Sommer? NEIN DANKE!

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Sommer? NEIN DANKE! Happy End
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Sommer? NEIN DANKE!

 
03.07.03 13:44
#1
Ihr habt Euren eigenen Kopf? Warum lasst Ihr Euch dann vom Wetter vorschreiben, wo Ihr Euch aufzuhalten habt? Nur weil die Sonne scheint, müssen nicht alle immer draußen sein. Elf Gründe zum Daheimbleiben.............





Unklar, wer damit angefangen hat: Vielleicht war es Edouard Manet mit seinem Bild "Frühstück im Freien". Oder es war Rousseau, der "Zurück zur Natur" forderte. Oder die Wandervögel. Jedenfalls führte es dazu, dass wir, sobald wir Sonne sehen, ins Freie stürzen, wie man es in anderen Kulturen nur pflegt, wenn ein Erdbeben die Stadt erschüttert. Und damit kann jetzt ein bisschen Schluss sein: Für alle, die ein schlechtes Gewissen haben, bei schönem Wetter nicht in einer schmutzigen Grünanlage zu hocken und klumpiges Essen aus undichter Tupperware zu klauben oder auf einem fleckigen Plastikstapelstuhl sitzend überteuerten Cafélatte zu schlürfen, kommt hier Hilfe: elf Argumente gegen draußen.

1. Draußen ist kein Platz

Als die Académie Française 1740 das Wort "pique-nique" in den Sprachschatz aufnahm, war damit ein ungezwungenes Mahl gemeint - von Freiluft keine Rede. Wenn man sich zum Picknick draußen traf, dann nur, weil drinnen schlicht kein Platz war. Heute liegen die Dinge anders, nirgends ist es enger als draußen. Die Stadt Berlin hat für 3,4 Millionen Einwohner gerade 6344 Hektar Grünfläche. Wo man geht, tritt man auf fläzende Mitbürger. Und oft treten sie zurück. So brauchte es kürzlich 60 Polizisten, um im Tiergarten eine Prügelei von drei Großfamilien zu beenden, die in Streit über die Plätze geraten waren. Als die Beamten eintrafen, war einer der 30 Kampfhähne laut Polizeibericht bereits "durch einen Grillspieß am Gesäß verletzt worden". Früher galt ohnehin, dass draußen nur der Pöbel speiste, denn dort war es schmutzig. Und heute? Die Stadt München muss nach jedem sonnigen Wochenende im Westpark allein 5000 Euro ausgeben, um die Anlage von 25 Kubikmetern Dreck zu säubern. Bäh.


2. Draußen wird gegrillt

Wer öffentlichen Raum zur Grillsaison besucht, kann ebenso gut im Schatten eines Waldbrandes flanieren. Bei einer sommerlichen Razzia löschte die Münchner Polizei einmal über 140 Feuer am Ufer der Isar. Passivrauchen ist gesünder: "Alle Feststofffeuerungen emittieren Stäube", sagt Rainer Friedrich vom Institut für Energiewirtschaft der Universität Stuttgart. Pro Kilogramm Holz entweichen drei Gramm Staub. Der Dunst eines Kohlekraftwerks ist frische Luft dagegen. Die haben nämlich Filter. In China hat die Umweltbehörde die Zeichen der Zeit erkannt und den 1000 Grillrestaurants der Hauptstadt verboten, die traditionelle Pekingente auf Holz zu garen. Die Spezialität wird auch auf Gas oder Strom schön knusprig. Und in Deutschland? Lediglich das Oberlandesgericht Düsseldorf hat geurteilt, dass "der beim Grillen entstehende Qualm eine erhebliche Belästigung darstellt, wenn er in konzentrierter Weise in Wohn- und Schlafzimmer unbeteiligter Nachbarn eindringt." Aber um sich auf den Richterspruch AZ: Ss Owi 149/95 zu berufen, muss man erst mal drinnen sein.


