Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen

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Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen vanessax
vanessax:

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen

2
22.07.05 11:56
#1
Die Polizei in London soll einen der mutmaßlichen Attentäter der gestrigen Anschläge aufgespürt haben. Laut Sky TV schossen die Beamten in der U-Bahn-Station Stockwell auf den Mann.



DPA
Spurensicherung an der U-Bahn-Station Shepherd's Bush: Vier intakte Sprengsätze
London - Auf den Mann sei geschossen worden, während er versucht habe, in Südlondon in einen Zug einzusteigen, berichtete der Sender unter Berufung auf Polizeikreise. Die britische Inlandsnachrichtenagentur PA berichtete, die Station sei evakuiert worden.

Nach den neuen Attentaten war Scotland Yard einer Reihe von Hinweisen nachgegangen. Viele Zeugen hatten sich gemeldet. Die Ermittler hatten sich verhalten optimistisch gegeben: Die Täter hätten so viele Spuren hinterlassen, dass der Polizei nun vielleicht ein entscheidender Schlag gegen die Terroristenszene in Großbritannien gelingt.

Anders als vor zwei Wochen, als alle Bomben explodierten, haben die Ermittler nun intakte Sprengsätze mit allen damit verbundenen Hinweisen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man die flüchtenden Täter auf den Filmen der vielen Überwachungskameras in der Londoner U-Bahn und in der Innenstadt erkennen kann.

Die britische Nachrichtenagentur Press Association berichtete, in den drei U-Bahnzügen und dem Bus seien vier "brauchbare" Sprengsätze gefunden worden, die in Rucksäcken steckten. Drei der vier Sprengsätze seien genauso schwer und groß wie die Bomben, die am 7. Juli, exakt zwei Wochen zuvor, das Nahverkehrsnetz der britischen Hauptstadt trafen und mindestens 56 Menschen töteten und mehr als 700 verletzten. Der vierte Sprengsatz war demnach kleiner.


NEUER TERRORALARM: ANGST IN LONDON
 

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Der Fahrer des Busses an der Hackney Road sagte der "Sun", er habe einen Knall gehört und daraufhin auf dem oberen Deck einen schwarzen Rucksack gefunden. Darin sei eine hochexplosive Bombe gefunden worden, die denen von vor zwei Wochen ähnlich sei, berichteten die Fernsehsender BBC und Sky News unter Berufung auf Sicherheits- und Geheimdienstkreise. Wegen eines starken Acetongeruchs hätten Fachleute zunächst einen Chemiewaffenanschlag befürchtet. Der Geruch sei jedoch entstanden, weil die Sprengkörper falsch gezündet worden seien.


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Festnahmen im Zusammenhang mit den erneuten Anschlägen gab es nach Angaben der Polizei noch nicht. Zwei Personen seien nach Befragungen bereits gestern wieder freigekommen, erklärte Scotland Yard. Die Behörden gehen zudem davon aus, dass nur eine Person verletzt wurde. Der Fahrgast sei mit Verdacht auf einen Asthma-Anfall im Krankenhaus behandelt worden.

Zunächst suchen die Fahnder nach bis zu vier Attentätern. Wie die britische Presse unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, geht Scotland Yard davon aus, dass die Täter wieder islamische Extremisten waren. Auch die neuen Anschläge waren nach Zeitungsberichten wieder als Selbstmordattentate geplant. Als die Bomben nicht richtig gezündet hätten, seien die Täter weggelaufen, berichtete die Presse.

Passagiere verfolgen Attentäter

Der U-Bahn-Passagier Abisha Moyo sagte der Zeitung "Daily Mail", er habe einen Knall gehört, sich umgedreht und einen Mann auf dem Boden des Waggons liegen sehen. Zunächst habe er gedacht, der Mann sei angeschossen worden, doch dann habe er bemerkt, dass der etwa 20-jährige auf einem Rucksack lag, aus dem Rauch kam. Andere Passagiere hätten die Notbremse gezogen, und wenig später sei der Mann über die Gleise der U-Bahn geflüchtet.

Ein Passagier in einem anderen der insgesamt drei angegriffenen U-Bahnzüge, Gary Carter, berichtete dem "Daily Express", er habe die Explosion selbst gesehen. Der Mann, dem der Rucksack gehört habe, habe "erschrocken" ausgesehen: "Er hat den Rucksack fast sofort zurückgelassen und ist geflohen. Drei Leute haben versucht, ihn daran zu hindern, aber vergeblich." Der mutmaßliche Attentäter konnte sich auf dem Bahnsteig losreißen, wurde außerhalb des Bahnhofs nochmals von einem Blumenhändler gepackt, konnte sich aber wiederum befreien und entkommen.

Der "Guardian" berichtet, einer der Terroristen habe überrascht aufgeschrieen, als sein Sprengsatz nicht explodiert sei. Nach einem Bericht des "Daily Telegraph" stand einer der Terroristen neben einer Frau mit einem Baby auf dem Arm, als er den Zünder betätigte.

Laut Polizei ging es den Tätern darum, die Terroranschläge vom 7. Juli zu wiederholen. Dafür spreche schon, dass sie wieder drei U-Bahnen und einen Bus ausgesucht und die Bomben fast gleichzeitig gezündet hätten.

