Steueramnestie brachte im Januar 86,3 Millionen €

Beitrag: 1
Zugriffe: 123 / Heute: 1
Steueramnestie brachte im Januar 86,3 Millionen € danjelshake

Steueramnestie brachte im Januar 86,3 Millionen €

 
#1

Trotz schlechterer Konditionen hat die Amnestie für reuige Steuersünder dem Staat im Januar nochmals 86,3 Millionen Euro gebracht. Die 'Brücke zur Steuerehrlichkeit' werde weiterhin von vielen Bürgern genutzt, hieß es am Montag im Finanzministerium. Damit stiegen die Einnahmen aus der seit Januar 2004 laufenden Aktion auf knapp eine Milliarde Euro. Sie endet am 31. März.

Wie bisher wurden die Einnahmen weitgehend in Westdeutschland erzielt. Dort nahm der Fiskus rund 74 Millionen Euro ein, wie aus einer Unterlage des Ministeriums hervorgeht. In Ostdeutschland waren es 12,5 Millionen, wobei allein auf Berlin 8,1 Millionen Euro entfielen. Spitzenreiter unter allen Bundesländern war im Januar Nordrhein-Westfalen mit 31,2 Millionen Euro.

Wer den Gnadenakt noch nutzt, muss 35 Prozent Steuern auf sein Schwarzgeld zahlen. Dabei werden je nach Steuerart zusätzliche Abschläge gewährt. 2004 waren es 25 Prozent. Doch auch dieses Jahr liegt der zu zahlende Betrag noch klar unter dem normalerweise fälligen Satz. Im ersten Jahr brachte die Amnestie rund 900 Millionen Euro.

Rechtsanwälte, Steuerberater und Finanzministerien der Länder hatten kürzlich von einem fast ungebrochenen Interesse in der Bevölkerung berichtet, Schwarzgeld offen zu legen, nachträglich zu versteuern und dafür straffrei davon zu kommen. Die zusätzlichen Einkünfte für Bund, Länder und Kommunen könnten allein in diesem Jahr im dreistelligen Millionenbereich liegen, hatten die Experten erläutert. Diese Prognose dürfte eintreffen.

Im vergangenen Jahr hatte es gedauert, bis die Amnestie Wirkung zeigte. Allein im Dezember wurden 38 Prozent der Einnahmen erzielt. Der Löwenanteil kam in den alten Ländern herein. Allerdings hatte Finanzminister Hans Eichel (SPD) mit fünf Milliarden Euro Zusatzeinkünften gerechnet. Die Steuerberaterkammer geht davon aus, dass es sich vor Ablauf der Frist nochmals viele Bürger überlegen werden, ob sie Eichels Angebot wahrnehmen, zumal der Staat ab 1. April einen leichteren Zugang zu Konten haben wird und mit schärferen Kontrollen gerechnet werden muss.

http://www.bundesfinanzministerium.de

 

mfg ds



Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--