Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel

Beiträge: 13
Zugriffe: 4.164 / Heute: 1
Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel kiiwii
kiiwii:

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel

4
16.09.06 16:48
#1
SPIEGEL ONLINE - 16. September 2006, 16:18
URL: www.spiegel.de/panorama/0,1518,437437,00.html


Schweizer Tunnelunglück - Rauch behindert Rettungsarbeiten


Die Polizei befürchtet, dass mehrere Menschen bei einem Unfall im Schweizer Viamala-Tunnel umgekommen sind. Die genaue Unglücksursache ist noch unbekannt, zudem behindert Rauch die Helfer vor Ort.


Zillis/Chur - Bisher seien ein Toter und mehrere Leichtverletzte aus dem Tunnel geborgen worden, so ein Sprecher der Bündner Kantonspolizei. Es wird allerdings befürchtet, dass noch mehr Menschen bei dem Unglück gestorben sind. Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) schickte einen Hubschrauber an den Unglücksort.


Zum Hergang und zu den Folgen des schweren Unglücks lagen zunächst nur wenige Informationen vor. Laut Polizei ereignete sich der Unfall um 13.15 Uhr auf der Autobahn A13, die von Chur zum San-Bernardino-Tunnel führt.


Am Unfall seien ein Personenwagen und ein Reisebus beteiligt gewesen. Ob sie in dem nicht richtungsgetrennten Tunnel frontal zusammenstießen oder aufeinander auffuhren, ist noch unklar. Auch über die Herkunft der beteiligten Fahrzeuge und die Zahl der Insassen liegen noch keine Informationen vor.


Nach der Kollision brach ein Feuer in dem Tunnel aus, die Fahrzeuge brannten zum Teil aus. Die San-Bernardino-Autobahn wurde vorübergehend in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt. Der Viamala-Tunnel liegt auf dem Gemeindegebiet von Zillis und ist 742 Meter lang. Er wurde im Dezember 1967 in Betrieb genommen.


Das bisher folgenschwerste Unglück in einem Schweizer Autobahntunnel ereignete sich am 24. Oktober 2001, als im Gotthardstraßentunnel bei einem Brand nach dem Zusammenstoß zweier Lastwagen elf Menschen ums Leben kamen.

jto/AP
© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten


MfG
kiiwii
Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel jungchen
jungchen:

6 Tote

2
16.09.06 17:29
#2
Samstag, 16. September 2006
Unfall in Schweizer Tunnel
Mehrere Tote

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Reisebus und einem Personenwagen in einem Tunnel südlich von Chur in der Ostschweiz sind sechs Menschen getötet worden. Das bestätigte die Kantonspolizei Graubünden. Fünf Menschen wurden leicht verletzt.

Da die am Unfall beteiligten Fahrzeuge in Brand gerieten, wurde die Bergung der Opfer durch starke Rauchentwicklung erschwert. Der Unfall ereignete sich gegen 13.15 Uhr im Viamala-Tunnel wenige Kilometer südlich von Thusis. Die Autobahn A 13, die San-Bernardino-Route, wurde gesperrt.

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel 2791940n-tv.de/img/711075_src_path.GDOA.jpg" style="max-width:560px" >
Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas
quantas:

Eishockeymannschaft aus Bellinzona betroffen

 
16.09.06 17:48
#3

Im Bus waren 23 Personen der Mannschaft des Eishockeyclubs GDT Bellinzona unterwegs. Das bestätigte der Präsident des EHC Uzwil, Kurt Lustenberger, gegenüber der sda. Das Spiel zwischen den beiden Erst-Liga-Mannschaften hätte um 17 Uhr in Uzwil angepfiffen werden sollen.

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas
quantas:

Tunnel bleibt länger geschlossen

 
17.09.06 09:28
#4
Nach dem schweren Unfall mit sechs Toten und sechs Verletzten im Viamala-Tunnel der A13 werden zwei Personen weiterhin vermisst. Die Polizei rechnet jedoch nicht mit einem Anstieg der Opferzahl.