Regierung und Polizei befürchten nun, dass sich London vielleicht auf eine lange Serie von Anschlägen einstellen muss. "Das mag für die Leute schwerer zu verkraften sein (als der erste Anschlag)", zitierte der "Independent" einen namentlich nicht genannten Staatssekretär.  

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen MD11
MD11:

sind die

 
22.07.05 11:59
#2
"BOBBYS" inzwischen bewaffnet ??
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen vanessax
vanessax:

Wie schiesst man auf einen Mann der in den Zug

 
22.07.05 12:02
#3
einsteigt, ohne all die anderen Menschen zu gefährden ?
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen SAKU
SAKU:

Jop...

2
22.07.05 12:02
#4
Wasserbomben mit Pfefferminzsoße ;o)
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen ruhrpott
ruhrpott:

@MD11

 
22.07.05 12:09
#5
Das waren keine Bobbys.
MI5 oder Kriminalpolizei dürfen mit Knarre rumlaufen.


Ausgedacht ist oft viel schöner als die Wahrheit.
Deshalb verkauft sich die BLÖD-Zeitung wie Sau.
Vorteil: Das Denken wird einem abgenommen.
Nachteil: Das Denken wird einem abgenommen.

Viele Grüße

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.............................

aus dem Ruhrpott

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen jungchen
jungchen:

...

 
22.07.05 12:10
#6
Man shot by armed police on Tube  
 
A man has been shot at Stockwell Tube station by armed police officers, police confirm.
Passengers were evacuated from a Tube train on the Northern Line station in south London after the incident.

Passenger Mark Whitby told BBC News he had seen an Asian man shot five times by "plain-clothes police officers".

Services on the Victoria and Northern lines have been suspended following a request by the police, London Underground said.

Police are hunting four would-be bombers after Thursday's London blasts.

The bombers fled after detonators went off, causing small blasts, but failed to detonate the bombs themselves.

Mr Whitby, told BBC News: "I saw an Asian guy run onto the train hotly pursued by three plain-clothes police officers.

"One of them was carrying a black handgun - it looked like an automatic - they pushed him to the floor, bundled on top of him and unloaded five shots into him."

Passenger Briony Coetsee said: "We were on the Tube and then we suddenly heard someone say, 'Get out, get out' and then we heard gunshots."


Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen jungchen
jungchen:

ich fuehl mich

 
22.07.05 12:12
#7
von tag zu tag wohler hier
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen lassmichrein
lassmichrein:

" Armed police surround mosque in East London" .

 
22.07.05 12:15
#8
(Reuters)

...be lmr and smile

 

 

 

 

 

 

 

(Immer noch Alizee - aber auf allgemeinen Wunsch jetzt nimmer klein, sondern mittelgroß!!!)

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen all time high
all time high:

@ jungchen

 
22.07.05 12:33
#9

schätze,so denken die islamisten auch.

mfg
ath
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Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen .Juergen
.Juergen:

im radio haben se gebracht

 
22.07.05 13:10
#10
das ein augenzeuge ausgesagt hat>>>>
das er mit fünf gezielten schüssen getötet wurde...
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen maxperformance
maxperforma.:

Mutmaßlicher Attentäter erschossen

 
22.07.05 13:15
#11
London

Polizei erschießt Terrorverdächtigen

In der U-Bahn-Station Stockwell in London haben Polizisten einen Mann erschossen. Einem Fernsehbericht zufolge soll es sich um einen der Attentäter der gestrigen Anschläge handeln.

London - Sky News berichtet unter Berufung auf Sicherheitskreise, bei dem Mann handele es sich um einen der Attentäter der gestrigen Anschläge. Auf den Mann sei geschossen worden, als er versucht habe, im Südwesten Londons in einen Zug einzusteigen, berichtete der Sender Sky News unter Berufung auf Polizeikreise.

Auch die BBC meldete eine Schießerei. Ein Augenzeuge berichtete dem Sender, er habe in der Station Stockwell in einer wartenden U-Bahn gesessen. Plötzlich sei ein Mann auf den Zug zugestürmt, verfolgt von Polizisten. Der Mann sei gestolpert, dann hätten ihn die Polizisten zu Boden geworfen und ihn dann mit fünf Pistolenschüssen getötet. Er habe kein Gepäckstück bei sich gehabt. Er habe aber einen dicken Mantel getragen, der ausgestopft gewirkt habe.

"Da waren mindestens 20 von ihnen, und sie trugen schwere schwarze Gewehre", sagte der 28-jährige Chris Wells, der aus einer der U-Bahnen in Sicherheit gebracht wurde. Dann sei der Verdächtige über eine Absperrung gesprungen, und die Polizisten seien hinter ihm hergelaufen. Alle hätten geschrien: "Raus hier, raus hier!" Ein anderer Augenzeuge, Christopher Scaglione, hörte mehrere Schüsse. Die Menschen um ihn herum seien weggerannt.

Ein anderer Fahrgast erzählte: "Wir waren in der 'Tube', und plötzlich hörten wir jemanden sagen 'raus hier, raus hier', und dann hörten wir Schüsse." Andere Augenzeugen berichteten, Polizisten hätten einen Mann durch die Station gejagt und dann das Feuer eröffnet. Einige der Beamten waren in zivil.

Die britische Inlandsnachrichtenagentur PA meldete, die Station sei evakuiert worden. Die Bahnpolizei stellte den Verkehr auf zwei U-Bahn-Linien ein. Betroffen waren die Victoria Line und die Northern Line. Die Victoria Line ist inzwischen wieder in Betrieb.

