Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm!

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Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! denkidee
denkidee:

Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm!

2
08.08.06 13:03
#1
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm!

Erdbeeren, Salat, Gemüse - Wo die Gefahr lauert, wie Sie sich schützen können Infektionsweg: So vermehrt sich der Bandwurm
Es ist Beerenzeit und was gibt es Schöneres, als bei einem Waldspaziergang von wild wachsenden Himbeeren, Heidelbeeren oder Walderdbeeren zu kosten. Früher konnte man das ohne Bedenken tun. Heute ist hierbei Vorsicht geboten. Genauso wie bei bodennah wachsendem Obst und Gemüse. Ein kleiner, aber gefährlicher Parasit, trübt das Naschvergnügen: Der Fuchsbandwurm. Auf den Menschen übertragen, kann er eine unheilbare Krankheit auslösen. Wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird, droht sie sogar tödlich zu verlaufen.
Der sogenannte „Kleine Fuchsbandwurm“ kommt mittlerweile in ganz Deutschland vor. Grund ist der starke Anstieg der Fuchspopulation und das damit verbundene Vordringen des Räubers in die Wohngebiete des Menschen. Jeder zweite Fuchs trägt den Parasiten bereits in sich.

Der nur zwei bis vier Millimeter große Parasit lebt im Darm von Füchsen. Mit dem Kot werden die Eier des Bandwurmes ausgeschieden und verteilt. Oft wird er von Nagetieren wie Mäusen oder Kaninchen aufgenommen.

Im Darm dieser Zwischenwirte schlüpft dann die Ei-Larve, durchdringt die Darmwand und wird mit dem Blut in die Leber und andere Organe getragen. Dort vermehren sich die Parasiten zu Tausenden und durchsetzen das befallene Organ derart, dass die Bewegungsfähigkeit der Nager stark eingeschränkt wird. Dadurch werden die Tiere zur leichten Beute für den Fuchs, womit sich der Kreis wieder schließt.

Alle bodennah wachsenden Früchte sollten vor dem Verzehr immer erst gewaschen werden. (Foto: andresr/fotolia)
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Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! EinsamerSamariter
EinsamerSam.:

Ich bin gerade meinen Garten am abroden ;-) o. T.

 
08.08.06 13:10
#2
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! denkidee
denkidee:

Infektionsschema Fuchsbandwurm

 
08.08.06 13:51
#3
(Foto: Veterinäramt Erlangen)

Infektionsschema Fuchsbandwurm
Die Grafik zeigt die verschiedenen Entwicklungsstadien und Lebensorte des Fuchsbandwurmes.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! 50475
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! Karlchen_II
Karlchen_II:

Jepp - Hunde und Katzen gleich mit ausrotten. o. T.

 
08.08.06 13:53
#4
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! Dautenbach
Dautenbach:

Fuchsbandwurm der Leber

 
08.08.06 13:55
#5
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! denkidee
denkidee:

Kleiner Wurm, große Gefahr!

 
08.08.06 14:05
#6
Kleiner Wurm, große Gefahr!

Isst der Mensch von verseuchten Beeren, Wildgemüse oder Fallobst, so kann er zum Zwischenwirt werden und an der sogenannten Echinokokkose erkranken. Es entwickeln sich Zysten in der Leber, die zu tumorartigen Gebilden heranwachsen können. Vorausgesetzt die Erkrankung wird überhaupt als Echinokokkose erkannt, besteht dann die Therapie in einer Operation oder aber in einer lebenslangen Einnahme von Chemotherapeutika.
Wird der Bandwurmbefall nicht rechtzeitig diagnostiziert, verläuft die Krankheit tödlich. Das Tückische daran: Erst nach einer Zeit von 10 bis 15 Jahren, bricht die Echinokokkose aus, da der Bandwurm im Menschen sehr viel langsamer heranwächst. Die Symptome sind leider sehr unspezifisch: Druckgefühl im Oberbauch, Völlegefühl und in späteren Stadien Gelbverfärbung der Haut.

Grund zur Panik besteht dennoch nicht. Nach bisherigen Untersuchungen erkranken nur etwa zehn Prozent nach einer Infektion auch tatsächlich an der Krankheit. Denn es konnten bei gesunden Menschen Antikörper nachgewiesen werden, die darauf hindeuten, dass der Köper mit dem Parasiten Kontakt hatte und diesen wahrscheinlich abgetötet hat.