Die Polizei geht nicht davon aus, dass in den ausgebrannten Fahrzeugen weitere Leichen seien, sagte ein Polizeisprecher. Es dürfte deshalb bei den sechs Todesopfern bleiben. Die beiden nach wie vor als vermisst gemeldeten Insassen des Tessiner Reisecars müssen entweder unter den noch nicht identifizierten Toten sein, oder sie konnten dem Tunnelbrand entkommen und haben sich bisher nicht gemeldet.

Zum Unfallhergang, bei dem gestern Nachmittag der Reisecar frontal mit einem Personenwagen zusammenstiess, liegen keine neuen Erkenntnisse vor.

Der Autobahntunnel zwischen Thusis und Andeer bleibt längere Zeit gesperrt. Der Verkehr wird über die Kantonsstrasse umgeleitet. Nach ersten Angaben entstand durch den Brand beträchtlicher Schaden am Tunnel.

Gestern hatte ein Vertreter des zuständigen Bundesamts für Strassen den Viamala-Tunnel als betriebssicher bezeichnet. Nach der Brandkatastrophe im Gotthardtunnel 2001 war der nicht richtungsgetrennte Tunnel überprüft sowie angepasst worden. Der Viamala-Tunnel ist 750 Meter lang und verläuft in einer Kurve.

Einem Rad ausgewichen
Um 13.15 Uhr prallte ein Personenwagen in dem Tunnel in den entgegenkommenden Bus einer Hockey-Mannschaft. Nach ersten Erkenntnissen kam es zur Katastrophe, nachdem sich bei einem Fahrzeug, das dem Bus entgegen kam, ein Rad gelöst hatte.

Ein folgender Personenwagen stiess mit dem Bus zusammen, weil dessen Lenker offenbar dem Hindernis ausweichen wollte. Der Car und der Personenwagen sowie ein drittes Fahrzeug fingen sofort Feuer. Im Bus sassen 23 Sportler des Eishockeyclubs GDT Bellinzona. Die Vermissten gehörten zu ihnen. Sie waren unterwegs zu einem Erstliga-Match in Uzwil SG.

Wie die Polizei am späten Abend mitteilte, wurden drei Todesopfer ausserhalb der Fahrzeuge auf der Tunnelfahrbahn aufgefunden. Zwei Personen wurden kurz vor dem Südportal angetroffen und ins Freie gebracht. Eine der beiden verstarb noch am Unfallort. Es ist nicht bekannt, wieviele Insassen der involvierten Fahrzeuge sich aus dem Tunnel retten konnten.

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas
quantas:

Aktueller Sicherheitsstandard

 
17.09.06 09:32
#5

Viamala-Tunnel laut Behörden auf aktuellem Sicherheitsstandard

(ap) Der Viamala-Tunnel der Autobahn A13 weist laut Behörden des Kantons Graubündens grundsätzlich keine Sicherheitslücken auf. Kantonsingenieur Heinz Dicht sagte auf Anfrage, seit der Brandkatastrophe im Gotthardtunnel seien in Absprache mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) eine Reihe von Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit getroffen worden. Unter anderem sei eine Brandmeldeanlage installiert worden, die beim Unglück vom Samstag schnell und gut funktioniert habe.

Der Tunnel ist auch mit UKW-Empfang und einem UKW-Besprechungssystem ausgerüstet. Auch Ventilation, Anstrich und Beleuchtung entsprächen dem vom Astra definierten Sicherheitsstandard. Einzig über einen Fluchtstollen verfügt der 742 Meter lange Tunnel nicht. Der Bau eines solchen Stollens sei auch nicht vorgesehen, sagte Dicht. Als einzige zusätzliche Massnahme sei die Installation von Leitleuchten geplant. Dieser Auftrag sei kürzlich ausgeschrieben worden. Dass es in dem Tunnel schon wiederholt zu Unfällen kam, führt der Kantonsingenieur vor allem auf den Gegenverkehr zurück. Zudem habe der Tunnel eine Steigung von einigen Prozenten und eine leichte S-Form.

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas
quantas:

Tunnels sind immer gefährlich

4
17.09.06 11:04
#6

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel 2792562info.rsr.ch/xobix_media/images/rsr/2005/...1025_6188739_0.jpg" style="max-width:560px" > Den Viamala Tunnel kenne ich gut. Da bin ich schon öfters durchgefahren.