Währenddessen hatten bewaffnete Polizisten im Osten Londons eine Moschee umstellt. Ein Zeuge sagte dem US-Sender CNN, mehrere Dutzend bewaffnete Beamte hätten sich um die Moschee herum platziert. Die Beamten hätten die Anwohner aufgefordert, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. Inzwischen gab die Polizei jedoch Entwarnung: Es habe eine Bombendrohung gegeben, die sich nicht bestätigt habe. Ein verdächtiger Gegenstand habe sich als harmlos herausgestellt.

Nach den erneuten Attentaten gestern war Scotland Yard einer Reihe von Hinweisen nachgegangen. Viele Zeugen hatten sich gemeldet. Die Ermittler hatten sich verhalten optimistisch gegeben: Die Täter hätten so viele Spuren hinterlassen, dass der Polizei nun vielleicht ein entscheidender Schlag gegen die Terroristenszene in Großbritannien gelingt.

Anders als vor zwei Wochen, als alle Bomben explodierten, haben die Ermittler nun intakte Sprengsätze mit allen damit verbundenen Hinweisen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man die flüchtenden Täter auf den Filmen der vielen Überwachungskameras in der Londoner U-Bahn und in der Innenstadt erkennen kann.

PA berichtete, in den drei U-Bahnzügen und dem Bus seien vier "brauchbare" Sprengsätze gefunden worden, die in Rucksäcken steckten. Drei der vier Sprengsätze seien genauso schwer und groß wie die Bomben, die am 7. Juli, exakt zwei Wochen zuvor, das Nahverkehrsnetz der britischen Hauptstadt trafen und mindestens 56 Menschen töteten und mehr als 700 verletzten. Der vierte Sprengsatz war demnach kleiner.




Wie die britische Presse unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, geht Scotland Yard davon aus, dass die Täter wieder islamische Extremisten waren. Auch die neuen Anschläge waren nach Zeitungsberichten wieder als Selbstmordattentate geplant. Als die Bomben nicht richtig gezündet hätten, seien die Täter weggelaufen, berichtete die Presse.

Laut Polizei ging es den Tätern darum, die Terroranschläge vom 7. Juli zu wiederholen. Dafür spreche schon, dass sie wieder drei U-Bahnen und einen Bus ausgesucht und die Bomben fast gleichzeitig gezündet hätten.

gruß Maxp.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Schorsch Dabbeljuh
Schorsch Dab.:

5 Schüsse

 
22.07.05 13:26
#12
Hört sich nach Feuerstoss an.
Es gibt Länder, in denen ist es gefährlich mit einem Rucksack herum zu laufen.
In einigen kann es sein, dass einem der Rucksack abhanden kommt.
In einigen wenigen Ländern kommt man recht schnell  selbst abhanden.

Ich werde wohl so schnell nicht mehr mit Rucksack unterwegs sein und die Haare blond färben. Das sieht dann irgendwie unschuldig aus.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen MadChart
MadChart:

Irgendwie passt das nicht zusammen

 
22.07.05 13:32
#13
Wieso erschießen die jemanden, der am Boden liegt, mit 5 Schüssen? War das ne Hinrichtung, oder was? Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen 2024488bilder22.parsimony.net/forum43054/spinnst.gif" style="max-width:560px" >

Und wenn's wirklich einer der Attentäter war, dann war's erst recht bescheuert. Wäre doch viel sinnvoller gewesen, erstmal die Hintermänner aus ihm rauszuprügeln.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen 2024488bilder22.parsimony.net/forum43054/kopfkratz.gif" style="max-width:560px" >
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Depothalbierer
Depothalbierer:

wenn der , der am boden liegt , gerade anlegt

 
22.07.05 13:42
#14
würde ich auch schießen, aber nur auf die beine.

nasenbein, jochbein, schlüsselbein...
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Karlchen_I
Karlchen_I:

Vielleicht sollte er keine

 
22.07.05 13:44
#15
Zeit haben, einen Sprengstoffgürtel zu zünden.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Willi1
Willi1:

Bad ... wie hiess das doch gleich?

 
22.07.05 13:52
#16
Abgesehen davon ... nee sach ich nich.

Willi
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Sahne
Sahne:

Wenn er 'nen Sprengstoffgürtel um hat,

 
22.07.05 14:01
#17
würde ich auch erstmal in die Ömme schiessen...
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

Ihr habt ja wieder ein Vokabular

 
22.07.05 14:18
#18
Gut, dass es in D ein relativ strenges Waffengesetz gibt.
A.N.
(vincit sedendo)

geschichtsunterricht ist das eine, die wahrheit oftmals eine andere. war in meck/pomm und es gab nur einen, der bei diesem lehrer je eine 1+ in der mündl. prüfung bekam.

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Willi1
Willi1:

... welches aber leider nur von den nicht

 
22.07.05 14:20
#19
Kriminellen beachtet wird ...
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Willi1
Willi1:

Betrachte "leider" als gestrichen o. T.

 
22.07.05 14:21
#20
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Wird man in Zukuft wenn man einen

 
22.07.05 14:25
#21
Mantel trägt erschossen?