3. Draußen ist Sonne

Vor 5000 Jahren hatte die Sonne wirklich heilende Kraft. Die Menschen in Mesopotamien litten fürchterlich an Krätze. Als Therapie holten sie sich einen Sonnenbrand: Mit der Haut schälten sich auch die Milben ab. Bürger, die keine Krätze haben, sollten die Sonne jedoch meiden wie jede andere starke Strahlenquelle. Der Dermatologe Hans Meffert von der Berliner Charité rät, mindestens Creme mit Lichtschutzfaktor 20 zu verwenden und sich nie mittags zu sonnen, wenn der UV-Anteil des Lichts am größten ist. Außerdem sollte man sich vor Helios verhüllen wie ein Mönch: Ein weißes T-Shirt bietet gerade mal Schutzfaktor vier. Am sichersten ist, zu Hause zu bleiben und aus dem Halbdunkel die Argumente der Sonnentotalitaristen zu verlachen: So wird oft bemerkt, Sonnenlicht sei wichtig für den Serotoninhaushalt; stimmt nicht. Verantwortlich für das Glücksgefühl sind die Rot- und Gelbanteile des Lichts. Und davon liefert bereits jede Kerzenflamme eine Menge. Und wo brennt die wohl am besten? Drinnen.


4. Draußen geht alles schief

Die Hitzewelle, die in den vergangenen Tagen über Ostfrankreich gerollt ist, hat drei Menschen das Leben gekostet, weil sie nicht genügend getrunken haben. Aber ob zu wenig oder zu viel: Alles kann dramatische Folgen haben, wenn einmal die Sonne scheint. In China wollte sich eine 23-Jährige gegen die Hitze wappnen und verschlang eine Jumbo-Packung Eiscreme. Die Frau erlitt laut "Bild"-Zeitung so starke Erfrierungen, dass sie im Krankenhaus langsam wieder aufgetaut werden musste. Noch gefährlicher: Wer draußen ist, macht gern mal Sport - und der ist für jede vierte Verletzung in Deutschland verantwortlich. Dazu muss man sich nicht einmal bewegen. Der britische Sportmediziner David Bell hat einen Index der gefährlichsten Sportarten erstellt. Demnach sind zwar Fußball und Rugby am verletzungsträchtigsten, die meisten Todesfälle gibt es jedoch beim Angeln. Am besten legt man sich also ins Bett - keinesfalls auf eine Luftmatratze: Mediziner warnen davor, die mit dem Mund aufzublasen. Dabei kommt es immer wieder zu Ohnmachtsfällen.


5. Draußen sind wilde Tiere

In der Wohnung treffen wir auf Silberfischchen, Weberknechte, manchmal taucht eine Hausspinne im Waschbecken auf. Meist sind das Spinnenmännchen, die ein Weibchen suchen. Wenn sie es finden, leben sie mit ihm gütlich zusammen, bis die Kinder geboren werden. Dann sterben sie, um dem Nachwuchs als Nahrung zu dienen. Friedliche Wirbellose, die Selbstmord begehen, das ist die Fauna des Innenraums. Wie anders geht es vor der Tür zu. Dort sirren Mücken, in Cola-Dosen lauern 120 Arten von Hummeln, Bienen und Wespen. Jährlich sterben bis zu 100 Menschen durch ihr Gift. Oft wird verglichen, dass Haie weniger Menschen töten als Bienen - ein Grund, die Insekten mehr zu fürchten als Meeresräuber. Und sie sind nur die Vorhut der Verwilderung: In Ballungsräumen hat sich binnen dreier Jahre die Krähenpopulation verdoppelt, in Hamburg wurde eine Rentnerin schon übel von einer Aaskrähe attackiert. Zoologen glauben, dass bald auch Waschbären und Füchse bei uns durch die Straßen streifen. Wer rausgeht, braucht dann ein Flinte.


6. Draußen sind Haustiere

Wer glaubt, der Allgemeinheit nicht schon genug zu schaden, schafft sich einen Hund an. "Hundenarren sind häufig ganz erbarmungslose Menschen", wusste schon Kurt Tucholsky: "Ihren Hund lieben sie mit jener stummen Aggressivität, die das beste Zeichen eines hohlen Affekts ist." Die Hundehauptstadt Berlin zählt jährlich 5000 Bisse. Und ein Köter, der nicht beißt, scheißt. Deutschlands Hunde pressen pro Tag 60 Güterwaggon-Ladungen heraus. Wo aber bleibt diese Menge? Hunde schätzen Strände und Kinderspielplätze, weil sie dort, ihrem Instinkt folgend, das Geschäft im Sand verscharren können.