Die ist ein neueres Bild aus dem Tunnel. Mehr absichern kann man ihn wahrscheinlich nicht mehr, als er schon ist. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt zur Zeit 80 KmH. Sicher ist zu überlegen ob nicht eine Reduktion auf 60 KmH die Sicherheit erhöhen könnte. Ich wäre dafür.

MfG

quantas

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas
quantas:

Zahl der Toten steigt auf acht

 
18.09.06 11:46
#7

Unfallhergang im Viamala-Tunnel aber auch weiterhin unklar

Die Zahl der Toten des Brandunglücks im Viamala-Tunnel ist auf acht gestiegen. Wie die Kantonspolizei Graubünden am Montag bekannt gab, ergaben die detaillierten Ermittlungen, dass einer der beiden völlig ausgebrannten Personenwagen mit vier Insassen besetzt gewesen war. Der Unfallhergang war am Montagmorgen weiterhin unklar.

(sda/ap) Der schwere Verkehrsunfall vom Samstag im Viamala-Tunnel der A13 hat zwei Todesopfer mehr gefordert als bisher angenommen. Die Ermittlungen haben ergeben, dass einer der beiden völlig ausgebrannten Autos mit vier Insassen besetzt war. Bisher war von zwei Insassen ausgegangen worden. Beim Unfall kamen demnach also insgesamt acht Menschen ums Leben. Eine Person wurde schwer verletzt, ihr Zustand ist nach Angaben der Ärzte sehr kritisch, wie die Kantonspolizei am Montag mitteilte. Fünf Personen erlitten leichte Verletzungen.

Identität der Opfer noch nicht klar

Die Ermittlungen zur Feststellung der Identität der Todesopfer, die ins Institut für Rechtsmedizin St.Gallen überführt wurden, sind noch im Gang. Die nach dem Unfall aufgefundenen Fahrzeuge wurden mittlerweile geborgen. Es handelt sich nebst dem Reisecar der Eishockeymannschaft des GDT Bellinzona um zwei Personenwagen mit deutschen Kontrollschildern und um je einen Sattelschlepper aus Deutschland und Österreich.

Ausserdem blieben ein Wohnwagengespann mit Bündner Kontrollschildern sowie ein abgekoppelter Wohnwagen in der 742 Meter langen Röhre zurück. Der Lenker des Zugfahrzeugs, ein deutscher Staatsangehöriger, konnte den Tunnel unverletzt verlassen.

Komplexe Ermittlungen brauchen Zeit

Der Unfallhergang war am Montagmorgen weiterhin unklar. Die «sehr komplexen» Ermittlungen zur Klärung des Geschehens beanspruchten viel Zeit, teilte die Kantonspolizei mit. Weitere gesicherte Erkenntnisse lagen am Montagmittag nicht vor.

Eines der beiden direkt am Unfall beteiligten Autos wird geborgen.
Eines der beiden direkt am Unfall beteiligten Autos wird geborgen. (Bild key)

 

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas
quantas:

Schreckliches Bild

 
18.09.06 14:05
#8
Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel 2794163is.blick.ch/img/gen/4/A/HB4AO1oN_Pxgen_r_900xA.jpg" style="max-width:560px" border=0>
Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem
wöchentlichen Marktüberblick
von ARIVA.DE!
E-Mail-Adresse
Ich möchte Benachrichtigungen von ARIVA.DE erhalten.
Ja, ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und akzeptiert (Pflichtfeld).
Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas
quantas:

4-köpfige Familie aus Deutschland unter den Opfern

5
23.09.06 12:59
#9

Eine Woche nach dem schweren Verkehrsunfall im Viamala-Tunnel der A13 hat das Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen alle neun beim Unfall ums Leben gekommenen Personen identifiziert. Nach wie vor ungeklärt ist der Unfallhergang.

[sda] - Die komplexen Ermittlungen würden noch einige Zeit beanspruchen, teilte die Bündner Kantonspolizei mit. Abgeschlossen ist inzwischen die Identifizierung der neun Toten.