Ein Augenzeuge berichtete der BBC, er habe in der Station Stockwell in einer wartenden U-Bahn gesessen. Plötzlich sei ein Mann auf den Zug zugestürmt, verfolgt von Polizisten. Der Mann sei gestolpert, dann hätten ihn die Polizisten zu Boden geworfen und ihn dann mit fünf Pistolenschüssen in den Kopf getötet. Der Mann habe kein Gepäckstück bei sich gehabt. Er habe aber einen dicken Mantel getragen, der ausgestopft gewirkt habe.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

Ich meinte mehr, dass es bei solchen Äusserungen,

 
22.07.05 14:26
#22

wer wem wie wohin schiessen würde, gut ist, dass nicht mehr Leute mit gefährlichen Waffen hier herumlaufen.


A.N.
(vincit sedendo)

geschichtsunterricht ist das eine, die wahrheit oftmals eine andere. war in meck/pomm und es gab nur einen, der bei diesem lehrer je eine 1+ in der mündl. prüfung bekam.

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Rigomax
Rigomax:

Es scheint bisher erst einen Augenzeugenbericht,

 
22.07.05 18:16
#23
zu geben, der in verschiedenen Medien leicht abgewandelt wiedergekäut wird. Da sollte man erstmal abwarten, ob die "niedergeworfen - draufgesetzt - fünf Schüsse" - Version wirklich stimmt.

Erstaunlich fand ich die Formulierung "and unloaded five shots into him". Unter dem Entladen einer Waffe verstehe ich etwas anderes. Aber das muß wohl eine spezielle Art des britischen understatements sein.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen lehna
lehna:

Verdächtiger festgenommen...

 
22.07.05 19:47
#24
Laut BBC Terrorverdächtiger in Londoner festgenommen
London - Einen Tag nach den Bombenanschlägen hat die Londoner Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das berichtet die BBC. Die Festnahme sei in dem Londoner Ortsteil Stockwell erfolgt. Am Vormittag hatte die Polizei in der U-Bahn einen Terrorverdächtigen erschossen. Nach Darstellung von Polizeichef Ian Blair hatte sich der Mann in der U-Bahn-Station Stockwell geweigert, auf Anweisungen der Polizei stehen zu bleiben. Aus Angst, er könne eine Bombe bei sich haben, sei geschossen worden.

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen MaMoe
MaMoe:

na also, dann sinds ja schon 2 weniger ... zuminde

 
22.07.05 19:51
#25
st fackeln die nicht mehr lange ... aber das machen die anderen ja auch nicht: insofern: Herzlichen Glückwunsch an die Londoner Polizei

MaMoe ...
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen zombi17
zombi17:

Die ruhigen Jahre sind wohl vorbei

 
22.07.05 19:59
#26
Nach Anschlägen in London

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland
 

Die neuen Terroranschläge von London beschäftigen auch die Deutsche Bahn. "Die Bahn hat ein flexibles Sicherheitskonzept, was sofort der aktuellen Lage angepasst wird", sagte Bahnsprecher Heiner von der Laden in Berlin. Es bestehe eine Partnerschaft mit der Bundespolizei und den Sicherheitsbehörden. "Für uns steht die Sicherheit des Bahnbetriebs und vor allem unserer Fahrgäste an allererster Stelle." Bereits nach den Londoner Anschlägen vom 7. Juli seien alle Mitarbeiter angewiesen worden, verstärkt auf Auffälligkeiten und Verdächtiges zu achten.

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe prüfen, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen. Bereits seit dem ersten Anschlag in London am 7. Juli gelte bei der BVG die Alarmstufe zwei: Fahrgäste und Personal seien zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen, sagte BVG-Sprecher Klaus Wazlak. Bei herrenlosen Gepäckstücken solle umgehend das Sicherheitspersonal informiert werden. "Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig", fügte Wazlak hinzu. Auch die Kontrolle von Taschen wird - vorbehaltlich der rechtlichen Grundlage - nicht ausgeschlossen

Der Berliner Verfassungsschutz will unterdessen Hotlines in türkischer und arabischer Sprache einrichten. Ab Montag könnten zwischen 9.00 und 15.00 Uhr vertraulich Hinweise auf mögliche terroristische Aktivitäten und Anschlagsplanungen abgeben, teilte die Behörde mit. In der übrigen Zeit sei ein Anrufbeantworter geschaltet.

Die Sicherheit wird in Deutschland echt gross geschrieben, der Anrufbeantworter wird es schon richten.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Luki2
Luki2:

Unschuldigen Erschossen

 
24.07.05 09:32
#27
Die Erschießung eines unschuldigen Brasilianers durch Antiterrorkräfte in einer U-Bahnstation in London hat die Regierung in Brasilien „schockiert“.

„Wir sind schockiert und perplex", heißt es einer am Samstag (Ortszeit) in Brasilia veröffentlichten Erklärung von Außenminister Celso Amorim. Die Regierung in Brasilien warte auf die Erklärungen der britischen Behörden „zu den Umständen, die zu dieser Tragödie geführt haben“. Der Familie des Opfers, des 27-jährigen Jean Charles de Menezes, übermittle man innigstes Beileid.

Brasilia betonte außerdem, das südamerikanische Land habe „immer alle Formen von Terrorismus verurteilt“. Man habe sich immer bereit gezeigt, zur Ausmerzung dieser Geißel im Rahmen der internationalen Regeln und der Respektierung der Menschenrechte beizutragen“.

