Dax / Dow / Nasdaq
Die erste Rede von Obama vor dem Kongress strotzte gestern Nacht nur so von Optimismus, erinnerte in Ihrem Inhalt jedoch mehr an eine Wahlrede, denn inhaltlich ist nichts zu berichten. Schlimmer noch, die vorgestellten Pläne zielen an den Hauptproblemen der US-Wirtschaft glatt vorbei. Die Immobilienpolitik ist bisher zu zögerlich ausgefallen und ermöglicht daher "keinen Durchbruch an dieser Front". Obamas Pläne zur Rettung der Banken blieben auch nach der Rede - ganz im Gegensatz zu den Plänen in der Gesundheits-, Energie-. und Bildungspolitik - unklar. So bleibt die Regierung dem Zuschauer schuldig, wie sie künftig ihre Geldmarktpolitik gestalten wolle und wie ihre globale Wirtschaftspolitik aussieht.
Kursbewegende Ereignisse und Nachrichten
16:00 US Verkäufe bestehender Häuser Januar
Daytrading
Wesentliche Indikatoren sprechen dafür, dass die gestern eingeleitete Erholungsbewegung mit Stopp-Loss um den Bereich 3.932 (Vorbörse ca. 3.960)sich zumindest bis in den Bereich 4.018 - 4.030 fortsetzen sollte. Somit sind für den heutigen Handelstag Long-Positionen sinnvoll
Depotcheck
SAP Short läuft in die gewünsche Richtung. Somit alle Pos. im Plus. Kein Handlungsbedarf!
Devisen
EUR/USD bewegt sich zu Beginn des asiatischen Handels in einer Range von 32 Pips. Zunächst markierte das Paar kurz nach dem Tageswechsel sein Hoch bei 1,2868. Wenig später orientierte sich EUR/USD jedoch Süden und erreichte rund eine Stunde später sein Tief bei 1,2836. Im weiteren Verlauf erholt sich das Paar jedoch wieder und pendelt aktuell im Bereich oberhalb der 1,2850. Der nächste Widerstand liegt bei 1,2942. Die nächste Unterstützung befindet sich bei 1,2729. Somit im Moment eine klare Pattsituation.
Sonstiges
Depotkandidat: Short Porsche! (WKN: PAH003)
Übernommen?
Bis vor einigen Wochen galt der Vorstandsvorsitzende von Porsche, Wendelin Wiedeking, als der große Held. Dem Chef des kleinen Sportwagenherstellers aus Stuttgart-Zuffenhausen ist es gelungen, sich die Mehrheit an Volkswagen, Europas größtem Autokonzern, zu sichern. Doch nun werden zunehmend Zweifel laut. Am heutigen Dienstag zählte die Aktie der Porsche Automobil Holding zeitweise zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt. 8,1 Prozent auf 27,10 Euro verlor der Titel in der Spitze, der in keinem der führenden Aktienindizes geführt wird, weil Wiedeking sich den strengen Publizitätspflichten nicht unterwerfen will. Damit notierte die Porsche-Aktie zeitweise auf dem niedrigsten Stand seit knapp sechs Jahren. Allein in diesem Jahr hat sich ihr Wert fast halbiert. Die Aktie ging mit einem Kursverlust von 3,1 Prozent bei 29,29 Euro aus dem Handel.
Gespräche mit den Banken
Offenbar bekommt Porsche zunehmend Schwierigkeiten, die Übernahme von Volkswagen zu finanzieren. Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten im Laufe des Tages, Porsche sei es nicht gelungen, die Refinanzierung der Ende März fälligen Kreditlinie von 10 Milliarden Euro sicherzustellen. Mit diesem Darlehen hatte Porsche das Pflichtangebot zum Kauf sämtlicher VW-Aktien finanziert, das ein Unternehmen den ausstehenden Aktionären unterbreiten muss, wenn es einen Anteil von mehr als 30 Prozent an einem Unternehmen übernimmt. Die Gespräche mit den Banken liefen weiter, berichtete die Nachrichtenagentur Dow Jones unter Berufung auf nicht näher bezeichnete informierte Kreise. Vor zwei Jahren hatte Porsche für dieses Pflichtangebot eine Kreditlinie von zunächst 35 Milliarden Euro von einem Bankenkonsortium erhalten. Weil das Angebot vielen Aktionären jedoch nicht attraktiv erschien und diese die Offerte ausschlugen, musste Porsche nur 10 Milliarden Euro aus diesem zweijährigen Darlehen in Anspruch nehmen.