Vorsicht ist trotzdem geboten. Experten befürchten aufgrund der immer weiteren Verbreitung des Fuchsbandwurmes ein häufigeres Auftreten von Krankheitsfällen in ca. 10 bis 15 Jahren.

Vier Millimeter, die töten können: Ein ausgewachsenes Wurmexemplar, im dunklen Bereich links befinden sich die Eier. (Foto: Focus)  
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Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! nauticus
nauticus:

Fazit....

 
08.08.06 14:20
#7
Früchte sind heutzutage auf jeden Fall vor dem Verzehr zu desinfizieren.
Die Beeren vor dem Genuss erst in Alkohol einlegen!

Ob es nun eine fantastische Erdbeerbowle oder ein schöner Aufgesetzter (Wodka Brombeere, sehr legga) ist.

Der Fuchsbandwurm überlebt diese Behandlung nicht, man hätte mit dem toten Fb sogar noch eine schöne Eiweisszulage für den Körper!


Aber Vorsicht, man sollte pro Tag nicht mehr als ein Pfund (einen halben Liter) dieser behandelten Früchte geniessen, es drohen eine Fettleber, viel zu hohe Cholesterinwerte und überhaupt, viel Mecker vom Hausarzt bei der nächsten Blut-Untersuchung.

@denkidee!
Erst die tollen Rezepte und dann den Shice mit dem Fux...., wat soll dat?  ;o))

Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! denkidee
denkidee:

So können Sie sich schützen

 
08.08.06 16:01
#8
So können Sie sich schützen

Der genaue Infektionsweg für den Menschen ist wissenschaftlich nicht vollständig gesichert. Doch alle bodennah wachsenden rohen Waldfrüchte, Wildgemüse, Pilze, Fallobst, aber auch Erdbeeren, Salat oder Gemüse aus Freiland- bzw. Gartenanbau sollten nie ungewaschen gegessen werden. Auf Waldfrüchte allerdings sollten Sie am besten ganz verzichten.
Ab 60 Grad Celsius werden die Bandwurmeier abgetötet. Einfrieren bringt erst ab minus 80 Grad den gewünschten Erfolg. Auch Desinfektionsmittel und Alkohol können den Eiern nichts anhaben.

In Regionen mit starkem Fuchsbandwurmbefall (Harz, Thüringer Wald, Schwäbische Alb) müssen Katzen und Hunde die Mäuse fangen, regelmäßig entwurmt werden. Nach dem Streicheln immer gründlich Hände waschen.

Kinder sollten keine Grashalme in den Mund nehmen und keine toten Tiere wie Füchse, Marder, Mäuse usw. anfassen.

Der Fuchs drängt immer mehr in die Wohngebiete des Menschen und verbreitet somit auch den Fuchsbandwurm. (Foto: dpa)  
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! 50496
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! nauticus
nauticus:

Shice,

 
08.08.06 16:15
#9
die überleben sogar polnischen Wodka!?

Mein schöner Brombeerschluck, soll ich den jetz in den Gulli kippen?  ;o))
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! nauticus
nauticus:

Baileys ohne Würmer selbst gemacht

 
15.08.06 21:40
#10
400 ml Sahne
4 Eigelb
schaumig schlagen

1/4 Liter Korn
4 cl Rum
1 Esslöffel Nutella
1 Teelöffel löslichen Kaffee
200 g Puderzucker

Alles umrühren.

Legger....legger

Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! Dautenbach
Dautenbach:

anschl. brauchst Du einen Fuchsbandwurm,

 
15.08.06 21:44
#11
der die Kalorien langsam wieder aufzehrt  ;-)
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! bernstein
bernstein:

alles panikmache.

