Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben

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Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben bammie
bammie:

Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben

 
26.08.05 12:02
#1
Fetischismus wird von den meisten Psychologen nicht mehr als therapiepflichtige Störung angesehen, sondern als Spielart menschlicher Sexualität. In bestimmte Fällen brauchen Fetischisten aber doch Hilfe.

Getragene Socken, Latexhosen, Luftballons oder Windeln: Sexuelle Vorlieben von Fetischisten wurden von Psychiatern lange Zeit als pervers eingestuft. Noch heute wird Fetischismus im Internationalen Krankheitscode (ICD 10) als "Gebrauch toter Objekte als Stimuli für sexuelle Erregung oder Befriedigung" beschrieben - und als "Störung der Sexualpräferenz".

Moderne Sexualwissenschaftler dagegen halten Fetischismus für eine harmlose Marotte. Psychotherapie sei nur bei echtem Leidensdruck notwendig oder dann, wenn ein Fetisch Sex mit einem lebendigen Partner komplett ersetzt. "Sex ist vielfältig und bunt wie das Leben", sagt der Sexualwissenschaftler Erwin Häberle, Leiter des Magnus-Hirschfeld-Archivs für Sexualwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Den Versuch der Psychiatrie, "normale" und "krankhafte" Sexualität zu definieren, hält Häberle für anmaßend. "Normal" sei alles, was einem Menschen und seinen Mitmenschen nicht schade. Peter Fiedler, Professor für Psychologie an der Universität Heidelberg, teilt diese Einschätzung: "Was hinter den Türen passiert, ist Privatsache der Menschen - solange sie nicht andere stören oder sich selbst dabei verletzen."

Selbstbefriedigung mit realen oder fantasierten Fetischen sei für viele ein heilsames Mittel, um sich auf sexuellen "Fantasiereisen" vom Alltagsstress zu erholen. Ob nun Pelzmäntel, Schnürstiefel, Urin oder Schweiß: Alles könne für irgendjemanden zum Fetisch werden, schreibt Erwin Häberle in seinem Kritischen Wörterbuch zur Sexualwissenschaft.

Im Extremfall funktioniert das soziale Leben nicht mehr
Das Wort Fetisch leitet sich von dem lateinischen Verb "facere" (machen) und dem portugiesischen Wort "feitico" (Zauber) ab. Bei Naturvölkern gelten als Fetische bestimmte Objekte, denen die Menschen Zauberkräfte zuschreiben. Der französische Psychologe Alfred Binet wandte im 19. Jahrhundert den Begriff erstmals an, um sexuelle Fixierungen auf Objekte zu erklären. Fetischisten, betont Häberle, begehrten aber nicht nur "tote Objekte" wie im ICD beschrieben, sondern im Einzelfall auch einzelne Körperteile wie etwa Brüste, Füße oder den Bauchnabel.

Der Psychologe Fiedler hält die Definition von Fetischismus im DSM IV, dem amerikanischen Handbuch der psychiatrischen Störungen, für besser als die des ICD: Eine Paraphilie oder "krankhafte sexuelle Abweichung" liege nur dann vor, wenn bestimmte sexuelle Fantasien länger als sechs Monate immer wieder auftauchten und der Betroffene davon so gefangen genommen werde, dass sein soziales Leben nicht mehr funktioniere.

"Ein Strumpfband meiner Liebeslust"
In manchen Fällen sei das Interesse am Fetisch so exklusiv, dass Personen als Sexualpartner kaum noch beachtet würden, sagt Häberle. Die Übergänge zwischen "einfachem" und "extremen" Fetischismus seien allerdings fließend. In simpler Form diene der Fetisch als zeitweiliger Ersatz für eine geliebte Person. Als Beispiel führt Häberle Goethes Faust an, der Mephisto befiehlt, ihm eine greifbare Erinnerung an Gretchen zu bringen: "Schafft mir ein Halstuch von ihrer Brust, ein Strumpfband meiner Liebeslust!" In anderen Fällen kann der Fetisch den Reiz einer Person selbst erhöhen - etwa, wenn der Partner Seidenunterwäsche trägt, ein bestimmtes Parfüm benutzt oder gepierct ist.

Während Fetischisten zu Goethes Zeiten kaum Möglichkeiten hatten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, gibt es heute fast für jeden Fetisch ein eigenes Internetforum. Manche Fetischisten stehen auf "nasse Klamotten" und treffen sich regelmäßig zu Pool-Partys, andere outen sich als "Erwachsenenbabys" und geben sich Tipps, wo es die besten Schnuller zu kaufen gibt. Relativ neu im Trend liegen so genannte "Looner" oder Luftballons-Fans. In einschlägigen Foren wird dabei zwischen "Poppern", "Non-Poppern" und "Semi-Poppern" unterschieden - die einen erfreuen sich am Platzenlassen eines Luftballons, die anderen spielen nur damit, und "passive Popper" beobachten gerne Frauen, die Luftballons zerstören.

