Taktik: Falle Bagdad ?

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Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Taktik: Falle Bagdad ?

 
04.04.03 12:13
#1

Die US-Truppen haben dramatische Fortschritte gemacht und rückten in Sichtweite Bagdads vor. Gleichzeitig wurde die Frage immer drängender, was als nächstes geschieht.

 
Vor einer Woche sagte Iraks Verteidigungsminister vorher, dass die Bündnistruppen "in fünf bis zehn Tagen in der Lage sein könnten, unsere Stellungen in Bagdad einzukreisen". Er sagte das, als wäre das alles Teil des großen irakischen Plans, und fügte düster hinzu: "Der Feind muss nach Bagdad hineinkommen und das wird sein Grab werden."

Selbst wenn man die übliche Großtuerei des Regimes abzieht, scheint es so, als würden sich die vorrückenden Bündnistruppen auf unheimliche Weise an einen Zeitplan halten, den die irakische Führung erwartet, wenn nicht gar diktiert hat.


Ohne blindwütig drauflos zu spekulieren, lässt sich die Frage nicht beantworten, aber gestellt werden muss sie trotzdem: Weiß der Minister etwas, das wir nicht wissen? Hat er das Unvermeidbare eingesehen oder wird das 5. US-Korps in eine Falle gelockt?

Verblüffender Ton

Auf jeden Fall gehen die Amerikaner und Briten keine Risiken ein: Die Soldaten der 3. Infanteriedivision haben ihre ABC-Schutzanzüge angelegt. Die Leichtigkeit, mit der sie südwestlich der Hauptstadt durch Kerbala marschiert sind, hat sie stutzig werden lassen. Die "rote Linie" ist längst überschritten. Ab hier, so hatten die Bündnispartner im Vorfeld des Kriegs spekuliert, wird es immer wahrscheinlicher, dass Saddam Hussein zu C-Waffen greift.


Gegenwärtig dominiert ein verblüffter Ton die meisten Medienberichte von der Front und aus Bagdad. Wo ist der Widerstand? Wo sind die Divisionen der Republikanischen Garde? Bis Mittwoch nachmittag war die Zerstörung von gerade einmal 20 Panzern der Medina-Division zweifelsfrei bestätigt worden. Und wo sind die 30.000 Kämpfer der Speziellen Republikanischen Garde, dem harten Kern der Saddam-Anhänger, die angeblich den "Ring aus Stahl" innerhalb Bagdads verteidigen?

Halbherzig angelegte Stellungen

Ring aus Stahl? Der BBC-Korrespondent Rageh Omar hat sich in der Stadt umgesehen und keine Spur davon gesehen. Entlang der großen Verbindungsstraßen hat er einige halbherzige Stellungen mit Sandsäcken gesehen, aber keine großen Hindernisse, nichts, was einen Abrams-Kampfpanzer aufhalten könnte. Das tägliche Leben gehe ganz normal weiter, so Omar, die Menschen seien auf den Märkten, der Verkehr fließe wie sonst auch.


Doch die Vorstellung, dass die Verteidigung einer Stadt nach einem linearen Muster abläuft - oder überhaupt zu sehen ist -, ist so veraltet wie die Barrikaden der Französischen Revolution. Sollten die Bündnistruppen beschließen, in die Stadt vorzustoßen, könnte ein möglicher Plan darin bestehen, eine Strategie der "selektiven Dominanz" zu verfolgen. Dabei werden die Truppen an Schlüsselpunkten und entlang wichtiger Achsen zusammengezogen. Man umgeht Wohngebiete, in denen sich große Mengen an Soldaten verlieren könnten - ein Luxus, den sich die Amerikaner und Briten nicht erlauben können und der hohe Verluste bei den Militärs wie auch der Zivilbevölkerung nach sich ziehen könnte.

Labyrinthe der Nebenstraßen

Auch die Republikanischen Garden könnten sich bei der Verteidigung für eine Selektivstrategie entscheiden. Dabei würden sie versuchen, die Eindringlinge von deren Schlüsselpositionen entlang der wichtigsten Straßen in die Labyrinthe der Nebenstraßen zu locken. Dort würde die technologische Überlegenheit der USA nicht zum Tragen kommen, die Verteidiger könnten dagegen ihre Ortskenntnis ausspielen.


In den 90er Jahren haben die Kämpfer im tschetschenischen Grosny perfektioniert. Sie ließen die gepanzerten Kolonnen der Russen bis weit in die Stadt vorstoßen und lockten sie dort in Hinterhalte. Die mobilen Panzer und die überlegene Feuerkraft waren für Auseinandersetzungen auf einem offenen Schlachtfeld ausgelegt und nutzten ihnen in den engen Straßen nichts.


Tarnen und Täuschen

Damit diese Taktik aufgeht, ist hervorragende Tarnung von Nöten. Auch hier liefert die jüngere Vergangenheit ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie technologisch überlegene Truppen durch die uralte Technik des Tarnens und Täuschens aufs Glatteis gelockt werden können: Obwohl die US Air Force die 3. jugoslawische Armee im Kosovo 70 Tage lang bombardierte, kam diese relativ unbeschadet aus ihren Verstecken. Berichten zufolge soll diese Armee gerade einmal 13 Panzer verloren haben.


Hoffentlich ist es so, dass die Republikanische Garde die Vorzeichen richtig deutet und sich einfach aus dem Staub macht. Aber nur weil BBC und US-Luftwaffe keine Vorbereitungen für Verteidigungsmaßnahmen erkennen können, bedeutet es nicht, dass nichts Derartiges im Gange ist.

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Taktik: Falle Bagdad ? ecki
ecki:

Die militärische Unterstützung ging bis 75

 
06.04.03 02:15
#32
DIE DRITTE PHASE DES KRIEGES: DER BÜRGERKRIEG

Bis Ende März 1973 hatten die USA alle ihre Truppen aus Vietnam abgezogen, Süd-Vietnam jedoch weitere wirtschaftliche und militärtechnische Hilfe zugesagt.

