Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht

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Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht bilanz
bilanz:

Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht

 
02.11.04 06:59
#1


Ein Bericht über die Rechte von Minderheiten in der Türkei hat im dortigen Menschenrechtsausschuss nicht nur Freunde gefunden: Bei der Vorstellung des Papiers in Ankara entriss ein Ausschussmitglied dem Vorsitzenden ein Exemplar und zerfetzte es vor laufender Kamera. Damit war die Veranstaltung beendet.

Ankara - Wie sehr das Dossier selbst im Menschenrechtsausschuss umstritten ist, wurde heute durch den Eklat deutlich. Nachdem ein Ausschussmitglied den Bericht öffentlichkeitswirksam zerrissen hatte, brach der Vorsitzende Ibrahim Kaboglu die Pressekonferenz ab. Der "hässliche Angriff", sagte Kaboglu, zeige, wie es um die Rede- und Meinungsfreiheit in der Türkei bestellt sei. Die türkische Regierung hatte den Ausschuss eigens zur Ausarbeitung des Berichts eingesetzt.

Schon in den vergangenen Tagen, als der Bericht noch nicht veröffentlicht war, hatte er für heftige Debatten gesorgt. Der Text stellt die bisherige Minderheitenpolitik der Türkei in Frage und fordert ein pluralistisches, multikulturelles Gesellschaftsmodell.

Ähnlich kontrovers wird in der Türkei auch ein Bericht der EU-Kommission diskutiert, der mehr Rechte für die Kurden und für die bis zu 15 Millionen Alawiten in der Türkei fordert. Bislang sind dort nur Armenier, Griechen und Juden offiziell als Minderheiten anerkannt.

Derweil reisten heute Spitzenvertreter der Grünen zu einem fünftägigen Informationsbesuch in die Türkei. Die achtköpfige Delegation, darunter Parteichefin Claudia Roth und Fraktionsvize Winfried Nachtwei, wollen in Ankara unter anderem mit Vertretern von Menschenrechtsorganisationen sprechen.

Spiegel Online 2.11.2004
Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht MD11
MD11:

Ein tödlicher Drang

 
02.11.04 11:36
#2
EHRENMORDE / Frauen, so sagt die Tradition in Teilen der Türkei, gehören zum Besitz. Eines Besitzes darf man sich entledigen



Mit dem Beil erschlagen, gesteinigt, erschossen – an Grausamkeit ist nicht zu überbieten, was sich in Südostanatolien jedes Jahr vielfach abspielt.



Saime vergießt bittere Tränen. Mit dem Zipfel ihres Kopftuches wischt sich die Mutter ihre Wangen trocken. Leise und unablässig jammert sie, immer wieder schlägt sie die Hände vors Gesicht: „Allah hätte mich anstelle von Kadriye nehmen sollen.“ Das Haus der Familie Demirel liegt in einem schmutzigen Gässchen im Armutsviertel von Diyarbakir im Südosten der Türkei. Ein niedriges Gebäude mit flachem Dach und schummrigem Innenraum, das Badezimmer außerhalb. Das Glas in den Fenstern ist zerbrochen; ein Karton deckt das Loch jetzt ab. Die Wohnung besteht aus einem Raum, der durch eine Gardine unterteilt ist. Ein Teil ist für die Eltern, der andere für die Kinder, sieben an der Zahl.

Die Fotos von Kadriye hat Mutter Demirel weggesteckt, genauso wie ihre Kleider. „Ich konnte es nicht mehr ertragen“, klagt sie, „ich sah sie immer vor mir.“ So weiß heute niemand mehr, wie das Mädchen aussah. In den Händen von türkischen Journalisten ist nur ein Foto, auf dem sie, eingewickelt in einen dicken Verband, an einem Beatmungsapparat zu sehen ist. Es wurde aufgenommen, nachdem sie ins Koma gefallen war – geschlagen von Ahmet, ihrem Bruder.

Kadriye war das bravste von ihren sieben Kindern, sagt die Mutter. Ein sauberes Kind, das immer zu Hause blieb, das gar nicht wegwollte. Ihr soziales Leben bestand aus einem Schwatz mit der Nachbarsfrau. Kadriye war nie zur Schule gegangen, konnte weder lesen noch schreiben. Und sie war naiv, ungeheuer naiv für eine Fünfzehnjährige, so unwissend, dass sie nicht wusste, was ihr runder Bauch bedeutete.

