Stern aus Stuttgart gewinnt wieder an Strahlkraft

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Stern aus Stuttgart gewinnt wieder an Strahlkraft

Detroit Motor Show: Autos "made in Germany" ein Exportschlager

VDI nachrichten, Detroit, 13. 1. 06, wop - Bei den US-Autoherstellern stottert der Absatz. Ihr Anteil auf dem Heimatmarkt sinkt 2005 erneut um fast 5 % auf 56,9 %. Ihre Konkurrenten frohlocken, vor allem die aus Asien, deren Segment auf 36,5 % stieg. Doch auch die Deutschen legen zu, wollen 2006 ihren Absatz in den USA sogar um ca. 15 % auf über 1. Mio. Autos steigern.

Der US-Automarkt signalisiert "small is beautiful". Der Verkauf von Benzin fressenden Light Trucks wie monströsen Pickups und Geländewagen von General Motors und Ford geht zurück und bei Pkw entscheiden sich Kunden für die Konkurrenz. So rutschte der Marktanteil der US-Hersteller bei Light Vehicles, 2004 noch 61,7 %, im Vorjahr um 4,8 % ab. Ein Trend, so Analysten, die 2006 Toyota auf Platz drei in den USA sehen, vor Chrysler.

Dabei hat sich die Chrysler Group nicht nur in den USA wacker geschlagen, sondern wurde Erfolgsgarant des Mutterkonzerns. Sie wuchs 2005 deutlich stärker als der US-Markt, steigerte ihren Verkauf global gegenüber 2004 um 4,7 % auf 2,83 Mio. Autos und schob damit weltweit DaimlerChrysler erstmals über die Absatzmarke von 4 Mio. Pkw (+ 3,8 % zu 2004).

Zum Gewinn an Strahlkraft trägt auch die Mercedes Car Group bei, die 2005 insgesamt 1,22 Mio. Pkw der Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart an ihre Kunden auslieferte: 224 400 Käufer in den USA (+ 2 %) entschieden sich für ein Auto mit dem Stern. Mercedes-Benz steigert seit zwölf Jahren seinen Absatz in den USA.

2005 war für die deutschen Hersteller ein gutes Jahr. In den USA erzielten sie einen Absatz von 870 000 Autos (Marktanteil ca. 6 %) - 2006 sollen rund 1 Mio. Fahrzeuge verkauft werden: Mit Ausnahme von VW (224 000 Pkw; - 12,4 %) wuchsen die Verkäufe bei Audi (83 066; + 6,6 %), BMW (307 000; + 3,7 %) und Porsche (33 895; + 2 %). Autos "made in Germany" sind ein Exportschlager, nicht nur in den USA. Deshalb bilanzieren die Autofirmen 2005 ausnahmslos Absatzrekorde: Audi + 6,4 %; BMW + 10,1 % - ohne Mini (+ 8,7 %); Mercedes, Maybach und Smart ca. + 1,7 %; Porsche etwa 8,5 %.

Der Verkauf auf den Auslandsmärkten kurbelte in Deutschland die Produktion derart an, dass 2005 laut Verband der Automobilindustrie(VDA) mit 5,35 Mio. Autos ein um 3 % gesteigerter "nicht erwarteter Höchststand" in der Pkw-Fertigung erzielt wurde. Mit 3,8 Mio. exportierter Pkw sei das Ergebnis 2004 um 3,5 % übertroffen worden.

"Das ist einzig ein Erfolg unserer attraktiven Modelle. Jetzt zahlt sich aus, dass wir Patentweltmeister, Dieselweltmeister und Premium-Weltmeister sind", betonte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. "Der Wettlauf zwischen Hybrid und Diesel wird spannend bleiben", prophezeite er. Es seien 2005 in den USA 543 000 Dieselfahrzeuge zugelassen worden, deutlich mehr als Hybridautos. Seit 2000 habe sich der Dieselabsatz um 44 % erhöht.

In Deutschland bewegt sich der Absatz nur wenig. Es wurden 2005 mit 3,34 Mio. Pkw (Importanteil 35,2 %) zwar 2,5 % mehr Autos angemeldet, doch die Zunahme von 80 000 Fahrzeugen "ging fast ausschließlich auf das Konto gewerblicher Kunden, während die Kauflust der Privatkäufer mit 1,55 Mio. Pkw auf Vorjahresniveau stagnierte", kommentierte Volker Lange, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), der 2006 in Deutschland nur mit 3,37 Mio. Pkw-Neuzulassungen rechnet. Seite 7 W. PESTER

 



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