In Vietnam gingen die Kämpfe zwischen kommunistischen Einheiten und südvietnamesischen Regierungstruppen trotz des Waffenstillstandsabkommens weiter; beide Seiten suchten ihre Gebiete zu verteidigen bzw. auszuweiten. Ende 1974 begannen die nordvietnamesischen Truppen eine Großoffensive gegen den Süden; die südvietnamesischen Truppen, jetzt ohne die Unterstützung seitens der USA, mussten sich nach und nach zurückziehen, und nach dem Fall von Huë Mitte März 1975 war der Krieg für Süd-Vietnam verloren. Am 21. April trat Präsident Nguyen Van Thieu zurück, am 30. April wurde Saigon eingenommen, und am selben Tag kapitulierte Süd-Vietnam gegenüber der Provisorischen Revolutionsregierung der FNL. Am 2. Juli 1976 wurde mit der Errichtung der Sozialistischen Republik Vietnam der gesamtvietnamesische Staat wieder hergestellt.

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Die berühmten Aufnahmen mit Räumung der USA-Botschaft in Saigon mit dem letzten Hubschrauber sind vom April 75.

Aber ist ja egal, ist von der dpa der obige Artikel. Er zeigt, dass nicht alle Amis "Jubelperser" sind.

Grüße
ecki  
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Nassie:

Saddams Ende naht

 
06.04.03 11:42
#33
Tausende Tote bei Kämpfen im Süden Bagdads 11:29:35
Bei dem Vorstoß der US-Infanterie-Einheit am Samstag im Süden von Bagdad sind nach US-Armeeangaben zwischen 2000 und 3000 Iraker getötet worden. Wie der Sprecher des US-Oberkommandos Mitte, Jim Wilkinson, in Katar mitteilte, wurden diese Zahlen dem kommandierenden General Tommy Franks genannt.  

US-Truppen wollen Bagdad vollständig einkreisen 11:26:48
US-Infanterietruppen rücken nach US-Angaben von verschiedenen Seiten auf Bagdad vor und wollen die irakische Hauptstadt noch heute vollständig abriegeln. Die 3. Brigade der 3. Infanteriedivision stoße vom Westen der Stadt aus nach Norden vor, sagte Major Rod Legowski auf dem Internationalen Flughafen von Bagdad. Die Marines rückten zugleich vom Südosten auf den Tigris vor.  

Offenbar 7000 US-Soldaten auf Bagdader Flughafen 10:19:27
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben 7000 Soldaten auf dem internationalen Flughafen von Bagdad in Stellung gebracht und ist derzeit damit beschäftigt, dort rasch einen kleinen Stützpunkt aufzubauen. Damit bekräftigten die USA, den Flughafen unter ihrer Kontrolle zu haben und traten irakischen Angaben entgegen, der Flughafen sei teilweise zurückerobert worden.  

BBC: Panzerkolonne unterwegs nach Bagdad 09:40:33
Nach einem Bericht der BBC bewegt sich eine "massive US-Militärkolonne" vom Süden aus auf die irakische Hauptstadt zu. Korrespondent Peter Grant, der die Kampftruppen begleitet, sprach von 2000 Panzern, Infantriefahrzeugen, gepanzerten Fahrzeugen und Nachschubfahrzeugen.  

Bin auch schon wieder gespannt was uns der verlogene Irakische Informationsminister heute für Lügenmärchen auftischt.
Taktik: Falle Bagdad ? PRAWDA
PRAWDA:

Ich sag mal: Die Amis haben

 
06.04.03 12:19
#34
noch gar nicht richtig losgelegt ...
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Nassie:

NTV

 
06.04.03 12:24
#35
Britische Truppen marschieren massiv in Basra ein.
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Nassie:

BBC

 
06.04.03 12:57
#36
: Briten wollen Basra

Militärsprecher: Die Bedingungen sind richtig


Ein britischer Militärsprecher hat bestätigt, dass die Entscheidung zur Einnahme der südirakischen Stadt Basra gefallen ist. Sprecher Chris Vernon sagte der BBC: "Dies ist die Gelegenheit, die Bedingungen sind richtig." Berichten zufolge sind "hunderte" von Panzern und mehrere tausend Soldaten an der Aktion beteiligt. Der Flughafen der zweitgrößten irakischen Stadt sei eines der Ziele.

Nach Berichten von Korrespondenten vor Ort trafen die Soldaten nur vereinzelt auf Gegenwehr. Über den Standort der Truppen gab es unterschiedliche Angaben. Einige Berichte sprachen davon, dass die Panzer bereits das Zentrum erreicht hätten. Die ITV-Reporterin Juliet Bremner berichtete von Truppenbewegungen im Norden der Stadt. Die irakischen Kräfte seien von dem Angriff «völlig überrascht» worden, fügte sie hinzu.

Am Morgen waren Panzereinheiten am Morgen zu "neuen Positionen" in der zweitgrößten irakischen Stadt vorgestoßen. Sie würden mit Gewehrfeuer beschossen, hieß es. In der Umgebung eines Fabrikkomplexes habe es "schwere Gefechte" mit Milizen gegeben. Ein US-Kampfhubschrauber vom Typ Cobra habe die Briten aus der Luft unterstützt. Das Gebäude sei von der Bevölkerung geplündert worden, berichtete ein BBC-Korrespondent.

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Nassie:

Erneuter Einmarsch in Bagdad

 
06.04.03 13:49
#37
Alliierte erneut in Bagdad

Bagdad (dpa) - Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden sind alliierte Panzerverbände nach Bagdad vorgestoßen. Hauptmann Al Lockwood sagte in einem CNN-Interview im US-Hauptquartier in Katar, es gehe unter anderem darum, Straßenkontrollpunkte einzurichten. Die Truppen seien auf vereinzelten Widerstand irakischer Milizen gestoßen. Wie der irakische Informationsminister Mohammed Sajjid el Sahhaf sagte, haben irakischen Soldaten und Kämpfer in der Nacht 50 amerikanische Soldaten getötet.

