Umsatzeinbußen durch miesen Sommer

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Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

Umsatzeinbußen durch miesen Sommer

 
13.07.04 09:17
#1
Gastronomie und Hotelerie im Nordosten leiden unter dem anhaltend schlechten Wetter. Vielen Betrieben droht sogar das Aus.

Schwerin (ddp) Der bislang miserable Sommer treibt die Restaurantbesitzer und Gastwirte Mecklenburg-Vorpommerns zunehmend in eine Existenzkrise. Zum Leidwesen der Betreiber von Pensionen und kleinen Hotels hält das miese Wetter die Kurzurlauber fern. Überdurchschnittlich viele Stornierungen gibt es nach Angaben des Tourismusverbandes bei gebuchten Reisen aber nicht.

  Die Gastronomie zwischen Ahlbeck (Usedom) und Zarrentin (Nordwestmecklenburg) musste nach einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat dramatische Umsatzeinbußen von durchschnittlich rund 40 Prozent hinnehmen, wie Sprecherin Jana Maiwirth sagte. Angesichts des bereits in den vergangenen Jahren eher schlechten Geschäfts drohe vielen Betrieben das Aus.

  Geschlossene Biergärten, leere Eisdielen: Die Außengastronomie, die im Sommer normalerweise den Großteil des Umsatzes ausmacht, sei in diesem Jahr ?fast noch gar nicht geöffnet?, sagte Maiwirth. Köche und Kellner seien einzig in den großen Städten noch recht gut ausgelastet. Denn viele Urlauber ziehe es statt an den Strand etwa nach Schwerin, Rostock oder Stralsund.

  Von einem Touristenansturm wie im Vorjahr kann der Nordosten derzeit nur träumen: Die Zimmerauslastung in der ersten Juliwoche lag der DEHOGA-Umfrage zufolge im Landesdurchschnitt nur bei rund 50 Prozent ? ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Viertel. Zwar würden langfristig gebuchte Urlaube nur selten storniert, Spontanurlauber blieben bislang jedoch fast vollständig aus, sagte Maiwirth. Viele Hoteliers im Binnenland, etwa in den Regionen Demmin, Uecker-Randow oder Mecklenburg-Strelitz, litten sehr unter dem Ausbleiben des Durchreiseverkehrs. Selbst Teile Rügens klagten über Verluste. Von ?dramatischen Einbußen? im Tourismusgeschäft wollte Tourismusverbandssprecher Rene Hingst nicht reden. Zwar liefe es derzeit ?nicht so prickelnd?, doch trotz schlechten Wetters gebe es keine massenhaften Stornierungen, sagte Hingst. Einbußen gebe es allerdings bei Kurz- und Spontanurlaubern. Die Mitbewerber in Deutschland seien von diesem Trend allerdings genauso betroffen.

  Hingsts Angaben zufolge sind die Urlauber allerdings flexibler als erwartet. Sie nutzten die zahlreichen Schlecht-Wetter-Angebote. Damit sei Mecklenburg-Vorpommern ?nicht schlecht aufgestellt?.

  Einer Umfrage aus dem Juni zufolge sind die Erwartungen der Hoteliers an die Saison relativ ausgeglichen. 53 Prozent prognostizierten eine niedrigere Auslastung als im Supersommer 2003. 47 Prozent rechneten mit gleicher oder sogar höherer Auslastung. Die Sensationszahlen des Vorjahres zu wiederholen, war so auch nicht mehr zu erwarten, betonte Hingst.

  Besonders schlecht gebucht werden derzeit nach DEHOGA-Angaben Pensionen und Ferienwohnungen. Vorteile genössen dagegen große Hotels mit umfangreichen Wellness-Angeboten, Pool und Sauna, sagte Maiwirth.
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Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

PM, hast du was gefunden? o. T.

 
14.07.04 09:56
#96
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer bilanz
bilanz:

Komisch oder merkwürdig??

 
14.07.04 11:33
#97
Da gibt es Leute die sagen, dass das Ariva Board von Schweizern beherscht wird oder diese hier stören.
Das zuviel gepostet wird von Schweizern.