Die Familie Demirel ist bettelarm. Was sie an staatlicher Stütze bekommt, reicht gerade für das Essen. Vater Süleyman hängt an der Flasche. Wenn er nicht leblos im Bett liegt, sitzt er im Café. Mutter Saime verdiente monatlich 100 Euro durch die Pflege einer Bettlägerigen dazu. Bis die alte Dame vor ein paar Monaten starb. Nun ist kein Geld mehr da. Der größte Kummer jedoch ist der Sohn. Ahmet sitzt im Gefängnis von Diyarbakir.

„Er sagt, es tue ihm Leid“, erzählt die Mutter. „Ich finde, dass er jetzt freigelassen werden sollte. Kadriye ist nun einmal tot. Daran ist nichts mehr zu ändern. Warum nehmen sie ihn mir weiterhin weg?“

Saime Demirel versucht den Tag, der alles veränderte, zu rekonstruieren. Es war ein warmer Tag im Frühjahr 2003, irgendwann im Mai, glaubt sie. Ahmet lag auf dem niederen Flachdach des Nachbarhauses. Von dort aus konnte er direkt ins Innere seiner Wohnung sehen. Er hatte Durst. „Kadriye, bring mir ein Glas Wasser“, rief er träge nach unten. Er wusste, dass seine Schwester dort herumlief. Aber er erhielt keine Antwort. Dann hörte er Lärm. Die Badezimmertür ging auf, er sah einen Mann weglaufen.

Gewalt in der Familie
Kadriye saß noch im Badezimmer. „Hure!“, schrie er und sprang herunter, dann rannte er hinein ins Wohnzimmer. „Dich ermorde ich“, brüllte Ahmet. Mit seinen Fäusten schlug er das Mädchen zu Boden. Genau in diesem Moment kam die Mutter nach Hause. „Ich trieb die beiden auseinander und schickte meinen Sohn weg“, erzählt sie. „Kadriye heulte. Sie war außerstande, etwas zu sagen. Am nächsten Morgen kehrte Ahmet zurück. „Bring deine Tochter zum Arzt“, schrie er. „Sieh nach, ob sie noch Jungfrau ist.“ „Im sechsten Monat schwanger“, sagte der Arzt und schaute scharf auf ihren nackten Ringfinger. Mutter Saime nahm ihre Tochter mit zu ihrer Schwester. Zu Hause war es zu gefährlich, nachdem sie keine Jungfrau mehr war und zudem auch noch ein Kind erwartete.

„Ich flehte sie an“, sagt Saime, „endlich zu erzählen, was geschehen war. Da begann Kadriye zu reden. Sie sagte, dass ihr Cousin sie vergewaltigt habe, Mehmet Ali. Der Mann, der weggelaufen war, war ein anderer: ein Nachbar, der es versuchen wollte.“

Die Mutter versucht, ihren Sohn zu überzeugen, dass Kadriye keine Schuld trifft. „Das interessiert mich nicht“, gibt der Sohn zurück. „Sorg dafür, dass unsere Ehre nicht besudelt wird.“ Saime geht zur Familie ihres Neffen. Könnte er sich zur Hochzeit mit Kadriye entschließen, wäre das Problem gelöst. Aber Mehmet Ali zuckt nur mit den Schultern: Wer konnte schon sicher sagen, dass es sein Kind war?

Dieser Satz, diese Frage bestimmte Kadriyes weiteres Schicksal. „Aus Angst vor Ahmet versteckten wir uns bei anderen Familienmitgliedern und verschiedenen Nachbarn. Er war sehr böse, weil ich keine Lösung hatte.“ Fast einen Monat blieben Kadriye und ihre Mutter spurlos verschwunden. Alle zwei Tage wechselten sie das Versteck. Dann gingen sie zur Polizei. Dort klagten sie gegen den Neffen und baten um Schutz vor Ahmet, dem eigenen Sohn und Bruder. „Gehen Sie doch nach Hause. Es wird nichts passieren“, sagte der Polizist.

Ahmet kommt erst spät. Er ist sehr ruhig. Ob seine Schwester mal mit nach draußen komme, fragt er. „Es schien so, als ob er sich mit der Situation abgefunden hätte. Sie blieben lange weg. Ich selbst war sehr müde und fiel in Schlaf. Wach wurde ich erst wieder, als die Polizei an die Tür klopfte und nach Ahmet fragte“, erzählt die Mutter.