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Nassie:

Granateneinschläge in Innenstadt

 
06.04.03 15:25
#38
AFP: Mörsergranaten in Bagdads Innenstadt 14:47:46
Mehrere Mörsergranaten sind in der Innenstadt von Bagdad eingeschlagen. Auch Raketensalven waren erstmals deutlich im Stadtzentrum zu hören, berichtet ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Über mögliche Opfer ist noch nichts bekannt.  
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Nassie:

Basra gefallen

 
06.04.03 16:27
#39
London (dpa) - Nach zwei Wochen des Abwartens vor den Toren von Basra ist das britische Militär am Sonntag überraschend in das Zentrum der zweitgrößten irakischen Stadt vorgedrungen. Die 7. Panzerbrigade der «Desert Rats» (Wüstenratten) sei bei dem Vormarsch aus drei verschiedenen Richtungen nur auf vereinzelten Widerstand gestoßen, teilte Armeesprecher Al Lockwood am Sonntag beim Zentralkommando in Doha (Katar) mit. Laut dem britischen Sender BBC wurde auch der Flughafen eingenommen.

Ursprünglich hätten die Briten am Sonntagmorgen lediglich Kontrollpunkte in den Außenbezirken der Millionenstadt errichten wollen, berichtete Lockwood. Doch wegen des «freundlichen Empfangs» durch die Zivilbevölkerung sei an Ort und Stelle entschieden worden, in das Zentrum vorzudringen. «Die Gelegenheit war da, die Bedingungen waren günstig», sagte Militärsprecher Chris Vernon dem TV-Sender Sky News.

Nach Angaben Lockwoods ist die Führung der regierenden Baath-Partei in Basra entweder «ausgerottet» worden oder geflohen. Laut Lockwood gehen die britischen Militärs davon aus, dass der als «Chemie-Ali» bezeichnete Cousin von Präsident Saddam Hussein, Hassan Ali el Maschid, nicht mehr lebt. Das Haus von Maschid in der Nähe von Basra war am Samstag bombardiert worden. Dort wurde am Sonntag die Leiche des Leibwächters von Maschid gefunden. Die Suche nach Maschid, der wegen seiner angeblichen Führungsrolle bei den Giftgasattacken gegen die Kurden vor 15 Jahren den Beinamen «Chemie-Ali» trägt, gehe weiter.

Nach Auskunft begleitender Journalisten waren an dem Vormarsch mehrere Hundert Panzer vom Typ «Challenger» beteiligt. Vereinzelt seien die drei Formationen mit mehreren tausend Soldaten von irakischen Milizen mit Panzerfäusten und Gewehrfeuer beschossen worden. «Aber die Gegenwehr war unorganisiert, es gab weder Kommando noch Kontrolle», sagte Lockwood.

«Es scheint, als würde die Bevölkerung uns willkommen heißen», sagte Lockwood Sky News. Berichte über Plünderungen von Geschäften waren nach seinen Angaben für die britischen Militärs ein weiterer Hinweis darauf, dass die Kontrolle der Baath-Partei zusammengebrochen sei. «Sie waren ein Anzeichen dafür, dass möglicherweise der richtige Zeitpunkt für einen Vorstoß gekommen ist», sagte Lockwood. Am Freitag hatten die Briten am Stadtrand von Barsa in einer «symbolischen Geste» eine Statue von Saddam Hussein zerstört.


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Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Bevölkerung freundlich

 
06.04.03 17:09
#40
El Dschasira zeigt britische Panzer in Basras Stadtzentrum

Basra (dpa) - Dutzende britischer Panzer sind ins Zentrum der südirakischen Stadt Basra vorgedrungen. Der arabische Fernsehsender El Dschasira zeigte am Nachmittag Bilder von Panzern, die durch die Straßen der Stadt fuhren. Vereinzelt drangen Schüsse aus Gebäuden. Einige irakische Jugendliche zogen jubelnd durch die Straßen. Die Truppen seien von der Bevölkerung freundlich begrüßt worden, so ein britischer Armeesprecher.
Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Bagdads Flughafen in Betrieb

 
06.04.03 19:17
#41
Erstes US-Flugzeug auf Bagdader Flughafen gelandet 19:09:23
Nach Angaben aus US-Militärkreisen ist ein erstes US-Flugzeug auf dem Flughafen von Bagdad gelandet. Amerikanische Soldaten hatten den Flughafen am Freitag besetzt, er war seitdem heftig umkämpft.  

US-Militärs: Zufahrtsstraßen nach Bagdad unter Kontrolle 18:31:04
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben alle Autobahnen und Hauptstraßen, die nach Bagdad und aus der Stadt führen, unter seine Kontrolle gebracht. Zivilisten könnten Bagdad verlassen, aber die US-Streitkräfte seien in der Lage, sämtliche alle irakische Truppenbewegungen zu unterbinden, sagte US-Vizegeneralstabschef Peter Pace dem US-Sender CNN.  

Augenzeugen: Kämpfe in der Nähe von Bagdads Zentrum 17:23:24
Die Alliierten ziehen den Ring um die irakische Hauptstadt Bagdad offenbar enger. Wie Augenzeugen berichteteten, war in der Nähe des Stadtzentrums Artilleriefeuer zu hören.  
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ruhrpottzocker:

Wann zieht der Krieg weiter in die USA ?

 
06.04.03 20:01
#42

Anscheinend ist es bald soweit. Bagdad wird fallen. Zwar hatte die Großschnauze Rumsfeld mit der Ankündigung, das schaffe man im Handumdrehen, Unrecht; aber, dass die riesige amerikanische Kriegsmaschinerie ihr Ziel erreichen würde, damit war zu rechnen.

Ich bin gespannt, ob es jetzt zu Gegenschlägen kommt. Diese dürften wohl vor allem und zuerst die USA treffen. Und wieder werden unschuldige Menschen sterben müssen.