Anscheinend besteht hier an der Schweiz und der ID-bilanz einiges an Interesse und grosser Aufmerksamkeit.
Anders kann ich mir das fast nicht erklären.

Der Thread hat 96 Postings, davon beziehen sich 20 direkt oder indirekt auf die Schweiz oder bilanz.
Der Thread hatte aber das miese Sommerwtter auf Rügen zum Thema. Ist den Rügen eine Insel im Vierwaldstättersee?
Ich bilanz bin im ganzen Thread aber erst in Posting 94 mit einem Schweizer Rezept für das Restaurant von chrismitz aufgetreten.

Merkwürdig?
Die Schweiz und bilanz müssen hier einen besonderen Reitz haben.

gruss bilanz
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

#94: ich habe das gestern nachgekocht...

 
14.07.04 11:56
#98
...ist erstens supergefährlich, zweitens sind die Zutaten schwer zu bekommen und drittens schmeckt es zum Kotzen .

1. Bei der Mehlzugabe im Sturz habe ich mir böse das Handgelenk verstaucht...

2. Bis ich jemanden gefunden habe, der mir seinen Peterli zum Kleinhacken zur Verfügung stellt. Von Freiwilligkeit konnte da auch keine Rede sein...

3. Es einfach scheisse...

bilanz, sag mal, wegen "wirz", bist du das?
www.wirz-werbung.ch

:->
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Kalli2003
Kalli2003:

*lol*

 
14.07.04 11:57
#99

war das jetzt beleidigend?

So long (oder doch besser short?)

Kalli   ... Du blöde Kiste, ich mach Dich platt, ich stell Dich ab! Aaaaaagghhh ...

Umsatzeinbußen durch miesen Sommer AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

Noe, ehrlich. o. T.

 
14.07.04 11:59
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Rigomax
Rigomax:

@chrismitz, pm: Cliff-Hotel (?)

 
14.07.04 12:33
Chrismitz: Gibt es das Cliff-Hotel eigentlich noch, und wenn ja, ist es noch im "alten" Zustand?

Das war das Promi-Hotel der DDR für Staatsgäste etc. . Ich war da mal Anfang der 90er Jahre (für Geschinchtsunkundige: Das war nach dem Zerfall der DDR, ich war also nicht als "Promi" da). Suite mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und Flur. Im Wohnzimmer war eine Art Kommode. In der Rückwand waren größere Löcher und ein paar Kabelenden waren da auch noch zu sehen. Ähnliche Kabelenden waren an nur noch schwach versteckter Stelle im Flur zu finden. Auf dem Grundstück gab es an der Seeseite einen Zaun mit niedlichen mannsgroßen Löchern davor. Zum Starnd kam man vorher wohl über eine Brücke von einem auf dem Grundstück befindlichen Turm (mit Fahrstuhl) aus. An der Zufahrtstraße zum Hotel standen ein paar ungewöhnlich große Garagen.

pm: Falls das Hotel noch in dem Zustand ist, wäre das zumindest einen Nostalgie-Besuch wert.

Der Hotelservice war übrigens OK, auch wenn das Personal damals manchmal noch Angst vor dem mit Gästebestellungen verbundenen Streß hatte.
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Kalli2003
Kalli2003:

chris spült noch ...

 
14.07.04 12:37

So long (oder doch besser short?)

Kalli   ... Du blöde Kiste, ich mach Dich platt, ich stell Dich ab! Aaaaaagghhh ...

Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Karlchen_I
Karlchen_I:

Der spült nicht....

 
14.07.04 13:04
Das lässt die Hausratsversicherung nicht zu.
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Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

Rigomax,

 
14.07.04 14:03
natürlich gibt es das Hotel noch.
www.cliff-hotel.de/03_hotel/

Es ist aber etwas teuerer u. deshalb durch das Rester, das mir Otti gegeben hatte durchgefallen.
Ansonsten kann ich dieses Hotel auch nur empfehlen. Sehr gute Küche dort.