Kadriye Demirel starb nicht sofort. Als ihr Bruder ihr den Schädel mit einem Stein eingeschlagen und sie mit einem Beil verletzt hatte, lag das Mädchen halb verblutet auf der Straße. Nach sechsmonatigem Koma starb sie am 17. November 2003.

Kurz nach dem Tod des Mädchens schien die Familie gespalten zu sein, manche fühlten wenig Trauer. „Schade, dass Kadriye tot ist, aber sie hat es nicht anders verdient. Was bleibt uns denn noch, wenn wir unsere Ehre verlieren? Wäre ich ein Mann, hätte ich das Gleiche getan“, vertraut Kadriyes Schwester Leyla der Zeitung „Milli- yet“ an. „Es ist normal, dass sie ermordet wurde“, sagt Yilmaz, ein Bruder, „denn ein Mensch lebt für seine Ehre. Ich finde es schlimm, dass meine Schwester tot ist. Aber es ist auch schlimm, dass Ahmet in der Zelle sitzt für etwas, was normal ist.“

Hätte Ahmet seine Schwester nicht ermordet, die Mitglieder der Familie Demirel wären zweifellos die Parias des Viertels geworden. Als Kadriye noch lebte, drehten die Nachbarn die Köpfe zur Seite, wenn Ahmet über die Straße ging. Als Kadriye tot war, wurde alles wieder so wie früher.

„Wenn ein Familienmitglied zweifelt oder sich weigert, etwas gegen die Schande zu tun, wird die ganze Familie durch die Gemeinschaft bestraft“, sagt Vildan Yirmibesoglu, Anwältin und Vorsitzende des Rates für Menschenrechte der Provinz Istanbul. „Aber meistens findet sich jemand, der die Ehre wiederherstellt.“ Die Anwältin erzählt die Geschichte von Vater Gök in Urfa, der seine Tochter Sevda nicht ermorden wollte. Das Mädchen hatte nichts getan, es war Zielscheibe von Klatsch geworden. Der Großvater regelte die Angelegenheit. Zwei Neffen schnitten dem Mädchen mitten auf dem Marktplatz die Kehle durch.

Vildan Yirmibesoglu ist eine Autorität auf dem Gebiet von Ehrenmorden in der Türkei. Als Erste hat sie die grauenhafte Praxis untersucht und aus der Tabusphäre geholt. Anfang der neunziger Jahre war sie von Istanbul nach Gaziantep im Südosten der Türkei gezogen. Dort wohnte sie 13 Jahre. „Schon bald lernte ich, dass die Ehrenmorde das wichtigste Frauenproblem sind“, erzählt sie. So sahen das nicht alle. 1993 tobte im türkischen Südosten der Krieg zwischen der türkischen Armee und der Separatistenpartei PKK. Ganze Dörfer wurden niedergebrannt, Tausende wurden vertrieben. Yirmibesoglu erhielt kein Gehör bei der lokalen Obrigkeit. Es gab andere Probleme. „Leichtere Fälle“ wie Ehrenmorde sollten später behandelt werden. Also recherchierte Vildan Yirmibesoglu auf eigene Faust. Sie sammelte Gerichtsprotokolle, verschickte Pressemitteilungen, besuchte Familien von Opfern. „Oft saßen die Mütter schluchzend in einer Ecke. Väter blickten stur zur Seite. Für sie war der Mord Erlösung.“

Gerüchte besiegeln Schicksale
Vildan Yirmibesoglu erfuhr rasch, auf welche Weise die Ehre besudelt werden kann. „Ehebruch einer verheirateten Frau, entjungferte Mädchen, uneheliche Schwangerschaften, zu spätes Nachhausekommen mit einem fremden Jungen – und diese Dinge müssen noch nicht mal wirklich geschehen sein.“ Manchmal reicht Gerede. Dann geht der Familienrat, ein Club von Männern, dazu über zu bestimmen, wer den Mord ausführt und wann.

Kadriye, Semse, Güldünya, Sevda – Jahr für Jahr wuchs die Opferliste der Anwältin. Verlässliche Angaben über die Zahl der Ehrenmorde gibt es nicht. Dreihundert pro Jahr, sagen manche Quellen. Andere schätzen, dass es mehr sind. Die Fälle, über die die Medien berichten, sind die Spitze des Eisberges. In abgelegenen Dörfern der Türkei ist es leicht, eine Frau verschwinden zu lassen, ohne dass es jemand bemerkt. Viele Frauen und Mädchen haben keinen Personalausweis. Es sind Frauen, die nicht existieren.

