniert hatte und ein anderer wollte zeigen, daß die Fehlentscheidung mit Immobilienhai kein Ausrutscher war, sondern bewußte Manipulation?

Was hält der Metamod von dieser Split-Decision?
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Immobilienhai
Immobilienhai:

man brad, wenn du die zeit in der du hier über die

 
07.06.03 18:05
#27
bewertungspraxis von moderatoren rummoserst, mal dazu nutzen würdest, dein gehirn anzuschalten, dann besteht die hoffnung das du auf ariva mal nen intelligenten und lesenswerten beitrag postest. ansonsten ist es einfach nur peinlich das du dich hier mit mehreren id's selbst loben musst und ewig rumnörgelst wenn du berechtigte bewertungen erhälst.
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Immobilienkai
Immobilienkai:

Axel: Immobilienhai hat hier vielleicht recht. Au-

 
08.06.03 12:49
#28
-ch wenn es offensichtlich ist, dass der Mannstolle Immobilienhai den Brad auf Schritt und Tritt verfolgt und nervt, aber das ist anscheinend im Netz nicht zu vermeiden und so mancher Mederator läßt sich von dieser Seuche anstecken.

Ich entschuldige mich aber für meinen Namensvetter. Er kann nichts dafür, denn man hat ihm damals in Texas das Hirn rausgef...., als er dort eine Woche als Verdächtiger eines Mordes samt Vergewaltigung in Untersuchungshaft saß.

Das mit der U-Haft ist übrigens eine Tatsache: Ihr könnt sie in den alten Postings von Immobilienhai nachlesen.

Wetten, dass es hierfür nun schwarze auf mein Konto regnet?

US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Immobilienkai
Immobilienkai:

@Moderatorenschwachkopf

 
08.06.03 13:24
#29
Das war also die Reaktion auf mein letztes Posting, ein grüner Stern für Immobilienhaißs Posting 27?

Wer hat euch bloß ins Gehirn gesch*****??

Von Fairness noch nie etwas gehört? (ich meine den Gesamtverlauf dieser Bewertung s.o.)
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Immobilienhai
Immobilienhai:

Möööööööööööööööööööööööööööööööölp

 
08.06.03 14:20
#30
ist das wieder schön heute, braddie regt sich mal wieder über die moderatoren auf und kriegt garnicht mit, dass er sich total lächerlich macht.  
US-Justiz:Verdächtige dürfen jetzt totgekitzelt we Immobilienkai

Danke noch an Moderator Nr. 2

 
#31
In meinem Herzen bist du die Nr. 1


lol


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