Verschiedene Theorien zur Ursache
Über die Ursachen des Fetischismus gibt es verschiedene Theorien. Beim Windelfetischismus wird zum Beispiel gemutmaßt, starke Liebesentbehrungen seien der Auslöser, oder die Eltern der Betroffenen könnten ihre Kinder übertrieben früh zur Sauberkeit erzogen haben. Belege dafür gibt es allerdings nicht. Manchmal, sagt Peter Fiedler, sei Fetischismus das Symptom eines anderen psychischen Problems, etwa, wenn ein Mensch große Schwierigkeiten bei sozialen Kontakten habe oder nicht zu einer festen Partnerschaft im Stande sei. Primär behandele er als Therapeut dann nicht den Fetischismus, sondern die Beziehungsstörung. Fetischismus trete auch bei Sexualstraftätern auf: "Das hängt damit zusammen, dass sie viel alleine sind." Umgekehrt bedeute dies aber nicht, dass Fetischisten generell zu sexuellen Übergriffen neigten. Die meisten Psychotherapeuten, glaubt Fiedler, sehen Fetischismus heutzutage nicht als mehr "pervers" an. Manche Patienten allerdings kämen nach der Lektüre veralteter Fachbücher verstört zum Psychiater, weil sie sich für abnormal hielten. "Ich hoffe, die geraten dann in die Hände der richtigen Therapeuten", sagt Fiedler.

Ayala Goldmann/AP
Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben .Juergen
.Juergen:

dieser ganze lieberale psycho mist

3
26.08.05 12:12
#2
der mensch hat sich durch hetrosex zum jetzigen stand entwickelt

und der ganze perverse schweinekram mit seinen ausuferungen ist

in meinen augen nicht "normal"...denn wer sowas braucht

ist irgendwie gestört und tickt nicht richtig

im übrigen ist aids auch ein produkt dieser sogenannten freizügigkeit...

Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben duschgel
duschgel:

ein schöner Satz

 
26.08.05 12:15
#3
"Was hinter den Türen passiert, ist Privatsache der Menschen - solange sie nicht andere stören oder sich selbst dabei verletzen."
Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben Scontovaluta
Scontovaluta:

Solang`s der Arterhaltung dient.... o. T.

 
26.08.05 12:19
#4
Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben .Juergen
.Juergen:

#3, ja das ist aber nur die halbe wahrheit

2
26.08.05 12:24
#5
und bis zu einem gewissen punkt,
denn wer sich hinter verschlossenen türen z.B. kinder pornos
oder sonstigen scheiss reinzieht der leidet dann vielleicht
auch mal an realitätsverlust und lebt seine sexuelle fantasie
dann möglicherweise auch mal real aus.. ;-((
Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben n1608
n1608:

Sorry Jürgen, aber in meinen Augen

 
26.08.05 12:47
#6
tickst du nicht richtig. fetische hat es immer gegeben und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was gegen dessous, lack & leder, sneakers *gröl*, high heels, neunschwänzige katzen etc. einzuwenden ist. auch darf ich dich daran erinnern, dass es homosexualität schon immer gegeben hat. bei den alten griechen hat man sich damit sogar noch gebrüstet. trotzdem hat es in den letzten jahrtausenden immer noch genug heteros gegeben, die die arterhaltung gesichert haben. also für mich ist an spielarten alles erlaubt, was keinen anderen schädigt, gegen seinen willen geschieht oder durch manipulation (drogen, finanzielle & seelische Abhängigkeit etc.)herbeigeführt wird.

sexualität kann in der tat so sehr viel bunter sein, als eine ausschließliche missionarsstellung zur reinen arterhaltung. solltest du vielleicht mal mit deiner partnerin ausprobieren, anstatt hier opus dei platitüden vom band zu lassen.

Live and let live!

Gruss n1608  
Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben .Juergen
.Juergen:

#6, darum geht es zwar nicht

 
26.08.05 13:00
#7
aber wenn du meinst du brauchst solch zeug um einen hoch zu kriegen

dann mach es doch...und laber nicht andere damit zu.
Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben Nolte
Nolte:

also diese Posting von n1608 trifft den Punkt

 
27.08.05 00:01
#8

besser kann man das nicht beschreiben!

Leben, nicht zusehen und nach Fehlern suchen, einfach machen - Spaß miteinander haben und sich wohlfühlen.

Gruß
leo
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Sex ist vielfältig und bunt - wie das Leben .Juergen

hat doch das eine mit den anderen nichts zu tun

 
#9


soll ja schließlich auch leute geben die auch ohne

"Getragene Socken, Latexhosen, Luftballons oder Windeln"

ein glückliches und erfülltes sexleben haben! lachenlachenlachen



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