Gruß
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

Kalli,

 
14.07.04 17:18
hast du meinen Schwarzen geklaut? "Die Schweizer kommen"...weißt schon!?

*gg*

Ein bischen Spaß muß sein....la la la laaaaa la la la laaaaaa.... ;-)

Gruß
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Kalli2003
Kalli2003:

Kaffeepreise

 
15.07.04 09:01

da ich heute morgen die Bahn verpasst habe, habe ich mir im benachbarten Stehcafe einen Kaffee gegönnt. Ok, nur im Plastikbecher, dafür deutlich mehr als eine Tasse, Service war auch dabei (oder tust Du Deinen Gästen den Zucker in den Kaffee und rührst noch um???).
Kostenpunkt: 50Cent
jaja, war auch kein Ostseeblick dabei :-(

Chris, Dir haben die bösen Ariva-Linken das Sternchen geklaut?? Gibts ja gar nicht! Wo bleibt die Fairness?? Gut, dass ich den konserviert habe (genau wie Dein gelöschtes "Leck mein Eis" *g*)

Umsatzeinbußen durch miesen Sommer 1575585   77. So, die Schweizer sind da...


So long (oder doch besser short?)

Kalli   ... Du blöde Kiste, ich mach Dich platt, ich stell Dich ab!    Aaaaaagghhh ...

Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Kalli2003
Kalli2003:

up, weil chris auch endlich aufgestanden ist

 
15.07.04 10:53

So long (oder doch besser short?)

Kalli   ... Du blöde Kiste, ich mach Dich platt, ich stell Dich ab! Aaaaaagghhh ...

Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

Kalli, das habe ich um 9.02 Uhr schon gelesen.

 
15.07.04 11:03
In der Spielhalle bei uns Kostet der Kaffee gar nix, wenn du die Geräte benutzt. Ich frag mich bloß, wieso dort nie welche sind, die Kaffee trinken gehen.

Ich weiß schon, was du meinst, aber dein Stehcafe wird hauptsächlich Brötchen usw. verkaufen u. den Kaffee nur neben bei, odda?
So, wenn du dort ein Brötchen kaufst, dann mußt du dafür bezahlen, bei mir sind die kostenlos dabei.

Gruß
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Willi1
Willi1:

Hm Umsatzeinbusse,

 
15.07.04 11:24
ich finde das Wetter zwar scheisse, aber für´s Geschäft ist´s ok.
Die Leute haben Zeit sich über ihre Netzwerke Gedanken zu machen, schon gut so.

Willi
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

PM hat mich heute Nachmittag besucht

 
18.07.04 00:43
mit seiner Freundin.
Drei mal dürft ihr raten, was er getrunken hat! *gg*

Hat mich sehr gefreut.

War ein sehr gelungenes Mega Ariva Treffen! *gg*

Gruß

PS: Ach seine Gastgeschenke haben mich sehr gefreut! ;-))
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Happy End
Happy End:

Schleimer o. T.

 
18.07.04 00:45
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

Happy, du wurdes auch kurz erwähnt,

 
18.07.04 00:47
aber dann sind wir zu den angenehmen Themen geschwenkt! *gg*

Gruß
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer Happy End
Happy End:

Pöbler o. T.

 
18.07.04 00:48
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

*gg* Guckst du BM! o. T.

 
18.07.04 00:51
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

Erste Saisonbilanz fällt gut aus

 
31.07.04 19:37
Rostock (ddp/dpa) Das sommerliche Regenwetter hat der Tourismusbranche an der Küste nur wenig zugesetzt. Zwar habe man nicht an die Zahlen des ?Jahrhundertsommers? 2003 mit 4,6 Millionen Gästen anknüpfen können, sagte der Sprecher des Landestourismusverbandes, Rene Hingst, doch habe das Land seine Spitzenposition unter den deutschen Urlaubsregionen behaupten können.