Noch sind die Irakis Opfer. Wan werden sie zu Tätern ?    
Taktik: Falle Bagdad ? DarkKnight
DarkKnight:

@rpz: ich hab ein paar Saudis kennengelernt

 
06.04.03 20:24
#43
und denen ist das scheißegal, was im Irak passiert. Denn Moslems denken langfristig. Nicht in Dimensionen von Tagen, Monaten oder Jahren. Sie denken in Jahrhunderten.

Amerika wird dann erstürmt, wenn es genügend Hammelfleischbuden für die Eroberer gibt. Und das dauert noch.

Den Moslems ist ein Toter mehr oder weniger egal, solange das große Ziel steht: und es heißt: nieder mit den US-Schweinen.

Ich kann es nochmal anders ausdrücken: egal, wie dieser Krieg ausgeht, egal, was in den nächsten 20 Jahren passiert: die USA hat ein Problem, und das kann sie nur lösen, wenn sie alle Muslime dieser Welt tötet. Und das ist wohl eher illusorisch, oder?

In 50 Jahren gibt es keine USA mehr, da bin ich mir sicher.
Taktik: Falle Bagdad ? ruhrpottzocker
ruhrpottzocker:

Da hast du Recht, DK !

 
06.04.03 20:44
#44

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Wir stimmen überein.

Die USA haben den Krieg bereits verloren. Ob sie den Hussein bekommen oder nicht. Ob sie den Irak aufteilen oder nicht.

Sie haben sich selbst entlarvt. Die beispiellose Dummheit eines Herrn Bush hat dazu geführt, dass alle Welt weiss, dass der Terrorismus auch bei der Weltmacht USA seinen Heimplatz hat. Töten um des lieben Mammons willen - Ohne jede Rücksicht. Nur noch ganz Bescheuerte können das jetzt noch leugnen.

Man merke erstaunt auf: selbst bei so aussenpolitisch Unbedarften wie den CDU-matadoren macht sich Unbehagen breit !

Das geht weiter, und keiner wird es aufhalten  
Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

In Palästina ist Saddam ein Held

 
06.04.03 20:52
#45
Während Saddam Hussein in Bagdad seine letzte Schlacht kämpft, wird er in Gaza und im Westjordanland als Held gefeiert.




Saddams Kopf ist von üppigem schwarzen Flaum bedeckt, sein Gesicht noch ein wenig verquollen. Ein kräftiger Junge, immer hungrig und allzeit bereit zu schreien, wenn er nicht herumgetragen wird. Eine Woche ist er nun alt und bereits der Liebling seines Viertels in dem kleinen Städtchen Der el-Balah - Ort der Dattelpalmen - im Gaza-Streifen. "Wir werden ihn stets verteidigen!", rufen die Jungs, die durch die staubigen Straßen streunen und immer mal wieder bei Saddams Familie hereinschauen.

"Es war eine schwere Geburt", sagt seine Mutter Butheina. "Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet, er hat einen starken Charakter, und ich hoffe, dass er seinem Namen alle Ehre machen und einmal ein großer militärischer Führer werden wird." So wie sein Namensgeber eben, der irakische Präsident Saddam Hussein. "Saddam ist ein großer arabischer Führer, die übrigen sind Kollaborateure", sagt sie. Und Irak und Palästina, das sei eins.


Die Idee, das fünfte Kind Butheinas nach dem Diktator in Bagdad zu benennen, hatte Großvater Abdel Karim, ein würdevoll aussehender Herr mit akkurat gestutztem grauen Schnurrbart. Er hasst die "Schwäche und Feigheit" der arabischen Führer, umso mehr beeindruckt ihn der derzeitige irakische Widerstand gegen die Amerikaner. "Wir stehen an derselben Front", sagt er. Saddam Hussein sei der Einzige, der sehe, dass Frieden mit Israel unmöglich sei.


"Selbst wenn es nur einen einzigen Juden auf der Welt gäbe, kann es keinen Frieden geben", sagt Ab del Karim. Adolf Hitler habe Recht gehabt: "Die Juden sind der Grund für alle Probleme dieser Welt. Aber Gott wird sich darum kümmern."




Blinder Hass und überschwänglicher Stolz


Die Stimmung in der Familie des jungen Saddam spiegelt die Gefühlslage wider, die seit Beginn des Irak-Kriegs überall im Gazastreifen vorherrscht - eine Mischung aus blindem Hass und überschwänglichem Stolz. Lange war man hier zu sehr mit dem eigenen Kampf beschäftigt, um große Proteste gegen den drohenden Angriff der amerikanisch-britischen Koalition zu mobilisieren. Doch mit jedem Kriegstag und jedem Opfer wächst die Solidarität und Identifikation mit Irak. Für die Menschen im Gazastreifen und dem Westjordanland ist Irak nun Palästina und Palästina Irak.


Auf dem Markt in Gaza-Stadt bricht am Samstagvormittag spontaner Jubel aus, als Iraks Informationsminister in einer live übertragenen Pressekonferenz verkündet, man habe den Flughafen am Rande Bagdads von den alliierten Truppen zurückerobert.


In der Innenstadt ist inzwischen kaum noch ein Geschäft zu finden, das kein Saddam-Hussein-Poster ins Fenster geklebt hat. Pkw und Taxis sind mit irakischen Fahnen geschmückt. Der Boom begann vor zwei Wochen, berichtet ein Ladenbesitzer, der die Bilder für einen Schekel (25 Cent) pro Stück verkauft. Seitdem gehören sie zu den Bestsellern seines Krämerladens. "Saddam ist der Ritter der arabischen Nation", sagt er.




Üppige Zahlungen für Selbstmordattentäter


Ibrahim Sa’anin von der Arabischen Befreiungsfront kann sein Glück kaum fassen. Seit Jahren verteilt seine Organisation, ein Ableger der irakischen Baath-Partei, aus den Schatullen Saddam Husseins üppige Dollarzahlungen an die "palästinensischen Märtyrer": 25.000 $ für einen Selbstmordattentäter, 10.000 $ für einen Toten, 1000 $ für einen Verletzten, 5000 $ für ein zerstörtes Haus. Zuletzt wurden die Schecks am 21. März in einer feierlichen Zeremonie den betroffenen Familien überreicht.


