Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor

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Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor Refresh
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Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor

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10.09.11 23:08
#1
Gute N8

Der Bundesfinanzminister bereitet sich auf das Schlimmste vor. Nach SPIEGEL-Informationen lässt Wolfgang Schäuble seine Beamten bereits durchrechnen, was eine Pleite Griechenlands zur Folge hätte. Mit zwei Szenarien: Griechenland bleibt Euro-Land - oder es muss zur Drachme zurückkehren.

Berlin/Hamburg - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stellt sich nach SPIEGEL-Informationen auf eine Insolvenz Griechenlands ein. Seine Beamten spielen sämtliche Szenarien durch, die sich im Falle eines Zahlungsausfalls des Landes ergeben könnten. Danach gibt es grundsätzlich zwei Varianten einer Griechenland-Pleite. In der ersten bleibt das Land in der Währungsunion, in der anderen gibt es den Euro als Zahlungsmittel auf und führt die Drachme wieder ein. Eine Schlüsselrolle in den Überlegungen kommt dem europäischen Rettungsschirm EFSF zu. Er soll so schnell wie möglich mit den neuen Kompetenzen ausgestattet werden, die ihm der Krisengipfel Ende Juli zugedacht hat.

Zwei Instrumente stehen bei den deutschen Überlegungen im Vordergrund: Zum einen setzen Schäubles Beamte auf vorbeugende Kreditlinien, die Ländern wie Spanien oder Italien helfen sollen, wenn Anleger nach einer Insolvenz Griechenlands ihnen nichts mehr leihen. Banken in zahlreichen Euroländern könnten zudem auf Milliarden vom Rettungsschirm angewiesen sein, weil sie ihre Bestände an griechischen Staatsanleihen abschreiben müssten. Solche Folgen sind zu erwarten, gleichgültig ob Griechenland den Euro behält oder aussteigt.
"Regeln für den Austritt eines Landes aus der Währungsunion"

Hessens Ministerpräsident, der stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier, drängt darauf, möglichst schnell Möglichkeiten zum Austritt aus der Euro-Zone zu schaffen. "Wenn die Spar- und Reformanstrengungen der griechischen Regierung nicht erfolgreich sind, müssen wir uns auch die Frage stellen, ob wir nicht neue Regeln brauchen, die den Austritt eines Euro-Landes aus der Währungsunion ermöglichen", sagte er dem SPIEGEL.

Für die schwarz-gelbe Bundesregierung ist Griechenlands katastrophale Misere nicht zuletzt ein massives innenpolitisches Problem. Eine Mehrheit von 76 Prozent der Bundesbürger ist gegen eine Ausweitung des EFSF-Rettungschirms, nur 18 Prozent dafür, wie eine ZDF-Umfrage vor wenigen Tagen ergab.

Athen macht es seinen Kritikern leicht - und den Euro-Rettern derzeit schwer. Eine eigene griechische Kommission stellte jüngst fest, die Verschuldung sei außer Kontrolle geraten. Dann reiste eine Expertengruppe aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds unverrichteter Dinge wieder ab, nachdem Athen die Sparanstrengungen offenbar lockern will. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stellte die Auszahlung der nächsten Tranche in Frage. Wann die Kommission ihre Arbeit wieder aufnimmt, ist offen.
Das griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach den Worten von Finanzminister Evangelos Venizelos in diesem Jahr um mehr als fünf Prozent sinken. "Die Rezession übertrifft alle Vorhersagen, auch die der Troika", sagte Venizelos laut der Nachrichtenagentur Reuters an diesem Samstag in Thessaloniki vor Wirtschaftsvertretern. Im Mai sei man noch von einem Schrumpfen des BIP von 3,8 Prozent ausgegangen. Die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds soll eigentlich kontrollieren, ob Griechenland die Sparauflagen umsetzt, an die die Notkredite gekoppelt sind.
Gleichzeitig fürchten Beobachter, die bisher unternommenen Sparschritte könnten der griechischen Wirtschaft zu stark zusetzen. Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent abgesackt ist .

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Samstag laut dem "Tagesspiegel", man müsse mit Griechenland Geduld haben: "Was über Jahre versäumt wurde, kann nicht über Nacht behoben werden." Gleichzeitig jedoch mahnte die Kanzlerin: "Griechenland weiß, dass die Auszahlung der Kredite davon abhängt, dass es seine Auflagen erfüllt."



www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,785545,00.html
Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor Venetian_Black
Venetian_Blac.:

Na da fängt er ja sehr früh mit an.