Hatte nichts zu verstecken

Ein Vetter des Opfers, Alex Alves Pereira, sagte im Gespräch mit dem brasilianischen Fernsehnachrichtensender Globonews aus London, Jean Charles habe nichts zu verstecken und auch „keinen einzigen Grund gehabt, vor der Polizei wegzulaufen“.

Außenminister Amorim, der unterdessen am Samstag Richtung London abflog, um an Gespräche über Reformen der Vereinten Nationen teilzunehmen, will nun nach Angaben aus Brasilia wegen des Zwischenfalles auch seinen britischen Kollegen Jack Straw treffen.

Jean Charles de Menezes stammte aus einer kleinen Stadt des südöstlichen Bundeslandes Minas Gerais und arbeitete seit vier Jahren in London als Elektriker. Er wurde laut Zeugen mit fünf aus nächster Nähe abgefeuerten Kugeln am Kopf tödlich getroffen.


Q: focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=17141


Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Timchen
Timchen:

Brasilien ist ein gefährliches Land !

 
25.07.05 11:15
#28
Da sollte man auf seinen Rucksack aufpassen.
Grossbritannien ist ein sicheres Land, da sollte man auf sich selbst aufpassen.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Kalli2003
Kalli2003:

Erschossener Brasilianer - Kein Grund für Terror-V

 
17.08.05 11:40
#29

Mittwoch, 17. August 2005
Erschossener Brasilianer
Kein Grund für Terror-Verdacht

Neue Informationen zu der irrtümlichen Erschießung eines Brasilianers belasten die Londoner Polizei. Der Elektriker Jean Charles de Menezes war von der Polizei am 22. Juli fälschlicherweise für einen Selbstmordattentäter gehalten und erschossen worden. Unmittelbar danach sagte Scotland Yard, der 27-jährige habe sich verdächtig gemacht, weil er trotz mehrfachen Zurufens nicht stehen geblieben und über die Absperrung einer U-Bahn-Station gesprungen sei. Außerdem habe er trotz Sommerwetters einen dicken Mantel getragen, unter dem er Sprengstoff hätte verstecken können. Doch wie alle großen britischen Zeitungen am Mittwoch unter Berufung auf interne Polizeidokumente berichteten, steht inzwischen fest, dass all das nicht stimmt.

Befragungen der beteiligten Polizisten durch die Beschwerdestelle von Scotland Yard hätten ergeben, dass Menezes zu keinem Zeitpunkt davongerannt sei. Er habe die U-Bahn-Station ganz normal durch Öffnen der Schranke mit seiner Fahrkarte betreten, sich noch eine Gratiszeitung genommen und dann in eine wartende U-Bahn gesetzt. Dort sei er von den Polizisten gepackt und - obwohl er keine Gegenwehr geleistet habe - mit einer ganzen Salve gezielter Schüsse getötet worden. Er habe auch keinen Wintermantel, sondern eine leichte Jacke getragen.

Harriet Wistrich, die Anwältin der Angehörigen von Menezes, sagte zu den Berichten: "Es sieht danach aus, dass da versucht wurde, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen, um zu rechtfertigen, was nur als absolut tragische Katastrophe für die Polizei bezeichnet werden kann." Scotland Yard lehnte eine Stellungnahme unter Hinweis auf die laufende Untersuchung ab.

So long (oder doch besser short?)  

...be happy and smileKalli  

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen mob1
mob1:

Laut den

 
17.08.05 12:45
#30
Informationen und Bildern aus der sog. 'Gratiszeitung' von heute:

- sehr sommerliche Bekleidung, duenne Jacke, offen getragen,
- 11 Kugeln, 8 trafen in den Kopf,
- er sass auf seinem Sitz und wurde von Passagieren von
 der Flucht abgehalten, war also bereits gestellt, als
 er erschossen wurde.

Da hat sich Scotland Yard nicht mit Rum bekleckert.

Gruesse
MOB
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen bammie
bammie:

Londoner Polizei log im Fall des Brasilianers

 
17.08.05 12:51
#31
Interne Dokumente widersprechen der offiziellen Version der Polizei über den Tod des Brasilianers de Menezes. Das berichten britische Medien. Demnach trug er zum Beispiel keinen Wintermantel.

Neue Dokumente über die Erschießung eines Brasilianers in der Londoner U-Bahn widerlegen die bisherige Version von Scotland Yard. Das berichten britische Medien. Jean Charles de Menezes, ein 27-jähriger Elektriker, war einen Tag nach den Anschlägen vom 21. Juli von Polizeibeamten für einen Selbstmord-Attentäter gehalten und erschossen worden. Dokumente, die laut BBC aus der Untersuchungskommission zu diesem Vorfall stammen, belasten die Polizei.

Nach der Version von Scotland Yard habe sich de Menezes verdächtig gemacht, weil er trotz mehrfachen Zurufens nicht stehen geblieben und über die Absperrung einer U-Bahn-Station gesprungen sei. Trotz Sommerwetters habe er einen dicken Mantel getragen, unter dem er Sprengstoff hätte verstecken können.

Jeans-Jacke statt Wintermante

Interne Polizeidokumente widerlegen dies, berichtet auch Sky News. Demnach sei de Menezes weder vor der Polizei geflohen, noch habe er die Schranke in der U-Bahn übersprungen. Er trug auch keinen dicken Mantel, sondern eine Jeans-Jacke. Laut der Dokumente wurde er nicht einmal dabei gesehen, wie er seine Wohnung in Tulse Hill verließ – der Polizist, der ihn überwachen sollte, war gerade austreten.