Bei einer vierköpfigen Familie aus Deutschland, die in einem der beiden beim Unfall völlig ausgebrannten Fahrzeuge sass, handelt es sich um den 41-jährigen Vater, die 33-jährige Mutter sowie um deren zwei Kinder im Alter von vier und eineinhalb Jahren.

Nachträglich im Spital verstarb an seinen Verletzungen ein 52-jähriger Lastwagenchauffeur. Er hatte am Steuer eines in Deutschland immatrikulierten Sattelschleppers gesessen. Die genaue Todesursache dieses Mannes steht allerdings noch nicht fest.

Die Identität von vier weiteren Toten stand seit vergangenem Dienstag fest. Es handelte sich um einen 48-jähriger Bündner, eine 32-jährige Tessinerin, einen 46-jährigen Tessiner und einen 90-jährigen Mann aus Bayern.

Der Viamala-Tunnel wird am Montag wieder für den Verkehr freigegeben; passiert werden darf die 742 Meter lange Röhre ab 5 Uhr am Morgen. Geplant war die Eröffnung für (heute) Samstag, doch die Schäden waren grösser als zuerst angenommen.

Die Kosten für die Behebung der Schäden am Tunnel und an den Einrichtungen belaufen sich nach ersten Schätzungen auf rund zwei Millionen Franken.

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Sowas zu lesen fällt einem

2
23.09.06 20:52
#10
immer etwas schwer!  
Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas
quantas:

San Bernardino-Achse wieder gesperrt!

 
21.11.06 09:26
#11
San-Bernardino-Achse gesperrt.

Nach Brand von Sattelschlepper in Tunnel südlich von Thusis.

Die San-Bernardino-Achse ist am frühen Dienstagmorgen nach dem Brand eines Sattelschleppers im Crapteig-Tunnel südlich von Thusis gesperrt worden. Personen wurden beim Unfall im 2200 Meter langen Tunnel der A13 nicht verletzt.
(ap/sda) Das Schwerfahrzeug hatte um 06 Uhr 30  Feuer gefangen. Die Flammen am Sattelschlepper im Crapteig-Tunnel bei Thusis wurden von der Feuerwehr gelöscht, wie es bei der Bündner Kantonspolizei auf Anfrage hiess. Der Personenverkehr auf der A13 wurde danach auf die Kantonsstrasse umgeleitet, der Schwerverkehr wurde angehalten.

Nach Mitteilung der Kantonspolizei Graubünden konnten alle Menschen aus dem Tunnel evakuiert werden. Im Viamala-Tunnel auf der gleichen Strecke waren am vergangenen 16. September neun Menschen ums Leben gekommen, als nach einer Kollision mehrerer Fahrzeuge, darunter ein Reisebus, ein Brand ausgebrochen war.
Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel Kalli2003
Kalli2003:

weiss denkidee das schon?

 
21.11.06 09:30
#12

So long (oder doch besser short?)  

...be happy and smileKalli  

Schweiz: Schweres Unglück im Via-Mala-Tunnel quantas

Crapteig-Tunnel wieder befahrbar

 
#13

Eine Spur bleibt vorerst gesperrt

Der ausgebrannte Lastwagen im Crapteig-Tunnel bei Thusis.
Der ausgebrannte Lastwagen im Crapteig-Tunnel bei Thusis. (Bild key)

Der nach einem Sattelschlepper-Brand seit Dienstag gesperrte Crapteig-Tunnel auf der San-Bernardino-Route wurde heute morgen um 7 Uhr wieder für den Verkehr geöffnet.

(ap) Der Crapteig-Tunnel zwischen Thusis und Zillis kann vorerst nur mit zwei der drei Spuren betrieben werden, wie Reto Knuchel vom Bündner Tiefbauamt am Freitag auf Anfrage sagte. Von der dritten Spur aus müsse das Gewölbe saniert werden. Knuchel rechnet damit, dass die Arbeiten ein bis zwei Wochen dauern.

Im Crapteig-Tunnel war am vergangenen Dienstag ein Lastwagen wegen eines Motorschadens in Brand geraten. Der 2,2 Kilometer lange Tunnel wurde in der Folge gesperrt und der gesamte Verkehr über die Kantonsstrasse umgeleitet.



Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--