Süddeutscher Aktienclub: Marktprognose!


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Süddeutscher Aktienclub: Marktprognose!

 
25.02.09 09:20
Dax / Dow / Nasdaq
Die erste Rede von Obama vor dem Kongress strotzte gestern Nacht nur so von Optimismus, erinnerte in Ihrem Inhalt jedoch mehr an eine Wahlrede, denn inhaltlich ist nichts zu berichten. Schlimmer noch, die vorgestellten Pläne zielen an den Hauptproblemen der US-Wirtschaft glatt vorbei. Die Immobilienpolitik ist bisher zu zögerlich ausgefallen und ermöglicht daher "keinen Durchbruch an dieser Front". Obamas Pläne zur Rettung der Banken blieben auch nach der Rede - ganz im Gegensatz zu den Plänen in der Gesundheits-, Energie-. und Bildungspolitik - unklar. So bleibt die Regierung dem Zuschauer schuldig, wie sie künftig ihre Geldmarktpolitik gestalten wolle und wie ihre globale Wirtschaftspolitik aussieht.

Kursbewegende Ereignisse und Nachrichten
16:00 US Verkäufe bestehender Häuser Januar

Daytrading
Wesentliche Indikatoren sprechen dafür, dass die gestern eingeleitete Erholungsbewegung mit Stopp-Loss um den Bereich 3.932 (Vorbörse ca. 3.960)sich zumindest bis in den Bereich 4.018 - 4.030 fortsetzen sollte. Somit sind für den heutigen Handelstag Long-Positionen sinnvoll      


Depotcheck
SAP Short läuft in die gewünsche Richtung. Somit alle Pos. im Plus. Kein Handlungsbedarf!
   

Devisen

EUR/USD bewegt sich zu Beginn des asiatischen Handels in einer Range von 32 Pips. Zunächst markierte das Paar kurz nach dem Tageswechsel sein Hoch bei 1,2868. Wenig später orientierte sich EUR/USD jedoch Süden und erreichte rund eine Stunde später sein Tief bei 1,2836. Im weiteren Verlauf erholt sich das Paar jedoch wieder und pendelt aktuell im Bereich oberhalb der 1,2850. Der nächste Widerstand liegt bei 1,2942. Die nächste Unterstützung befindet sich bei 1,2729. Somit im Moment eine klare Pattsituation.      
 

Sonstiges
Depotkandidat: Short Porsche! (WKN: PAH003)

Übernommen?

Bis vor einigen Wochen galt der Vorstandsvorsitzende von Porsche, Wendelin Wiedeking, als der große Held. Dem Chef des kleinen Sportwagenherstellers aus Stuttgart-Zuffenhausen ist es gelungen, sich die Mehrheit an Volkswagen, Europas größtem Autokonzern, zu sichern. Doch nun werden zunehmend Zweifel laut. Am heutigen Dienstag zählte die Aktie der Porsche Automobil Holding zeitweise zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt. 8,1 Prozent auf 27,10 Euro verlor der Titel in der Spitze, der in keinem der führenden Aktienindizes geführt wird, weil Wiedeking sich den strengen Publizitätspflichten nicht unterwerfen will. Damit notierte die Porsche-Aktie zeitweise auf dem niedrigsten Stand seit knapp sechs Jahren. Allein in diesem Jahr hat sich ihr Wert fast halbiert. Die Aktie ging mit einem Kursverlust von 3,1 Prozent bei 29,29 Euro aus dem Handel.

Gespräche mit den Banken

Offenbar bekommt Porsche zunehmend Schwierigkeiten, die Übernahme von Volkswagen zu finanzieren. Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten im Laufe des Tages, Porsche sei es nicht gelungen, die Refinanzierung der Ende März fälligen Kreditlinie von 10 Milliarden Euro sicherzustellen. Mit diesem Darlehen hatte Porsche das Pflichtangebot zum Kauf sämtlicher VW-Aktien finanziert, das ein Unternehmen den ausstehenden Aktionären unterbreiten muss, wenn es einen Anteil von mehr als 30 Prozent an einem Unternehmen übernimmt. Die Gespräche mit den Banken liefen weiter, berichtete die Nachrichtenagentur Dow Jones unter Berufung auf nicht näher bezeichnete informierte Kreise. Vor zwei Jahren hatte Porsche für dieses Pflichtangebot eine Kreditlinie von zunächst 35 Milliarden Euro von einem Bankenkonsortium erhalten. Weil das Angebot vielen Aktionären jedoch nicht attraktiv erschien und diese die Offerte ausschlugen, musste Porsche nur 10 Milliarden Euro aus diesem zweijährigen Darlehen in Anspruch nehmen.