De Menezes betrat die U-Bahnstation in normalem Tempo, öffnete die Schranke mit seiner Fahrkarte und nahm sich eine kostenlose Zeitung. Nach Zeugenaussagen ging er langsam die Rolltreppe hinunter, lief dann zu einer U-Bahn und setzte sich.

Sieben Schüsse in den Kopf

Zu diesem Zeitpunkt war die Polizei überzeugt, dass auf de Menezes die Beschreibung eines der U-Bahn-Attentäter passte, berichtet Sky News. Als er sich in die U-Bahn setzte, wurde de Menezes «eindeutig identifiziert», zitiert Sky aus dem Bericht.

Ein Polizist habe ausgesagt, er konnte de Menezes packen und seinen Arm festhalten, bevor das Schießen begann. De Menezes habe keine Gegenwehr geleistet. Die Obduktion habe ergeben, dass de Menezes sieben Mal in den Kopf geschossen wurde; ein Schuss traf ihn in der Schulter, drei Schüsse gingen daneben.

Scotland Yard: Kein Kommentar

«Meine Familie verdient die ganze Wahheit über seinen Tod», sagte de Menezes' Cousin Allessandro Pereira. Harriet Wistrich, die Anwältin der Angehörigen von Menezes, sagte zu den Berichten: «Es sieht danach aus, dass da versucht wurde, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen, um zu rechtfertigen, was nur als absolut tragische Katastrophe für die Polizei bezeichnet werden kann.»

Scotland Yard lehnte eine Stellungnahme ab. Man wolle die laufenden Untersuchungen nicht gefährden, hieß es. (nz)
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen tommm
tommm:

Hm... habe gerade Posting 25

 
17.08.05 13:31
#32
noch mal gelesen.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Rigomax
Rigomax:

Da staunt man .. ..

 
17.08.05 13:38
#33

Zitat aus
www.spiegel.de/panorama/0,1518,369884,00.html

"Laut "Observer" wird sich die Kommission, die den Tod von "Jim" de Menezes untersucht, bei ihrer Arbeit vor allem auf Zeugenaussagen verlassen müssen: Die zahlreichen Überwachungskameras in den U-Bahn-Stationen hätten so gut wie keine Aufnahmen von der verhängnisvollen Polizei-Aktion geliefert. Trotz des Terroralarms in der britischen Hauptstadt seien die meisten Kameras defekt gewesen."
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Happy End
Happy End:

Videos stellen Polizeiversion in Frage

 
18.08.05 06:46
#34
Dreieinhalb Wochen nach der Tötung eines unschuldigen Brasilianers durch britische Terrorfahnder sind Aufnahmen von Überwachungskameras aufgetaucht, die die Darstellung der Polizei erheblich in Frage stellen.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen 2061479

Der britische Sender berichtete aufgrund dieser Aufnahmen, daß sich der 27 Jahre alte Jean Charles de Menezes in keinster Weise verdächtig verhalten habe, als er die U-Bahn-Station Stockwell betrat. Auch habe er keine dicke Jacke, sondern eine normale Jeansjacke getragen.

Der Londoner Polizeichef Ian Blair hatte die tödlichen Schüsse auf den Brasilianer damit erklärt, daß der Mann von den Polizisten angesprochen worden sei und nicht auf ihre Anweisungen gehört habe. Augenzeugen hatten zudem berichtet, der Brasilianer sei durch die U-Bahn-Station gerannt, von Polizisten in Zivil zu Boden geworfen und dann erschossen worden.

Irrtümlich verfolgt

Nach dem ITV-Bericht zeigen die Überwachungskamera-Aufzeichnungen aber, daß Menezes die U-Bahn-Station Stockwell ohne jede Hast betrat und sich eine Zeitung kaufte, ehe er in eine Bahn stieg und sich hinsetzte. Aus einem Untersuchungsbericht gehe zudem hervor, daß die Polizisten Menezes für einen der Bombenleger vom 21. Juli hielten. Obwohl ihnen eine Kamera zur Verfügung gestanden hätte, um diese Einschätzung durch Kollegen überprüfen zu lassen, sei das aber nicht geschehen.

Die unabhängige Beschwerdekommission der Polizei, die den Fall untersucht, wollte sich zum Wahrheitsgehalt der von ITV zitierten Dokumente nicht äußern. „Wir wissen nicht, von welcher Organisation oder von wem die im Fernsehen gezeigten Dokumente stammen”, erklärte die Kommission.

Angehörige des Getöteten forderten eine öffentliche Untersuchung des Falls, der in Großbritannien und in Brasilien für große Empörung und Anteilnahme gesorgt hatte. Es habe offensichtlich einen gewissen „Grad an Inkompetenz” oder eine schwerwiegende Kommunikationsstörung gegeben, sagte die Anwältin der Familie Menezes, Harriet Wistrich, dem TV-Sender Channel Four. Ein Cousin des Getöteten, Allessandro Pereira, forderte „die ganze Wahrheit über diesen Mord”. Sie müsse veröffentlicht werden.

Richter in Rom stimmt Auslieferung von Terroverdächtigen zu

Ein italienisches Gericht hat unterdessen am Mittwoch der Auslieferung von einem der mutmaßlichen Rucksackbomber von London zugestimmt. Großbritannien verdächtigt ihn, an den gescheiterten Anschlägen auf Pendler im Nahverkehrssystem im Juli beteiligt gewesen zu sein.

