Die angeschlagene TelDaFax AG plant ihr operatives Geschäft in zwei Töchter auszulagern. So werde die neue Gesellschaft TelDaFax New Line die Vermarktung der bisherigen Produkte übernehmen. Die TelDaFax Communication Center wird die Bereich Call-Center und Mehrwertdienste übernehmen. Zudem sollen die Beteiligungen an der NetzTel Plus AG, GeoNet Systems und Demuth Dietl GmbH verkauft werden:
Das Telekom-Unternehmen Teldafax wird sein operatives Geschäft auslagern und zukünftig als Reseller auftreten. Ausgelagert wird das Call-Center-Geschäft und die bisherigen Produkte, die in der Teldafax New Line zusammengefasst werden. Das ist das Ergebnis der Pressekonferenz in Marburg am Mittwoch.
Die Beteiligungen an Netztel, Geonet Systems und der Demuth Dietl GmbH sollen verkauft werden. Allerdings ist nach Worten des Vorstands Stefan Koch kein großer Verkauferlös zu erwarten. Das Unternehmen befindet sich hier in Endverhandlungen mit Interessenten.
Gleichzeitig verhandelt man mit verschiedenen Netzbetreibern über den Zugang zu deren Telekom-Netzen, nachdem die Telekom den Netzzugang gesperrt hat.
Die Aktie notiert zeitweise mehr als 20% im Plus. Trotz der angekündigten Maßnahmen bleibt die Zukunft des insolventen Unternehmens ungewiss. Die Marburger drücken nach Angaben des Insolvenzverwalters Bernd Reuss Schulden von 200 bis 300 Mio. DM.