Skepsis der Analysten

Diese Diskussion ist ein Zeichen dafür, dass die Nervosität um die Porsche-Aktie zunimmt. Diese Sorgen wurden auch durch eine Aktienstudie der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley geschürt. Die Londoner Analysten der Bank wiesen nachdrücklich auf die Risiken hin, die sich für Porsche aus der hohen Verschuldung ergeben. Die Sportwagenschmiede könnte sich mit der Transaktion übernommen haben, befürchten Adam Jones und David Cramer. „Die Investoren sind bei Porsche einer Kombination aus einem großen finanziellen Hebel, einem großen operativen Hebel, politischen und wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt“, schrieben Jones und Cramer. „Wir glauben nicht, dass diese nicht ausreichend im aktuellen Aktienkurs berücksichtigt sind.“

Zu hoher Preis?

Porsche habe komplexe Derivate benutzt und sich verschuldet, um Volkswagen zu einem Preis zu kaufen, der nach Meinung von Morgan Stanley um das Drei- bis Vierfache über dem fairen Wert der Wolfsburger liege - und dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Autobranche in ihre schlimmste Krise der Nachkriegszeit gerate.

Hohe Vergütung für Wiedeking

Noch sind die Analysten mehrheitlich positiv gestimmt für die Porsche-Aktie. Doch die negativen Einschätzungen haben sich in den vergangenen Tagen derart gehäuft, sodass der Titel allein in den vergangenen fünf Tagen mehr als ein Viertel an Wert verloren hat. Das muss Wiedeking selbst nicht über Maßen grämen. Nachdem er schon für das Jahr 2007 einen Bonus von rund 60 Millionen Euro erhalten hatte, belief sich seine Vergütung im vergangenen Jahr mutmaßlich auf fast 80 Millionen Euro. Mein persönliches Kursziel für die Aktie aus Sicht von 6 Monaten: 18 Euro!

Typ WKN Emittent Stand Limit Stopploss
Short DB44YJ Deutsche Bank 1,07 1,03 0,85
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Streiko:

Wie siehst Du

 
25.02.09 09:50
den Euro zu den Osteuropäischen Währungen für die nächste Zeit. Werden die osteuropäschen Regionen weiter abwerten ?
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contribuyente:

Prognose vom Freitag!

 
27.02.09 08:20
Marktprognose für Freitag!
 

Dax / Dow / Nasdaq
Spätestens am Wochenende, vielleicht schon heute will GM sein Opel-Konzept für Europa präsentieren. Mit ihm wirbt der Konzern um die Gunst der Politik. Sie soll mit öffentlichem Geld retten, was denn noch zu retten ist. Nüchtern betrachtet, muss es erstaunen, mit welcher Selbstsicherheit sich schon vor der Vorlage dieser Details eine Reihe deutscher Politiker als Helfer in der Not präsentierte. Man denke nur an Rüttgers' Reise in die USA und seine Botschaft, an Werksschließungen in Deutschland sei nicht gedacht.

Wem dies damals komisch vorkam, der hatte recht. Denn ganz offensichtlich fährt GM bei Opel die gleiche Taktik wie bei Saab. Nämlich so wenig Geld wie möglich zu versenken, im Falle der Schweden nicht einmal mehr Zölle zu zahlen. Nach diesem Strickmuster versuchte der Konzern also bereits, bei der schwedischen Regierung Geld für die inzwischen insolvente Tochter Saab zu bekommen, um nicht zu sagen: zu erpressen.