7. Draußen ist zu laut

Wenn Sie daheim die Stereoanlage zu sehr aufdrehen, kommt die Polizei. Dabei ist die Musik kaum lauter als der Straßenlärm, dem wir uns aussetzen, sobald wir die Türschwelle übertreten: etwa 80 Dezibel. Schlimmer ist nur, dass man draußen Ohrenzeuge der Handyklingeltonadaptionen der aktuellen Chartliste wird. Doch die bieten wenigstens mehr Abwechslung als die Freiluftbarden, welche mit Klampfe und Fidel durch die Straßencafés marodieren und "Bésame Mucho" lärmen, bis man ihnen ein paar Euro Schweigegeld zusteckt. Daheim hat man freie Musikauswahl - und tut was für die Libido. Neil Todd von der Universität Manchester hat nachgewiesen, dass laute Musik erotisierend wirkt und zu körperlichen Höchstleistungen treibt. Stressender Straßenkrach, sagen Lärmschützer, sei dagegen in Deutschland für 10.000 Herzinfarkte jährlich verantwortlich.


8. Draußen macht Sex keinen Spaß

Wie eine Umfrage des Gewis-Instituts ergab, träumen zwar 47 Prozent aller Männer und 55 Prozent der Frauen vom Sex im Freien. Verwirklicht haben dies allerdings erst 26 Prozent der Frauen und 16 Prozent der Männer. Überhaupt ist Sex nichts für den Sommer: Nach eigenem Bekunden haben nur fünf Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer "besseren Sex", wenn es warm ist. Dazu ist öffentliche Zärtlichkeit riskant: Die neuen Mobiltelefone mit Foto-Funktion leisten den Betreibern von Voyeur-Webseiten so gute Dienste, dass die Geräte in England und Australien in Freibädern verboten sind - in Deutschland nicht. Der Gesetzgeber guckt selbst am penibelsten hin: "Wer sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch beabsichtigt oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft." Heißt es im Paragraf 183a des Strafgesetzbuches. So kann man sich nach einer Open-Air-Nummer an zweierlei Orten wiederfinden: im Gefängnis und im Internet.


9. Draußen drohen Bazillen

In Freibädern brodelt das Wasser nur so von Erregern. Als die Zeitschrift "Ökotest" vor einiger Zeit in 24 deutschen Freibädern Proben nahm, fand sie keines, wo sich unbedenklich baden ließ - aber dafür reichlich Pseudomona-Keime und Kolibakterien. Forscher der Fachhochschule Gießen-Friedberg haben herausgefunden, dass bei jeder Toilettenspülung in öffentlichen Badeanstalten etwa 25.000 Viren und 600.000 Bakterien in winzigen Wassertröpfchen durch die Luft geschleudert werden. Sofern die Spülung überhaupt betätigt wird. Welch Erleichterung bietet doch die heimische Schüssel.


10. Draußen gibt es kein Fernsehen

Der Autor Douglas Adams hat den Fernseher einmal als die wichtigste Erfindung der Geschichte bezeichnet: "Er ermöglicht es, dass sich zwei Menschen im gleichen Raum aufhalten, ohne sich gegenseitig umzubringen." Wie wichtig so ein Gerät ist, wird erst offenbar, wenn es fehlt - und draußen fehlt es oft. Draußen sind Paare gezwungen, genau das zu tun, was ihnen am wenigsten bekommt: Sie müssen miteinander reden. Beziehungsexperten registrieren nach jeder Urlaubszeit überproportional viele Scheidungen. Ein Phänomen, für das der Diplom-Psychologe Reinhold Schmitz-Schretzmair in der "Apotheken-Umschau" eine überzeugende Erklärung findet: "Ehepaare haben im Urlaub rund um die Uhr Zeit füreinander."


11. Draußen ist peinlich

"Männer über 35, die von ihrem zerfallenden Körper nicht so viel wie möglich hinter einer Krawatte verstecken, sind verrückt", sagt der Schriftsteller und Anzugsträger Tom Wolfe. Nun sind sommerliche Außentemperaturen der Feind kaschierender Kleidung. Und in einer Nation wie Deutschland, wo 67 Prozent aller Männer und 50 Prozent aller Frauen übergewichtig sind, noch kein Verbot für Motiv-T-Shirts verabschiedet ist und Flip-Flop-Sandalen mit mangelnder Pediküre Koexistenz feiern, lauert viel Unansehnliches da draußen. Vieles, das drinnen besser aufgehoben wäre, zumal im Sommer. In 95 Tagen ist er ja wieder vorbei.
Sommer? NEIN DANKE! Happy End
Happy End:

Schwimmen? NEIN DANKE!

 
04.07.03 10:35
#2
Ich packe so gegen 11 Uhr an einem freien Mittwoch mein Handtuch, ein Buch, eine Flasche ALDI-Mineralwasser und eine Flasche Sonnencreme ein und setz mich ins Auto. Natürlich müsste ich nicht mit dem Auto fahren. Ich könnte ja auch mit dem Rad fahren. Aber Rad fahren ist genauso zum Kotzen wie Straßenbahn fahren... und zu Fuß geht nun wirklich nicht! Also, ich fahre zum Schwimmbad.

