Nasdaq füllt die Lücke
In der Schiebezone will die Markttechnik fallende Kurse sehen
Besonders schwach zeigte sich die Nasdaq zu Beginn der Woche und beendete den Handel mit einem Minus von 1,6 Prozent. Die vor Tagen gerissene Kurslücke wurde dabei geschlossen – ein erwartetes Szenario. Nach wie vor wird der Verlauf der Nasdaq von einer Seitwärtszone bestimmt in der auch heute wieder fallende Kurse wahrscheinlich sind.
Seit 27 Börsentagen heißt es für den Technologie-Index jetzt seitwärts. Die Konsolidierung in der Schiebezone reift damit weiter. Vorbei ist das trendlose Verhalten des Marktes, wenn eine der beiden Grenzen über- oder unterschritten wird. Die obere Schranke ist bei der Zone von 2.065 bis 2.080 (rot) Punkten zu definieren. Unten wird bei einem Bruch der Marke von 1.930 Punkten ein Verkaufssignal generiert.
Laut Markttechnik könnte für den Nasdaq-Composite-Index auch bald der Test der unteren Begrenzungslinie anstehen. Die Trendfilter Aroon und 21er-AMA deuten augenblicklich auf einen Seitwärtsmarkt. In dieser indizierten trendlosen Phase rückt das Signal des für den kurzen Horizont ausgelegten ProjectionOscillators in den Mittelpunkt. Nach wie vor ist ihm ein Verkaufssignal zu entnehmen. Überdies wechselt nun der Trendfolger MACD seine Meinung. Er sendet ein Verkaufssignal. Dass die Situation aber nicht so schlimm ist wie es klingen mag, deuten die leicht fallenden durchschnittlichen Umsätze an.
Der Bruch der mittelfristigen Aufwärtsgeraden (blau, aktuell bei 2.290) und die japanische Kerzenchartformation Evening Star (roter Halbkreis, nähere Erläuterung siehe hier ) waren Auslöser für die anhaltende Seitwärtstendenz.
Wie vermutet hat sich die Kurslücke zwischen 1.979 und 1.986 den Notierungen nicht entziehen können. Von einer Kurslücke, in der technischen Analyse auch Gap oder Fenster genannt, spricht man, wenn zwischen einem Tief und dem Hoch des darauffolgenden Tages oder einem Hoch und dem Tief des darauffolgenden Tages kein Handel zu Stande kommt. Das vor einigen Tagen gebildete Gap wurde am Montag gehandelt und entpuppte sich damit als bedeutungsloses Common Gap. Im weiteren Verlauf kann dieser Bereich vernachlässigt werden.
Die Unterstützung bei 2.000 Punkten war gestern nicht viel Wert. Heute nimmt sie den Platz eines Widerstands ein. Darauf finden sich bei 2065, 2.100, 2.200 und bei 2.330 Zählern weitere Resistance-Zonen. Wichtigstes Auffangbecken wird nun die Marke von 1.930 Punkten. Im Anschluss bieten die Bereiche um 1.850, 1820 und um 1.790 Punkten Unterstützung.
Fazit: Die Nasdaq unterliegt weiter einer Seitwärtsphase. Kurzfristig ist die Prognose erneut pessimistisch. Die 1.930 sollte nicht unterboten werden.