Der in Äthiopien geborene Hamdi Issac solle binnen 35 Tagen ausgeliefert werden, teilte Richter Domenico Massimo Miceli am Mittwoch mit. Issac hat nun zehn Tage Zeit, gegen das Urteil Einspruch einzulegen. Der Verdächtige will seiner Anwältin zufolge in die Berufung gehen.

Anwältin: Ohne Aussicht auf faires Verfahren

Nur Issac wird verdächtigt, gemeinsam mit drei Komplizen am 21. Juli Bombenanschläge auf drei U-Bahnen und einen Bus in der britischen Hauptstadt verübt zu haben. Der auch unter dem Namen Osman Hussein bekannte Mann war am 29. Juli in Italien festgenommen worden und hat bereits eine Beteiligung an den Anschlägen gestanden. Er habe dabei allerdings nicht töten, sondern London lediglich in Schrecken versetzen wollen, hatte Issac gesagt. Die Anschläge verliefen glimpflich, weil die Sprengsätze nicht richtig zündeten. Bei einer ähnlichen Anschlagsserie zwei Wochen waren am 6. Juli waren mehr als 50 Menschen getötet worden.

Nach einer Berufung Issacs hätte das italienische Kassationsgericht 15 Tage Zeit für ein abschließendes Urteil. Damit könnte Issac den britischen Behörden noch vor Ende September überstellt werden, schneller als von Anwälten zunächst erwartet worden war. „Es gibt keine Möglichkeit, daß er (in Großbritannien) ein faires Verfahren bekommt”, sagte die Anwältin Issacs, Antonietta Sonnessa, am Mittwoch vor der Gerichtsentscheidung.

Die italienische Staatsanwaltschaft hatte sich dafür eingesetzt, über eine Auslieferung erst später zu entscheiden. Zuvor müssten die britischen Behörden Italien noch weitere Informationen zukommen lassen, sagte der italienische Staatsanwalt Alberto Cozzella. Der Anwalt, der Großbritannien bei den Anhörungen vertritt, sagte dagegen, der britische Haftbefehl gegen Issac enthalte bereits alle notwendigen Informationen.


Text: FAZ.NET
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen soulsurfer
soulsurfer:

wenn die Polizei mistgebaut hat, wird immer

 
18.08.05 07:44
#35

vertuscht und gelogen, glaube niemals deren Version. Gibt halt zuviele kleine Rambos und Verrückte bei der Polizei.

...be happy and smile

 

 

 

 

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen soulsurfer
soulsurfer:

Nicht als Lügen

 
18.08.05 11:21
#36
Die Ermordung von Jean Charles de Menezes
17.08.2005  


Den britischen Behörden war offenbar vom ersten Augenblick nach dem Tod des gebürtigen Brasilianers Jean Charles de Menezes in der Londoner U-Bahn klar, wie zutreffend der nun von seinen Angehörigen geäußerte Vorwurf des "Mordes" ist.

Erschien die Erschießung bereits aufgrund der zum Zeitpunkt der Tat veröffentlichten Informationen äußerst fragwürdig, so kann nun, aufgrund von dem Fernsehsender ITV aus geheimen Untersuchungspapieren zitierten Informationen nur noch von einem Verbrechen und nicht einmal mehr von einem "Fehler" gesprochen werden.

Ersten Berichten zufolge war der in einen dem Wetter völlig unangemessen dicken Mantel gekleidete de Menezes über eine Absperrung gesprungen, vor Polizisten weggelaufen und schließlich in einem U-Bahnwaggon von Polizisten überwältigt und "vorsorglich" mit fünf Kugeln erschossen worden. Dieser Satz enthält den Untersuchungsakten zufolge fünf Lügen.

De Menezes war nicht in einen "verdächtig dicken Mantel" gekleidet, der die Befürchtung nährte, er könne darunter eine Bombe verbergen, sondern in eine Jeansjacke, wie auch ein von ITV veröffentlichtes Bild einer Überwachungskamera aus dem Zug deutlich zeigt.

Ebenso ist er nicht über eine Absperrung gesprungen, sondern hat das U-Bahn-Gelände regulär mit seiner Monatskarte betreten. Auch war er offenbar keineswegs in Eile, nahm er sich doch auf dem Weg noch eine der dort ausliegenden kostenlosen Tageszeitungen.

Auch lief er nicht vor Polizisten - die außerdem für ihn nicht als solche erkennbar gewesen wären, da sie allesamt in Zivil gekleidet waren - weg, sondern beschleunigte nur seinen Schritt, als eine U-Bahn, die er erreichen wollte, in die Station einfuhr.

De Menezes wurde auch nicht von den ihn "verfolgenden" Polizisten in dem U-Bahnwaggon zu Boden geworfen sondern hatte sich bereits auf einen Sitz etwa in der Mitte des Wagens gesetzt. Dort wurde er auch von den Polizisten erschossen, wie eine Blutlache auf dem Bild der Überwachungskamera belegt.

Selbst die anfänglich behauptete Anzahl der abgefeuerten Schüsse entspricht nicht der Wahrheit. Tatsächlich wurde sein Kopf aus nächster Nähe von 7 Kugeln getroffen, eine weitere traf ihn in der Schulter. 3 weitere Kugeln verfehlten ihn. Offenbar wurde eine durchgeladene Pistole mit einem vollen Magazin vollständig auf ihn abgefeuert.

