Reise nach Jerusalem ...

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Reise nach Jerusalem ... Tony Ford
Tony Ford:

Reise nach Jerusalem ...

 
15.05.17 19:19
#1
Wer kennt nicht auch das berühmte Spiel "Reise nach Jerusalem"?

So kam mir die Wahl in NRW einmal mehr vor.

Mal verlieren die Einen, mal die Anderen, mal feiern sich die Einen als die großen Sieger, mal die Anderen, mal bekommt die eine Seite eine Klatsche, mal die andere Seite.
Und auch die Themen sind letztendlich immer wieder mehr oder weniger die Gleichen, in erster Linie das Thema Bildung.

Nahezu jede neue Regierung will angeblich das Bildungssystem reformieren, das System was scheinbar von den Anderen sträflich vernachlässigt wurde, obwohl die Anderen komischerweise mit dem gleichen Slogan an die Macht kamen.

Das Thema Bildung ist mittlerweile inflationär, dass die Werthaltigkeit einer solchen Aussage gegen Null tendiert, zumal die Ziele wenig konkret und auch nicht meßbar sind.

Egal ob Union, SPD, Grüne, FDP die Konzepte sind derart abtrakt definiert, dass sie sich voneinander kaum unterscheiden. Im Grunde wollen alle Parteien das Land Fit für die Zukunft machen, Arbeitsplätze schaffen, Innovationen und StartUps fördern.

Doch was nützt es, wenn man im Spiel "Reise nach Jerusalem" die Stühle bequemer macht, schwarz, rot, grün oder gelb anstreicht oder die Wegbarkeiten verbessert. Am Ende wird selbst der beste Stuhl und beste Wegbarkeit nicht das Problem zunehmend mehr fehlender Stühle beheben.

Dass was man seit Jahren betreibt ist, dass man aus der Not heraus Campingstühle, Sitzhocker, usw. mit zunehmend größerem Aufwand hinzustellt und sich von Wahl zu Wahl rettet und sich dann an anderer Stelle wundert, dass Campingstühle fehlen, wofür natürlich wiedermal die Anderen daran schuld sind.

Fakt ist, dass produzierende Unternehmen durch Automatisierung immer weniger Fachpersonal benötigen werden. Bereits Heute gibt es Hochtechnologieunternehmen, dessen Betrieb ohne Facharbeiter auskommt.
Die Arbeitsplätze die in Dtl. in den letzten 12 Jahren entstanden sind, sind nahezu ausschließlich Dienstleistungsjobs, Jobs die ebenfalls perspektifisch zu großen Teilen durch Roboter, etc. erledigt werden können.

Als ich den Kommentar der FDP hörte, dass man Digitalisierung, Innovationen und StartUps fördern wolle, musste ich ein wenig schmunzeln. Innovationen die vermutlich dafür sorgen werden, dass noch weniger Fachpersonal benötigt werden wird, somit noch mehr Menschen arbeitslos werden oder sich mit aberwitzigen Dienstleistungsjobs über Wasser halten müssen.

Steuern, Subventionen, Innovationen, Bildung, StartUps, Digitalisierung, Dinge die durchaus wichtig sind, aber eben nicht Ansatzweise das Kernproblem der wegfallenden Arbeit und des ausgereizten Konsums lösen.
Ich denke nicht, dass wenn man Konsumenten mit noch mehr Dienstleistungen und Produkten bewirft, dass diese dann mehr Dienste und Produkte in Anspruch nehmen werden.
Im Gegenteil, ist es nicht bereits längst so, dass man genervt von diesem Vermarktungszwang ist?
Ist es nicht eher so, dass das immer Mehr bereits jetzt fragwürdige Ausmaße angenommen hat?

Wenn ich dieses ganze Gehabe um die Wahlen und die Selbstbeweihräucherei sehe, dann vergeht einem wahrlich die Lust zur Wahl zu gehen.

Bitte liebe Politiker präsentiert doch endlich mal ein Zukunftskonzept, welches auf die Problematik der Automatisierung eingeht und Alternativen aufzeigt. Dann bekommt ihr vielleicht auch meine Stimme.  
Reise nach Jerusalem ... boersalino
boersalino:

Gut !!