Skepsis der Analysten
Diese Diskussion ist ein Zeichen dafür, dass die Nervosität um die Porsche-Aktie zunimmt. Diese Sorgen wurden auch durch eine Aktienstudie der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley geschürt. Die Londoner Analysten der Bank wiesen nachdrücklich auf die Risiken hin, die sich für Porsche aus der hohen Verschuldung ergeben. Die Sportwagenschmiede könnte sich mit der Transaktion übernommen haben, befürchten Adam Jones und David Cramer. „Die Investoren sind bei Porsche einer Kombination aus einem großen finanziellen Hebel, einem großen operativen Hebel, politischen und wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt“, schrieben Jones und Cramer. „Wir glauben nicht, dass diese nicht ausreichend im aktuellen Aktienkurs berücksichtigt sind.“
Zu hoher Preis?
Porsche habe komplexe Derivate benutzt und sich verschuldet, um Volkswagen zu einem Preis zu kaufen, der nach Meinung von Morgan Stanley um das Drei- bis Vierfache über dem fairen Wert der Wolfsburger liege - und dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Autobranche in ihre schlimmste Krise der Nachkriegszeit gerate.
Hohe Vergütung für Wiedeking
Noch sind die Analysten mehrheitlich positiv gestimmt für die Porsche-Aktie. Doch die negativen Einschätzungen haben sich in den vergangenen Tagen derart gehäuft, sodass der Titel allein in den vergangenen fünf Tagen mehr als ein Viertel an Wert verloren hat. Das muss Wiedeking selbst nicht über Maßen grämen. Nachdem er schon für das Jahr 2007 einen Bonus von rund 60 Millionen Euro erhalten hatte, belief sich seine Vergütung im vergangenen Jahr mutmaßlich auf fast 80 Millionen Euro. Mein persönliches Kursziel für die Aktie aus Sicht von 6 Monaten: 18 Euro!
Typ WKN Emittent Stand Limit Stopploss
Short DB44YJ Deutsche Bank 1,07 1,03 0,85
Die erste Rede von Obama vor dem Kongress strotzte gestern Nacht nur so von Optimismus, erinnerte in Ihrem Inhalt jedoch mehr an eine Wahlrede, denn inhaltlich ist nichts zu berichten. Schlimmer noch, die vorgestellten Pläne zielen an den Hauptproblemen der US-Wirtschaft glatt vorbei. Die Immobilienpolitik ist bisher zu zögerlich ausgefallen und ermöglicht daher "keinen Durchbruch an dieser Front". Obamas Pläne zur Rettung der Banken blieben auch nach der Rede - ganz im Gegensatz zu den Plänen in der Gesundheits-, Energie-. und Bildungspolitik - unklar. So bleibt die Regierung dem Zuschauer schuldig, wie sie künftig ihre Geldmarktpolitik gestalten wolle und wie ihre globale Wirtschaftspolitik aussieht.
Kursbewegende Ereignisse und Nachrichten
16:00 US Verkäufe bestehender Häuser Januar
Daytrading
Wesentliche Indikatoren sprechen dafür, dass die gestern eingeleitete Erholungsbewegung mit Stopp-Loss um den Bereich 3.932 (Vorbörse ca. 3.960)sich zumindest bis in den Bereich 4.018 - 4.030 fortsetzen sollte. Somit sind für den heutigen Handelstag Long-Positionen sinnvoll
Depotcheck
SAP Short läuft in die gewünsche Richtung. Somit alle Pos. im Plus. Kein Handlungsbedarf!
Devisen
EUR/USD bewegt sich zu Beginn des asiatischen Handels in einer Range von 32 Pips. Zunächst markierte das Paar kurz nach dem Tageswechsel sein Hoch bei 1,2868. Wenig später orientierte sich EUR/USD jedoch Süden und erreichte rund eine Stunde später sein Tief bei 1,2836. Im weiteren Verlauf erholt sich das Paar jedoch wieder und pendelt aktuell im Bereich oberhalb der 1,2850. Der nächste Widerstand liegt bei 1,2942. Die nächste Unterstützung befindet sich bei 1,2729. Somit im Moment eine klare Pattsituation.