Je näher ich dem Schwimmbad komme, um so größer wird die Zahl der Radfahrer, die mit sonnigem Gemüt kreuz und quer nebeneinander und sowieso überall auf der Straße herumschlingern, die Sonnenbrille auf der Nase und tonnenweise Krempel im Körbchen, wie zum Beispiel Luftmatratzen, Kühlboxen, Sonnenschirme oder ihren Nachwuchs. Man könnte glauben, manche wären aus ihren Häusern vertrieben auf dem Weg in die Fremde... aber nein, sie wollen tatsächlich nur einen Tag ins Schwimmbad. In tiefem Vertrauen auf den lieben Gott und meine Geduld rauschen sie alsounkoordiniert vor meinem Auto herum... aber ich lasse mich nicht entmutigen und suche einen Parkplatz. Schatten wäre toll. Am besten nicht zu weit weg. Ich suche ungefähr eine halbe Stunde und stelle mich dann siebeneinhalb Kilometer vom Eingang entfernt gegen die Fahrtrichtung im absoluten Halteverbot auf einen sonnendurchfluteten Radweg, den die oben erwähnten Bekloppten komischerweise eisern ignorieren.

Vor der Kasse steht eine riesige Menschenmenge. Darunter auch fünf ältere Herren in Team Telekom-Outfits, die lauthals verkünden, dass sie nach 20 Kilometern Rad fahren jetzt noch 25 Bahnen schwimmen werden... Interessante Triathlon-Variante: mit dem Fahrrad ins Schwimmbad, mit dem Krankenwagen wieder zurück. Drei Teenies zwängen sich durch die Reihe nach vorn. Auf meinen freundlichen Hinweis, sie sollten sich doch bitte hinten anstellen, antwortet einer mit einem ebenso freundlichen: "Halt doch die Fresse, Schwuchtel!". Aber ich freu mich einfach nur weiter auf das kühle Nass und passe nebenbei auf, dass mir im Gedränge keiner den Geldbeutel klaut.

An der Kasse mache ich meinen Anspruch auf Ermäßigung geltend. Die freundliche Dame bittet mich herein, lässt sich Studentenausweis,Personalausweis, Führerschein, EC-Karte, Organspender-Karte, Impfpass und Geburtsurkunde vorlegen und unterzieht mich einem Lügendetektor-Test. Nachdem das BKA meine Fingerabdrücke überprüft hat gewährt man mir tatsächlich ermäßigten Einlass in den Badespass-Park!

Ich suche mir ein nettes Plätzchen auf der Wiese, lege mein original rotes Schwuchteltuch auf ein Ameisenloch und eine alte Portion Pommes und freu mich auf den schönen Tag. Die Vöglein singen, die Kinder schreien und die Kids nebenan erfreuen das ganze Schwimmbad mit dem lieblichen Geschrei von Rammstein, welches aus ihrem Ghettoblaster dröhnt. Dann erfreue ich die Bienen und Wespen, indem ich mich von Kopf bis Fuß mit einer pampigen stinkigen Sonnencreme einschmiere. Sofort summen sie lustig um mich herum...

Ach, das Leben ist schön! Nachdem ich mich eine halbe Stunde in der Sonne geräkelt habe, bekomme ich langsam Durst und greife zu meinem Wasser. Als ich gerade trinken möchte donnert mir ein Fußball lustig hinten auf die Birne, was dazu führt, dass ich mir am Flaschenhals ein noch lustigeres kleines Stück vom Schneidezahn abschlage... Ich drehe mich um und da steht... so ein Zufall! Das sympathische kleine Arschkind vom Eingang! Entschuldigend sagt der Kleine zu mir: "Gib mein Ball her, du Missgeburt!"
Da kann ich natürlich nicht nein sagen und werfe ihm den Ball zu....

Im Schwimmbad ist es echt toll! Doch ein Schluck Wasser konnte mich nicht wirklich erfrischen. Zeit für einen Sprung ins kühle Nass! Nachdem ich einen netten Mann neben mir darum gebeten habe, doch ein Auge auf meine Sachen zu haben, während ich schwimme, schlendere ich zum Becken. Hier ist es toll! Viele kleine Kinder rennen herum. Eins rennt mir mit dem Kopf in die Eier und fängt an zu heulen. Die Mutter schreit mich ein wenig an, was mir einfiele, so einfach am Becken vorbeizugehen wenn ihr Kind da herumtobt. Ja, das tut mir natürlich Leid... hätte ich auch wirklich besser aufpassen müssen. Endlich bin ich im Wasser. Das ist echt schön!