2
15.05.17 20:56
#2
Wenn ich dieses ganze Gehabe um die Wahlen und die Selbstbeweihräucherei sehe, dann vergeht einem wahrlich die Lust zur Wahl zu gehen.

Unterschreib ich :-)
Reise nach Jerusalem ... Stuff_Wild
Stuff_Wild:

Du hast das freie trinken....

 
15.05.17 21:08
#3
bei  den Wahlveranstaltungen vergessen... Prost.

Reise nach Jerusalem ... Dr.UdoBroemme
Dr.UdoBroem.:

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind

 
15.05.17 21:17
#4
halt nur begrenzt. Der eine legt den Schwerpunkt halt etwas anders als der andere, aber allzu große Unterschiede gibt es trotzdem nicht.
Es ist schwer bescheiden zu sein, wenn man so großartig ist wie ich(Muhammad Ali)
Reise nach Jerusalem ... Tony Ford
Tony Ford:

#4 ...

 
15.05.17 21:27
#5
im Grunde ist das auch ok so, man muss nicht permanent größere Veränderungen vornehmen.
Aber es kommt immer wieder mal die Zeit, wo man politisch Mut beweisen und einen Schritt gehen muss. Dies trifft aber nicht nur die Politiker zu, sondern vor allem auch auf die Wählerschaft und jeden Bürger.
Fakt ist, dass die Wählerschaft selbst die großen Veränderungen scheut und im Zweifelsfalle lieber ein zwei Schritte wieder zurück geht. Sie u.a. die Thematik Sicherheit und dem Trend zur zunehmenden Überwachung und dies auch noch vom Volke erwünscht.  
Reise nach Jerusalem ... obgicou
obgicou:

Roboter konkurrieren mit Menschen um Arbeitsplätze

3
16.05.17 07:54
#6
Das wird man nicht ändern, denn Automatisierung ist sinnvoll. Ist der Roboter günstiger, wird er in Zukunft die Arbeit übernehmen. Der Bedarf an Arbeitern wird daher tendentiell abnehmen.
Das ist zunächst einmal nicht schlecht. Wer hat schon wirklich Lust, 8h am Tag in einer Fertigungsstrasse zu stehen, vielleicht noch im Schichtbetrieb oder im Akkord? Körperliche Arbeit zu verrichten ist kein Privileg!

Gleichzeitig ensteht durch Automatisierung auch mehr Bedarf an "Kopf-Arbeitern". Denn Roboter müssen erdacht, programmiert, verkauft und beworben werden. Daher ist eben die Bildung so wichtig und wird auch von den Wählern als wichtig wahrgenommen. Denn eine Ausbildung eines "Kopf-Arbeiters" dauert wesentlich länger und ist komplizierter, als die eines Schichtarbeiters in der Fertigungsstrasse.

Reise nach Jerusalem ... Graf.Zahl
Graf.Zahl:

So ein Roboter könnte doch dann auch wählen,

 
16.05.17 08:01
#7
erhöht die Planungssicherheit.
Reise nach Jerusalem ... Tony Ford

#6 ...

 
#8
Auch die Kopf-Arbeit lässt sich automatisieren, z.B. in Algorithmen packen oder unter Zuhilfenahme von CI deutlich erleichtern.
U.a. gibt es auch schon Visionen, in denen unternehmerische Entscheidungsprozesse wesentlich abgekürzt werden können.
Ferner kommt noch ein weiterer Trend, nämlich die Öffnung von Wissen und Ressourcen hinzu, wodurch viele proprietäre Entwicklungsarbeiten eingespart und bereits bestehende offene Bausteine verwendet werden können.
Bestes Beispiel ist die Blockchain-Technologie. Bitcoin als Vater dieser offenen Technologie hat die Grundlage dafür gelegt, dass heutige Entwickler ohne eigenen Aufwand auf dem Wissen und den Entwicklungen von Bitcoin aufbauen können.
Dies führt dazu, dass viele andere Digitalwährungen entstehen können ohne ansatzweise den Aufwand hineinzustecken, den die Pioniere damals in Bitcoin steckten.
Es gibt des Weiteren die Möglichkeit, Algorithmen und Regelwerke in Blockchain-Anwendungen packen zu können. Dadurch kann die Verwaltung automatisiert werden,d.h. entfällt die Verwaltung wie diverse Ämter, Notare sind überflüssig uvm.
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