Dennoch hielt sich das Interesse am Protest gegen den Krieg bis vor drei Wochen in Grenzen. Nun bekommt der in Irak zum PR-Fachmann ausgebildete Palästinenser unzählige Anfragen seiner Landsleute, die in Irak für Saddam Hussein kämpfen wollen. 20.000 hätten sich inzwischen beworben, behauptet er.


Da es aber so gut wie unmöglich ist, die palästinensischen Gebiete zu verlassen - weder Jordanien noch Ägypten wollen als Transitland für Selbstmordattentäter dienen -, hat Sa’anin eine andere Parole ausgegeben: In Irak hätten sich inzwischen genügend Freiwillige gesammelt, die irakische Regierung wünsche daher, dass die Palästinenser ihren Kampf in Palästina fortsetzen. "Es ist dieselbe Schlacht, derselbe Feind", sagt er, "und wenn wir in Irak verlieren, werden die Amerikaner uns einen Frieden aufzwingen, der den israelischen Interessen entspricht." Eine friedliche Lösung des Konflikts mit dem "Krebsgeschwür, das sich Israel nennt", lehnt Sa’anin selbstverständlich ab.




Irakischer Diktator beliebter als Jassir Arafat


Es ist vor allem die Furcht, als nächste ins Visier der USA zu geraten, die die Palästinenser auf die Straßen treibt. "Wir konzentrieren uns jetzt auf Irak", sagt Jamal Abu Habel, der die Irak-Komitees in Gazas acht Flüchtlingslagern organisiert. Und weil "Saddam die Supermacht USA bekämpft", sei er inzwischen "beliebter als Jassir Arafat", der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde.


Von Saddam Husseins dunklen Seiten, seinen Opfern - Tausenden mehr, als im Nahostkonflikt umkamen -, seinen Folterkammern, den vier Millionen politischen Flüchtlingen und zahllosen Exekutionen will Abu Habel nichts wissen: "Nicht alle Geschichten kann man glauben", da werde "vieles übertrieben".


Deutlicher auf Distanz geht ausgerechnet jene Organisation, die Saddam Hussein die Entsendung von Selbstmordkommandos zugesagt und ihm vergangene Woche ein Attentat im israelischen Netania "zum Geschenk" gemacht hat: der Islamische Dschihad.


Abdullah el-Schami, der politische Vertreter des Dschihad in Gaza, streicht unwillig über den Wildwuchs seines Bartes, wenn er auf den irakischen Regierungschef zu sprechen kommt. Dann findet er recht deutliche Worte: "Wir kennen Saddams Vergangenheit sehr genau. Die Widersprüche zwischen uns und ihm sind groß, und wir glauben auch nicht, dass er sich geändert hat."


Irak hat als strikt weltlicher Staat Islamisten über Jahre gnadenlos bekämpft. Doch das müsse nun beiseite geschoben werden, sagt el-Schami. "Denn die Unterschiede zu unseren Feinden sind noch größer." Der derzeitige Feldzug werde von den USA für "die Zionisten" geführt. "Der Krieg in Irak ist eine Ausweitung des Krieges in Israel. Es ist deshalb auch unser Krieg."




Gebete für amerikanischen Rückzug


El-Schami, der Fremde aus Sicherheitsgründen immer nur in Anwesenheit von Leibwächtern und selten in einem Haus zweimal trifft, betet nun für einen Sieg der Iraker. "Wenn der Widerstand stark ist, bedeutet das schon eine Niederlage für die Amerikaner", sagt er. Dann würden die USA es sich gut überlegen, ob sie im Anschluss weitere Staaten in der Region attackieren.


Selbst im Falle eines militärischen Triumphs der USA sieht el-Schami nicht alles verloren: "Keine moslemische Nation wird eine Besatzungsmacht akzeptieren." Wie viele Opfer könnten die Amerikaner bei einem Kampf aus dem Untergrund denn schon ertragen? "Für uns Moslems ist das Leben hier nur eine Etappe. Uns geht es um das ewige Leben, und das motiviert uns zum Märtyrertum." Der Dschihad-Vertreter erinnert an Somalia: Dort sei die Supermacht nach kurzer Zeit zutiefst geschockt abgezogen. "Ich hoffe, dass es ihnen in Irak genauso ergeht."


Eine Karikatur, die bei der Arabischen Befreiungsfront aushängt, zeigt siegesgewiss bereits das amerikanische Rückzugsgefecht: "Der Krieg wird Tage dauern", sagt US-Präsident George W. Bush auf dem ersten Bild. "Oder Wochen", heißt es auf dem zweiten; "Oder Monate" auf dem dritten. Und auf dem letzten schließlich: "Oder wir ziehen ab."

Taktik: Falle Bagdad ? ruhrpottzocker
ruhrpottzocker:

Gefangene Islamische Attentäter = Kriegsgefangene

 
06.04.03 20:58
#46

Da setze ich mal ein Fragezeichen hinter !

Ich verurteile Gewalt in jeder ihrer Form !

Nur - wo ist der Unterschied zu den amerikanisch-britischen Agressoren ?

Es gibt keinen im Handeln, nur einen im Gezwungen-Sein !
Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Die letzten Zuckungen von Saddam

 
06.04.03 21:24
#47
Irakisches Fernsehen: Saddam Hussein fordert Truppen zur Neugruppierung auf 20:56:43
Präsident Saddam Hussein soll die Soldaten des Landes nach Angaben des irakischen Staatsfernsehens aufgefordert haben, sich neu zu gruppieren. In einer von einem TV-Sprecher verlesenen Botschaft Saddam Husseins an die Soldaten hieß es: "Wenn Ihr Kontakt zu Eurer Einheit verloren habt, dann schließt Euch der nächsten Einheit an, die ihr findet".  

