In den USA ist es üblich. Dort rangeln die Präsidentschaftskandidaten nicht nur auf der Straße und in Hallen um die Stimmen der Wähler. Sie kämpfen auch an der Börse gegeneinander. Das wäre doch was für Gerhard Schröder und seinen Herausforderer Edmund Stoiber. Stefanie Burgmaier
Bush-Zertifikate haben sich nach einem Bericht des "Handelsblatt" für die Investoren ausgezahlt. In den Papieren waren Tabak-, Rüstungs- und Ölaktien gebündelt worden. Diese zogen seit dem Amtsantritt von George W. Bush an der Börse ab.
Zwar gibt es in Deutschland bislang keine Bank, die ein Schröder-Zertifikat gegen ein Stoiber-Basket laufen lässt. Aber jeder der Kandidaten hat seine unverkennbaren Vorlieben für bestimmte Branchen.
Schröder steht für Autoaktien
Der amtierende Kanzler Schröder stellt sich gerne als Automann da. Sein Herz schlägt für Volkswagen. Deshalb wird Schröder weiter alles tun, was die Autoindustrie stützt.
Zugleich kann der Sozialdemokrat seine Wurzel nicht verleugnen. Halbstaatliche Unternehmen wie die Post oder Telekom stehen unter seinem besonderen Schutz. Nur behutsam wird der Wettbewerb ausgeweitet.
Stoiber liebt Medienwerte
Auch der bayrische Ministerpräsident hat seine Vorlieben. Die Technologie- und Medienunternehmen, die er zuhauf im Freistaat angesiedelt hat, genießen seine besondere Protektion. Der Filmrechtehändler Leo Kirch konnte sich bislang noch immer auf seinen Landesvater verlassen.
Daneben dürften die Energie- und Versorger-Aktien von einem Kanzler Stoiber profitieren. Schließlich hat der Kandidat schon angekündigt, den Ausstieg aus der Atomkraft zu stoppen.
Wenn sich in den kommenden Monaten die Fronten klären, könnte sich die Entscheidung für ein Schröder- oder ein Stoiber-Depot durchaus lohnen. Ein kleines Problem bleibt: Die Wahlentscheidung dürfte äußerst knapp ausfallen.
© 2002 sharper.de
So long,
Calexa
Bush-Zertifikate haben sich nach einem Bericht des "Handelsblatt" für die Investoren ausgezahlt. In den Papieren waren Tabak-, Rüstungs- und Ölaktien gebündelt worden. Diese zogen seit dem Amtsantritt von George W. Bush an der Börse ab.
Zwar gibt es in Deutschland bislang keine Bank, die ein Schröder-Zertifikat gegen ein Stoiber-Basket laufen lässt. Aber jeder der Kandidaten hat seine unverkennbaren Vorlieben für bestimmte Branchen.
Schröder steht für Autoaktien
Der amtierende Kanzler Schröder stellt sich gerne als Automann da. Sein Herz schlägt für Volkswagen. Deshalb wird Schröder weiter alles tun, was die Autoindustrie stützt.
Zugleich kann der Sozialdemokrat seine Wurzel nicht verleugnen. Halbstaatliche Unternehmen wie die Post oder Telekom stehen unter seinem besonderen Schutz. Nur behutsam wird der Wettbewerb ausgeweitet.
Stoiber liebt Medienwerte
Auch der bayrische Ministerpräsident hat seine Vorlieben. Die Technologie- und Medienunternehmen, die er zuhauf im Freistaat angesiedelt hat, genießen seine besondere Protektion. Der Filmrechtehändler Leo Kirch konnte sich bislang noch immer auf seinen Landesvater verlassen.
Daneben dürften die Energie- und Versorger-Aktien von einem Kanzler Stoiber profitieren. Schließlich hat der Kandidat schon angekündigt, den Ausstieg aus der Atomkraft zu stoppen.
Wenn sich in den kommenden Monaten die Fronten klären, könnte sich die Entscheidung für ein Schröder- oder ein Stoiber-Depot durchaus lohnen. Ein kleines Problem bleibt: Die Wahlentscheidung dürfte äußerst knapp ausfallen.
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