Dort bissen die Amerikaner auf Granit. In Deutschland waren dagegen bisher eher devote Töne zu hören. Da tut es gut, mit welcher Klarheit der neue Wirtschaftsminister die Sache sieht. Nicht zuletzt deshalb, weil weiterhin die kritische Frage erlaubt sein muss, ob Opel alleine wirklich so stark und gesund ist, wie gewisse Kreise es ziemlich plötzlich entdeckt zu haben glauben. (Neue Osnabrücker Zeitung)

Aktuelle Politikeräusserungen zu Opel

"Opel ist innovativ und produktiv genug, um im Wettbewerb zu bestehen", sagte der deutsche EU-Industriekommissar Günter Verheugen der "Passauer Neuen Presse". Der Kandidat der Linkspartei für das Amt des thüringischen Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow, hat sich für eine befristete Übernahme Opels durch mehrere EU-Staaten ausgesprochen. Belgien, Spanien und Deutschland sowie die vier Bundesländer mit Opel-Standorten sollten "Anteilseigner der neuen Opel-AG werden", sagte er der Berliner Zeitung.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hält Staatshilfen für die deutsche General Motors-Tochter nur unter bestimmten Bedingungen möglich. "Es kann nicht darum gehen, aus Opel VW zu machen", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser der "Passauer Neuen Presse". Jedoch solle die Politik die Auswirkungen der Krise abfedern, "durch Bürgschaften und neben einem überzeugenden Unternehmenskonzept durch Mithaftung der Eigentümer", erklärte er.

Das Opel-Management will an diesem Freitag den Arbeitnehmervertretern in einer Aufsichtsratssitzung ein Zukunftskonzept für das Traditionsunternehmen vorstellen.

Kursbewegende Ereignisse und Nachrichten
14:30 US BIP 4. Quartal
15:45 US Einkaufsmanagerindex Chicago Februar
16:00 US Verbraucherstimmung Uni Michigan Februar

Daytrading
Die alten Lows zwischen 4014 und 4067 tragen bis auf weiteres deutlich den Charakter des Widerstandes in sich und dürften schwer zu knacken sein.Andererseits verschiebt sich da so einiges im Intermarket-Umfeld, Gold fällt, Öl steigt und vor allem Euro/Yen steigt. Bliebe dies so (und nur dann) dann wird hier spektakulärerweise der Boden für eine grössere Erholungsrallye geebnet. Noch ist es für derlei „große Worte“ aber zu früh: Wir schauen es in Ruhe an, ob der DAX über 4014-4067 hinauskommt und dann in der Folge auch noch den eingezeichneten Downtrend brechen kann.

Bevorzugter Einstieg aus dem Tageschart für den Intradayhandel:
b) Long über 3890 (Kursziel: 3920 - 3.970 - 4014) SL etwas weiter bei 3.849 (somit kleine Gewichtung!!)

Typ WKN Emittent Stand Limit Stopploss
Long (spekulativ!) TB2T73 HSBC 1,34 1,34 0,95

Depotcheck
Stop bei SAP wurde gestern auf Einstand gezogen, ansonsten keine News!
     

Devisen
Die Zahl der US-Baugenehmigungen für Januar ist gestern Abend vom US-Handelsministerium von 521.000 auf 531.000 nach oben revidiert worden. Damit verringert sich das ursprünglich vermeldete Minus von 4,8% auf 2,9% im Monatsvergleich und hilft dem Dollar. EUR/USD schlug somit am Donnerstagabend erneut den Weg gen Süden ein und rutscht unter die 1,2740. Die nächsten Kursziele auf der Unterseite sind 1,2720 und 1,2680, positiver würde sich das Chartbild erst wieder oberhalb der 1,28er-Marke präsentieren. Typ WKN Emittent Stand Limit Stopploss
Short gegen Euro CB72CQ Commerzbank 2,72 2,72 2,45
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#4

decon1401:

Danke sehr. Hervorragende Arbeit !

 
05.04.09 20:57
Antworten
a.z.:

sehr gut analysiert

 
05.04.09 21:18
und in jedem Satz absolut nachvollziehbar.
Danke für die Mühe.

Auf die Forsetzungen köönen wir uns einfach nur freuen!
Gruss - az
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