2
15.08.06 21:49
#12
wenn man die beeren vernünftig wäscht wie anderes obst auch passiert gar nix.
gehe seit jahrzehnten in die blaubeeren mit erträgen von rund 5-6 wassereimer
voll und ich lebe immer noch.
was besseres gibt es gar nicht als diese vitaminbomben.wenn ich da an diese
zuchtdinger denke,pfui deibel.
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! Bullish_Harami
Bullish_Harami:

#12

 
15.08.06 22:02
#13
Dann hast Du noch ungefähr 5 Monate, da der Fuchsbandwurm nach "Jahrzehnten und 5 Monaten" ausbricht. Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! 2733676img116.exs.cx/img116/6469/g5cgrin.gif" style="max-width:560px" alt="Grin 5" />
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! nauticus
nauticus:

@ Dautenbach, kann man eigentlich mit einer

 
15.08.06 22:02
#14
gut dosierten Dosis Füx-bandi ein wenig abnehmen?

@ bernstein, sehe ich genauso!
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! Dautenbach
Dautenbach:

zumindest Lebergewebe - siehe #5

 
15.08.06 22:06
#15
ansonsten musst Du die Frage an Prof. Denkidee richten

;-)))
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! bernstein
bernstein:

bullish,da freu ich mich jetzt schon drauf. o. T.

 
15.08.06 22:08
#16
Tödliche Beeren: Vorsicht, Fuchsbandwurm! Kicky

Hunde-und Katzenbesitzer in Süddeutschland sind

 
#17
menr gefährdet! srtammt aus einer Recherche ,die ich vor einiger Zeit für meine Tochter gemacht habe irgendwo bei google:Die Echinokokkose kommt in den meisten Gebieten endemisch vor, breitet sich jedoch zusehends auf ganz Mitteleuropa aus, da immer mehr Rotfüchse in die Städte abwandern und sich der Fuchsbandwurm dort vor allem unter der Nagetierpopulation ausbreiten kann. Die Befallsdichte schwankt erheblich, in manchen Regionen sind bis zu 70 % der Füchse befallen (Südwestdeutschland), in anderen nur bis zu 5 %.Vor allem im Gebiet der Schwäbischen Alb.Die Anzahl der Übertragungen auf den Menschen ist offensichtlich sehr gering. In ganz Europa sind im Zeitraum von 1982 bis 2000 lediglich 559 Fälle der alveolären Echinokokkose bekannt, wobei allerdings berücksichtigt werden muss, dass die tatsächliche Zahl der Fälle aufgrund der erst im Jahre 2000 begonnenen zentralen Erfassung nicht genau angegeben werden kann. Obwohl die Zahl der mit dem Bandwurm infizierten Füchse in Endemiegebieten relativ hoch ist, wurde kein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer hohen Population von befallenen Füchsen und erhöhten Infektionsraten beim Menschen festgestellt. Daher wurde selbst in Gebieten, in denen bis zu 60 % der Füchse befallen waren, kein größerer Anstieg der an Echinokokkose erkrankten Menschen festgestellt.Die Hauptzahl der Fälle wurde bei Personen beobachtet, die entweder beruflich oder privat mit Landwirtschaft und Waldbau zu tun hatten. In 70 % der gemeldeten Fälle sind Hunde- oder Katzenbesitzer betroffen. Es wird daher davon ausgegangen, dass bei den meisten Fällen erst eine Dauerexposition zur Infektion führen kann und keine einmalige Aufnahme der Bandwurmeier.

Früchten und Beeren aus Bodennähe (weniger als 60 bis 80 cm über dem Boden) oder Pilzen können möglicherweise Bandwurmeier anhaften. Jedoch wurde bei Risikostudien kein Zusammenhang zwischen dem erhöhten Verzehr von Beeren oder Pilzen und erhöhten Infektionsraten festgestellt. Bisweilen wird immer noch empfohlen, bodennah gesammelte Früchte und Beeren niemals ungewaschen zu essen. Tiefgefrieren der Früchte reicht nicht aus, da die Eier erst bei - 80 °C absterben; die Früchte sollten, wenn die Möglichkeit besteht, gekocht werden. Beim Umgang mit mäusefangenden Haustieren, wie Hunden oder Katzen, ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Hiervon geht vermutlich das größte Infektionsrisiko aus, da in 70 % der 559 zwischen 1982 und 2000 untersuchten Fälle Katzen oder Hundehalter betroffen waren. Nach der Berührung des Fells mit den Händen, zum Beispiel durch Streicheln, sollten diese nicht ungewaschen zum Mund geführt werden, insbesondere wenn das Fell in der Afterregion berührt wurde. Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchs-Populationen gehalten werden, sollten regelmäßig entwurmt werden.


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