Seit Mittwoch regnet es Sternschnuppen. Die stärksten Schauer gibt es am Wochenende.
SHINGTON/HAMBURG (ag.). Einen der spektakulärsten Sternschnuppenregen des Jahrhunderts erwarten Astronomen für das Wochenende. Seit Mittwoch sind die sogenannten Leoniden am Morgenhimmel zu sehen. In Europa ist es zum Leonidenmaximum allerdings Tag. Die Astronomen erwarten dennoch bis zu 200 Sternschnuppen am frühen Sonntag- und Montagmorgen. Mehr Wünsche gehen wohl in Ostasien in Erfüllung: Dort sollen bis zu 6.000 Sternschnuppen pro Stunde den Himmel erleuchten.
"Dreck" eines Kometen
Wenn eine Sternschnuppe vom Himmel fällt, heißt es auch, "ein Stern putzt sich". Diesmal putzt sich der Komet Tempel-Tuttle. Alle 33 Jahre kommt er der Sonne etwas zu nahe. Sie taut seinen gefrorenen Schwanz auf und löst Bruchstücke heraus. Jahre später rasen diese Bruchstücke, manche sandkornklein, manche tennisballgroß, in die Erdatmosphäre und verglühen: Es regnet Sternschnuppen.
Satelliten gefährdet
Menschen sind durch die Erdatmosphäre vor den Minimeteoriten geschützt, doch vor allem am Sonntagabend geraten Satelliten über dem amerikanischen Kontinent in die Wolke der Kometenbruchstücke. Die Leonidenschauer der vergangenen Jahre überstanden sie glimpflich, doch noch nie sei das Kollisionsrisiko so groß wie jetzt gewesen, meint der Weltraumwissenschaftler Neil McBride. Auch im kommenden Jahr sollen Kometenbruchstücke die Bahn der Erde kreuzen. Der Vollmond wird dann aber viele Sternschnuppen überstrahlen.