Artilleriegefechte und schwere Luftangriffe in Bagdad 20:21:38
Zwei heftige Explosionen haben das Stadtzentrum von Bagdad erschüttert. "Wir haben in der Ferne einen roten Feuerball gesehen, der so groß war, dass er an einen Sonnenuntergang erinnerte", sagte ein Reporter des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira in der irakischen Hauptstadt. In der Ferne seien außerdem deutlich Artilleriegefechte zu hören.  
Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Doch nichts mit irakischer Taktik

 
07.04.03 10:02
#48
Es geht alles viel schneller als gedacht.
Es ist aus meiner Sicht auch gut so, dass das Leiden auf beiden Seiten schnell beendet wird.
Hoffentlich wird die Regierungs-Clique schnell gefasst.  
Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Bagdad vor dem Fall

 
07.04.03 22:52
#49
Der Kampf um Bagdad ist voll entbrannt. Starke US- Panzerverbände stießen mit Luftunterstützung erstmals in die Machtzentren des irakischen Regimes in der Hauptstadt vor. Sie besetzten nach Angaben des US-Oberkommandos unter anderem den Hauptpalast von Machthaber Saddam Hussein am Westufer des Tigris und zerstörten eine große Saddam-Statue. Dabei sei es zu heftigen Bodenkämpfen mit irakischen Truppen gekommen, die den ganzen Tag über anhielten.

Nach den Worten von US-Militärsprecher Frank Thorp geht es bei dem dritten Vorstoß von US-Panzerverbänden in die irakische Hauptstadt vor allem darum, "Symbole des irakischen Machtsystems" zu treffen. Man wolle dem Regime und dem Volk ein "Signal setzen". Auch Pentagon-Kreise sprachen von einer "Machtdemonstration ".

Der Angriff auf das Stadtzentrum von Bagdad hatte am Morgen des 19. Kriegstages gegen 6.00 Uhr Ortszeit begonnen. Nach Angaben des arabischen Fernsehsenders El Dschasira wurden etwa 65 amerikanische Panzer und zahlreiche andere gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt. Nach rund dreistündigen heftigen Kämpfen berichteten dpa-Korrespondenten nur noch von vereinzeltem Widerstand.

Der irakische Informationsminister Mohammed Sajjid el Sahhaf sagte hingegen, die amerikanischen Angreifer seien zurückgeschlagen worden. Bagdad sei sicher.

Iraks Hauptstadt eingeschlossen

US-Truppen haben unterdessen die irakische Hauptstadt Bagdad eingeschlossen und an allen Hauptzufahrtsstraßen Kontrollpunkte errichtet. "Ich würde das, was wir machen, so beschreiben, dass wir Bagdad eingekreist haben", sagte US-Militärsprecherin Rumi Nielson-Green dem US-Fernsehsender Fox. Mit der Errichtung der Kontrollpunkte wolle man die Bewegung des irakischen Militärs unterbinden. Zivilisten dürften jedoch ungehindert ein- und ausreisen.

In der Nähe von Bagdad wurden zwei wichtige Brücken in der Hauptstadt nach Angaben eines US-Militärsprechers schwer beschädigt. Panzer und schwere Fahrzeuge könnten die Brücken über den Fluss Nahr Dijala östlich der irakischen Hauptstadt nicht mehr passieren. Zwei US-Marineinfanteristen seien bei den Gefechten um die Brücke getötet und mehrere verletzt worden. Ihr Fahrzeug sei von einem Artillerie-Geschoss getroffen worden. Der Nahr Dijala ist ein Zufluss des Tigris.

Verdächtige Chemikalien entdeckt

US-Soldaten haben nach amerikanischen Medienberichten in einem paramilitärischen Ausbildungslager im Süden Iraks Fässer mit verdächtigen Substanzen gefunden. Wie n-tv Partnersender CNN unter Berufung auf Pentagon-Quellen meldete, könnte es sich dabei um Nerven- und Senfgas handeln. Militärs hielten es ebenfalls für möglich, dass es sich um Pflanzenschutzmittel handelt. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld warnte vor voreiligen Schlüssen.

Basra vor dem vollständigen Fall

Unterdessen haben britische Streitkräfte nach eigenen Angaben die zweitgrößte irakische Stadt Basra am Montag größtenteils unter ihre Kontrolle gebracht. Die Truppen stießen dort allerdings auf einigen Widerstand, sagte der britische Militärsprecher Al Lockwood. Drei britische Soldaten seien bei den Kämpfen ums Leben gekommen.

"Wir haben den größten Teil der Stadt unter Kontrolle. Es gibt Widerstandsnester in der Altstadt ", sagte der Sprecher. Nach rund zweiwöchiger Belagerung von Basra waren am Sonntag erstmals britische Panzer ins Zentrum der südirakischen Stadt vorgestoßen.

"Chemie-Ali" tot

In Basra wurde die Leiche des irakischen Generals entdeckt, der 1988 Giftgasangriffe auf Kurden in Nordirak anordnete. Der britische Major Andrew Jackson erklärte, der Tod von Ali Hassan el Madschid, der unter dem Namen "Chemie-Ali " bekannt ist, sei bestätigt worden. Seine Leiche sei mit der seines Leibwächters und der des für Basra zuständigen Leiters des irakischen Geheimdienstes gefunden worden.

Madschid war ein Cousin von Staatschef Saddam Hussein. Er hatte die Aufgabe, Südirak gegen die Invasionstruppen zu verteidigen. Während der siebenmonatigen Besetzung Kuwaits 1990/91 diente Madschid als Gouverneur des Emirats. Während der Giftgasangriffe im Kurdengebiet kamen 1988 tausende Menschen ums Leben. Die alliierte Luftwaffe hatte am Samstag das Haus Madschids in Bagdad bombardiert.

Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Schlacht um Bagdad

 
08.04.03 17:27
#50
Amerikanische Bodentruppen und irakische Soldaten lieferten sich den zweiten Tag in Folge heftige Kämpfe im Zentrum von Bagdad. US-Einheiten hatten zum ersten Mal die Nacht zuvor innerhalb der Stadt verbracht. Sie lagerten innerhalb des Regierungsviertels auf dem Westufer des Tigris, ohne angegriffen zu werden, berichtete der n-tv Partnersender CNN.

Die Kämpfe flammten am Morgen des 20. Kriegstages erneut auf. Sie konzentrierten sich weiterhin auf das Regierungsviertel, wo US-Truppen am Vortag die Hauptpalastanlage von Machthaber Saddam Hussein besetzt hatten. Mehrere Bürogebäude standen in Flammen. Zwei US-Panzer vom Typ Abrams fuhren auf eine der großen Tigris-Brücken, die in den dicht besiedelten Ostteil der 5-Millionen-Stadt führen. Sie überquerten die Brücke jedoch noch nicht.

US-Einheiten arbeiteten sich auch von Südosten her in die Stadt vor. Reporter der Nachrichtenagentur dpa berichteten von Kampflärm aus südöstlicher Richtung. Sie sagten, zum ersten Mal würden die Amerikaner auch Kampfhubschrauber über dem Stadtgelände einsetzen. Den ganzen Morgen über flogen Kampfflugzeuge vom Typ A-10, so genannte Panzerknacker, unangefochten über Bagdad.

Allerdings wurde in der Nähe der Metropole nach Angaben des US-Kommandos in Katar eine Maschine abgeschossen. Der Pilot sei gerettet worden.

Durchhalteparolen des Regimes

Während US-Truppen die irakische Hauptstadt Bagdad teilweise besetzt hielten, hat Iraks Informationsminister Mohammed el Sahhaf weiter die Widerstandskraft der irakischen Armee beschworen. "Wir werden sie angreifen und zerstören", bekräftigte Sahhaf in Bagdad vor Journalisten.

Auf die Frage, ob sich die irakischen Truppen den ins Zentrum eingerückten US-Soldaten ergeben werden, sagte er: "Sie (die US-Soldaten) werden sich ergeben oder in ihren Panzern verbrennen." Bagdad bereite sich darauf vor, die Invasoren aufzureiben. Sahhaf hatte in den vergangenen Tagen wiederholt bestritten, dass US-Truppen in der irakischen Hauptstadt stehen.

Der irakische Informationsminister wird selbst dann noch behaupten sie würden die
Amis schlachten, wenn man ihn direkt vor ein Kanonenrohr gebunden hat.

Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Die Suche nach Saddams Leiche

 
08.04.03 17:32
#51
Vierzehn Menschen sind bei einem US-Bombenangriff auf ein Restaurant in einem Bagdader Wohngebiet vermutlich ums Leben gekommen. Ist Saddam Hussein, der sich dort mit seinen Söhnen aufgehalten haben soll, einer der Toten? DNS-Tests sollen Aufschluss geben.


Doha - Noch weiß niemand, ob Saddam Hussein den Angriff mit bunkerbrechenden Bomben im westlichen Bagdader Stadtteil Mansur überlebt hat. General Vincent Brooks vom US-Zentralkommandos in Katar sagte am Dienstag, die USA hätten glaubwürdige Informationen über ein Treffen wichtiger Führer in einem Gebäude in Bagdad gehabt und es daraufhin bombardiert. Der Angriff sei erfolgreich gewesen und das Gebäude zerstört worden. Bisher könne das Zentralkommando aber noch nicht sagen, wer bei dem "Enthauptungsschlag" getötet wurde.
Auch US-Präsident George W. Bush konnte sich nur unwissend über das Schicksal Saddams geben: "Ich weiß nicht, ob er überlebt hat. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass er seine Macht verliert."

Amerikanische B-1-Bomber hatten mindestens drei Gebäude im Mansur-Viertel bombardiert. Sie wollten ein Restaurant treffen, in dem sich Saddam Hussein mit seinen Söhnen Udai und Kussei sowie anderen Mitgliedern der irakischen Führung getroffen haben soll. Der Geheimdienst CIA soll den Tipp 45 Minuten vor Beginn der Aktion gegeben haben.

Der Abwurf von vier schweren Bomben richtete in dem wohlhabenden Stadtteil schwere Schäden in einem Umkreis von 300 Metern an und hinterließ einen 18 Meter tiefen, rauchenden Krater. Irakische Rettungssanitäter bargen bis Dienstagmorgen zwei Tote. Es wurde aber vermutet, dass zwölf weitere Menschen bei dem Luftangriff ums Leben kamen.

Doch ist Saddam unter den Toten? Offenbar waren auch bald schon US-Kräfte vor Ort. Gentests sollen Aufschluss geben. "Es wird viel gegraben, und es werden DNS-Tests vorgenommen", sagte ein Gewährsmann mit Kontakten zum militärischen Geheimdienst gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Das Pentagon gibt sich optimistisch, Saddam getötet zu haben. Es sei bekannt, dass der Staatschef das Restaurant mehrfach besucht und es wegen seiner Lage in einem Wohnviertel für sicher gehalten habe.

Doch wer gab den Geheimdiensten den Tipp? Informanten mit Kontakten zur Umgebung von Saddam haben berichtet, dass der Diktator so sehr auf seine persönliche Sicherheit bedacht sei, dass nur sehr wenige Personen über seinen jeweiligen Aufenthaltsort informiert seien. Ein im Exil lebender Regimegegner sagte AP, dass nur zwei Menschen Bescheid wüssten - Saddam Sohn Kussei als Leiter der Sicherheitskräfte des Präsidenten und der Privatsekretär des Präsidenten, Abed Hamid Hmud.

Schon zu Beginn des Irak-Krieges hatten die Alliierten versucht, Saddam umzubringen. Doch ein gezielter Angriff in den frühen Morgenstunden des 20. März auf ein Anwesen in einer Vorstadt Bagdads, wo Saddam vermutet wurde, schlug offenbar fehl.