  Umfragen hätten belegt, dass die Ostseeküste und die Mecklenburger Seenplatte auch 2004 bei den Buchungen wieder vor dem Allgäu lagen, sagte Hingst. Im Schnitt lag die Auslastung der Hotels und Pensionen bei 75 bis 90 Prozent. Die kühle Witterung habe nicht zu dramatischen Einbrüchen geführt. Lediglich die Campingplätze registrierten vereinzelte Stornierungen oder vorzeitige Abreisen.

  Das schöne Wetter hat nun einen Ansturm auf die Tourismusregionen des Landes ausgelöst. Seit Mittwoch stehen die Telefone beim Buchungsservice nicht still. Besonders entlang der Küste und an der Seenplatte werden die freien Betten stellenweise knapp.

  Sonnenanbeter brauchen auf Strandkorb und Badehose auch in den nächsten Tagen nicht zu verzichten. Bis Anfang der neuen Woche bleibt es sonnig, trocken sowie sommerlich warm und es kommt höchstens einmal zu gewittrigen Schauern.
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

bilanz,

 
01.08.04 11:34
nicht beleidigt sein. Hab nicht dich gemeint, mit Saisonbilanz!

Nur, damit du mir nicht wieder nationalsozialistische Beleidigung vorwirfst!

Wünsche einen schönen u. friedlichen Sonntag!
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer bilanz
bilanz:

chrismitz

 
01.08.04 11:40
Darauf wäre ich nicht einmal gekommen.
Ich freue mich aber, dass die Saisonbilanz bis anhin gut ausgefallen ist, es ist schön so etwas zu hören.

Wir feiern heute Geburtstag "1.August 1291".

Gruss und ebenfalls
eine friedlichen, sonnigen Sonntag

bilanz
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

Na dann ist ja gut!

 
01.08.04 11:45
Ich wollte es nur mal profilaktisch gesagt haben, da du letztens bei "wir können schonmal bilanz ziehen" es auch auf dich bezogen hattest!

Dass ihr heute am feiern seid, ab ich auch mitbekommen. War ja auch schwer das zu übersehen! *gg*
Viel Spaß dabei!

Gruß
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer chrismitz
chrismitz:

Sommerwetter beschert Küste Touristenansturm

 
02.08.04 09:15
Ahlbeck (dpa) Das Sommerwetter hat am Wochenende Tausende Menschen an die Ostseestrände gelockt. Ziel von Berliner Kurzurlaubern war die Insel Usedom. Die Quartiere in den Seebädern seien weitgehend ausgebucht, hieß es in der Zimmervermittlung. Im Hotel Maritim in Heringsdorf seien alle 134 Zimmer belegt. Auch das Regenbogencamp in Dranske auf Rügen mit 750 Stellplätzen war für Wohnwagen und Wohnmobile ausgebucht. Von Touristen überlaufen war Kühlungsborn. Das Ostseebad sei momentan ausgebucht, sagte eine Mitarbeitern der Touristik- Service GmbH.
Umsatzeinbußen durch miesen Sommer bilanz

Entlastng für altersschwachen Rügendamm in Sicht

 


Grünes Licht für Deutschlands größte Brücke

Deutschlands größte Brücke kann gebaut werden. Das 2.800 Meter lange Bauwerk soll Stralsund mit der Insel Rügen verbinden. Der Verkehr soll dann ab 2007 rollen.
Die letzten baurechtlichen Genehmigungsverfahren der zweiten Strelasundquerung sind positiv entschieden, und damit ist die Entlastung des 1936 fertig gestellten altersschwachen Rügendamms in Sicht.

Anfang dieser Woche kam von der EU-Kommission aus Brüssel die endgültige Abweisung eines Beschwerdeverfahrens, das erhöhtes Kollisionsrisiko für Vögel durch den seilverspannten Teil der Brücke sah. Die befürchteten "erheblichen Beeinträchtigungen des Vogelzuges" hatte zuvor bereits ein vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten widerlegt.