Von „falschen“ Selbstmorden erzählen zudem die Experten. Letztes Jahr wurde die Leiche der 24-jährigen Sevide Uyanik aufgefunden. Selbstmord, sagte die Schwiegerfamilie. Den Leichenbeschauer überkamen Zweifel. Nie zuvor hatte er einen Suizid mit einer schweren Kalaschnikow gesehen. Wenige Tage später wurde Sevides Schwager festgenommen – wegen Mordes. Sevide war schwanger, möglicherweise hatte er sie vergewaltigt. Zwei Tage vor ihrem Tod bekam sie Wehen. Die Leiche des Babys wurde wenige Kilometer außerhalb des Dorfes gefunden, in einem Garten verscharrt.

Auch Vildan Yirmibesoglu stieß bei ihrer Durchsicht von Gerichtsakten auf falsche Selbstmorde. Nicht selten erhängen sich Mädchen aus Angst vor Ermordung. Sie erhalten einen Strick und einen Stuhl. Draußen wartet die Familie. „Der tragischste Fall, der mir unterkam, war der eines Mädchens, das nicht an das Seil herankam“, erinnert sie sich. „Der Stuhl war zu niedrig. Sie legten ein Kissen dazu. Doch dann verbog sich das Stuhlbein. Stundenlang suchte die Familie nach einer Lösung. Irgendwie konnte sich das Mädchen dann doch aufhängen.“

Mittlerweile gibt es zahlreiche Aufklärungskampagnen, auch Untersuchungen und Dokumentationen. Aber ein klares Gesetz gegen Ehrenmorde fehlt. Denn trotz der großen Lobbyarbeit blieb die regierende AKP-Partei vorsichtig bei der Strafrechtsreform. „Wir hatten bei der Regierung einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der Ehrenmord als vorsätzlichen Mord behandelt, doch das wurde abgeschmettert“, sagt Liz Amado von der Frauenorganisation „Women for Women's Human Rights“. „Dabei werden Ehrenmorde vorsätzlich begangen, vorsätzlicher geht es gar nicht.“ Für Amado ist der einzige Lichtblick bei der Rechtsreform „die Abschaffung des Artikels, der mildernde Umstände bei Morden wegen Ehebruchs vorsah. Aber nun denkt jeder, dass damit auch Täter von Ehrenmorden erfasst sind. Und sie vergessen dabei das Gesetzesprinzip der ,ungerechtfertigten Anstiftung' seitens des Opfers, was mildernde Umstände rechtfertigt.“

Gegen diesen Paragrafen demonstrierten in den letzten Monaten Tausende Frauen. „Denn damit erhalten die Ehrenmörder meist ihren Straferlass“, weiß Amado. „Sie fühlten sich angestiftet durch das ,schamlose' Verhalten“, sagen die Angeklagten zu den Richtern. Die erkennen diese Entschuldigung oft an und urteilen milde.

Auch Ahmet Demirel hat von jenem Prinzip profitiert, als er Kadriye ermordete. In der ersten Instanz hatte der Staatsanwalt noch die Todesstrafe gefordert. Die Affäre Kadriye war zur nationalen Topnachricht geworden. Überall gab es Plakate. Frauenorganisationen demonstrierten auf den Straßen. Der Staatsanwalt wollte einen Präzedenzfall daraus machen. Doch es kam anders. Während des Prozesses sprach Ahmet über sein junges Alter. Er sei nicht 20, wie sein Pass angab, sondern allenfalls 16. Irrtümer in den Geburtsakten kommen in der Türkei häufig vor. Der Richter ordnete eine Knochenuntersuchung an. Sie ergab, dass der Junge tatsächlich erst rund 16 Jahre alt war. Ahmet wurde daraufhin zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. In zwei Jahren wird er freikommen. „Vielleicht begreift er, was er getan hat“, sagt Mutter Demirel, „wenn er das Grab von Kadriye sieht.“

Vildan Yirmibesoglu sitzt derzeit an einer Untersuchung über Ehrenmorde zwischen den Jahren 1995 und 2002. Dabei ist sie auf eine erschreckende Neuerung gestoßen. Denn bislang gibt es Ehrenmorde nur im Südosten des Landes. Anderswo versucht man Mädchen so schnell wie möglich zu verheiraten, oder sie werden verstoßen. „In den letzten Jahren aber geschahen die meisten Ehrenmorde in Istanbul. Die Täter waren Kurden, die in die Metropole gezogen waren. Der Umzug nach Istanbul hat nichts geändert an ihrer Tradition.“
Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht MadChart
MadChart:

Kuffnukken o. T.