Sonstiges
Depotkandidat: Short Porsche! (WKN: PAH003)
Übernommen?
Bis vor einigen Wochen galt der Vorstandsvorsitzende von Porsche, Wendelin Wiedeking, als der große Held. Dem Chef des kleinen Sportwagenherstellers aus Stuttgart-Zuffenhausen ist es gelungen, sich die Mehrheit an Volkswagen, Europas größtem Autokonzern, zu sichern. Doch nun werden zunehmend Zweifel laut. Am heutigen Dienstag zählte die Aktie der Porsche Automobil Holding zeitweise zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt. 8,1 Prozent auf 27,10 Euro verlor der Titel in der Spitze, der in keinem der führenden Aktienindizes geführt wird, weil Wiedeking sich den strengen Publizitätspflichten nicht unterwerfen will. Damit notierte die Porsche-Aktie zeitweise auf dem niedrigsten Stand seit knapp sechs Jahren. Allein in diesem Jahr hat sich ihr Wert fast halbiert. Die Aktie ging mit einem Kursverlust von 3,1 Prozent bei 29,29 Euro aus dem Handel.
Gespräche mit den Banken
Offenbar bekommt Porsche zunehmend Schwierigkeiten, die Übernahme von Volkswagen zu finanzieren. Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten im Laufe des Tages, Porsche sei es nicht gelungen, die Refinanzierung der Ende März fälligen Kreditlinie von 10 Milliarden Euro sicherzustellen. Mit diesem Darlehen hatte Porsche das Pflichtangebot zum Kauf sämtlicher VW-Aktien finanziert, das ein Unternehmen den ausstehenden Aktionären unterbreiten muss, wenn es einen Anteil von mehr als 30 Prozent an einem Unternehmen übernimmt. Die Gespräche mit den Banken liefen weiter, berichtete die Nachrichtenagentur Dow Jones unter Berufung auf nicht näher bezeichnete informierte Kreise. Vor zwei Jahren hatte Porsche für dieses Pflichtangebot eine Kreditlinie von zunächst 35 Milliarden Euro von einem Bankenkonsortium erhalten. Weil das Angebot vielen Aktionären jedoch nicht attraktiv erschien und diese die Offerte ausschlugen, musste Porsche nur 10 Milliarden Euro aus diesem zweijährigen Darlehen in Anspruch nehmen.
Skepsis der Analysten
Diese Diskussion ist ein Zeichen dafür, dass die Nervosität um die Porsche-Aktie zunimmt. Diese Sorgen wurden auch durch eine Aktienstudie der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley geschürt. Die Londoner Analysten der Bank wiesen nachdrücklich auf die Risiken hin, die sich für Porsche aus der hohen Verschuldung ergeben. Die Sportwagenschmiede könnte sich mit der Transaktion übernommen haben, befürchten Adam Jones und David Cramer. „Die Investoren sind bei Porsche einer Kombination aus einem großen finanziellen Hebel, einem großen operativen Hebel, politischen und wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt“, schrieben Jones und Cramer. „Wir glauben nicht, dass diese nicht ausreichend im aktuellen Aktienkurs berücksichtigt sind.“
Zu hoher Preis?
Porsche habe komplexe Derivate benutzt und sich verschuldet, um Volkswagen zu einem Preis zu kaufen, der nach Meinung von Morgan Stanley um das Drei- bis Vierfache über dem fairen Wert der Wolfsburger liege - und dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Autobranche in ihre schlimmste Krise der Nachkriegszeit gerate.
Hohe Vergütung für Wiedeking
Noch sind die Analysten mehrheitlich positiv gestimmt für die Porsche-Aktie. Doch die negativen Einschätzungen haben sich in den vergangenen Tagen derart gehäuft, sodass der Titel allein in den vergangenen fünf Tagen mehr als ein Viertel an Wert verloren hat. Das muss Wiedeking selbst nicht über Maßen grämen. Nachdem er schon für das Jahr 2007 einen Bonus von rund 60 Millionen Euro erhalten hatte, belief sich seine Vergütung im vergangenen Jahr mutmaßlich auf fast 80 Millionen Euro. Mein persönliches Kursziel für die Aktie aus Sicht von 6 Monaten: 18 Euro!
Typ WKN Emittent Stand Limit Stopploss
Short DB44YJ Deutsche Bank 1,07 1,03 0,85