Angesichts dieser offensichtlichen Vertuschungsversuche seitens der Behörden kann es sicherlich nicht verwundern, daß die Angehörigen des Toten nun eine Anklage wegen Mordes gegen die verantwortlichen Polizisten fordern.

quelle www.freace.de





...be happy and smile

 

 

 

 

Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen ecki
ecki:

Keine Videoaufzeichnungen, da defekt?

 
18.08.05 11:26
#37
Hörst sich eher so an, als ob die Aufnahmen sofort verschwunden gelassen wurden.

Und MaMoe war schon immer für zuerst schiessen und dann nachfragen. Wenns von 10 mal einen richtigen trifft, wirds ihm genügen.

Grüße
ecki  
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Depothalbierer
Depothalbierer:

bei jägern nenn man sowas schußhitzigkeit.

 
18.08.05 21:44
#38
naja, dumm gelaufen, habense ja nochmal glück jehabt, daß se keinen engländer erwischt haben.

dann hättense ja eine richtige untersuchung machen müssen.
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen Talisker
Talisker:

Über die Sorgen eines Polizeichefs

 
19.08.05 11:17
#39
Ian Blair und die Moral von CO19
Die Affäre um den Terror-Todesschuss in London weitet sich aus: Wollte der Polizeichef die Untersuchung verhindern?

DUBLIN taz Großbritanniens Polizeichef Ian Blair hat angeblich versucht, eine unabhängige Untersuchung des Todes von Jean Charles de Menezes zu verhindern. Der 27-jährige Brasilianer war am 22. Juli in der Londoner U-Bahn von Sicherheitskräften aus nächster Nähe getötet worden, weil man ihn für einen Selbstmordattentäter hielt.

Ian Blair argumentierte laut Guardian, dass die Erschießung lediglich intern untersucht werden dürfe, weil der Kampf gegen den Terrorismus Vorrang habe. Eine unabhängige Untersuchung, so warnte er, könnte der nationalen Sicherheit abträglich sein. Darüber hinaus sorgte er sich um die Moral der Elitetruppe CO19, die die Todesschüsse abgefeuert hatte.

Bei einem Treffen mit Vertretern des Unabhängigen polizeilichen Beschwerdeausschusses und des Innenministeriums wurde Blair jedoch überstimmt. Schließlich sei es gesetzlich vorgeschrieben, eine unabhängige Untersuchung einzuleiten, wenn die Polizei jemanden tötet, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Blair behinderte diese Untersuchung offenbar von Anfang an.

Am Mittwochabend stellte sich überdies heraus, dass es ein Soldat war, der für die Überwachung des Hauses in der Scotia Road zuständig war. Die Sicherheitskräfte hatten nach den fehlgeschlagenen Londoner Anschlägen vom 21. Juli in der Nähe einer der Bomben einen Ausweis mit dieser Adresse gefunden. Er gehörte Hussein Osman, der später in Rom verhaftet wurde und nun nach Großbritannien ausgeliefert wird.

Der Soldat war ausgerechnet in dem Moment auf die Toilette gegangen, als de Menezes am Morgen des 22. Juli das Haus verließ. Die auf das Haus gerichtete Videokamera war nicht ständig eingeschaltet, um Batterien zu sparen. Deshalb gab der Soldat die Information weiter, dass ein "nicht identifizierter weißer Mann mit dunklen Haaren, Bartstoppeln, einer blauen Jeansjacke, blauen Jeans und Turnschuhen" das Haus verlassen habe. Da er keine Videoaufnahmen zum Vergleich mit den Fotos von Osman habe, sollen sich andere Beamte den Mann ansehen, sagte der Soldat.

Zu der Zeit waren zwei Überwachungsteams und die bewaffnete Sondereinheit in der Nähe. Darüber hinaus nahm auch die neu gegründete Sonderüberwachungseinheit der Armee an der Operation teil. Welche Rolle sie spielte, ist bisher nicht bekannt. Ian Blair sagte jedoch, dass die Leitung der Polizei unterstand. Die Beamten wussten zu dem Zeitpunkt längst, dass Osman kein "weißer Mann mit dunklen Haaren" war. Warum sie de Menezes mit ihm verwechselten, ist unklar. Als der Brasilianer den U-Bahn-Waggon betrat, warteten dort offenbar Polizisten auf ihn. Wenn die durchgesickerten Informationen stimmen, hatten die Polizisten de Menezes bereits überwältigt, als er von der Sondereinheit erschossen wurde.

Ian Blair hat die Todesschusspolitik von Anfang an verteidigt. "Die einzige Möglichkeit, einen Selbstmordattentäter zu stoppen, ist, ihm in den Kopf zu schießen", sagte er damals.

RALF SOTSCHECK

taz Nr. 7746 vom 19.8.2005, Seite 9, 100 Zeilen (TAZ-Bericht), RALF SOTSCHECK
Schießerei in London - Polizei stellt Verdächtigen blindfish

tja...

 
#40
"Eine unabhängige Untersuchung, so warnte er, könnte der nationalen Sicherheit abträglich sein."

-> ein "totschlagargument", genau wie es bei uns genauso ständig angewandt wird im bezug auf arbeitslosigkeit oder eben auch bei der "sicherheit" bzw dem datenschutz...

diese entwicklung ist erschreckend...


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