Strauß-Prozess

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Strauß-Prozess

 
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Strauß-Prozess: Strafanzeige gegen Zeugen wegen Meineidsverdacht

Augsburg - Im Steuerstrafprozess gegen Max Strauß hat die Verteidigung am Dienstag Strafanzeige gegen einen Zeugen wegen des Verdachts auf Meineid gestellt. Albert Birkner, der frühere Geschäftsführer von Karlheinz Schreiber, hatte in dem Verfahren unter Eid erklärt, er habe mit dem früheren Schreiber-Vertrauten Giorgio Pelossi über eine ihm versprochene Zahlung von einer Million Mark durch Schreiber gesprochen. Pelossi hatte dies bei seiner Vernehmung in der Schweiz als unwahr bezeichnet.

Birkner hatte damals unter Eid auch ausgesagt, mit "Maxwell" sei eindeutig Max Strauß gemeint. Schreiber habe nach Telefonaten mit Strauß mehrfach erklärt, "Maxwell" habe wieder angerufen. Dagegen hatte Schreibers Sekretärin ebenfalls unter Eid erklärt, mit "Maxwell" sei der inzwischen gestorbene Münchner Rechtsanwalt Franz Dannecker, ein enger Vertrauter des früheren Ministerpräsidenten und Vater des Angeklagten, Franz Josef Strauß (CSU), gemeint gewesen.

Max Strauß ist angeklagt, von dem nach Kanada geflüchteten Schreiber gut 5,2 Millionen Mark (rund 2,6 Millionen Euro) für Panzer- und Flugzeuggeschäfte erhalten und nicht versteuert zu haben. Das Geld soll über ein Schweizer Treuhandkonto "Maxwell" geflossen sein. Strauß, der seit dem Prozessbeginn vor sechs Monaten schweigt, hat durch seine Verteidiger erklären lassen, er habe nie von einem Konto "Maxwell" Kenntnis gehabt.

Nach der Verlesung zahlreicher Protokolle und Urkunden am Dienstag sollen am 6. und 8. Juli die Plädoyers gehalten werden. Ein Urteilspruch wäre dann in der dritten Juliwoche zu erwarten, wenn keine weiteren Beweisanträge in das Verfahren eingebracht werden.
(dpa/lby)



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