Rückruf: Spiegel-Jahrbuch 2010

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Rückruf: Spiegel-Jahrbuch 2010 Happy End

Rückruf: Spiegel-Jahrbuch 2010

 
#1
lachnummer des jahres: 'das jahr 2010' des spiegel.

anfang dezember war es bereits zu kaufen: das grosse, tolle, spiegel-jahrbuch 2010. spiegel wollte rechtzeitig zum grossen weihnachtsgeschäft kohle machen und nahm darum in kauf, dass praktisch der ganze dezember fehlte. kein schneechaos, kein bahnchaos, keine teflon-merkel, keine peinlichen wikileaks-enthüllungen über die politiker der welt, kein assange und kein wort über die grosse krise des guido dead-man-walking westerwelle.

lupe, der satire-blog wollte darum von den spiegel-verantwortlichen wissen, wie sie sich dazu stellen, dass 1/12 der relevanten ereignisse des jahres 2010 im spiegel-jahrbuch fehlen.  es sei halt so usus, dass man vor weihnachten bereits jahrbücher herausgebe, meinte ein sichtlich unbeeindruckter chefredakteur mathias müller von blumencron gegenüber lupe. co-chefredaktor georg mascolo schlug in dieselbe kerbe: "sehen sie, ein wenig fehlender schnee regt keinen spiegel-leser auf und die thematik westerwelle wird auch über den januar hinaus aktuell bleiben".

wir wollten es genauer wissen und fragten spiegel-verlag-geschäftsführer ove saffe um seine meinung. unser einwand: es sei absolut peinlich, wenn ein renommierter verlag wie der spiegel solch unvollständige jahrbücher herausgebe. eigentlich müsste 'spiegel' ein dermassen fehlerhaftes produkt, wie dies toyota jeweils tue, zurückrufen. saffe liess sich laut lachend zur aussage verleiten: "wenn sich jetzt tausend leser, resp. käufer des jahrbuches, bei uns vehement beschweren, so werden wir es zurückrufen."

auf die frage, ob die käufer dann ein revidiertes jahrbuch mit schnee, assange, hackerattacken der wikileaks-anhänger und westerwelle-fall erhielten, meinte der herausgeber lakonisch: "wer anfang dezember ein jahrbuch 2010 kaufte, der ist selber schuld, der weiss, dass zu diesem zeitpunkt gar kein volles jahr abgebildet werden kann. darum sind diese spekulationen hinfällig." auf ein energisches nachhaken, was denn passiere, wenn jene leser, die 'das jahr 2010' erst im januar kaufen, zu hunderten reklamieren, meinte er schliesslich: "wenn bis zum 10. januar wirklich tausend protestieren, werde ich einen neudruck veranlassen. aber, wie gesagt, das können sie vergessen, weil spiegel-leser weder für etwas auf die strasse gehen noch protestmails wegen solch einer lappalie verschicken. solche aktionen machen wikileaks-anhänger, aber nicht spiegel-leser".

weiter: swiss-lupe.blogspot.com/2011/01/...-spiegel-jahrbuch-2010.html


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