Taktik: Falle Bagdad ? Nassie
Nassie:

Irakische Truppen ziehen sich zurück

 
08.04.03 22:37
#52
Angriffswelle auf Bagdad vorerst beendet 22:26:37
Nach stundenlangen schweren Kämpfen ist am Abend Ruhe in Bagdad eingekehrt. Allerdings sei das gesamte Stadtgebiet wegen eines Stromausfalls ohne Licht, teilte ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP mit. Im Innenstadtviertel Rusafa, wo sich auch das Journalistenhotel „Palestine“ befindet, zogen sich die irakischen Truppen offenbar aus sämtlichen Stellungen zurück. Öffentliche Gebäude wie Polizeiwachen oder Wohnblocks der Baath-Partei wurden nach Aussage des Korrespondenten ebenfalls nicht mehr bewacht.  

Saddam Hussein gibt weiterhin Befehle an seine Truppen 22:15:38
Der britische Geheimdienst hält es nach einem Bericht der BBC für unwahrscheinlich, dass der irakische Präsident Saddam Hussein bei dem gezielten Luftangriff auf ein Restaurant in Bagdad getötet wurde. Der Diktator sei dem Bombardement um Minuten entkommen, heißt es in einem Bericht des Senders. Stattdessen seien 14 Zivilisten umgekommen. Auch der Versuch vom Vortag, Saddam zu töten, schlug offenbar fehl. Wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte, gibt der Präsident weiterhin Befehle an die Einheiten der Republikanischen Garde.  
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Bagdad ist praktisch gefallen

 
09.04.03 09:25
#53
US-Truppen rücken in weitere Stadtteile Bagdads vor 08:49:05
Amerikanische Streitkräfte sind in Bagdad in die Viertel Karch westlich des Tigris und Sassam-City vorgestoßen. Das meldet der TV-Sender Al Arabija.  

Neue Kämpfe bei Tigris-Brücke 08:21:47
Im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Vormittag erneut schwere Gefechte ausgebrochen. Zwei auf der Al-Dschumhurija-Brücke postierte US-Panzer nahmen lauf AFP eine irakische Stellung am östlichen Ende der Brücke unter Beschuss. Auch in der Gegend um den Palast der Republik am Westufer des Tigris wurde gekämpft.  

USA wollen Truppenpräsenz ausbauen 07:50:13
Die USA wollen die Zahl ihrer Soldaten um Bagdad verdoppeln. Ein Militärsprecher kündigte im amerikanischen Fernsehen an, dies solle bereits in den kommenden 48 Stunden geschehen.  

Heftige Kämpfe im Süden von Bagdad 05:48:30
Im Süden der irakischen Hauptstadt Bagdad ist es am frühen Morgen zu heftigen Kämpfen gekommen. Aus der Gegend waren anhaltende Schüsse von Artillerie und Automatikwaffen zu hören, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.  
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Das System fällt zusammen

 
09.04.03 10:06
#54
Berg vor Mosul eingenommen 09:49:09
US-Truppen und verbündete kurdische Kämpfer haben nach kurdischen Angaben einen strategisch wichtigen Berg nahe Mossul eingenommen, die Iraks Streitkräften zur Verteidigung der Ölförderstadt diente. Damit sei die letzte Verteidigungslinie um die Stadt gefallen, sagte Hoschijar Sebari, ein politischer Berater des Kurdenanführers Massud Barsani.  

Erste Berichte über Plünderungen 09:26:38
In den Vororten von Bagdad kommt es offensichtlich bereits zu Plünderungen. Mitglieder einer Gruppe von kanadischen Journalisten beobachteten am Westrand der irakischen Hauptstadt Menschen, die Büromöbel und andere Gegenstände aus leer stehenden öffentlichen Gebäuden schleppten.  
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Ein Regime ist am Ende

 
09.04.03 11:50
#55
Chaos und Jubel in Bagdad

Bagdad (dpa) - In der irakischen Hauptstadt Bagdad mehren sich die Anzeichen für den völligen Zusammenbruch des Regimes von Saddam Hussein. Am Mittwoch kam es in mehreren Stadtteilen zu Plünderungen. Arabische Fernsehsender zeigten Bilder von Irakern, die Vasen, Teppiche, Klimageräte und andere Einrichtungsgegenstände aus Regierungsgebäuden schleppten.

Der US-Nachrichtensender CNN berichtete, ein Depot mit Regierungsfahrzeugen sei geleert worden. Plünderungen wurden auch aus dem Armenviertel Saddam-City im Nordosten der Fünf-Millionen-Stadt gemeldet. Verschiedene Fernsehsender zeigten Bilder von einem alten Mann in Bagdad, der mit seinem Schuh auf ein Saddam-Bild einschlug und dabei rief: «Du Verbrecher».

Augenzeugen berichteten, dass es keine Zeichen von einer Präsenz von Regierungsvertretern, von Polizei oder Uniformierten mehr auf den Straßen gebe. Im Hotel Palestine, in dem fast alle ausländischen Journalisten untergebracht sind, waren die irakischen Beamten verschwunden, die sonst zur Kontrolle der Presse eingesetzt waren. Das irakische Fernsehen sendet seit Dienstag nicht mehr.

In der südirakischen Großstadt Basra gab es nach den massiven Plünderungen der vergangenen Tage am Mittwoch immer noch vereinzelte derartige Vorfälle. «Wir arbeiten hart daran, die öffentliche Ordung wieder herzustellen», sagte der britische Militärsprecher Al Lockwood gegenüber CNN. Ein Reporter des arabischen TV-Senders El Dschasira berichtete von blutigen Abrechnungen zwischen den Bewohnern der Stadt. Regimegegner hätten Mitglieder von Saddam Husseins Baath-Partei hingerichtet. Die Parteimitglieder hätten sich bereits seit Tagen nicht mehr aus ihren Häusern gewagt.


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baath-partei

 
#56
echt kopflos ...

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