"Wir sind froh, dass alle Hürden genommen sind und haben den ersten Spatenstich auf den 31. August festgelegt", kündigte Bereichsleiter Volker Kock von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) in Berlin an. Das Vorhaben war lange Zeit von Einwänden und Klagen von Interessenvertretern und Grundstückseigentümern verzögert worden, die teilweise bis vor das Bundesverwaltungsgericht zogen.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister, Otto Ebnet, atmet angesichts des bevorstehenden Baubeginns auf. Ist damit doch nach einem jahrelangem Kraftakt die zweite Strelasundquerung in greifbare Nähe gerückt. Spätestens Ende des ersten Halbjahre 2007 soll auf der neuen Rügenbrücke vierspurig der Verkehr rollen. "Den boomenden Inseltourismus und den zukunftsträchtigen Hafen Mukran bei Sassnitz wird die neue Straßenanbindung mit ihrem Anschluss an die Küstenautobahn A 20 nur noch attraktiver machen", versichert er.

Gegner sehen Negativeffekt

Umweltschützer und andere Gegner der neuen Strelasundquerung sehen das anders und berufen sich unter anderem auf die Einschätzung des Verkehrswissenschaftlers Heiner Monheim von der Universität Trier. Der lässt kaum ein gutes Haar an dem Projekt. Unkenntnis über die wahre Verkehrssituation und den tatsächlichen Bedarf sowie Verschwendung von Steuergeldern wirft er den Planern vor. Den zu erwartenden Effekt auf das Image der Insel Rügen sieht er negativ, "weil die schönen, landschaftsintegrierten Straßen und die differenzierten Küstenstreifen, durch das Großprojekt massiv beschädigt werden".

Die Bauleistungen für die mit 85 Millionen Euro veranschlagte Strelasundquerung, die parallel, aber ein paar Stockwerke höher zum alten Rügendamm verläuft, werden durch eine Firmengemeinschaft der bayerischen Unternehmen WALTER BAU-AG, DYWIDAG und Max Bögl GmbH erbracht. Vor dem direkten Baubeginn werden Probe-Pfahlgründungen erfolgen, die Aufschluss über Belastbarkeit des Untergrunds geben sollen. Danach richtet sich dann auch, wie tief die künftigen Brückenpfeiler in den Boden gebracht werden müssen.

Der bedeutendste Bauabschnitt ist die 580 Meter lange Schrägseilbrücke mit 126 Metern Pylonenhöhe und 42 Metern Durchfahrtshöhe über die Schifffahrtsstraße Ziegelgraben. Zum Gesamtbauwerk gehören zudem die Vorlandbrücken in Dammform vor Stralsund mit 645 Metern und über die Insel Dänholm mit 530 Metern Länge sowie die direkte Strelasundquerung mit 1.070 Metern. Die Auftragnehmer rechnen mit einem Materialaufwand von 58.400 Kubikmetern Beton und 15.480 Tonnen Stahl.

Privatfinanzierung gescheitert

Gescheitert ist die ursprünglich angedachte private Finanzierung der neuen Strelasundquerung, die sich über Mauteinkünfte refinanzieren sollte. Dem Bund seien schon bei der Strukturierung des Projekts schwere Fehler unterlaufen, beklagt der Hauptvorstand der Deutschen Bauindustrie. Die Baukosten für das Projekt seien von den staatlichen Planern um ein Drittel zu niedrig angesetzt und die Verkehrsprognose um zehn Prozent zu hoch veranschlagt worden. Da nach Ansicht der Bauindustrie auch keine vernünftige Konzeption bezüglich des mautfreien Parallelverkehrs über den alten Rügendamm eingebracht wurde, sei es nicht verwunderlich, dass sich keine Privatinvestoren für das Projekt fanden.

Insgesamt sei der Rückzug des Bundes aus der privatwirtschaftlichen Realisierung der Strelasundquerung ein "katastrophales Signal", kritisiert der Bauindustrievorstand. Die Unternehmen seien angesichts der auf politische Unsicherheit beruhenden Finanzierungsänderung und der hohen Entwicklungskosten gezwungen, ihr Engagement bei derartigen Projekten neu zu überdenken. Allein für die Strelasundquerung seien jedem der sieben Bewerber Angebotskosten zwischen anderthalb und zwei Millionen Euro entstanden.

rp online

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