 
02.11.04 11:53
#3
Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht chartgranate
chartgranate:

"Ehrenmorde"

 
02.11.04 12:10
#4
kann man einen perverseren Neologismus erfinden?? Was dort passiert ist weder mit Worten neutral kommentierbar,noch mit dem Verstand nachvollziehbar......einfach nur abstrus.
Wir leben übrigens alle im 21.Jahrhundert,alle im gleichen Europa und sind alle in den gleichen Geldstrom und die gleiche politische Generation eingebunden,es ist unglaublich!
Menschenrechte??? Drauf gespuckt !
Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht MadChart
MadChart:

@chartgranate:

 
02.11.04 12:14
#5
Ich meinte genau das Gleiche. Ich hab' nur versucht, es etwas komprimierter auszudrücken...
Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht chartgranate
chartgranate:

da wäre ich ehrlich gesagt

 
02.11.04 12:29
#6
nicht drauf gekommen !Interessantes Wort für einen vergleichbaren Inhalt.Hat aber den Nachteil,daß es sehr als Pauschalkeule daherkommt....
Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht Karlchen_I
Karlchen_I:

Seit vorsichtig mit euren Postings

 
02.11.04 16:54
#7
Marokkaner ermordet islamkritischen Filmemacher


Der Niederländer van Gogh war wegen seiner politischen Filme umstritten. Er hatte sich gegen die Unterdrückung von Frauen im Namen des Korans gewandt
          §


Amsterdam -  Der niederländische Filmemacher und Schriftsteller Theo van Gogh ist auf offener Straße in Amsterdam ermordet worden. Wie eine Polizeisprecherin dem öffentlichen Sender Radio 1 mitteilte, war der 47Jährige mit seinem Fahrrad unterwegs, als er von einem Angreifer niedergestochen und dann erschossen wurde. Ein weiterer Mann wurde verletzt.

Der Attentäter konnte von der Polizei gefaßt werden. Der 26jährige Verdächtige habe die niederländische und marokkanische Staatsbürgerschaft. Über sein
Motiv äußerte sich de Wit zunächst nicht.

Staatsanwalt de Wit sagte, der mutmaßliche Attentäter habe auf dem Körper seines Opfers eine Botschaft hinterlassen. Nach Angaben der Polizei versuchte der Mann nach der Tat zu flüchten. Es kam zu einer Schießerei, bei der mindestens zwei Passanten verletzt wurden.

Van Gogh ist wegen seiner Filme und Zeitungskommentare in den Niederlanden umstritten. Sein letzter Kurzfilm „Submission“ bei dem es um die Unterdrückung von Frauen im Namen des Korans geht, hatte in der moslemischen Gemeinde heftige Reaktionen ausgelöst. Das Drehbuch dazu hatte die aus Somalia stammende rechtsliberale Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali geschrieben, die immer wieder auf die Unterdrückung von Frauen im moslemischen Milieu der Niederlande hinweist.

Zuvor Morddrohungen erhalten

Nach der Ausstrahlung des Kurzfilms im niederländischen Fernsehen hatte Van Gogh wiederholt Morddrohungen erhalten und war gegen seinen Willen unter Polizeischutz gestellt worden.

Vertreter der niederländischen Regierung und Königin Beatrix äußerten sich schockiert über die Tat. Regierungschef Jan Peter Balkenende warnte in einer ersten Reaktion vor vorschnellen Schlüssen über die Tathintergründe. Er würdigte Van Gogh als einen entschiedenen „Vorkämpfer für die Meinungsfreiheit“, der sich aber wegen seiner offenen geäußerten Ansichten oftmals auch Feinde
schaffte. Theo van Gogh bezeichnete sich selbst als entfernter Verwandter des 1890 gestorbenen niederländischen Malers Vincent van Gogh.  WELT.de
Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht bilanz
bilanz:

Ja Karlchen

 
02.11.04 17:00
#8
Habe das auch vorhin gelesen.
Und jetzt will ich zum Haus hinaus auf ein schönes
Bier? Oder besser zu Hause bleiben und das Bier
online nach Hause bestellen?

Hmmmmmmmmm ich entscheide mich doch fürs erstere.

Gruss bilanz
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Türkei: Politiker zerreisst Menschenrechtsbericht Karlchen_I

Viel Spaß. Aber wirklich nur ein Bier? o. T.

 
#9


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