Skandale, Pannen, Peinlichkeiten: Die Münchner CSU

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Skandale, Pannen, Peinlichkeiten: Die Münchner CSU

 
#1

1993: Die "Kanzlei-Affäre"
Peter Gauweiler, Münchner Ex-CSU-Chef und OB-Kandidat, beschäftigt 1993 einen Untersuchungsausschuss im Landtag. Die Vorwürfe: Gauweiler habe nach dem zeitweiligen Ausscheiden aus seinem Rechtsanwaltsbüro Mandanten für 10.000 Mark pro Monat "verpachtet" und der Kanzlei als Minister Kunden zugeschanzt. Am Ende ist Gauweiler für die Opposition überführt, für die CSU schuldlos

1998: Die "Käseschachtel-Affäre"
Drei Jahre und neun Monate Gefängnis für den früheren CSU-Stadtratsfraktionschef Gerhard Bletschacher: die juristische Quittung für die Umleitung von Spendengeldern auf private Firmenkonten. Als Chef des Vereins "Stille Hilfe Südtirol" hatte Bletschacher 4,8 Millionen Mark für seine marode Pappschachtelfabrik abgezweigt.
1998: Die "Bauland-Affäre"
"Propeller-Erich" nannten die Medien Ex-OB Erich Kiesl wegen seiner Vorliebe für Flüge im Diensthubschrauber. Auf den Boden juristischer Tatsachen holt ihn 1998 seine Verwicklung in die seit 1981 schwelende Bauland-Affäre, bei der sich Spekulanten im schwunghaften Handel mit Stadtgrundstücken bereicherten. Untreue und eine Falschaussage addieren sich zu 20 Monaten auf Bewährung.
1999: Hauen und Stechen vor der OB-Wahl
Einen wohl einzigartigen Machtkampf voller Intrigen gibt es 1998 um die OB-Kandidatur: Nachdem sowohl der Landtagsabgeordnete, Gauweiler-Freund und Medizin-Lobbyist Thomas Zimmermann als auch sein Gegner, Ex-Kreisverwaltungsreferent Hans-Peter Uhl, verschlissen und demontiert worden sind, schickt die CSU Aribert Wolf als OB-Kandidat ins aussichtslose Rennen gegen Ude.

2001: Plakat-Pannen (I)

Dass sich Wolf im zweiten Anlauf zur OB-Kandidatur mit seinem Dackel ablichten läßt, sorgt noch für Erheiterung. Handfesten Ärger handelt er sich dagegen mit seinem zweiten Plakat ein, dessen Slogan ihn auch bei der eigenen Parteispitze unter Beschuss bringt. Im Oktober 2001 wirft Wolf die Brocken hin.
2002: Plakat-Pannen (II)
Auch der neue OB-Kandidat Hans Podiuk bringt sich mit einem Wahlkampf-Motto eher ins Gerede als ins Gespräch: "Hans Podiuk. Mit Sicherheit ein gutes Gefühl". Mit Sicherheit kein glückliches Händchen hatten die Werbestrategen der Münchner CSU, denen entgangen war, dass es sich dabei um den Slogan für eine Damenbinde handelt.


2004: Die Krankenkassen-Connection
Die erste "Causa Baretti": Rehakliniken haben jahrelang Mitarbeiter zweier Krankenkassen bestochen, um eine großzügige Genehmigung von Kuraufenthalten zu bewirken. Auf Seiten der Kassen-Kassierer dabei: Die Eltern des CSU-Stadtrats Christian Baretti. Vater Baretti muss 2004 hinter Gitter, der Sohn kommt als "Schriftführer" mit einem blauen Auge davon.


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