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10.09.11 23:41
#2
Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor Refresh
Refresh:

immerhin

 
11.09.11 11:04
#3
Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor sebestie
sebestie:

Was heißt das jetzt für uns?

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11.09.11 14:11
#4
Schaffen bis man aus dem Geschäft getragen wird?
Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor sonnenscheinchen
sonnenschein.:

wäre ja Wahnsinn

 
11.09.11 14:19
#5
wenn man die Möglichkeit nicht vorher durchspielen würde. Man sollte ja im Fall des Falles einen Plan haben, was man am besten macht.
Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor mod
mod:

Nöö

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11.09.11 14:20
#6
U.U werden deutsche Grossbanken Federn lassen, wenn sie noch Griechenland-
Staatsanleihen halten, was ich nicht glaube (die EZB hat sie jetzt).
Deutsche Unternehmen werden Geld als Gr.-Gläubiger verlieren.
Der Euro als von der EZB steuerbare Grösse existiert weiter.
Allerdings die EZB hat nicht die geldpolitische Grundhaltung der
deutschen Bundesbank. Das ist der Knackpunkt. (Politik des leichten Geldes?)
Nur die Griechen werden auf Deutschland stinksauer sein.
Wann kommen aber Portugal, Spanien, Italien usw.  dran?
Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor mod
mod:

richtig, Sonnenschein, alternative

 
11.09.11 14:22
#7
Szenarien durchzuspielen, ist eigentlich für Unternehmen und
staatliche Entscheidungsträger selbstverständlich.
Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor meingott
meingott:

Das macht man aber schon

 
11.09.11 14:23
#8
bevor man Milliarden versenkt, nicht danach.
Aber ein grosser Teil wurde ja bereits besichert....die Griechen lachen und die Deutschen malochen weiter...bis 75 oder vielleicht mal bis 80???

Lustig ist auch...alle demonstrieren der Schuldenländer.....nur der Hauptfinanzier malocht schön weiter  ;-))))
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Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor Juto
Juto:

auch interessant

 
11.09.11 14:23
#9
das heute medial zu verbreiten.
ist ja heute nur zweitrangig.
Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor Refresh

Berlin misstraut Griechen

 
#10
Finanzminister Schäuble und Wirtschaftsminister Rösler denken laut über die Folgen einer mögliche Staatspleite von Griechenland in den nächsten Wochen nach. Deren Wirtschaft schrumpft weiter.

Die Bundesregierung hegt offenbar immer stärkere Zweifel am Sanierungswillen von Athen und bereitet sich inzwischen auf eine mögliche Staatspleite von Griechenland in den nächsten Wochen vor. Wirtschaftsminister Philipp Rösler brachte am Sonntag in der ARD gar eine geordnete Insolvenz Griechenlands ins Spiel.

Eine solche Pleite wird im Finanzministerium von Wolfgang Schäuble (CDU) neuerdings für beherrschbar gehalten, zumindest sobald die Reform des Europäischen Rettungsschirms EFSF in Kraft tritt. Dann könnten Länder und Banken auch vorsorglich Finanzhilfen erhalten, ohne schon in Schieflage zu sein. Bislang hatte die Regierung stets betont, eine Staatspleite Griechenlands müsse verhindert werden, weil sie unabsehbare Folgen für das internationale Finanzsystem hätte.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos gestand am Wochenende ein, dass die griechische Wirtschaft stärker schrumpft als erwartet. Statt mit einem Minus von 3,8 Prozent rechnet er nun für 2011 mit einer verringerten Wirtschaftsleistung von mehr als fünf Prozent. Nach einer Sondersitzung des Kabinetts am Sonntag kündigte Venizelos die Einführung einer Immobiliensteuer an, durch die bis Jahresende zwei Milliarden Euro einbringen soll. Eine Troika aus Euro-Ländern, IWF und EU muss bis Monatsende die Reformbemühungen der griechischen Regierung positiv bewerten, erst können weitere acht Milliarden Euro an Krediten fließen.

Die aktuellen Äußerungen sollen Athen zeigen, wie ernst es Deutschland und den Euro-Ländern mit den Sparauflagen ist. Die Euro-Skeptiker in der FDP wollen derweil den Europäischen Stabilisierungsmechanismus, der ab 2013 an die Stelle des Rettungsschirms treten soll, per Mitgliederentscheid verhindern.

www.fr-online.de/wirtschaft/krise/...6/-/view/asFirstTeaser/-/


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