Das Sonnenöl von tausenden Leuten schillert auf der Wasseroberfläche, durch die Chlor-verätzten Augen scheint die Welt in einen lieblichen Schleier gehüllt. Ich tauche unter und genieße gerade den Wechsel zwischen kaltem Wasser und warmem Pipi als mir ein nettes kleines Kind vom 3-Meter-Brett auf den Rücken springt. Als ich japsend auftauche, um mich zu entschuldigen, sehe ich, dass es ja genau das gleiche Kind wie eben war! Hach wie nett! Hoffentlich hat es sich nicht wehgetan! Es hört auch tatsächlich gleich auf zu weinen, nachdem ich ihm meine Uhr geschenkt habe. So ein liebes Kind! Raus aus dem Wasser, zurück zum Platz.

Als ich dort ankomme, ist der nette Nachbar, der ein wenig auf meine Sachen aufgepasst hat, nicht mehr da. Mein Geldbeutel auch nicht.Dafür aber sein Hund, der gerade mein Schnitzelbrötchen frisst um danach in meinen Turnschuh zu scheißen. Netter Hund!

Eigentlich bin ich sehr ausgeglichen... aber jetzt ist es doch langsam genug. Ich packe meine Sachen zusammen und den blöden Hund in die Kühlbox seines freundlichen Herrchens. Selbige lasse ich feierlich im Wellenbecken zu Wasser und schaue mir belustigt den wilden Ritt an, während ich ein paar Takte "Surfin USA" pfeife. Mit dem Handy des Herrchens rufe ich eine 0190-Nummer an und werfe es dann aufs Dach der Umkleidekabinen. Jetzt hab ich mich schon beinahe beruhigt. Ich schlendere zu meinem Fußball-Freund, nehme ihm den Ball ab und schieße ihn mit einem beeindruckenden Vollspann aus einem Meter Entfernung direkt in sein nettes Gesicht. Nachdem er blutüberströmt nach hinten umgefallen ist, nehme ich die Gelegenheit wahr, in seinem Rucksack noch ein kleines Feuerchen zu legen und mache mich auf den Weg zum Ausgang.

Als ich am Beckenrand vorbeikomme sehe ich meinen Kumpel vom 3-Meter-Brett. Da der Bademeister gerade dabei ist, einen Telekom-Opa aus dem Becken zu fischen nutze ich den Moment, schnapp mir die Badehose des netten kleinen Schweinepriesters und hänge sie nicht weit entfernt an einen hohen Ast.

Als ich am Ausgang ankomme schau ich mich ein letztes Mal um: Der Fußball-Penner hüpft plärrend um seinen brennenden Rucksack herum (das Feuer hat inzwischen auf benachbarte Bastmatten übergegriffen), die kleine Nervensäge hüpft nackt unter dem Badehosen-Baum herum (Umzingelt von kreischenden Mädchen) und der nette Nachbar sucht seinen Hund... die fest verschlossene Kühlbox zieht immer noch ihre Bahnen im Wellenbecken und das Handy funkelt mir lustig vom Umkleidedach zu. Die Rechnung muss inzwischen bei etwa 98 Euro liegen...

Als ich zum Auto zurückkomme hängt ein Strafzettel dran. Ich nehme ihn ab,lese ihn aufmerksam durch und esse ihn auf. Dann steig ich in mein brütend heißes Auto und denke:

Gar nicht so schlecht, so ein Besuch im Freibad.

http://www.ariva.de/board/168762/...ull=&525&jump=1085099#jump1085099
Sommer? NEIN DANKE! clip
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danke happy

 
04.07.03 10:38
#3
aber war heute schon dran.....bist du wirklich ein doppelgänger ? ;-)

 

Wer hier Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Sommer? NEIN DANKE! 1085239

Sommer? NEIN DANKE! Happy End
Happy End:

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04.07.03 10:44
#4
Deshalb ja auch der Link zu Rheumax' Posting ;-p
Sommer? NEIN DANKE! clip
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klick mal hier...

 
04.07.03 10:49
#5

http://blutorgel.com/img/view//Trashbin/...bb9a7d9275f9e559f1.img.jpg

Wer hier Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Sommer? NEIN DANKE! 1085260

Sommer? NEIN DANKE! Happy End

*lol* o. T.

 
#6


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